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Mobbing im Fernstudium

csab8362

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Erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich mich eine halbe Ewigkeit nicht mehr gemeldet habe, aber mein Leben ist derzeit so turbulent und ich merkte wie meine Energie zu Ende ging und darum habe ich meine ganzen Aktivitäten auf Null heruntergefahren.

Der letzte Stand war ja die Durchführung einer Gruppendiskussion für meine Hausarbeit und es lief sooooo unglaublich toll, sadass ich das Gefühl hatte auf Fernstudiumwolke 7 zu sein. Dann kam jedoch eine für mich sehr schwer zu verdauende Erfahrung über die ich jetzt doch schreiben möchte, da sie mich mehr belastet hat als ich vorerst dachte.

Für die Hausübung mussten wir eben eine Gruppendiskussion mit Personen, die wir nicht kennen durchführen, also keine Verwandten und Bekannten und ich fand hier bei fernstudium infos vier exzellente Kandidaten. Weiters gründete ich eine Gruppe mit Studierenden des Moduls, damit wir uns gegenseitig ein wenig unterstützen und auch Methoden und Literatur austauschen konnten. So weit war der Plan. So weit so gut. Doch dann kam alles anders als geplant. Eine Mitstudenten glaubte, dass die Austauschsgruppe gleichzeitig die Diskussiongruppe sei, obwohl es mehrfach betont wurde, dass bei der Gruppendiskussion den Teilnehmern weder die Forschungsfrage gesagt werden darf noch dass sie in dem Modul sein dürfen. Jedenfalls habe ich dank Markus und Co meiner Meinung nach eine super Gruppendiskussion durchgeführt und in der Austauschgruppe von meiner tollen Erfahrung geschrieben. Worauf ich von einer Teilnehmerin (der Austauschgruppe von Hagen) übel beschimpft wurde und sie auch im offiziellen Bereich (moodle) über mich herzog. Ich sei schuld, dass sie jetzt ihr Hausaufgabe nicht durchführen kann, weil ich aus ihrer Diskussion ausgeschieden bin usw. einstweilen hat das eine mit dem anderen gar nichts zu tun. Ich schrieb ihr, dass es sich um ein Missverständnis handelte sie schrieb mir negativ zurück und schmiss mich aus der von mir gegründeten Gruppe. Das war echt sehr hart für mich. Als sie mich noch bei der Betreuerin anschwärzte erklärte auch diese ihr, dass es sich hierbei um ein
Missverständnis Ihrerseits handelte und sie eine eigene Diskussionsgruppe brauche und das auch von Anfang an so vermittelt wurde. Daraufhin bekam ich ihrerseits ein halbherzige Entschuldigung. Ich sagte zwar, dass alles o.k. ist, aber das war es nicht. Zwar habe ich versucht noch einmal eine gute Gesprächsbasis aufzubauen, aber es scheiterte an mir, denn ich konnte die bösen Worte, Sätze und Anschuldigungen die gefallen sind einfach nicht vergessen.

Ein paar Tage später hatte ich dann einen Hörsturz. Ich glaube das war ein Warnsignal. Ebenso wurde erneut eine Austauschgruppe gegründet dieses Mal ohne der Teilnehmerin, die mich beschuldigt hatte und alle waren total nett und verständnisvoll, aber ich konnte mich nicht mehr aufraffen die Hausarbeit zu schreiben und ich ließ die Zeit ungenutzt verstreichen. Jetzt stand ich vor der Entscheidung, entweder nicht abgeben und gleich mit Nichtgenügend bewertet zu werden oder es doch zu probieren und zumindest den Versuch einer Arbeit abzugeben. Es war eine so tolle Gruppendiskussion mit euch, es wäre schade die Arbeit nicht abzugeben, auch wenn der Beitrag von den Diskutierenden wahrscheinlich das einzige ist was in meiner Arbeit gut ist.

So weit so gut.

 



8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Echt schade, dass dich eine einzige Person so runterzieht, wobei ich natürlich total verstehen kann, dass dich dieser Vorfall belastet. Es ist einfach sehr ärgerlich, aufgrund eines Missverständnisses beleidigt zu werden. Bist du darauf angewiesen, möglichst schnell das Studium abzuschließen? Falls nein, dann würde ich die Hausarbeit vielleicht eher zu einem anderen Zeitpunkt machen.

Bearbeitet von Luna-Sophie

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Was ich noch ganz vergessen habe zu sagen: Sie hat die ganze Zeit behauptet ich mobbe sie. Sie hat sich als Opfer hingestellt und in Wirklichkeit war es Uninformiertheit. Es ist nicht so schlimm, wenn man mal was nicht weiß oder Information nicht finden kann, aber man soll nie andere beschuldigen für etwas, was sie nie gemacht haben. Worte können stark verletzen.

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Das ist wirklich eine negative Erfahrung und ich kann verstehen, dass es dich mental weit zurück geworfen hat. 

Gut, dass du die Kurve noch gekriegt hast. Jetzt kann es nur noch positiv weitergehen. Mehr als einmal werden dir hoffentlich keine zu seltsamen Leute begegnen. 

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Da kann ich Frau Kanzler nur zustimmen. Warum so tun, als wäre alles vergeben, wenn dem nicht so ist? Du musst dich nicht als everybodys darling verkaufen. Das kann man nicht sein und am Ende leidest nur drunter.

