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Das ist alles nur geklaut


DerLenny

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Ich habe mich ja bereits in einem vorherigen Blog Eintrag über die inhaltliche Qualität des Skriptes von "Digitale Medienproduktion' gewundert. Gestern wollte ich lernen, und konnte mir einfach keinen Reim drauf machen, was das Skript mir wohl sagen will. 

Der erste Teil des Absatzes war in Anführungszeichen, allerdings ohne Quellenangabe. Da dachte ich mir: "Hey, wenn das ein Zitat ist, dann findet man das doch sicherlich."

Daher habe ich mich an den Allmächtigen Google gewannt. Und war überrascht, dass ich eine Webseite gefunden habe, in der die Inhalte des Skripts 1:1 zu finden waren. Allerdings auf Englisch. Und auf Englisch hat der Text sogar Sinn ergeben. 

 

Skript:

Zitat

„Das Ziel wird nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, wenn Sie einen Knopf auf einer Werbetafel drücken, Ihre aktuellen Pläne verwerfen und jetzt gehen müssen!“ Dies ist im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Heineken Departure-Roulette-Kampagne. Diese Kampagne ist Teil der „Dropped“-Kampagne des niederländischen Bierkonzerns. Sie soll an all die Möglichkeiten erinnern, denen man im Leben begegnet. Sehr oft wird gemeckert, wie langweilig und wie hart das Leben ist. Man ist in seine Aufgaben und Verpflichtungen vertieft. Was aber, wenn man die Chance bekommt, etwas zu tun, das sich vom Alltag abhebt? Etwas Aufregendes, fast schon Traumhaftes… aber in Wirklichkeit! Würde man es annehmen? Das ist die Botschaft, die die Heineken Departure-Roulette-Kampagne aussendet.

 

Im Original sieht das so aus :

Zitat

The destination is chosen at random when you press a button on a billboard and you have to ditch your current plans and leave now! This essentially sums up the Heineken Departure Roulette Campaign. [...] The Heineken Departure Roulette campaign forms part of the Dutch beer company’s ‘Dropped’ campaign.  [...] it makes you think of all the possibilities you come across in life. Very often we grumble about how dull our lives are, and how tough life is. We are immersed in our jobs and commitments. But what if, for once we are given an opportunity to do something that breaks away from the traditional? Something exciting, almost dream-like… yet real! Would we take it? This is the message that the Heineken Departure Roulette Campaign sends.

 

Richtig baff war ich dann, als mir auffiel, dass der komplette Unterpunkt 1:1 übersetzt wurde. Ohne Quellenangabe.

Also, der komplette Skripteintrag zu dieser Kampagne ist eine 1:1 der Webseite.

 

Daher hab ich mir mal die nächste Kampagne angesehen. Hier geht es um Lexus, die eine Print-Anzeige damit aufgewrtet haben, dass man hinter die Seite ein iPad legen kann, und die Effekte durch die Seite durchscheinen was recht coole Effekte erzielt.

Skript:

Zitat

Im Jahr 2012 startete Lexus eine innovative, medienübergreifende Marketingkampagne, um für seinen ES Sedan zu werben, die eine Brücke zwischen Print und Digital in einer Weise schlägt, wie sie die Branche und die Verbraucher noch nie zuvor gesehen hatten.

Mithilfe der CinePrint-Technologie erweckte Lexus seine Druckverteilung im Magazin Sports Illustrated zum Leben. Die Verbraucher wurden in der Printanzeige angewiesen, eine URL zu besuchen, ihr Tablett unter die Seite zu schieben und auf „Play“ zu drücken. Als sie das taten, wurde die Zeitschriftenanzeige mit Farbe, Ton, Bildwechsel und zusätzlichem Text zum Leben erweckt. Es sah sogar so aus, als ob das Auto über die Seite fahren würde.

 

Das Original ist diesmal sogar auf Deutsch:

Zitat

Lexus hat es geschafft, Print zum Leben zu erwecken. Um den Lexus ES zu bewerben, haben sie Print- und Digitalwerbung in einer Weise kombiniert, wie es vorher noch nie jemand gesehen hat.

