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Das Thema für die Bachelorarbeit kam heute per Email - Borderline und Paarbeziehungen


psychodelix

393 Aufrufe

Man kann ein Thema einmalig ablehnen, dann bekommt man ein zweites Thema.

Lehnt man dieses auch ab, kann die Bachelorarbeit erst ein Semester später geschrieben werden.

 

Ich bin sehr zufrieden mit dem Thema und habe es auch gleich per Email bestätigt.

 

„Borderline Persönlichkeitsstörung und emotionale Dysregulation im Kontext von Paarbeziehungen - ein systematisches Review der aktuellen empirischen Forschungsliteratur.“

 

20-30 einschlägige empirische Primärarbeiten sollen dafür verwendet werden.

 

Demnächst wird in Moodle noch ein Forum für die Bachelorarbeiten in Gesundheitspsychologie freigeschaltet. Mal gucken, wie da die Betreuung ist.

Bearbeitet von psychodelix

23 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich hatte 2002 eine Beziehung mit einem Borderliner, deswegen ist mir die Thematik auch vertraut. 😉

 

Nun bin ich schon grob am Gucken nach aktuellen Studien. Da habe ich noch nicht wirklich einen Plan, wie und wo ich suchen muss - das kam bisher im Studium auch nicht dran. 🤔 Bin aktuell auf den Seiten von Springer. Im Juni habe ich zwei Wochen Urlaub und im August / September noch mal vier Wochen. In Teilzeit habe ich sechs Monate Zeit für die Arbeit.

Bearbeitet von psychodelix
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Allgemeine Literatur dazu habe ich noch, hilft mir nur nicht weiter, wenn Studien verlangt sind.

Im ersten Anlauf zusammengetragen.

Bücher Borderline aus eigenem Bestand  im 1. Anlauf gefunden.jpg

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Wow, cooles Thema. Das gibt eine Menge her, und ist super interessant.    

Schreist du dan Updates hier, wie das Schreiben läuft?

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Irgendwo versteckt sich auch noch dieses Buch. 🤔

 

Gekauft und gelesen habe ich es damals.......

Ich hasse dich verlass mich nicht.jpg

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vor 13 Minuten hat DerLenny geschrieben:

Wow, cooles Thema. Das gibt eine Menge her, und ist super interessant.    

Schreist du dan Updates hier, wie das Schreiben läuft?

 

Ja, finde ich auch interessant und na klar wird es zwischendurch Updates geben.

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Die Bücher werden dir ja trotzdem helfen beim Sichten der aktuellen empirischen Forschungsliteratur. Ist ja häufig so, dass bestimmte Leute in einem begrenzten Gebiet forschen. Deren Namen tauchen also im Zusammenhang mit dem Thema immer wieder auf. Wenn du also mal die Literaturverzeichnisse der Bücher durchgehst und im Speziellen nach Paarbeziehungen schaust, hast du ja zumindest mal ein paar Namen, die man in diversen Datenbanken eingeben kann. Und dann hangelt man sich halt durch, nicht wahr? 😉

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Alanna

Geschrieben (bearbeitet)

vor 48 Minuten hat psychodelix geschrieben:

Nun bin ich schon grob am Gucken nach aktuellen Studien. Da habe ich noch nicht wirklich einen Plan, wie und wo ich suchen muss

 

Für Studien würde ich dir die Datenbank "PsyArticles" empfehlen => zu finden hier (bzw. über Unibib -> Datenbanken und Lieferdienste -> alphabetisch -> "P"). Da kannst du dann Suchwörter/Schlagwörter eingeben, den Zeitraum der Veröffentlichungen eingrenzen und weitere Filterungen voreinstellen. Bei ganz vielen Artikeln hat man von dort aus auch direkt Zugriff auf den Volltext.

 

Nachtrag: Praktisch ist auch die "Vorwärtssuche", die bei manchen Artikeln angeboten wird => "Wer hat diese Quelle zitiert?" So findest du ggf. noch aktuellere Literatur.

