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Warum ist es hier eigentlich so still?


Azurit

451 Aufrufe

Hallo ihr Lieben!

Sicher habt ihr euch gewundert, wieso ihr von mir in letzter Zeit nichts gehört habt. Vielleicht hat der ein oder andere auch gedacht, ich habe das Fernstudium aufgegeben, nachdem ich nun ein berufliches Ziel vor Augen habe - das habe ich natürlich nicht gemacht! Warum es trotzdem keinen Blog-Eintrag von mir gab, möchte ich euch nun erklären. Zugegeben bin ich auch ein bisschen stolz darauf, was ich in den letzten Monaten alles erreichen konnte, ich erwarte aber natürlich keine Lobeshymnen ;)

 

Nachdem es an der Präsenz-Uni mit dem E-Learning zunächst nicht so gut lief, kamen die Inhalte dann doch noch nach und nach. Da ich bei der Online-Exkursion in Stockholm dabei war, hatte ich auch einiges verpasst und musste das nachholen. Ende Juli bzw. Anfang August kamen dann auch schon die Prüfungen, die extrem schlecht lagen, sodass ich nur die Hälfte schreiben konnte (aber zum Glück alles mit guten Noten bestanden habe!). An der FernUni ging im letzten Semester leider nicht so viel, da mein Prüfungsort durch Corona gecancelt wurde - das wird sich wohl leider auch dieses Semester nicht groß ändern :( Und natürlich habe ich auch ein paar Sachen für Earth Science gemacht, durch die Flexibilität ist das kein Problem.
Nachdem meine Jobs durch die Corona-Krise weggefallen sind, habe ich natürlich auch einen Ausgleich gebraucht und mich nach der Auflösung meiner Band im letzten Jahr nach einer langen Phase ohne Musik dazu entschieden, wieder richtig loszulegen. Meine andere Band bestand noch, hier haben wir einige Besprechungen gemacht und Umstrukturierungen vorgenommen. Dann habe ich eine zweite, neue Band gefunden, mit der ich dann auch direkt eine EP aufgenommen habe. Außerdem spiele ich auch wieder in zwei Orchestern, einem Sinfonieorchester und einem Kammerorchester. Daneben habe ich letztes Semester noch einen Verein mitgegründet, mit einer kleinen Partei einen neuen Kreisverband gegründet, mich als Landtagskandidatin aufstellen lassen und Unterschriften gesammelt.

Natürlich kam auch die Baustelle nicht zu kurz und so haben wir es mittlerweile fast geschafft und in Eigenleistung ohne jegliche Handwerker aus einem Rohbau eine wunderschöne Wohnung gezaubert. Aktuell sind wir am Putzen und stellen Möbel auf, der Umzug kann also hoffentlich bald über die Bühne gehen.
Im August kam dann die nächste Baumwart-Woche, die ich auch erfolgreich gemeistert habe. Nächste Woche geht es dann schon mit der drittletzten Woche weiter. Für mein berufliches Ziel benötige ich die Praktikantenprüfung und habe mich parallel um Stellen für ein dreimonatiges Praktikum bemüht. Letztendlich habe ich sogar eine bezahlte Stelle bei einem wirklich tollen landwirtschaftlichen Betrieb gefunden und in den letzten 3 Monaten 45 Stunden die Woche mit Schweinen und Kartoffeln gearbeitet. Hätte mir vorher jemand gesagt, dass ich mal bis zur Schulter in der Gebärmutter einer Sau stecke, hätte ich ihm nicht geglaubt, aber ich habe es tatsächlich gemacht und es war eine wirklich interessante und tolle Erfahrung. Parallel haben dann die Schulen geöffnet und an meinem freien Tag (Montag) und an meinen Urlaubstagen habe ich dann noch zusätzlich im "alten" Job gearbeitet. Und natürlich die übrigen Prüfungen noch geschrieben. Anscheinend habe ich mich bei meinem Praktikum gut angestellt und das Angebot bekommen, zukünftig einen Tag pro Woche als Nebenjobberin zu kommen. Das Angebot habe ich natürlich sofort angenommen, weil es mir dort wirklich extrem gut gefällt und keiner weiß, ob die Schulen in Zukunft nicht wieder schließen müssen und ich finanziell wieder am Abgrund stehe.

Und nun hat natürlich auch das Semester an der Präsenz-Uni Anfang November wieder begonnen und ich bin aufgrund meines Praktikums noch etwas im Rückstand, den ich bis nächste Woche wegen dem Baumwart auch nicht aufholen werde. Aber das wird schon noch. Wenigstens kann ich wohl dieses Semester endlich meine Bachelor-Arbeit schreiben, da die Bibliotheken und Schulen (bis jetzt) noch geöffnet sind.