In einem Magazin forderten sie den Kunden auf, eine bestimmte URL zu besuchen, ihr Tablet unter die Seite mit der Werbung zu legen und Play zu drücken. Mit der Hilfe von einer von der Werbeagentur Team One eigens entwickelten CinePrint Technologie erwachte die Seite zum Leben: die Farben ändern sich, neue Schriftzüge erscheinen und sogar das Auto scheint über das Papier zu fahren

 

Nächste Kampagne im Skript (LandRover), gleiches Spiel:

Skript:

Zitat

Mit dem Wissen, dass die Mehrheit der heutigen Autokäufer ihre Suche nach einem Auto online beginnt, wollte Land Rover diese Käufer auf all ihren Geräten an jedem Punkt des Kauftrichters erreichen. Zu diesem Zweck nutzte Land Rover Cross-Channel-Marketing, um Verbraucher in großem Umfang zu gewinnen. Es erwarb die Startseite auf YouTube und das Impressum in Lightbox-Anzeigen im Google Displaynetzwerk. Die Kampagne optimierte auch die Sichtbarkeit mit Mobile, Search und Google+. Infolgedessen beeindruckte Land Rover mehr als 100 Millionen Menschen und 15 % der Gesamteinnahmen stammen nun aus Online-Leads.

 

Original:

Zitat

Knowing that the majority of today's auto shoppers start their car search online, Land Rover wanted to reach these shoppers on all their devices at every point in the purchasing funnel. To do so, it used cross-channel marketing to engage consumers at scale, running a homepage masthead takeover on YouTube and Masthead in Lightbox ads across the Google Display Network. The campaign also maximized visibility with mobile, search and Google+. As a result, Land Rover garnered more than 100M impressions, and 15% of its total sales now come from online leads.

 

Nächste Lektion, diesmal gezielt nach komischen Formulierungen Ausschau gehalten.

Skript:

Zitat

Linien können als lineare Markierungen definiert werden. In dem Sinne machen Linien so ziemlich alles richtig. Selbst die Wörter und Buchstaben, die Sie jetzt lesen, bestehen aus Tausenden von gebogenen, schrägen und geraden Linien. Linien können auch bestimmte Ideen kanalisieren. Gerade Linien können Ordnung und Sauberkeit, gewellte Linien Bewegung und Zickzacklinien Spannung oder Aufregung hervorrufen.

Eine in der Fotografie weit verbreitete Technik ist die Verwendung von „Hauptlinien“, die genau das tun, was sie sagen – sie führen das Auge. Wenn Sie starke Führungslinien in Ihrer Arbeit finden und betonen, können Sie das Auge durch das gesamte Werk oder zu bestimmten Brennpunkten führen.

In der folgenden Abbildung wird ein Beispiel für Führungslinien im Webdesign gegeben: Diese Website hat ein diagonales Raster mit sehr starken Führungslinien, die Sie in einer schnellen Zickzackform von Abschnitt zu Abschnitt führen.

 

Auch hier findet sich ein Treffer:

Zitat

[...]

lines can be defined as any linear marks. So, when you think about it, lines make up just about everything. Even these words and letters you’re reading now are made up of thousands of curved, angled and straight lines.

Lines can channel certain ideas too. Straight ones can evoke order and neatness, wavy lines can create movement, and zig-zagged lines can imply tension or excitement.

A technique applied a lot in photography is the use of ‘leading lines’ which do just what they claim – they lead the eye. Finding and emphasising strong leading lines in your piece can allow you to direct the eye through the entire piece or to certain focal points.

Lets look at an example of leading lines in web design. This webpage has a cool diagonal grid with very strong leading lines that take you down the page, from section to section, in a swift zig zag shape.

 

die Webseite hatte auch viele andere Punkte aus der Lektion - und Überraschung, die wurden ebenfalls 1:1 übernommen.

Der Punkt zu Symmetrie fehlt allerdings. Ich hatte vom durchlesen des Skripts noch im Hinterkopf, dass die Symmetriedefinition für mich wenig Sinn ergeben hat... also mal nach der gesucht. 

Skript:

Zitat

In Entwürfen bezieht sich Symmetrie auf eine räumliche Beziehung zwischen Elementen und insbesondere auf eine Situation, in der die Elemente in einem Layout zentriert sind und links und rechts oder oben und unten gleich viel Platz haben. Die zweite Bedeutung von Symmetrie ist jedoch allgemeiner und bezieht sich auf einen Sinn für Harmonie oder Gleichgewicht, der wiederum Schönheit ausstrahlt. Symmetrie enthält Assoziationen zu Tradition, Ordnung und Vernunft. Asymmetrische Entwürfe werden auch als dynamische Kompositionen bezeichnet, die mit Maßstab, Kontrast, Raum und Spannung zwischen den Elementen spielen und die Elemente nicht zentrieren, sondern die gesamte Form nutzen.

