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Die Bewerbung: Organisation und Kommunikation?


Frank_Boernard

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Vorherige Bewerbungen: Meist wenig Papierkram

Ich möchte kurz auf meine vorherigen Bewerbungen für das Studien eingehen:

  • Beim ersten Studium (Soziologie und Psychologie in Präsenz) habe ich mein Abiturzeugnis eingereicht. Da es genug Studienplätze und keinen Numerus Clausus gab, lief das unkompliziert.
  • Beim zweiten und dritten Studium (BA und Master Business Administration) lief es über ein persönliches Gespräch mit den Studiengangsleitern. Diese bescheinigten (für mich) unbürokratisch meine Motivation und Eignung, fertig. Klar, da es sich beim einen um eine private Business School und beim anderen um ein (leider) wenig beliebtes Studium handelte, hatten die Leiter ein großes Interesse, mich einzuschreiben. Sie haben sich um alles gekümmert. (Ich muss hier allerdings erwähnen, dass private Unis und Studiengangsleiter natürlich stark auf die Abbrecher-/Erfolgsquoten achten und daher sicher auch nicht jede/-n zulassen werden).

 

Vorabinfos des DISC: Hilfreich und kompakt

Das Distance and Independent Studies Center (DISC) ist da etwas anders gestrickt. Die Webseite informiert kompakt und umfassend über den Studiengang, die Zielgruppe, Zielsetzung und Abschluss, die Studieninhalte, die Zugangsvoraussetzungen sowie Ablauf und Organisation. Die digitalen Infos sind sehr gut, das Bewerbungsverfahren naturgemäß eher unpersönlich.

 

Mir haben Webseite und Flyer sehr geholfen, die erste Hürde für die Bewerbung zu nehmen: Ich konnte ein Motivationsschreiben für meinen Arbeitgeber zusammenstellen und offensichtlich plausibel darlegen, warum ich Interesse an dem Master-Studiengang habe.

Zusätzlich habe ich die Entscheidung zwar noch mündlich meinen Vorgesetzten vorgestellt, aber das sauber strukturierte Motivationsschreiben, das ihnen vorlag,  hat auf jeden Fall geholfen: Es gibt neben der ideellen Unterstützung auch einen kleinen Zuschuss zu den Studiengebühren.

 

Bewerbungsverfahren am DISC: Ganz lustig und etwas bürokratisch

Die Organisation des Bewerbungsverfahrens fand ich gut und nachvollziehbar - wenn auch etliche Klicks und einiges an Aufmerksamkeit nötig sind, um den jeweils richtigen Weg aus dem Bewerbungsportal zur Online-Bewerbung zur "Online-Bewerbung Fernstudium (DISC)" zu finden.

 

Nicht nur Kafka-Kenner werden sich ein bisschen amüsieren, den "Antrag auf Einschreibung im Fernstudium" auszufüllen. Kleines Beispiel: Man muss mehrfach das "Kennzeichen" eintragen:

  • Kfz.-Kennzeichen Ihres Heimatwohnortes (bei Kreisen und kreisangehörigen Städten bitte nach dem Kfz.-Kenn- zeichen zusätzlich in das rechte Feld ein „K“ eintragen); bei Ausland, internationales Kfz.-Kennzeichen des Staates
  • Kfz.-Kennzeichen der Stadt, in dem Sie die Berechtigung [zum Hochschulstudium] erworben haben; bei Ausland intern. Kfz.-Kennzeichen des Staates

  • Kfz.-Kennzeichen der Stadt/des Kreises der Ersteinschreibung; bei Ausland intern. Kfz.-Kennzeichen des Staates

  • Kfz.-Kennzeichen des Hochschulortes (bei Kreisen und kreisangehörigen Städten bitte nach dem Kfz.-Kenn- zeichen zusätzlich in das rechte Feld ein „K“ eintragen)

 

Dazu noch Dauer von Berufstätigkeiten und die dabei jeweils geleisteten Wochenstunden. Eine Menge Papier (oder PDF-) Kram eben.

 

Der Upload meiner Unterlagen im Bewerbungsportal funktionierte nicht (die berühmte "404"-Meldung), weshalb ich die Papiere gemailt habe. Ich musste sie aber auch noch im Original oder in beglaubigter Kopie verschicken.

