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HE710M - Feedack on a classmate's draft


polli_on_the_go

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Heute kam das Feedback zu meinem Draft und da dachte ich, dass es ein guter Zeitpunkt für meine typischen "es ist schon fast wieder Sonntag" Beiträge in diesem Modul ist.

 

Morgen ist die Deadline für das Feedback zum Draft einer Kommilitonin (ich muss nicht mal gendern 😉 denn die beiden Kommilitonen haben kein Draft eingereicht). Insgesamt haben 8 von 12 Studierenden (1) eingereicht. Auch wenn die letzte am Sonntag um 23:45 Uhr abgegeben hat, lag die Liste mit der Zuteilung morgens um 7:00 Uhr vor. Es gab keine weiteren Anweisungen, außer, dass es critical and appreciative sein sollte sowie merits und short-comings auf einer Seite darstellen sollte.

 

Ich habe mich daher ein wenig daran orientiert, was ich an der Apollon als gutes Feedback erlebt habe, aber auch daran, was ich von einer akademische Ausarbeitung erwarten würde. Direkt vorweg, mir wurde keiner der erwähnten persönlichen No-Go Fälle zugteilt. Diese beiden Studierenden haben nicht abgegeben und sind damit durch das Modul gerasselt, da das Feedback teil der Prüfung war. Ich weiß zwar nicht warum man es drei Wochen vor Ende eines Moduls macht, aber naja.

 

In dem von mir zu beurteilenden Draft ging es um eine junge Frau, die aufgrund von Geburtsfehlern an Cerebralparese leidet mit 24/7 ambulanter außerklinischer Intensivpflege. Auch wenn das ja genau meinen vorherigen Beruf anspricht, konnte ich die professionelle Distanz wahren, so dass es keine negativen "Verlust"-Gefühle ausgelöst hat und mich doch sehr gut in den Fall reinversetzen (was mich persönlich sehr stolz macht und für mich auch ein kleiner Erfolg ist, dass ich mehr und mehr in meinem "anderen Leben" ankomme bzw. angekommen bin).

 

Patientengefährdung fand durch Medikamentenänderungen, bei hoher Personalfluktuation und schlechter Organisation (alle Medikamente in einem Beutel, alte Medikamente werden nicht aussortiert) statt. Also leider ein "Klassiker" in dem Bereich in manchen Fällen.

 

Ich habe mich bewusst dagegen entschieden in meinem Feedback nur die learning outcomes abzuhaken

 

  • based on scientific articles and knowledge compilations, be able to present an account of patient-safe healthcare. (3)
  • be able to plan development efforts based on quality improvement and sustainability in healthcare (5)
  • be able to write a well-developed academic text with a logical structure and correct use of references. (6)
  • be able to motivate and argue for the chosen strategies for quality improvement and sustainability (7)
  • be able to critically relate to person-centredness in healthcare (8)
  • be able to identify his or her own need for further knowledge and take responsibility for his or her knowledge development in sustainable and quality-assured healthcare. (9)

 

Ich habe als Feedbackstruktur folgendes gewählt

  1. Den Text mindestens 2x lesen
  2. Pause und etwas ganz anderes machen
  3. Den Text ein drittes Mal lesen und Annotationen machen und erst dann ging es ans Schreiben
  4. Appreciation gesamt - Lob, hilft einem auch selber sich in ein Mindset zu begeben, welches wertschätzend ist, auch wenn Struktur und Sonstiges sagen wir mal "schwierig" sind. 
  5. Academic writing - was klappt schon gut, was nicht in Bezug auf Struktur, Aufbau z.B. Topic Scentences, Sign Posts, Linking words und dann an konkreten Beispielen zeigen, wo man noch mal hinsehen sollte
  6. Academic validity - hier geht es um Zitation, Auswahl der Quellen und auch die Anwendung. Auch hier wieder, erst hervorheben, was schon wirklich gut ist und dann konkrete Beispiele und Tipps, wo die Studierende noch ran muss und auch Hinweise, wo man weitere Infos, in diesem Fall zu APA 7 finden kann bzw. Ziation überhaupt, denn die wsr nahezu non-existent
  7. Logik und Argumentation sowie Unklarheiten in Bezug auf das inhaltliche Verständnis sowie Dinge, die wirklich noch Arbeit brauchen
  8. Concluding appreciation and encouragement. Zusammenfassend eine kurze Betonung besonders gelungener Aspekte und dann drauf aufbauend eine Ermunterung, wo noch Entwicklunhspotentzial ist, von dem die Arbeit profitieren kann.

 

Zumindest der Studierenden hat es weitergeholfen, wie das Feedback auf das Feedback 🤣 gezeigt hat. Das Ganze habe ich bereits am Montag erfolgreich eingereicht. Und da ich auf mein Feedback warten musste, hatte ich bis heute auch nichts weiter in dem Modul oder an dem Paper zu tun.