 

Das Original findet sich diesmal auf einer durch Google Books einsehbaren Buchseite.

Link klicken, Text selber vergleichen - der Text war  nicht markierbar, sorry.

 

Ich hatte mich im ersten Blog-Post ja auch über die komischen Aussagen im UI/UX JKapitel gewundert... hm... schaun mer mal:

Skrip:

Zitat

UX-Design und UI-Design sind zwei der missverständlichsten und am stärksten zusammen gehörenden Begriffe im Web- und App-Design. In der Regel werden sie in einem einzigen Begriff, dem UX/UI-Design, zusammengefasst. Auf den ersten Blick scheinen sie dasselbe zu beschreiben. Es ist oft schwierig, solide Definitionen dieser beiden Begriffe zu finden, die nicht allzu sehr von Fachjargon geprägt sind. [...]

Das „UI“ im UI-Design steht für „User Interface“. Das User Interface ist die grafische Gestaltung einer Applikation/Webseite. Es besteht aus den Schaltflächen, die der Benutzer anklickt, dem Text, den er liest, den Bildern, Schiebereglern, Texteingabefeldern und allen anderen Elementen, mit denen der Benutzer in Kontakt kommt. Dazu gehören das Bildschirmlayout, Übergänge, Interface-Animationen und jede einzelne kleine Interaktion. Jede Form von visuellem Element, Interaktion oder Animation muss entworfen werden.

UI-Designer sind Grafikdesigner. Sie beschäftigen sich mit Ästhetik. Es liegt an ihnen, dafür zu sorgen, dass die Benutzeroberfläche der Applikation/Webseite attraktiv, visuell anregend und thematisch passend zum Zweck und/oder zum Charakter der Applikation/Webseite gestaltet ist. Und sie müssen sicherstellen, dass sich jedes einzelne visuelle Element einheitlich anfühlt, sowohl ästhetisch als auch im Zweck.

 

Auf einer auf UX spezialisierten Webseite findet sich:

Zitat

UI design and UX design are two of the most often confused and conflated terms in web and app design. And understandably so. They’re usually placed together in a single term, UI/UX design, and viewed from the surface they seem to be describing the same thing. It’s often hard to find solid descriptions of the two that don’t descend too far into jargon. 


The “UI” in UI design stands for “user interface.” The user interface is the graphical layout of an application. It consists of the buttons users click on, the text they read, the images, sliders, text entry fields, and all the rest of the items the user interacts with. This includes screen layout, transitions, interface animations and every single micro-interaction. Any sort of visual element, interaction, or animation must all be designed.

 

UI designers are graphic designers. They’re concerned with aesthetics. It’s up to them to make sure the application’s interface is attractive, visually-stimulating and themed appropriately to match the purpose and/or personality of the app. And they need to make sure every single visual element feels united, both aesthetically, and in purpose.

 

Skript:

Zitat

Großartiges UX-Design basiert auf großartiger Nutzererforschung – angetrieben von den Erkenntnissen der Nutzer bei gleichzeitiger Abwägung von Prioritäten und technischer Machbarkeit. Benutzererforschung hilft, wichtige und nützliche Einsichten über die Benutzer und ihre Bedürfnisse zu gewinnen. Solange man den Benutzer und seine Bedürfnisse, Emotionen, Gefühle, Kämpfe usw. nicht kennt, wird man nicht in der Lage sein, eine großartige Benutzererfahrung zu gestalten.

 

In einem anderen Artikel auf der gleichen Webseite findet sich:

Zitat

Great UX Design is grounded in great user research - driven by user insights while balancing priorities and technical feasibility.
User research helps uncover important and useful insights about the user and their needs. Until you know your user and their needs, emotions, feelings, struggles etc, you won’t be able to deliver a great user experience.

 

 

Da das Skript voll solcher seltsamen Formulierungen ist, denke ich mal, dass auch an den anderen Stellen Text übernommen wurde, ohne dies zu kennzeichnen.

Es würde auch die unterschiedlichen Definitionen des gleichen Begriffs erklären: zwei verschiedene Quellen, aus denen der Text übernommen wurde.

 

Ich habe mal den wissenschaftlichen Verantwortlichen des Kurses angeschrieben.

