Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Der Sprung zwischen Herausragend und Mangelhaft

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HannoverKathrin

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Ich habe gerade absichtlich meinen netten Blogeintrag gelöscht. Es war eine längere Ausführung über die Präsenzen am Freitag und Samstag. Da man nie weiß wer hier mal mitliest, habe ich es aber lieber selbst zensiert und eine neutrale Kurzfassung entworfen:

Man ist ein Streber wenn man vor der Präsenz die SB gelesen hat. Und Streber, wie ich, sind eine Minderheit. In WIG sagte der Prof in der Einleitung sogar "Meißt haben sich die Studenten nicht vorbereitet, daher mache ich immer einen allgemeinen Einstieg".

Sein Einstieg ging somit nicht nur auf das für die Stunden angedachte Wissen, sondern auch darüber hinaus. Was so prickelnd daran ist ohne Vorkenntnisse in ne Präsenz zu gehen kann ich somit trotz Erfahrung nun nicht nachvollziehen. Soviel zu dem Herausragend (wobei ich dies teilweise nicht als positiv empfinden konnte, da es schon langsam "blöde Sprüche" (wie in der Schulzeit) gab).

Mangelhaft ist aktuell mein Workload. Nachdem ich nur 5 Stunden gebracht hatte, habe ich vorletzte Woche fast 10 geschafft. Diese Woche jedoch wieder ein Rückschlag: knappe 5 Stunden.

Natürlich spielen da die Präsenzen mit rein (Fr. und Sa. waren Lernfrei) aber auch ohne diese Umstände sollte Sonntag abend mehr auf meinem Lernzettel stehen als 5,08. Als Ausrede habe ich natürlich Arztbesuch, Pilateskurs, Tanzstunde und Grillabend parat, aber dadurch fühle ich mich auch nicht besser :(

Gestern habe ich es endlich geschafft den 4. SB von MuP zubeenden. Dies war ja wegen meiner Schusseligkeit nicht eher möglich gewesen. Es war schon schön dann die 47 Seiten ZF zusammenzutackern und zu wissen "Meilenstein geschafft". Leider ist daraus nun kein großer Motivationsschub gekommen. Ich plane aber trotzdem diese Woche wieder mehr Gas zu geben und eine vorzeigbare Workloadstatistik aufzubauen. Diese Woche habe ich soweit auch extra nichts vor, außer Do. einen etwas längeren Besuch bei der Bank wahrzunehmen. Also irgendwie fehlt mir aktuell einfach Rhythmus :blushing:


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15 Kommentare


Man ist ein Streber wenn man vor der Präsenz die SB gelesen hat.

Gibt's das wirklich noch?? Mensch ich bin so froh, dass wir Seminare immer nur direkt vor der Klausur haben (auch wenn das auch sicherich seine Nachteile hat), da fällt sowas hoffentlich aus.

Aber ganz ehrlich... wenn Leute, die allgemein als Erwachsene gelten, sich speziell bei sowas aufführen wie 13-jährige sollte dich das nicht angreifen.

Was haben solche denn vom Studium? - Ein Stück Papier am Ende. Würde dich das glücklich machen und dir reichen? Wahrscheinlich nicht. Der Sinn und Zweck eines Studiums ist was zu lernen und persönlich weiter zu kommen. Nur dann macht auch das Stück Papier Sinn. :thumbup1:

Es ist einfach nur unter aller Kanone, dass solche Leute mit der Methode durchkommen und die Professoren auch noch drauf eingehen und mitspielen... :cursing:

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Man ist ein Streber wenn man vor der Präsenz die SB gelesen hat. Und Streber, wie ich, sind eine Minderheit. In WIG sagte der Prof in der Einleitung sogar "Meißt haben sich die Studenten nicht vorbereitet, daher mache ich immer einen allgemeinen Einstieg".

Das wird nicht das letzte mal sein. Die HFH Dozenten sind ja meist nicht das erste mal dabei und haben diese Erfahrung gemacht.

Unser WIP Dozent hat auch gleich als erstes von sich gegeben "Ich gehe davon aus, dass Sie die Studienbriefe nicht bearbeitet haben, darum gehen wir nochmals alles durch".

C'est la vie

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wenn Leute, die allgemein als Erwachsene gelten, sich speziell bei sowas aufführen wie 13-jährige sollte dich das nicht angreifen.

Was haben solche denn vom Studium?