 

Was die allgemeine Beschreibung des Forschungsstands angeht, würde ich mich @TomSon anschließen: ein paar Literaturverzeichnisse von jüngeren Studien vergleichen und den gemeinsamen Nenner finden. Dann kannst du dir relativ sicher auch, auch die gängigen Standardwerke mit drin zu haben.

 

Bearbeitet von Alanna
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@TomSon und @Alanna

 

Deswegen habe ich ja auch die Bücher hervorgesucht. Nachsehen, ob unter diesen Autorennamen etwas Neues veröffentlicht wurde. Und ja, auch in den Literaturverzeichnissen nachsehen - das kenne ich von anderen schriftlichen Arbeiten.

 

Die Datenbank "PsyArticles" kommt mit Sicherheit auch noch dran. 😀

 

Ich weiß das Thema ja erst seit ein paar Stunden. 😉

 

Google Scholar ist auch mein Freund.

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Das ist ein sehr interesantes Thema. Meine EX Partnerin hat auch Borderline. Wir waren 3 Jahre zusammen und die Beziehung war eine Achterbahnfahrt. Entweder war ich der beste Mensch auf der ganzen Welt oder ich wurde gehasst wegen Kleinigkeiten. Am Ende der Beziehung war ich psychisch und körperlich am Ende. Ich habe extrem an Gewicht verloren und bin in eine Art Loch gefallen. Obwohl ich genau wusste, dass mir die Beziehung nicht gut tut, so habe ich immer gehofft, irgendwann wird alles gut. Leider wurde nichts wirklich gut. Trotzdem, es war meine große Liebe aber ich bin froh, dass es aus ist und ich nun eine wirklich tolle Frau an meiner Seite habe.

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vor 5 Minuten hat Aramon geschrieben:

Das ist ein sehr interesantes Thema. Meine EX Partnerin hat auch Borderline. Wir waren 3 Jahre zusammen und die Beziehung war eine Achterbahnfahrt. Entweder war ich der beste Mensch auf der ganzen Welt oder ich wurde gehasst wegen Kleinigkeiten. Am Ende der Beziehung war ich psychisch und körperlich am Ende. Ich habe extrem an Gewicht verloren und bin in eine Art Loch gefallen. Obwohl ich genau wusste, dass mir die Beziehung nicht gut tut, so habe ich immer gehofft, irgendwann wird alles gut. Leider wurde nichts wirklich gut. Trotzdem, es war meine große Liebe aber ich bin froh, dass es aus ist und ich nun eine wirklich tolle Frau an meiner Seite habe.

 

Krass, bei mir was es fast identisch. Die Verläufe sind immer gleich, diese Achterbahnfahrten. Vor allem zehrt man immer an den guten Zeiten, wo man der beste Mensch der Welt war und denkt dass es doch wird. Aber die einzige Lösung ist es sich davon fern zu halten.

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@Aramon und @Psychologiestudent1998

 

Meine Beziehung ging nur ca. sechs Monate. Er sagte mir, dass ich mich von ihm nicht aussaugen lasse, dass ich zu stark für ihn bin. Wir haben heute noch locker einen guten Kontakt und ich hatte ihn nach unserer Beziehung aus der psychiatrischen Auffangstation rausgeholt, nachdem mich seine damalige Freundin (Fernbeziehung) deswegen angerufen hatte. Der Arzt wollte ihn wegen Suizidgefahr (laut der Freundin) nicht gehen lassen - ich wusste aber, dass da zu dem Zeitpunkt keine Gefahr bestand.

 

Ja, eine Achterbahnfahrt, immer wieder.

 

Für mich war es eine Erfahrung, die ich nicht missen will - also alles insgesamt.