Bearbeitet von DerLenny

16 Kommentare


Empfohlene Kommentare

vor 30 Minuten hat Aramon geschrieben:

Auf die Antwort bin ich gespannt

 

Ich auch! Vielleicht sogar hier bei fi hier im Blog.

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Ohm das QM hatte ich schon angeschrieben, als ich mich einfach nur über die sprachliche und inhaltliche Qualität gewundert habe. Evtl. kommt da auch was, aber ich glaube es nicht. Sie können hier keine Antwort geben, die sie halbwegs gut aussehen lässt. Also ist Schweigen die wahrscheinlichte Antwort.

 

Dann kommt noch der Punkt dazu, dass das Skript meiner Meinung nach nicht geeignet ist, die im Modulhandbuch definierten Lernziele zu erfüllen.

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Das finde ich echt heftig. Ob das in anderen Modulen auch so ist?

 

Die deutschen Texte des Skripts sind ja echt grausig zu lesen 🤯

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Das ist dann wohl noch aus der Zeit der KI Übersetzung ohne Prüfung und Nacharbeitung, wo vor nem Jahr hier im Forum schon mal ne Disskussion war und man uhm ne IUmäßig verkündet hat zeiznah Abhilfe zu schaffen.

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vor 20 Stunden hat polli_on_the_go geschrieben:

Das ist dann wohl noch aus der Zeit der KI Übersetzung ohne Prüfung und Nacharbeitung, wo vor nem Jahr hier im Forum schon mal ne Disskussion war und man uhm ne IUmäßig verkündet hat zeiznah Abhilfe zu schaffen.

Der Kurs wurde dieses Jahr gestartet.

Ich würde aber echt gern sehen, welches Resultat die automatische Übersetzung der üble übersetzten deutschen Texte hat. Das könnte in dem Fall die Qualität wirklich erhöhen.... viele der Inhalte machen erst Sinn, wenn man den englische Text liest.

 

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Das ist in der Tat ein No-Go - möglicherweise hätte der Skriptautor hier zuerst das Modul "Wissenschaftliches Arbeiten" belegen sollen...

 

Um welches Modul handelt es sich hier genau? Unter "Digitale Medienprodukt" habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Wenn viel mit Cases gearbeitet wird, sit eine Wiedergabe dieser ja sinnvoll - die müssen dann aber korrekt zitiert sein.

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vor 24 Minuten hat IU Internation. Hochschule geschrieben:

Nur durch Euer Feedback können wir uns für Euch noch weiter verbessern.

 

Danke fürs Kümmern.

Bitte aber nicht nur auf die Kennzeichnung der Quellen, sondern auch auf die massiven inhaltlichen Fehler, Ungereimtheiten und Inkonsistenzen eingehen.

Ich gehe auch davon aus, dass Lektion 4 ein anderes als das im Modulhandbuch angedachte Thema  behandelt.

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Am 7.6.2021 um 10:36 hat DerLenny geschrieben:

 

Danke fürs Kümmern.

Bitte aber nicht nur auf die Kennzeichnung der Quellen, sondern auch auf die massiven inhaltlichen Fehler, Ungereimtheiten und Inkonsistenzen eingehen.

Ich gehe auch davon aus, dass Lektion 4 ein anderes als das im Modulhandbuch angedachte Thema  behandelt.

Hallo Lenny,

 

heute habe ich schon ein erstes Feedback für Dich. In der Tat handelt es sich bei Lektion 4 um ein anderes Thema, als im Modulhandbuch genannt. Bei einem Update des Skriptes, wurde leider der Titel der Lektion nicht analog zum Inhalt geändert. Das holen wir jetzt asap nach, damit es keine weiteren Verwirrungen gibt. 
Noch einmal vielen Dank für Dein genaues Auge!

 

Bzgl. der Kennzeichnung der Quellen habe ich noch keine abschließende Antwort für Dich und die Community, da die Fachabteilung die Prüfung noch nicht abgeschlossen hat. Ich bitte hier noch einmal um Geduld - vielen Dank!

 

Sonnige Grüße an das Forum!
Serena Brandau
Leitung Online Reputation Management
IU Internationale Hochschule

 

 

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vor 1 Stunde hat IU Internation. Hochschule geschrieben:

Bzgl. der Kennzeichnung der Quellen habe ich noch keine abschließende Antwort für Dich und die Community, da die Fachabteilung die Prüfung noch nicht abgeschlossen hat.

