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Erstes Interview: check!


PantaRheia

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Gestern war es soweit und ich habe (mein erstes Interview via Zoom geführt! Es hat sich so ergeben, dass mein Interviewpartner spontan Zeit hatte und ich somit einfach länger im Büro geblieben bin, bis ich unser Zimmer für mich alleine hatte. Carpe diem, es hilft ja doch nichts.

 

Und ja, meine Kerngruppenmädels hatten eh recht: wenn man sich einmal überwunden hat, läuft's fast von allein. Ich hatte meinem Interviewpartner auf dessen Wunsch die Fragen vorab geschickt, entsprechend war er vorbereitet und hat fast 40 Minuten lang gesprochen. Ich musste kaum Zwischenfragen stellen, oder das Gespräch lenken. Es war wirklich angenehm und gar nicht schrecklich - nur im Vorfeld, ich war ein nervliches Wrack und völlig durchgeschwitzt, bevor ich Zoom auch nur gestartet hatte. Jetzt muss ich nur noch hinkriegen, mich daran zu erinnern, dass es nicht schrecklich war, wenn ich zu meinem nächsten Interview schreite: #2 findet am kommenden Montag statt, #3 am Dienstag. Das schriftliche Interview habe ich auch schon zur Bearbeitung weggeschickt und #A1 steht auch schon in den Startlöchern, um von mir mit meinen Fragen gelöchert zu werden. Ich würde sagen, das läuft ganz gut im Moment. :)

 

Ich bin am Abend auch gleich zur Transkription geschritten. Von der letztsemestrigen Übung habe ich noch sehr schlechte Erinnerungen an diese Art von Arbeit: langweilig, extrem langwierig, mühselig. Ich glaube, ich bin an dem 10-minütigen Übungsinterview über 3 Stunden gesessen, bis ich es fertig transkribiert hatte. Ich habe mich auf ähnliches eingestellt: bei 40 Minuten Interview wären das nach Adam Riese 12 Stunden Transkriptionsarbeit!!!

 

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Aber mitnichten!!! Es gibt schließlich Transkriptionssoftware in unterschiedlichsten Ausführungen - das wusste ich nur nicht, als ich das Übungsinterview zu transkribieren hatte. Gelandet bin ich gestern beim völlig kostenlosen oTranscribe und ich möchte es an dieser Stelle auch gleich wärmstes weiterempfehlen, falls ihr es nicht ohnehin aus eigener Erfahrung schon kennt. Man arbeitet in einem Texteditor im Browser, in den man auch das Audio-, oder Videofile hineinzieht. Der unschlagbare Vorteil: man muss nicht mühselig zwischen 2 Programmen (z.B. Word und Quicktime) herumhüpfen, sondern spielt das Interview direkt im Browser ab und startet/stoppt per Esc-Taste. Das geht wunderbar im Schreibfluss, man muss kaum dabei absetzen. Weiters kann man die Stimmen auch bequem verlangsamen, nach einer Pause wird die Aufnahme automatisch um ein paar Sekunden zurückgespult, und man kann per Knopfdruck einfach Zeitstempel einfügen. Das Ganze lässt sich dann bequem in ein .txt File exportieren und von dort nach Belieben in ein Word-Dok einfügen und formatieren.

 

Resultat: Ich habe 20 Minuten Interview in ca. 1,5 Stunden runtergetippt.

 

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(Um seine eigene Stimme nicht nur im Normalmodus, sondern um ein Vielfaches verlangsamt zu ertragen, braucht es allerdings schon eine gewaltige Portion an Selbstironie. Es ist kaum auszuhalten! So stoned klinge ich nicht einmal, wenn ich tatsächlich stoned bin... lol.) 

 

Ich lese auch gerade Philipp Mayring's "Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken", um mich mit den notwendigen Analysemethoden vertrauter zu machen... denn in Wahrheit habe ich noch gar keinen blassen Schimmer, wie ich die gemachten Interviews dann sinnvoll und wissenschaftskonform weiterverwurschten soll. Aber langsam kommt Bewegung in die Sache... immerhin habe ich mein Proposal mittlerweile auch schon offiziell abgegeben. :) 

 

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(image credit: giphy, Fotolia)

Bearbeitet von PantaRheia

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12 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Glückwunsch zur Überwindung (glaub mir, das kann ich bestens nachvollziehen!) und zum ersten gelungenen Interview. 
 

Zitat

Ich lese auch gerade Philipp Mayring's "Qualitative Inhaltsanalyse: Grundlagen und Techniken", um mich mit den notwendigen Analysemethoden vertrauter zu machen... denn in Wahrheit habe ich noch gar keinen blassen Schimmer, wie ich die gemachten Interviews dann sinnvoll und wissenschaftskonform weiterverwurschten soll.

Das beruhigt mich so sehr! Ich habe einen Heidenrespekt vor der quantitativen oder auch qualitativen Forschung für eine Bachelor-Arbeit, würde aber tatsächlich gerne sowas machen, statt einer Literaturarbeit. Bei mir kommen zum Glück noch zwei Module zu dem Thema, und von Kommilitonen habe ich gehört dass die wohl tatsächlich sehr hilfreich sind und man danach klarer sieht. Ich hab ja auch noch ein bisschen Zeit. Allerdings gibt es da tatsächlich schon ein Thema, was mir im Kopf rumschwirrt und was ich total gerne umsetzen würde. 🤩

 

Bin total gespannt wie es bei dir weitergeht.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Zitat

zu meinem nächsten Interview schreite: #2 findet am kommenden Montag statt, #3 am Dienstag. 