 

Wie ihr seht, ist in den letzten Monaten also ganz schön was passiert bei mir! Mein Plan für dieses Semester ist es also, die Finanzen mit verschiedenen Jobs wieder in den Griff zu bekommen, die Bachelor-Arbeit zu schreiben, das 2. Semester im Master zu studieren, etwas für Earth Science zu machen und den Baumwart abzuschließen. Und dabei natürlich die Musik, die Politik und meine Vereine nicht zu vernachlässigen. Es wird wie immer eine Herausforderung und ich hoffe, dass ich dann mal öfter dazu komme, euch einen Blog-Eintrag zu verfassen!

Bearbeitet von Azurit

7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Mir schwirrt der Kopf... 🤪 Ich glaube, ich wäre schon mit der Hälfte dieses Pensum zeitlich schon völlig überfordert. Hut ab!

Bearbeitet von Alanna
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Ich überlege auch gerade, wie Du das alles so stemmst, aber Hut ab, tolle Leistung. 

 

Zitat

Hätte mir vorher jemand gesagt, dass ich mal bis zur Schulter in der Gebärmutter einer Sau stecke, hätte ich ihm nicht geglaubt, aber ich habe es tatsächlich gemacht und es war eine wirklich interessante und tolle Erfahrung. 

:lol:

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  • Admin

Ich bin schon lesend überfordert mir vorzustellen, wie du das alles in deine Wochen bekommst...

 

Zitat

An der FernUni ging im letzten Semester leider nicht so viel, da mein Prüfungsort durch Corona gecancelt wurde - das wird sich wohl leider auch dieses Semester nicht groß ändern 

 

Gibt es da keine Möglichkeit, Ersatzleistungen zu erbringen?

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Ich bin auch immer wieder beeindruckt von deinem Pensum und wie schnell Sachen bei die passieren, wenn du einen Plan gemacht hast. Da das hier ja immer mal wieder Thema war, frage ich mich gerade neugierig

 

Zitat

nachdem ich nun ein berufliches Ziel vor Augen habe

 

Welches Ziel das denn nun ist? Und was genau ist eine "Praktikantenprüfung"?

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Am 14.11.2020 um 23:42 hat Angelus geschrieben:

Wie viele Stunden hat dein Tag 😱

Aber es ist immer wieder interessant zu lesen, was du nicht alles so treibst.

Das werde ich tatsächlich oft gefragt, auch von Leuten, die mich persönlich kennen :D Wenn man Zeit kaufen könnte, würde ich vermutlich all mein Geld investieren, aber so bleiben mir leider auch nur 24 Stunden. Da ein gesunder Körper und ein gesunder Geist enorm die Leistungsfähigkeit erhöhen, geht da auch schon einiges für Schlaf, frisches Essen und heiße Duschen drauf ;) Und den Rest des Tages kann ich dann voll durchstarten.

 

Am 15.11.2020 um 00:33 hat Alanna geschrieben:

Mir schwirrt der Kopf... 🤪 Ich glaube, ich wäre schon mit der Hälfte dieses Pensum zeitlich schon völlig überfordert. Hut ab!

Danke :) Tatsächlich bin ich der festen Überzeugung, dass das (fast) jeder kann. Mir kam auch schon die Idee, Workshops zu dem Thema anzubieten, aber das dauert noch... Soll dann natürlich nicht wie ein durchgeknallter Burnout-Guru klingen, sondern in gewisser Weise trotzdem fundiert sein, auch wenn es meine ganz eigene Methode aus Organisation, Chaos und Wille ist :D

 

Am 15.11.2020 um 12:46 hat Anyanka geschrieben:

Ich überlege auch gerade, wie Du das alles so stemmst, aber Hut ab, tolle Leistung. 

 

:lol:

Danke :) Tatsächlich denke ich darüber eher selten nach. Natürlich muss ich in gewisser Weise organisiert sein, wenn ich mir aber einen zu strengen "Plan" machen würde, wäre ich vermutlich selbst überfordert mit der Menge. Bei vielen Dingen gilt für mich "einfach mal machen" und "schauen, was sich ergibt". Und meistens entwickelt alles eine gewisse Eigendynamik :D

 

Am 16.11.2020 um 10:48 hat Markus Jung geschrieben:

Gibt es da keine Möglichkeit, Ersatzleistungen zu erbringen?