Verstehe ich auch nicht, da ich ein Semester schneller bin habe ich aber ein paar solcher Exemplare hinter mir gelassen, in meiner aktuellen Gruppe würde darüber niemand ein Wort verlieren. Wie so oft, kommt es eben auf die anderen an.

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Susanne Dieter

Geschrieben

Ach was, die "5-gewinnt-Spieler" (bei uns ist eine Klausur mit 5 Punkten bestanden), kann man doch auch gut brauchen, denn Klausuren werden nicht immer starr 50% = bestanden bewertet, sondern dem Niveau der ganzen Gruppe angepasst. :-)

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Bei uns gibts das schon auch (mit den Strebern) ... allerdings eher im Crashkurs - im REP noch nicht in die Hefte gekuckt zu haben ist dann doch ETWAS spät (die Klausur wäre nämlich am Tag drauf ;)) ...

Inzwischen ist die FH aber so weit, dass sie als Voraussetzung für den Crashkurs das Bearbeiten der HEfte nennt. Finde ich sehr gut, weil man dann Fragen stellen kann und Probleme gemeinsam gelöst kriegt. Wenn da welche drinsitzen, die noch überhaupt keinen Plan haben, um was es geht, dann kommt man ja nciht vorwärts.

Ich halte es eher für ziemlich unverfroren von den "Faulen", dass sie den "Strebern" die Zeit stehlen!

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Ich halte es eher für ziemlich unverfroren von den "Faulen", dass sie den "Strebern" die Zeit stehlen!

Die Hochschulen richten sich (vielleicht!... nicht das mir hier jemand was unterstellt *g*) nach der Mehrheit?!

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hab das aber auch erlebt. Mir persönlich bringt es mehr, schonmal den SB gelesen zu haben und unstimmige Punkte zu markieren.

Mir ist ein Unterschid zwischen den Posties, welche ja schonmal ein Studium absolviert haben und den "Erststudenten aufgefallen.

Bei uns haben min. 90% der Leute die SB's gelesen - bei den Erststudenten ist das eher weniger der Fall. Hatte auch schonmal ne Präsenz da gab es Leute, die hatten nichtmal den SB dabei. Das soll jetzt nicht abwertend sein - aber dann find ich die Zeit vertan.

Die Dozenten bei uns in NBG gehen fast allo davon aus, dass der SB noch nicht bearbeitet wurde - was super ist, da man schöne Erklärungen bekommt und super Fragen stellen kann.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Unser WIG-Prof ist seit der Geburtsstunde der HFH (bzw. dessen wie sie früher hies) dabei. Er hat also wirklich alles kommen und gehen sehen. Dass er sich anpasst finde ich soweit auch ok, immerhin hat ja auch keiner was davon wenn es ne sture Vorlesung wird und niemand was versteht. Ich wollte damit nur zeigen, dass es eben immer so zu sein scheint...

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Michael Knight

Geschrieben

Also da muss ich doch mal ein kleines Veto einlegen. Ich habe die SBs in den seltensten Fällen vor den Präsenzen gelesen und gehe in den seltensten Fällen überhaupt zur Präsenz (und das obwohl ich einen Weg von 2km dahin habe). Erst recht spielen die Präsenzen bei mir keine Rolle bei meiner Planung bis wann ich einen SB gelesen haben möchte.

Dennoch behaupte ich von mir, am Ende mehr zu haben als ein Stück Papier. Sonst hätte ich dieses Studium auch nie begonnen. Aus meiner Sicht wird der Wert der Präsenzen stark überschätzt. Gerade in den BWL Fächern verstehe ich nicht, warum Ihr Euch immer alles nochmal erzählen lasst, wenn Ihr die SBs schon gelesen habt?!?! Ich kann es also insgesamt sehr gut verstehen, wenn man in die Präsenzen geht, OHNE die SBs gelesen zu haben und habe es selbst sehr oft so gemacht.

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@Michael

Das eine ist sicherlich die Frage wie man sich auf eine Klausur vorbereitet, wer allerdings andere Leute dafür verurteilt, mehr für das Studium getan zu haben ist meiner Meinung nach nicht nur unreif sondern auch nicht sonderlich am Fortschritt des Studiums interessiert.