Klar, da muss man schon genau kucken, hab ir damit auch ne Nacht oder zwei um die Ohren geschlagen.

 

Habt ihr mal einen Blick auf das Skript geworfen? Unabhängig von den Quellen sollte da ja auch bereits sprachlich das eine oder andere auffallen. Sind ja durchaus Absätze drin, die keinerlei Sinn ergeben, Sätze ohne Prädikat, etc. Auch kann direkt auffallen, dass einiges keinen Sinn ergibt, wie die Proklamation, dass etwas besprochen wurde, das nicht besprochen wurde, etc.

 

Aus meiner Sicht ist ja die primäre Funktion eines Lehrbriefs Inhalt zu vermitteln. Dies ist bei diesem Skript ja eher nicht der Fall. Wäre der Inhalt vertretbar, wäre mir glaube ich auch nicht aufgefallen, dass es sich Stellenweise um schlechte Übersetzungen handelt, da es keinen Bedarf gegeben hätte, herauszufinden, was denn damit gemeint sein könnte.

 

Klar, Kennzeichnung von Quellen ist wichtig. Ein lesbares Skript mit korrektem Inhalt erfüllt den Zweck (Wissensvermittlung) aber auch ohne. 

 

Hat bisher noch niemand was zu dem Skript gesagt? Also, so von Seite der Studierenden? Kann kaum glauben, dass da bisher kein Feedback kam... da sind ja schon diverse sprachliche und inhaltliche Hammer drin.

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Die IU begreift die Erstellung von Lehrbriefen als Forschung.  Was wird da eigentlich erforscht?

 

Zitat

"Die  IUBH  begreift  Studium  und  Lehre  als  Kernbereiche  ihres institutionellen Selbstverständnisses  und  Leistungsangebotes.  In  ihren Grundsatzdokumenten verleiht  sie  der  Überzeugung  Ausdruck,  dass  dem  Leistungsbereich  Forschung  ebenfalls eine hohe Bedeutung zukommt. Bei der Darstellung ihres Forschungsverständnisses bezieht sich die Hochschule auf Ernest Boyers modell of scholarship und  ordnet  u. a.  auch  viele  lehrbezogene  Aktivitäten,  etwa  den  Transfer  von  Erkenntnissen in  die  Lehre  einschließlich  der  Erstellung  von  Lehrbriefen  der  Forschung zu." https://www.wissenschaftsrat.de/download/2021/8813-21.pdf

Meiner Meinung nach sollten die Lehrbriefe, wenn sie als Bestandteil der Forschung begriffen werden (was natürlich sehr zweifelhaft ist), umso mehr einer strengen Qualitätskontrolle unterliegen.

 

Ich warte geduldig darauf zu erfahren, was hier eigentlich schief gelaufen ist.

 

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vor 4 Minuten hat Science_Lover geschrieben:

Ich warte geduldig darauf zu erfahren, was hier eigentlich schief gelaufen ist.

 

In dem Fall ist wirklich viel schief gelaufen. Ich denke mir, dass hier ein Vertrauenssverhältnis zum Autor bestanden hat, aufgrund dessen evtl. der eine oder andere Prüfschritt durch den Autor selbs übernommen wurde, bzw. vom Prüfer einfach "durchgewunken" wurde. Das sehe ich im betrieblichen Umfeld nicht selten.

 

Warum keine Lektoratsprüfung durchgeführt wurde, ist mir auch nicht klar. Ich hatte bisher eigentlich auch das Verständnis, dass auch Übersetzungsplagiate von der üblichen Software gefunden wird. Auch hier ein Fragezeichen. Bin auch sehr gespannt.

 

Ich habe nächste Woche ein Gespräch mit der iu. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dazu danach etwas sagen kann - werde aber auf jeden Fall fragen. Denke aber, dass die iu hier die Kommunikation wahrscheinlich selbst steuern möchte, und hier eine Erklärung, und evtl. Änderungen am Prüfverfahren (wenn diese notwendig sein sollten) selbst veröffentlichen möchte.

 

Sollte die Erstellung der Lehrbriefe in der Tat als Forschung angesehen werden, dann sollten diese zumindest von ein paar Personen geprüft werden - ist dann zwar kein Peer-Review, aber es würde die Chance auf Fehler-Entdeckung erhöhen.

 

 

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