Zum Thema FernUni und Corona hatte ich mich vor einiger Zeit bereits im Forum geäußert, geändert hat sich wenig. Da die Fakultäten selbst entscheiden, sind auch die Ansätze vollkommen unterschiedlich.
Die Fakultät für Rechtswissenschaft hat sehr schnell auf die neue Situation reagiert. Für die ausgefallenen Prüfungstermine des WS 19/20 wurden schnell andere Prüfungsformen (Online-Klausur à la Open Book, Kurzhausarbeiten etc. pp.) und neue Termine gefunden. Die Nachtermine konnten allerdings nur Studenten nutzen, die sich zu den Prüfungen im WS 19/20 angemeldet hatten und ich hatte mich dort auf die wirtschaftswissenschaftlichen Module konzentriert.
Im SS 20 wollte ich nun eigentlich juristische Hausarbeiten schreiben, die Uni Hohenheim hat aber relativ spät bekannt gegeben, dass aufgrund der deutlich weniger vorhandenen Prüfungsplätze die Prüfungszeit quasi "aufgehoben" wird und auch außerhalb der Prüfungszeiten geprüft werden kann. Das und mein geplantes Praktikum führten zu erheblichen Überschneidungen mit der Bearbeitungszeit für die Hausarbeiten, das war dann alles zu chaotisch und nicht machbar. Das gleiche Problem dürfte sich im WS 20/21 ergeben, da die Uni Hohenheim noch keinen Prüfungszeitraum bekannt gegeben hat. Meine anderen fehlenden Module bauen auf die Hausarbeiten auf, sodass ich vor dem Schreiben dieser Prüfungen gerne wüsste, wo ich stehe...

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft hat uns nur zum Kopfschütteln bewegt. Zunächst sollten für die ausgefallenen Prüfungen des WS 19/20 gar keine Nachtermine angeboten werden und uns wurde gesagt, wir müssen dann halt quasi alles im SS 20 schreiben. Nach einem wahren Shitstorm gab es dann doch Nachtermine im Juni, die aber nur an 5 Orten in Deutschland angeboten wurden. Online-Prüfungen oder andere Leistungen wurden von der Fakultät von Anfang an komplett abgelehnt. Das Gleiche gab es dann auch bei den Prüfungen des SS 20 regulär im September. Und das Gleiche wird es vermutlich auch bei den Prüfungen des WS 20/21 geben, mein Prüfungsort ist in der Planung nicht einmal aufgeführt.

 

Am 16.11.2020 um 16:00 hat ClarissaD geschrieben:

Ich bin auch immer wieder beeindruckt von deinem Pensum und wie schnell Sachen bei die passieren, wenn du einen Plan gemacht hast. Da das hier ja immer mal wieder Thema war, frage ich mich gerade neugierig

 

 

Welches Ziel das denn nun ist? Und was genau ist eine "Praktikantenprüfung"?

Danke :)

Mein Ziel ist der höhere landwirtschaftliche Dienst, der im Prinzip aus Bildung, Beratung und Verwaltung besteht. Man kann nach dem Referendariat sowohl an einer Fach- oder Berufsschule für Landwirtschaft unterrichten, als Fachberater z.B. über Pflanzenschutz, Stallbau o.Ä. Landwirte beraten und auch im Büro Anträge bearbeiten (z.B. zu Förderungen).

Die Praktikantenprüfung ist gar nicht so einfach zu erklären :D
Wenn man im höheren landwirtschaftlichen Dienst arbeiten möchte, muss man nachweisen, dass man praktische Erfahrungen in der Landwirtschaft gemacht und dabei tatsächlich auch etwas gelernt hat. Wer eine Ausbildung zum Landwirt gemacht hat, kann das beispielsweise nachweisen (1 Jahr Berufsschule und dann normalerweise je 1 Jahr auf zwei verschiedenen Betrieben mit begleitender Berufsschule). Jetzt macht es natürlich wenig Sinn, eine Ausbildung zum Landwirt zu machen, wenn man Agrarwissenschaften studiert hat - theoretisch sollte man deutlich mehr theoretisches Wissen haben wie ein Landwirt. Damit wir also keine Ausbildung machen müssen, gibt es die Praktikantenprüfung. Hierbei werden praktische Erfahrungen auf verschiedenen Betrieben (Umfang mindestens 1 Jahr) gesammelt und am Ende auch geprüft, was man gelernt hat. Das ist dann quasi schon alles :D

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  • Admin
Zitat

Mein Ziel ist der höhere landwirtschaftliche Dienst, der im Prinzip aus Bildung, Beratung und Verwaltung besteht. Man kann nach dem Referendariat sowohl an einer Fach- oder Berufsschule für Landwirtschaft unterrichten, als Fachberater z.B. über Pflanzenschutz, Stallbau o.Ä. Landwirte beraten und auch im Büro Anträge bearbeiten (z.B. zu Förderungen).

 

Das klingt ja sehr konkret und vieles von dem, was du bisher gemacht hast passt da sehr gut zu. Welche dieser Bereiche würden dich dann als Job reizen?

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