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Aramon

Geschrieben (bearbeitet)

psychodelix, dann hast du sicherlichh einen sehr gefestigten Charakter und durch dein Studium bist  du mit Sicherheit auch mit dem Thema Borderline in Berührung gekommen. Ich bin vermutlich einfach sehr naiv an die Sache ran gegangen. Ich hatte bis dato mit dem Thema Borderline keine Erfahrungen und habe immer gedacht, dass sind Leute die sich ritzen. Meine Ex Freundin hat sich nicht geritzt, litt aber an einer Essstörung. Ich hatte immer das Gefühl, ich muss für Sie da sein und Sie retten und beschützen. Ob ich im nachhinein anders gehandelt hättte, weiß ich nicht. Es fühlte sich in dem Moment alles richtig an. Mich würde interessieren, ob eine Beziehung zu einem Borderliner auf Dauer funktionieren kann. Habt ihr dazu Erfahrungen?

Bearbeitet von Aramon
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@Aramon

 

Im Psychologiestudium habe ich sehr wenig zu Borderline mitbekommen (kann auch sein, dass ich nicht alles dazu gelesen / mitbekommen habe).

 

Ich hatte damals zwei Töchter im Kindergartenalter und die waren mir am wichtigsten!

 

Ihn retten? Nein. Ich hatte schon damals mehrfach mit ihm Gespräche, wenn er wieder Kartons gepackt hatte und sich umbringen wollte und am planen war. Er hätte sich irgendwo tief im Wald umgebracht und niemand sollte es mitbekommen und Schaden dadurch nehmen.

 

Ich weiß aus der Zeit, als ich auch in einem großen Borderlineforum unterwegs war, dass es nur wenige Beziehungen gab, die jahrelang andauerten. Ich habe es dann aus den Augen verloren.

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Ich würde dir am meisten - wie bei allen Störungsbildern - die Version der Blauen Reihe an's Herz legen, mit der auch Psychotherapeuten arbeiten, empirischer geht's kaum: 
https://www.hogrefe.com/de/shop/borderline-stoerung-90928.html 
Das dürfte ein großer, empirisches Fundschatz sein. 

Ziemlich populär bei Borderline ist auch die Dialektisch-Behaviorale Sicht- und Herangehensweise. Gerade bei einer Literatur-Review zur Fachliteratur darf aus meiner Sicht auf gar keinen Fall Linehan fehlen, die ohnehin ziemlich bekannt ist in der Forschung. 
Amazon Link

Die Bücher oben sind nicht schlecht, sind aber eher Sekundärliteratur für interessierte Laien, nicht unbedingt Forschungsliteraur. Unter diesem Punkt kann man die natürlich auch zusammenfassen. 
 
Ansonsten: Spannendes Thema und viel Spaß beim Schreiben!

LG
 

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Ich habe zwar keine BPS Diagnose (mehr), werde aber durch eine Borderline Ambulanz "betreut", einfach weil meine Fachärztin dort die Oberärztin ist. Was ich aber mag ist, dass Sie nie von Borderlinern spricht, sondern immer von Emotional Instabilen Menschen vom Borderline Typ. Sie hat mal erklärt, dass das auch bei der Abgrenzungen zu anderen Störungsbildern, wie z.B. der K-PTBS, hilft. Und weniger stigmatisiert. Ich bin Jahrelang selber in die BPS Schublade gesteckt worden, immer mit dem Zusatz (aber das passt nicht), bis ich eben aufgrund von Arbeitsaufnahme den Facharzt wechseln musste und bei ihr gelandet bin und sie eine intensive Diagnostik gemacht hat. Raus kam die K-PTBS und eben auch emotionale Instabilität nur nicht vom Borderline Typ.

 

Mein Tipp also, schau auch wie sich die Terminologie entwickelt hat. Vermutlich wirst du dann auch noch mehr oder andere Ergebnisse finden.

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vor 20 Stunden hat Vica geschrieben:

Ich würde dir am meisten - wie bei allen Störungsbildern - die Version der Blauen Reihe an's Herz legen, mit der auch Psychotherapeuten arbeiten, empirischer geht's kaum: 
https://www.hogrefe.com/de/shop/borderline-stoerung-90928.html 
Das dürfte ein großer, empirisches Fundschatz sein. 