 

Gut, dass Du die alle so schnell hintereinander hast. Da bleibt gar nicht genug Zeit um zu viel Unruhe aufzubauen. 😉 Und schön, dass das erste Interview schon so gut gelaufen ist. Beeindruckend, wie schnell Du mit der Transkription durch warst. Als ich meine Audio-Interviews früher transkribiert habe, habe ich immer "ewig" dafür gebraucht.

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Silberpfeil

Geschrieben

„nur im Vorfeld, ich war ein nervliches Wrack und völlig durchgeschwitzt, bevor ich Zoom auch nur gestartet hatte.„

 

Was genau hat Dich nervös gemacht? 

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Am 26.3.2021 um 17:00 hat Silberpfeil geschrieben:

„nur im Vorfeld, ich war ein nervliches Wrack und völlig durchgeschwitzt, bevor ich Zoom auch nur gestartet hatte.„

 

Was genau hat Dich nervös gemacht? 

 

Ich bin immer sehr nervös und ängstlich, bevor ich fremde Menschen telefonisch kontaktieren muss. Das fängt schon bei lächerlichen Anrufen beim Arzt an, um einen stinknormalen Termin auszumachen, oder sogar beim Pizza bestellen. Ich vermeide Anrufe, wo's geht und nehme zT sogar lieber Mehrzeit und Umwege in Kauf, um persönlich irgendwo hinzugehen, als dort kurz anzurufen. Ich kann's leider nicht schlüssig erklären und weiß gar nicht, wo das herkommt, es besteht dann auch in der telefonischen Situation so gut wie nie irgendein tatsächliches Problem, aber beim nächsten Mal hab ich wieder genauso Angst. Ich bin sonst ein äußerst selbstbewusster und umgänglicher Mensch und habe kein Problem im direkten Kontakt mit Menschen... hab zB auch kein Problem damit, mich vor Hochzeitsgesellschaften oder ähnliches hinzustellen und Reden zu schwingen, aber bei Telefonaten werd ich zum Fall für den Psychiater. 🤷‍♀️ 

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Heute hatte ich mein 2. Interview - das war immerhin schon ein bisschen einfacher, als das erste. :) 

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vor 36 Minuten hat PantaRheia geschrieben:

Ich bin immer sehr nervös und ängstlich, bevor ich fremde Menschen telefonisch kontaktieren muss.

 

Da stellt sich dann ja die Frage: Was ist deine Befürchtung, was (dir) passieren könnte? Was wäre der Worst Case?

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Silberpfeil

Geschrieben

Das ist lustig, weil ich weiß, was Du meinst! Mir geht das so, wenn das Telefon klingelt und ich nicht weiß, wer der Anrufer ist - als wenn der mich auffressen oder anbrüllen will. Ich habe zwar nicht so schlimme Symptome, aber ich hasse es trotzdem, mit fremden Menschen zu telefonieren.🤦‍♀️

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Am 29.3.2021 um 12:21 hat LaVie geschrieben:

 

Da stellt sich dann ja die Frage: Was ist deine Befürchtung, was (dir) passieren könnte? Was wäre der Worst Case?

 

Wenn ich's wüsste... passieren kann eh nix, außer dass mir die Situation an sich unangenehm ist. Ich glaub, es geht hauptsächlich darum, Mimik/Körpersprache nicht lesen zu können während eines Gesprächs. Und um unangenehme Gesprächspausen, die manchmal entstehen, die man face-to-face mit einem Lächeln oder so überbrücken kann, beim Telefonat aber nicht. Haha, wenn ich so drüber schreib, komm ich mir richtig blöd vor. 😆

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Am 29.3.2021 um 12:24 hat Silberpfeil geschrieben:

Das ist lustig, weil ich weiß, was Du meinst! Mir geht das so, wenn das Telefon klingelt und ich nicht weiß, wer der Anrufer ist - als wenn der mich auffressen oder anbrüllen will. Ich habe zwar nicht so schlimme Symptome, aber ich hasse es trotzdem, mit fremden Menschen zu telefonieren.🤦‍♀️

 

Ja, genau! Wenn mich eine fremde Nummer anruft, hab ich immer sofort das Gefühl, ich hab was ausgefressen und muss jetzt dafür gerade stehen. Ich hab keine Ahnung, warum das so ist... aber schön, dass es jemand nachvollziehen kann... lol.

(Wenn ich nicht gerade einen Anruf erwarte, hebe ich auch grundsätzlich nicht ab, wenn ich die Nummer nicht kenne. Wenn's wichtig ist, wird die Person schon eine Sprachnachricht hinterlassen.) 

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Also mir geht es teilweise auch so, zum Beispiel was die Gesprächspausen am Telefon angeht. Ich führe daher Distanzgespräche auch bevorzugt mit Video, was erstaunlicherweise vielen unangenehmer ist als zu telefonieren.

 

Besonders schwierig finde ich es, wenn mein Gesprächspartner mobil und vielleicht gerade unterwegs ist, es Nebengeräusche gibt und es Unterbrechungen gibt. Das finde ich enorm anstrengend.

 

Und ich führe Telefonate fast nur mit Termin oder rufe zurück, so dass ich mich darauf einstellen und je nachdem worum es geht auch vorbereiten kann. 

 

Zitat

wenn ich so drüber schreib, komm ich mir richtig blöd vor. 😆

 

Mir kommt das gar nicht blöd, sondern gut begründet vor (fehlende Mimik/Körpersprache und Gesprächspausen).

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