Zeig anderen ruhig, dass du auch Grenzen hast. Die Betreuerin ist ja auf deiner Seite. Also kann sie dir doch den Buckel runter rutschen :)

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Hey du, also das ist eine ziemlich unangenehme Erfahrung einer Zusammenarbeit :( Leider bist du da an ein sehr schwieriges Kaliber gekommen und es scheint so, als wäre dieser Jemand nicht mehr in der Lage, die Gefühle seines Interaktionspartners zu verstehen. Man kann jetzt nur spekulieren, ob so jemand ggf. vorbelastet ist oder er eine schräg neben der Realität verlaufende Wahrnehmung hat (das Internet fördert da häufig auch Missverständnisse). 


Man muss das aber auch nicht wirklich verstehen, sondern sich eher von solchen Personen schützen. Man darf da wirklich auch Kante zeigen und  aufweisen, bis wohin - und nicht weiter - sie treten dürfen. Meiner Erfahrung nach ist es sogar so, dass viele sogar fast ein wenig "dankbar" sind, wenn man ihnen diese Grenzen erfahren und erstaunlicherweise zurückrudern.

Für einen selbst sind das ebenfalls wichtige Lernerfahrungen, in so einer Situation für sich selbst eingestanden zu haben. 

 

Du hast gar nicht um Tipps gebeten, darum betrachte es lediglich als Inspiration. 
Viele tolle Hinweise hast du ja auch schon erhalten, u.a. von Frau Kanzler, denen ich mich nur anschließen kann. Darum lediglich von mir noch ein paar random thoughts: 

 

-> Dazu würde ich mich vom Gedanken verabschieden, mit jedem gut auskommen zu müssen und eine belastende Situation eher weg zu lächeln, damit Ruhe ist. Man darf da ruhig sein, was die Situation auch ist: Empört.

-> Es hat viele Vorteile, immer die Gefühle zu zeigen, die man auch empfindet. 
-> Beleidigungen, Verleumdungen und üble Nachrede, egal wie banal das Thema erscheint, sind im Internet genauso strafbar wie im realen Leben! Erst recht in solchen Foren, wo man auf die Identität des Nutzers schließen kann.

-> Ich persönlich würde mich nächstes Mal per PN an die Person wenden und sie sachlich auffordern, sofort diese Aktivitäten gegen dich einzustellen. Falls sie darauf mit Unverständnis reagiert, kann man auch direkt sagen, dass man zur Not rechtlichen Beistand sucht. 

-> In die jeweiligen Threads würde ich - ohne Rechtfertigung! - ebenfalls drunter setzen, dass diese sofort aufhören sollen. 

-> Ich würde mir außerdem Hilfe seitens der Betreuer suchen. Der Admin, Betreuer, whatever des Forums hat dafür zu sorgen, dass solche Themen verschwinden. Schreib den Admin an, schilder ihm die Situation und forder ihn auf, sowas zu löschen (vorher würde ich mir aber Snapshots davon machen, falls doch mal was in die juristische Richtung geht). Ebenfalls muss der Projektbetreuer informiert werden, was ja auch in deinem Fall zum Glück so ist. 

-> Gehe zum Arzt und lass dir den Hörsturz und die psychische Belastung attestieren. Das kann dir dabei helfen, Cut-Off-Dates zu verschieben. Es belegt aber auch (evtl. für Betreuer oder Anwalt), wie stark belastend die Situation tatsächlich war.  

-> Auf halbherzige Entschuldigungen würde ich persönlich nicht reagieren - man muss nichts entschuldigen. Entschuldigungen sind schön und gut, lösen aber nicht den Schaden auf.

-> Mit dieser Person nicht mehr in Kontakt treten. Sperren etc. whatever. 

In sofern: Glückwunsch, dass du die Arbeit noch fertiggestellt hast unter diesen Voraussetzungen.  So viel Schlucken und ertragen musst du aber gar nicht. Find das auch von den Admins oder Gruppenleitern enttäuschend, dass sie solche Threads stehen lassen.

LG

 

Bearbeitet von Vica

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Vielen lieben Dank für die netten Zusprüche. Ich habe mir wirklich lange (fast drei Monate) überlegt, ob ich darüber schreiben sollte oder nicht, denn ich habe mich auch teilweise schuldig gefühlt, da ich vielleicht nicht eindeutig kommuniziert hatte und sich dadurch die eine Person selbst als Mobbingopfer darstellte, was sie selber nicht war. Aber sie hat es so wahrgenommen, weil sie nicht zwischen der Studentenaustauschgruppe und der Diskussionsgruppe, unterschieden hat. Man soll immer so kommunizieren, dass das Gesagte so beim Hörer ankommt, dass er weiß und nachvollziehen kann was der andere gemeint hat. Und das habe ich in diesem Fall falsch gemacht. Es hat sich schließlich alles aufgeklärt, dank wirklich toller Modulbetreuung (die mehrmals und auf unterschiedliche Arten der Studentin erklärt hat, dass sie das falsch verstanden hat). Aber ich konnte halt die Anschuldigen und die bösen Wörter einfach nicht vergessen. Andere können das besser.

Aber das Gute am Fernstudium ist, dass man dieser Person sicher nicht so schnell über den Weg läuft und wenn doch, dann kennen wir unsere Gesichter nicht und könnten uns unvoreingenommen begegnen.

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