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Was fängt man mit diesem Studium an und wie ist es aufgebaut?


Carioca

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"Transformationsstudien - Öffentliche Theologie und Soziale Arbeit"
Was fängt man damit an? Warum studierst du das? Wozu das Ganze? Wofür qualifiziert man sich damit?
Diese Fragen habe ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder beantworten dürfen, wenn ich erzählt habe, dass und was ich studiere.

 

Im Modulhandbuch und auch in den Werbematerialien der Hochschule steht: "Der Master qualifiziert Sie als zukünftige Fach- und Führungskraft ebenso in bewährten Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit sowie von CVJM, Kirche und Diakonie als auch für Tätigkeiten, die sich in neuartigen Kooperationen zwischen diesen Arbeitsfeldern gebildet haben oder noch im Entstehen begriffen sind."

 

So ähnlich formuliere ich das auch. Kirche und Gesellschaft sind im Wandel und ich bin davon überzeugt, dass dieser Studiengang ein unglaubliches Potential bietet, weil er auch in den Absolventen/innen ein unglaubliches Potential entfaltet, wenn man sich darauf einlässt, was man unweigerlich muss.

Das Besondere ist die Verbindung zwischen der Sozialen Arbeit, mit dem Schwerpunkt auf Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung, und der Theologie mit dem Schwerpunkt der Öffentlichen Theologie.

 

Das Studium setzt sich aus interaktiven Blended-Learing-Einheiten, Präsenzphasen und online-basiertem, interaktivem Selbststudium zusammen. Außerdem gibt es ein Praxisprojekt, aber dazu später mehr.

Die Präsenzphasen gibt es für jedes Modul, also zwei im Semester, welche in Kassel stattfinden, wenn nicht gerade Corona-bedingt, online-Lehre angesagt ist. Die Termine haben wir bereits für das gesamte Studium erhalten, damit wir langfristig planen können. Es handelt sich jeweils um Studienwochen. Im Wechsel finden sie Montag bis Freitag bzw. Mittwoch bis Samstag statt. Die Präsenzzeiten sind nicht verplichtend, aber sehr intensiv und absolut lohnenswert und hilfreich.

 

Im ersten bis vierten Semester gibt es jeweils zwei Fachmodule und über jeweils zwei Semester erstreckt sich ein Projektmodul. So kommt man auf insgesamt acht Fachmodule und zwei Projektmodule in vier Semestern und abschließend das Modul "Masterarbeit".

Die Fachmodule laufen jeweils nacheinander ab, das heißt, man beschäftig sich inhaltlich immer nur mit einem Modul. Im Anschluss an das jeweilige Modul erfolgt eine Modulabschlussprüfung, zu der man automatisch angemeldet ist, wer nicht daran teilnehmen möchte, muss sich abmelden.

 

Es gibt keine Studienbriefe, sondern es wird ausschließlich mit Primärliteratur gearbeitet, die bis auf wenige Ausnahmen von der Hochschule zur Verfügung gestellt wird.
Die Module sind inhaltlich in Teilbereiche gegliedert und zu jedem Teilbereich gibt es Aufgaben, die zu bearbeiten sind. Das können Diskussionen in moodle sein, kleinere kreative Aufgaben, wie Videos, aber auch inhaltliche Zusammenfassungen.

Außerdem gibt es währed der Bearbeitungszeit zusätzliche freiwillige Zoom-Talks mit den Dozierenden. Diese sind auch ausnahmslos gut zu erreichen und reagieren sehr schnell auf Fragen. Anregungen und Wünsche von den Studierenden werden auch immer gerne entgegengenommen.

Auch im Projektmodul sind Texte zu lesen und zu bearbeiten, aber es heißt ja auch "Projekt", ein solches soll organisiert und durchgeführt werden. Hierzu gibt es weitere kleinere Regionalgruppen, die jeweils einen Projektbetreuer/in haben, der/die neben den Fachdozierenden Ansprechpartner ist.

 

Kernbestandteil jeglicher Module ist neben dem Fachwissen immer die Relexionsfähigkeit. Die Studieren sollen nicht nur Wissen aneigenen, sondern reflektieren, wie sie es in der Praxis richtig anwenden.

 

Was fängt man damit an oder warum habe ich angefangen das zu studieren?
Ich habe sowohl ein theologisches Studium, als auch das Studium der Sozialen Arbeit, über das ich auch hier gebloggt habe, abgeschlossen. Mein Herz schlägt für Gemeinwesenarbeit, Sozialraumorientierung und Gemeindearbeit innerhalb der Kirche. Wie diese "Kirche" aussieht, sei jetzt mal dahingestellt und in welcher Art und Weise sie verfasst ist. Daher war es für mich absolut schlüssig, als ich vor knapp drei Jahren von diesem Studiengang hörte, dass ich den Master für mich in Betracht zog.

Was will ich machen, wenn ich fertig bin? Gute Frage! Am liebsten an genau dieser Schnittstelle arbeiten, für die das Studium gemacht ist. An der Schnittstelle zwischen Kirche/Gemeinde und sozialem Handeln, denn dafür schlägt mein Herz.

 

PS: Ich möchte an dieser Stelle  darauf hinweisen, dass ich gerne über den Master, seine Inhalte und meine persönlichen Erfahrungen blogge, aber ich möchte keine Diskussion über Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit von Kirche, Glaube, Kirchensteuer und ähnlichem haben.

 

 

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6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Unter dem Begriff "Öffentliche Theologie" kann ich mir wenig (eigentlich gar nichts) vorstellen. Worum geht es da inhaltlich?

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Es geht um die Kommunikation des Evangeliums, sowohl durch Wort, als auch durch Tat. Aber auch die Reflexion gesellschaftsrelevanter Fragen unter dem Blickwinkel der Theologie. Ein großer Punkt ist soziale Gerechtigkeit.

Zurück geht der Begriff bereits auf Bonhoeffer, stark geprägt wurde er bzw. die Teildisziplin durch Prof. Heinrich Bedford-Strohm. Die Teildisziplin der Öffentlichen Theologie kann zwischen Praktischer Theologie und Sozialethik angesiedelt werden.

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Silberpfeil

Geschrieben

Das klingt ja spannend! Bezieht sich der Inhalt auf eine bestimmte Konfession?

 

Schade, dass Bildung für viele immer einen beruflichen Nutzen haben muss. Wenn Du sagst, dass Dein Herz dafür schlägt, ist das eigentlich Grund genug.🙂

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Theologisch ist der Master überkonfessionell, so wie die Hochschule auch.
Überkonfessionell christlich - Wir sind eine bunte Gruppe mit ganz vielen verschiedenen Hintergründen zwischen Landeskirchen, Freikirchen und irgendwas dazwischen.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Ich finde besonders das Konzept interessant. Es wirkt stark strukturiert und getaktet (zum Beispiel mit den Terminen der Präsenzen für das gesamte Studium) und auch praxisorientiert bzw. kommunikationsorientiert, was zum Beispiel die Diskussionsaufgaben angeht.

 

Es freut mich, dass Du hier darüber bloggst und ich bin gespannt, was du weiter berichten wirst. Viel Erfolg.

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