 

Zum geforderten "Nachweis über eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr nach dem Erststudium" (ich habe zwanzig Jahre als Journalist gearbeitet...) habe ich eine einfache Bescheinigung eingereicht. Das reichte dem DISC nicht: 

 

"Aus der Ihrer Bewerbung beigefügten Bescheinigung ist leider nicht ersichtlich, welche Tätigkeiten Sie im Einzelnen ausüben, bzw. ausgeübt haben. Um Ihre bisherige Berufserfahrungzuordnen zu können, benötige ich für die Feststellung der einschlägigen Berufstätigkeit einen Nachweis, welcher die einzelnen Tätigkeitsmerkmale und die Dauer der Beschäftigung enthält. Bitte reichen Sie zur abschließenden Prüfung Ihrer Bewerbung einen weiteren Tätigkeitsnachweis mit detaillierten Angaben zu Ihren einzelnen Arbeitsbereichen nach."

 

Die Kommunikation mit dem DISC lief insgesamt und auch in dieser Sache schnell und unkompliziert. Nach Einreichen einer detaillierteren Auflistung meiner Tätigkeitsbereiche wurde mir eine erneute Prüfung angekündigt und eine Rückmeldung, falls noch Unterlagen benötigt würden. Dann habe ich eine Woche nichts gehört, bis zwei Briefe von unterschiedlichen Absendern kamen, dass ich mich einschreiben könne. Dazu musste ich zwei Überweisungen tätigen:

  • Studienentgelt (€ 990; im Jahr 2020)
  • Sozialbeitrag (€ 102; im Jahr 2020)

 

Hier sei gleich eingeschoben, dass nicht nur diese beiden Zahlungen auf unterschiedliche Konten erfolgen müssen: Für die Zahlung des Sozialbeitrags für das zweite Semester gab es einige Wochen später eine weitere, abweichende IBAN!

 

Schriftliche Kommunikation: Alles auf einer Seite

Etwas ungewöhnlich sind die vielen, auf wenige Blätter Papier gequetschten Informationen. Ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe:

  • Nötige Überweisungen
  • Infos zum Online-Account
  • Termin der Freischaltung des Accounts
  • Termine der Präsenzphasen
  • Termin der Einführungsveranstaltung
  • Terminfenster für die Anmeldung zur Einführungsveranstaltung

 

Einige Wochen später habe ich ein weiteres, dicht bedrucktes Papier erhalten, das folgendes beinhaltete:

  • Studienbescheinigungen
  • Studierendenausweis
  • Überweisungsträger und Zahlungs-Terminfenster für den Sozialbeitrag für das zweite Semester (gleichzeitig Rückmeldung)
  • Stammdatenblatt
  • Initial-Passwort für den Online-Bereich

Auf einem kleinen gelben Zettel gab's dann noch Infos zu den "Online-Ressourcen der TU Kaiserslautern", VPN-Verbindung, Bibliothek und mehr. Das werde ich mir demnächst näher ansehen.

4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Admin

Halt schon etwas bürokratischer an einer staatlichen Uni. Quasi gleich ein erster Test der Studierfähigkeit ;).

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Ja, ein guter Test der Studierfähigkeit 😉 Allerdings gehört zu "Organisation und Kommunikation" gerade im Hinblick auf die Digitalisierung von Verwaltungen auch die Frage der Nutzer*innenfreundlichkeit, der Entbürokratisierung und der Optimierung der Kommunikation. Sprich, nicht zu viele Infos zusammenquetschen mit dem Risiko, dass etwas untergeht.

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Das mit dem KFZ Kennzeichen ist schräg. Da fällt mir ein: "Ich habe gar keine Auto Signorina"

 

Dass man die einzelnen Tätigkeiten der Berufserfahrung nochmals erläutern muss, kenne ich von anderen Anbietern auch. Die wollen je nachdem alles bis ins kleinste Detail. 

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Mit KFZ-Kennzeichen duerfte weniger das KFZ-Kennzeichen gemeint sein, sondern das Unterscheidungszeichen (ich glaube, so heisst es amtlich) fuer den Ort, oder? Es werden einfach Ortsangaben (fuer statistische Zwecke mutmasslich, die Einschreibung duerfte davon nicht abhaengen) erhoben, dabei wird die Kreisebene mit Hilfe der Kennzeichenbuchstaben erfasst. Scheint mir jetzt nicht so besonders merkwuerdig.

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