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Wirtschaftsinformatik / Projekte und ein Dämpfer

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Susanne Dieter

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Am Wochenende fanden zwei Vorlesungen in Wirtschaftsinformatik („Lebenszyklen von IT-Systemen“) statt, die uns auch auf die zwei Projekte im fünften und sechsten Semester vorbereiten sollten.

Diese befassen sich mit

1.) Erarbeitung des Ganzheitlichen Grobentwurfs und des Ganzheitlichen Feinentwurfs für das Marktinformationssystem des Unternehmens U1.

2.) Entwicklung eines Informationssystems zur Unterstützung von Schwachstellen-Analysen für das Unternehmen U2.

Klingt interessanter als die trockene Theorie.

In den Vorlesungen gab es einige Diskussionen und Fragen zu den Erfahrungen, die die Studenten in den eigenen Tätigkeiten gesammelt haben. Als der Professor in die Runde fragte, wer Rechenzentren in der Firma hat, haben sich alle bis auf zwei gemeldet.

Ich hätte dies besser auch getan. In den vielen Firmen, in denen ich bisher tätig war, gibt es ja schließlich welche, sogar in beiden, in denen ich derzeit vor Ort bin. Als der Professor mich fragte: „Sie haben sich gar nicht gemeldet“ und ich meinte, ich sei gar nicht in der IT tätig, ich sei selbständig mit einem Schreib- und Büroservice und repräsentiere den Anwender, auf den immer so geschimpft wird, sah der Professor Probleme für die Projekte.

Auf die Idee, dass ich nicht gerade den Programmier-Part in einer 4er- oder 5er-Gruppe übernehme, kam ich auch schon, aber dass das solch ein Problem sei, dachte ich nicht, da ich notenmäßig ganz gut mithalte. In Wirtschaftsinformatik habe ich sogar 15 Punkte geschrieben, in Programmieren 8, es gibt wesentlich schlechtere Studenten.

Als er dann noch meinen Nachbar fragte, der sich auch nicht gemeldet hatte, meinte dieser, er sei Elektroinstallateur. Als ich dann scherzhaft laut sagte: „Jetzt haben wir den Prof. S. geschockt“, sagte dieser, das habe er noch nie gehabt. - Kaum zu glauben, er unterrichtet ja nicht erst seit gestern in Unis und VWAs, vielleicht haben sich unsere Vorgänge nur besser getarnt.

Von wegen, man benötige keine Vorkenntnisse, eine kaufmännische Ausbildung genügt... Eine Betriebswirt-Kommilitonin meinte auch, sie hätte angefragt, weil sie sich auch den Informatik-Betriebswirt vorstellen konnte, aber habe gesagt bekommen, es sei schwer ohne Programmiererfahrungen. - Na gut, ich habe auch gar nicht gefragt, sondern mich einfach angemeldet. Solange keine Absage kommt, bin ich drin. :-)

Gerade eben (Montag Mittag) kam noch eine E-Mail eines Kommilitonen, der uns auf eine kostenlose ARIS-Version hinwies: „Natürlich ist die ARIS-Plattform insgesamt wesentlich mächtiger als ARIS-Express. Doch ich denke für einen kurzen Einblick in die Business Process Modelling dürfte es für uns ausreichend sein.“

Da kommen wieder Erinnerungen an den Samstag hoch: Prof. fragt, ob wir dieses und jenes in Informatik gelernt hätten, das wir für die Projektarbeit benötigen, und die Studis schauen nur betreten, da wir im Grundstudium nur ein paar für diese Projekte wenig hilfreiche Java-Vorlesungen im Informatik-Bereich hatten, neben viel BWL, VWL, Recht und ein paar Vorlesungen in Einführung in die Wirtschaftsinformatik.

Ich muss mich jetzt doch über die Folien hermachen und mich mit ARIS beschäftigen.

Mist, könnte der Prof. doch recht gehabt haben?


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3 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Also ich denke, Du solltest Dich nicht verrückt machen (lassen). Wenn es irgendwo Lücken gibt, lassen sich diese sicher schließen. Und Du schreibst ja selbst, dass Du bisher gut zurecht gekommen bist.

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Susanne Dieter

Geschrieben

Hatte übrigens den Beitrag editiert, aber nur, um ihn aus "Kategorielos" herauszuholen.

Danke für die Aufmunterung, das denke ich eigentlich auch.

Wir zwei Außenseiter sind ja auch keine Otto Normaluser, die sich schon nicht zurechtfinden, wenn in einer neuen Windows-Version der Hintergrund andersfarbig ist. :-)

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Markus Jung

Geschrieben

Ich habe ja auch "nur" mit einer kaufmännischen Ausbildung Informatik studiert und bin ganz gut zurecht gekommen...

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      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.