 

Mein Feedback kam heute. Auch wenn ich mich freue, dass mein Paper bei der Kommilitonin gut angekommen ist, hat sie nur positive Aspekte hervorgehoben, aber (in dem Fall leider) keine Kritikpunkte oder Entwicklungspotentiale angemerkt. Das ist etwas schade, denn es ist ja auch eine Lernmöglichkeit für mich und ich glaube bei weitem nicht, dass mein Text perfekt ist. Das wäre überheblich und entspricht auch nicht meiner Einschätzung.Vielleicht hätte ich mehr eine Rohfassung machen müssen, aber das wäre dann wieder nicht ich.

 

Am 28. ist dann die finale Abgabe. Nach einer 3 tägigen Skype Vollzeitschulung in "Lernen und Beraten" Teil 3 (Beraten am Telefon, Kollegiale Fallberatung, das innere Team, die 6 Hüte) habe ich aber jetzt eine Woche Urlaub. Da für mich am 27.03.21 also dem 14. Nisan mit dem Gedächgnismahl ein Feiertag ist (und der einzige, den ich feiere), werde ich die Arbeit jetzt zeitnah finalisieren und abschicken.

 

Und am 29.03 geht es dann bis zum 06.06. also dem Beginn der Vorlesungsfreien Zeit mit International Health weiter. Auf das Modul freue ich mich, auch oder vielleicht gerade weil es hier auch um health policy geht. Das Wintersemeser beginnt dann am 30.08.21. In dem Semster freue ich mich besonders auf das Modul Strategic Management in Welfare Organizations, 7,5 credits, FV9000. Hier wird es sowohl um den Public Welfare Sektor gehen (hierzu zählt auch mein Arbeitsfeld) also auch den privaten Welfare Sektor. Das zweite Modul löst nicht unbedingt Jubelschreie aus, ist aber natürlich in einem gesundheitswissenschaftlichen Studiengang unerlässlich und zwar Health Economic Evaluation, 7,5 credits, HU1000. Konkret geht es um:

 

"The focus of the course is on the economic analysis of health and healthcare. It addresses perspectives, concepts and theories of health economics. Methods for evaluating healthcare interventions are examined in detail."

 

Oh das ist jetzt mal wieder etwas länger geworden. Ich glaube mir fehlt einfach die Kompetenz für kurze Blogs. Also schließe ich mit dem Ausblick auf das nächste Semester jetzt.

__________________________________________

(1) Da in einem anderen Beitrag ja mal nach Beispielen gefragt wurde, das hier war der Hinweis zur Gendersensibilität in meiner Thesis.

"Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden vornehmlich geschlechtsneutrale Formulierungen verwendet. Liegt eine Bezeichnung nicht in geschlechtsneutraler
Form vor, wird die generische männliche Form verwendet und schließt, wenn nicht anders angegeben, immer die weibliche, transgender, intersexuelle sowie geschlechtslose Form mit ein
."

 

P.S.Das Englische nimmt einem wirklich viel Arbeit ab, da muss man nur selten über he/she his/her nachdenken. Aber auch hier hatte ich gestern eine Überschrift gesehen, dass ein Council aktuell abstimmen will, dass es kein Mr., Miss und Mrs. mehr gibt für all seine Bewohner, sondern nur noch Mx. Ich persönlich fühle mich von einem Mx. nicht angesprochen. (Wie das ausgesprochen werden soll, weiß  ich nicht)

 

Bearbeitet von polli_on_the_go

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1 Kommentar


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Zitat

abstimmen will, dass es kein Mr., Miss und Mrs. mehr gibt für all seine Bewohner, sondern nur noch Mx.

 

Ob so eine Gleichmacherei eine Lösung ist, da bin ich auch skeptisch. Wenn ich mich als Mann sehe und fühle, dann werde ich doch gerne auch so angesprochen. So ein Mx. würde ich da eher als zusätzliche Option sehen. 

 

Zitat

die 6 Hüte

 

Kurz gegoogelt (die anderen Konzepte kenne ich alle schon) und finde diese verschiedenen Perspektiven ganz interessant. 

 

Drei Tage Vollzeit Skype stelle ich mir sehr anstrengend vor. - Schon drei Tage Vollzeit Präsenzschulung, aber noch mehr rein virtuell.

 

Was das Feedback an Dich angeht kann ich es gut verstehen, dass zwar schön ist, dass es so positiv ist, aber auch Anregungen schön gewesen wären. Gerade aus Studierendensicht ja möglicherweise nochmal in eine andere Richtung als vom Tutor oder der Tutorin.

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