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Über Sinn und Unsinn diverser Lizenzen privater Institute


Raven_Blacksky

147 Aufrufe

Gestern wurde ich ambulant an einem Abszess im Nackenbereich operiert. Diese OP konnte ich nicht mehr aufschieben, da bereits sämtliche Lymphknoten stark geschwollen waren und schmerzten. Die OP hatte es aber in sich, ich habe eine ca. 20cm lange Narbe vom Nacken rüber zur linken Schulter. Der Nerv, der in den Arm geht, wurde dabei freigelegt und der Abszess, der von Außen in etwa die Größe eines Golfballs hatte und bis ins Muskelgewebe vorgedrungen ist, dann rausgepuhlt. Da ich jetzt erstmal mindestens zwei (besser drei) Wochen nicht trainieren darf, habe ich mehr Zeit für meinen Fernkurs. Nachdem ich gestern wieder zu Kräften kam, dachte ich auch wieder darüber nach, dass es mir unnötig Zeit kostet, die Fitnesstrainer B-Lizenz zu erwerben, da ich diese schon habe und diese leider nicht angerechnet wird - zumindest nicht laut Kurshandbuch. Dabei dachte ich dann auch über den Sinn und Unsinn solcher Lizenzen nach. Für mich überwiegt der Unsinn jedoch. Die Lizenzen aus diesem Bereich, die ja mittlerweile wie Pilze aus dem Boden schießen und sich auf weitere Bereiche (Ernährung, Cardiotraining, Diätberatung usw.) ausbreiten, sind in keinster Weise gesetzlich geschützt oder staatlich reguliert wurden. Man könnte letztendlich sein eigenes Lehrinstitut für Sport, Fitness und Ernährung gründen und sich seine Urkunden dann selber ausstellen (ganz ohne einen Kurs dafür belegt zu haben) und es dann wieder auflösen und könnte dann, natürlich ganz legal, behaupten, man hätte was auch immer für eine Lizenz.

Trainieren tue ich im Bereich Fitness und Bodybuilding seitdem ich 17 bin und habe auch schon einige Einblicke in diese Branchen gewinnen können. Deshalb bin ich mir sicher, dass die ganzen Lizenzen größtenteils nichts Wert sind. Lediglich die Lizenzen von innerhalb der Branche gewertschätzten Instituten und die vom DOSB haben Aussagekraft. Deshalb frage ich mich, wo der (nichtkommerzielle) Sinn und Zweck solcher Lizenzen liegen soll, zumindest dann, wenn man einen Beruf erlernt, der auf die Sport- und Fitnessbranche zugeschnitten ist (Sportfachmann, Sport- und Fitnesskaufmann). Nun ist es nicht so, dass nur bei der Academy of Sports die B-Lizenz Fitness abverlangt wird, Alle Fitnessstudios und Sportvereine die ich kenne und ausbilden, bestehen auf die B-Lizenz, manche sogar auf die A-Lizenz, doch keiner überprüft wirklich was dort wie weit vermittelt und geprüft wurde. Ich halte es für sinnvoller, dass gesamte Wissen der B-Lizenz in die Kurse bzw. Berufsausbildungen zu integrieren, da es so durch die staatliche Regelung eine ganz andere Wertigkeit erhält. Sinnvoll empfinde ich es auch, im Beruf "Sport- und Fitnesskaufmann" Wahlbereiche bzw. Spezialisierungen einzuführen, von denen zwei Spezialisierungen auszuwählen sind, wie es z.B. auch bei der Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement der Fall ist.  Vorschlagen würde ich:

 

  • Bewegungs- und Trainingslehre
  • Verwaltung und Management von Sportstätten, Vereinen und Fitnessstudios
  • Sport-Eventmanagement
  • Ernährungsberatung und Sporternährung
  • Rehabilitation, Prävention und Gesundheitsförderung
  • Verwaltung und Management im Behindertensport
  • Sport- und Gesundheitspsychologie

 

Diesen Vorschlag mache ich, da viele Menschen aus diesen Ausbildungsberufen zB nicht als Fitnesstrainer arbeiten (wollen) und die Sport- und Fitnessbranche ein ein weites Feld ist bzw. sein kann. 

 

Was mein Fernkurs angeht, plage ich mich immernoch damit herum, wichtige Informationen von unwichtigen Informationen unterscheiden zu können. Das fällt mir extrem schwer. Das erste Lehrheft hat 139 Seiten inklusive Inhaltsverzeichnis, Einführung und Quellen- und Literaturverzeichns. Aktuell bin ich auf Seite 53 und habe mittlerweile genau 120 Karteikarten geschrieben und nahezu jede Seite komplett abgeschrieben -.-

Die nächsten Tage werde ich anfangen, die Lehrinhalte aufzunehmen und mir in Dauerschleife anzuhören, da ich der motorisch-auditive Lerntyp bin, also am besten Dinge lernen kann, wenn ich zuhöre und/oder alles ausprobieren kann. Eine weitere Idee ist, die Texte aus dem Lehrbüchern, die ich immernoch nicht erhalten habe (z.Zt. nutze ich die Skripts) zusammenzufassen und darüber einen Liedtext aus dem Rap-Genre zu schreiben und das alles dann als Song aufzunehmen. Ganz unerfahren bin ich da auch nicht, denn "damals" nahm ich recht erfolgreich als "Hobby-Rapper" an diversen Battles und Contests teil. Und gerade Liedtexte und -inhalte kann ich mir besonders gut merken.

 

 

2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

„nahezu jede Seite komplett abgeschrieben“? - Oh je, das klingt nach viel Arbeit ;) 

Mein Tipp: Nach jedem Abschnitt den du gelesen hast, überlegst du dir maximal 3 Sätze, die du aus diesem Abschnitt mitnehmen möchtest. 
Falls dir das schwer fällt, wäre mein Tipp sich an den Übungsaufgaben zu orientieren (falls es welche gibt). Die Übungsaufgaben dürften sich vermutlich an den relevanten Themen orientieren. 

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  • Admin

Eine gute Übung kann es auch sein. Die Zusammenfassungen zu schreiben, ohne auf die Vorlage zu schauen. Prägt sich mit eigenen Sätzen auch besser ein und wenn du wirklich wichtige Fakten vergessen hast, kannst du die dann nachträglich ergänzen.

 

Zitat

leider nicht angerechnet wird - zumindest nicht laut Kurshandbuch. 

 

Hier nochmal die Empfehlung, das individuell mit dem Anbieter abzuklären.

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