Der Besuch der Präsenzen ist für mich persönlich ein Goodie - man trifft ein paar Studenten (in der realen Welt), plauscht über dies und das, man hat es mit realen Dozenten zu tun, die den drögen Stoff der HFH noch hier und da etwas aufhübschen und somit den danach folgenden Lern-Terror etwas erleichtern.

Ausserdem trifft man ja auch den Menschen, der schlussendlich die Klausur korrigiert. Ohne die WPR-Präsenzen, die nur zu 10% um die fachlichen Dinge gingen, hätte ich niemals die gute Note geschafft - weil ich ein Gefühl dafür bekommen habe wo ich genauer sein sollte.

Gut, nicht in allen Fächern ist ein derartig breiter Spielraum vorhanden. Man besteht sicher auch ohne Vorarbeit und man kommt auch gut durch ohne Präsenzen, aber einen Tacken bessere Noten kann man dadurch schon bekommen.

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Michael Knight

Geschrieben

wer allerdings andere Leute dafür verurteilt, mehr für das Studium getan zu haben ist meiner Meinung nach nicht nur unreif sondern auch nicht sonderlich am Fortschritt des Studiums interessiert.

Klar, das sehe ich natürlich genauso. Das wollte ich damit auch keinesfalls gutheißen. Ist vielleicht ein wenig falsch rübergekommen. Natürlich habe ich vollstes Verständnis für Jeden, der die Präsenzen besucht und der sich vorher die SBs durchliest.

Ich wollte ja nur ein wenig betonen, dass man durchaus engagiert und interessiert sein kann, ohne die Präsenzen zu besuchen und den Zeitpunkt des Lesens der SBs danach auszurichten.

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.. wobei ich hier noch dazu sagen muss, dass ein Crashkurs der WBH wohl etwas anders gedacht ist als eine Präsenz bei der HFH

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In den ersten Semestern hab ich die Studienbriefe immer vor der Präsenz gelesen. Durch die Erkenntnis, dass ich ziemlich die einzige bin und die Dozenten die Präsenzen danach ausrichten, dass sie unvorbereitete Studenten vor sich haben, ist das nicht mehr immer der Fall. Mir fällt das Durcharbeiten der Studienbriefe dann auf jeden Fall leichter, wenn ich durch die Präsenz schon einen Einblick bekommen hab. In E-Technik bin ich sicher, mir durch den Besuch der Präsenz am Samstag einige quälende Stunden mit den SBs erspart zu haben.

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Michael Knight

Geschrieben

Ich gebe zu, dass ich vielleicht gerade durch die E-Technik-Präsenz so eine eher schlechte Meinung zu den Präsenzen habe. Das war das einzige Fach, bei dem ich mir richtig was von den Präsenzen erhofft hatte. Leider war die Hamburg derart schlecht und im Prinzip nicht existent, dass ich nach einer Sitzung nicht mehr erschienen bin. Dafür nach Hannover zu fahren war mir dann doch zu aufwendig und ich hatte keine Garantie, dass es dort besser ist (wobei schlechter eigentlich nicht mehr geht). Naja, dann habe ich eben ein bzw. mehrere Bücher und einen Dipl-Ing ELT genommen, denn dieses Thema hätte ich sonst nicht kapiert. Und auch so bin ich mir nicht sicher, ob ich das habe .... zum Glück kann man an der HFH die Klausuren auch dann bestehen, wenn man nicht alles versteht. Ich bin immer noch sehr glücklich, dass ich diese Prüfung nicht an einer anderen Hochschule schreiben musste...

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HannoverKathrin

Geschrieben

Sicherlich kann man auch ein fleissiger Student sein wenn man nicht für die Präsenzen vorbereitet ist. Da aber die Aussage der HFH ist "bitte lest es vorher" finde ich es schon angebracht. Solange man sich nach den Präsenzen vernünftig mit dem Stoff auseinander setzt habe ich auch Verständnis, aber im Moment macht sich denke ich diese "ich schau mir die Altklausuren an"-Strategie ihre Runde und wenn das irgendwann nicht aufgeht, ist das Geschrei groß.

PS: Ich habe gestern den WIG-SB begonnen, und mit der Präsenz im Hinterkopf war es wirklich leichter den Inhalt zu verstehen... Strategiewechsel? Nein ich denke nicht, das ist bei WIG eher die Ausnahme, bei BWL würd mir hinterher lesen kaum was bekannt vorkommen (das für ist die Präsenz viel zu Ausschnitt halber auf 2 Themen spezialisiert).

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      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.