 

Habe ich über die Bib der FU Hagen gefunden und ausgedruckt, nehme ich mit zur Arbeit und lese es durch! 😀

 

Marsha Linehan ist mir natürlich ein Begriff und meine Literatur von 2002 war, um mich zu informieren.

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Zitat

Michwürde interessieren, ob eine Beziehung zu einem Borderliner auf Dauer funktionieren kann.


Ohne mich jetzt wirklich mit Borderline auszukennen, sage ich unbedingt JA. Warum soll es denn nicht möglich sein? Es gibt Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheiten, Störungen oder auch einfach unterschiedlichen Arten. Manche Eigenschaften sind ganz sicher Herausforderungen in Beziehungen, aber das heißt doch nicht, dass man nicht dennoch eine gute Beziehung führen kann.

 

Jemand in meiner Familie hatte mal eine Beziehung mit einer Person mit Borderline. Er hatte gesagt, dass er an ihr liebt, dass sie so direkt und ehrlich emotional ist und dass er es auch so mag, weil unsere Welt so leidenschaftslos ist, was er ganz schlimm findet. Wenn ich es richtig verstanden habe, war Vertrauen für seine Partnerin ein schwieriges Thema. Aber da er so viel Vertrauen hatte und sehr gelassen damit umgegangen ist, war das anscheinend keine Gefahr für die Beziehung. Und ich weiß aus eigener Erfahrung und von ganz vielen anderen Menschen, dass aus sehr unterschiedlichen Gründen Vertrauen schwierig sein kann. Ich weiß also auch gar nicht, ob das etwas Typisches für Borderliner ist. Natürlich fand er es schlimm, wenn es ihr schlecht ging, denn Niemand sieht einen geliebten Menschen gerne leiden. Das kennen wohl auch sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen. Aber das ist ja erstmal kein Grund eine Beziehung zu beenden.

 

Ich mag es einfach überhaupt nicht, wenn Menschen mit Besonderheiten / Behinderungen / Krankheiten in solche Schubladen getan werden. Es gibt so viele Stigmatisierungen und das macht es so kompliziert. Das macht Vieles sehr schlimm für viele Menschen und ist überhaupt nicht hilfreich und trägt nicht zu einer Welt bei, in der ich leben möchte.

 

Vielleicht sollte man eher fragen: Warum ist es für viele Menschen schwierig mit einem Borderliner eine Beziehung zu führen? Warum sind viele Menschen sofort der Meinung Borderliner wären nicht beziehungsfähig? Und ganz wichtig vermutlich: Wie ist in einer Beziehung gut für Jemanden mit Borderline / was hilft? Was hilft? ist meiner Meinung nach immer die wichtigste Frage.
 

Deshalb finde ich das Thema der Bachelorarbeit auch ganz toll und wichtig. Man braucht ja erstmal Wissen und eine Grundlage für all die vielen Fragen, die man sinnvoll dazu stellen kann. Ich hoffe, ich bin mit meinem unprofessionellem Halbwissen nicht zu sehr vom Thema abgekommen. Ich wünsche dir, @psychodelix ganz viel Erfolg!

 

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  • Community Manager

"Weil du mir gehörst! Borderline-Partner im Kampf um ihr Kind", sofern der Aspekt, dass Kinder da sind, mit behandelt werden soll. Aber auch allgemein viel Input zum Thema Borderline und Partnerschaften.

 

Von der Autorin gibt es auch noch mehr zum Thema Borderline, aber keine Fachbücher:

https://www.amazon.de/Manuela-Rösel/e/B0045A7DGK/

 

Dafür auch was explizit zum Thema Partnerschaften:

https://www.amazon.de/gp/product/B0899ZP6WM/

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vor 4 Stunden hat Markus Jung geschrieben:

sofern der Aspekt, dass Kinder da sind, mit behandelt werden soll.

 

Nein, geht um Paarbeziehungen.

 

Manuela Rösel ist mir ein Begriff. 😀

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Für die empirischen Primärarbeiten kann ich auch connectedpapers.com empfehlen, falls Du die Seite noch nicht kennst. Viel Erfolg! 

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