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Fortschritt Mathe 2 und IuK02


brotzeit

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Ich bin in beiden Modulen mit etwa der Hälfte des Stoffes durch. MAT24 ist durch die miserablen Skripte sehr zäh. Das liegt aber nicht am Verständnis, sondern ich muss hier im Prinzip immer alles mindestens zwei mal lesen. Einmal im Skript um zu sehen welche ich Themen ich können muss und nochmals im Papula für das Verständnis.

So schlimm wie ich vorher befürchtet hatte, ist es eigentlich garnicht. Klar, ab und zu hängt man an dem ein oder anderen Thema, aber bis jetzt konnte ich noch jede Aufgabe nachvollziehen und das ist das Wichtigste.

Eines der Hefte handelte über numerische Mathematik, was sehr interessant war. Leider ist es für die Klausur nutzlos, weshalb ich die Themen nur überflog.

Ich werde meine Taktik des ersten Mathemoduls wieder anwenden, d.h. alles wenigsten zu verstehen und einige Wochen vor der Prüfung nur noch Rechenaufgaben aus den Skripten und Altklausuren ballern. Alles andere bringt nichts, meiner Ansicht nach. Ich habe es in Mathe auch aufgegeben für jedes Skript eine Mitschrift zu machen, denn das ist erfahrungsgemäß genau so sinnlos wie die Inhalte zu "lernen". Es geht nur darum die Verfahren und Gesetze anwenden zu können, der Rest ist Zeitverschwendung.

Das Onlineseminar war auch eher schlecht als recht, denn wie soll man in wenigen Stunden 4 Matheskripte besprechen. Im Prinzip ist es auf ein Vorlesen der Überschriften von Themen hinausgelaufen, für mehr war keine Zeit. Er hatte anschließend noch zusätzliche Unterlagen in den Campus hochgeladen, die wir uns noch anschauen können. Die 9 Skripte Mathematik reichen anscheinend nicht....

 

Das andere Modul "Informations- und Kommunikationstechnik" ist ein reines Lernfach. Eigentlich hatte ich gehofft, weil es ja ein Modul aus dem sechsten Semester ist, hier in die Tiefe zu gehen. Haha, weit gefehlt. Es sind 500 Seiten die nur an der Oberfläche kratzen. Nichts praktisches, sondern auschließlich abstrakt und theoretisch.

Es ging mit Themen wie Betriebssysteme, Prozesse, Threads und wie alles zusammen hängt, los. Die Grundlagen zum ISO/OSI Referenzmodell und TCP Schichtenmodell, also Netzwerk- und Internettechnik.

Es wäre alles super interessant, wenn ich nicht alles noch viel viel viel detaillierter während des staatlich geprüften Technikers gelernt hätte.

Beispiel. Während des Technikers hatte ich einen kompletten Studienbrief zur Kommunikation im Internet, d.h. welche Protokolle werden verwendet? Wie werden die Pfade bestimmt die  die Pakete durch das Netz nehmen sollen? Wie funktioniert OSPF und RIP usw? 

Im Bachelor wird alles mit 3 Sätzen abgebacken.  Im Techniker hatte ich 30 Studienbriefe nur über Netzwerk-/Internettechnik (Kein Witz), im Bachelor 2 Hefte. Man lernt, dass etwas existiert und das wars. Sehr enttäuschend.

 

Der Schwerpunkt des staatlich geprüften Technikers lag weniger auf der Elektrotechnik selbst, als viel mehr auf der Kommunikations- und Informationstechnik. Im Bachelor ist es genau umgekehrt. Hier liegt der Schwerpunkt ausschließlich auf den Grundlagen.

 

Je weiter ich im Studium voranschreite, merke ich, wie viele Themen ohne mein Vorwissen überhaupt keinen Sinn ergeben, weil einfach alles zusammenhangslos hingeklatscht wird, ohne etwas damit anfangen zu können. Hoffentlich wird es in anderen Modulen besser, denn das hier ist erbärmlich.

Vielleicht hätte man ein paar Themen weglassen sollen, aber dafür ausführlicher. Letztlich läuft es auf pures Bulimielernen hinaus. Viele Karteikarten sind bereits erstellt und die Wiederholung mache ich parallel zum Durcharbeiten der restlichen Hefte. So wirds vor der Klausur nicht ganz so hart, sich alles reinzupressen. Glücklicherweise ist dieses vorerst das letzte Lernfach.

 

Nicht falsch verstehen, die Inhalte sind interessant, nur die Ausführung ist schlecht.

 

Bis bald

 

 

 

 

Bearbeitet von brotzeit

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Hi,

 

ja, das kenne ich.

Habe mir die Scripte im Informatik Backelor zum Thema Netzwerke etc. auch schon mal kurz durchgesehen. Ist bei der IU in den Modulen "Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme" als Haupt-Modul mit Netztopologien, DNS, CIDR, TCP/IP, DHCP inklusive deren Header etc. und nochmals im Modul "Internet of Things", wo es eher um GSM,UMTS, LTE, WLAN aber auch Zigbee etc. geht, aufgeteilt.

 

Im Google Kurs IT-Support ist das Thema Netzwerke aber tatsächlich nochmal ne Ecke umfangreicher und man kann (bzw. muss zwecks Prüfung) da sogar praktische Übungen unter Windows und Linux durchführen.

 

Deinen Abschluß als Techniker schätze ich gegenüber einem Informatik Bachelor als definitiv höherwertig ein wenn es um das Thema Netzwerke geht.

 

Am Ende stört es mich aber nicht, denn wenn ich Netzwerk-Admin mit sehr guten Chancen am Arbeitsmarkt werden wollte, müsste ich ohnehin diverse Juniper-Zertifikate einsammeln und RIPE NCC Certified Professional werden. Da hilft der Informatik-Bachelor alleine nicht wirklich weiter...

Bearbeitet von Davy42
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vor 2 Stunden hat Davy42 geschrieben:

Deinen Abschluß als Techniker schätze ich gegenüber einem Informatik Bachelor als definitiv höherwertig ein wenn es um das Thema Netzwerke geht.

Das kann ich überhaupt nicht einschätzen. Ich habe schätzungsweise von 3,5 Jahren mindestens 2 irgendwas mit Netzwerktechnik gemacht. Außerdem mussten wir wirklich alles praktisch mittels VMware durchführen und per Screenshot Doku als Einsendeaufgabe nachweisen. Ich hatte teilweise 4 windows Server gleichzeitig am laufen. Das hat alles unglaublich viel Spaß gemacht und der Lerneffekt war auch dauerhaft.

Dafür machen im Bachelor die Versuche in der E-Technik mehr Freude. Vielleicht ist das der Spruch „Gleichwertig aber nicht gleichartig“. 
Für das Modul sollte man noch lernen wie FAT16 funktioniert. Ganz ehrlich, das ist mir an der Stelle echt zu blöd....Statt zu beschreiben wie Ext4 und ntfs funktioniert, muss ich fat16 und ext2 können. Statt bluray, geht es um CD/DVD. Da kann man sehen wie alt die Unterlagen teilweise sind. Das zieht sich durch das ganze Modul. Macht echt keinen Spaß und ist eher wie ein Ausflug ins Museum.

 

Netzwerk-Admin wird man mit dem Techniker glaube ich nicht, weil mehr die Technik im Vordergrund steht und weniger die Administration. 
Also es ging auch sehr viel um die Signalverarbeitung, schwerpunktmässig bis zur Vermittlungsschicht. Alles darüber diente zum besseren Verständnis für die unteren Schichten. Ich hoffe es kommt rüber was ich meine.
 

Bearbeitet von brotzeit
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