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Spieleideen


DerLenny

155 Aufrufe

Kontext: Serious Game für VR

Problem: Kurzer Zeitrahmen (2 Wochen)

 

Ich habe aktuell zwei grobe Spielideen, ich muss mir noch über die Machbarkeit klarwerden, aber dazu unten mehr.

 

Anatomie

Die Grundidee ist, dass der Spieler über anatomische Begriffe, wie Namen von Knochen, Muskeln (ggf. Sehnen und Sehnenansatzpunkte) informiert wird, in dem er das Spiel spielt. 

Das Dressing ist ein Cyber-Doc, also jemand der in einer dystopischen Zukunft Operationen durchführt, um zum Beispiel Muskeln zu verstärken oder Waffen direkt in den Körper zu integrieren.

Alternativ in einer eher magischen Welt: Ein Zauberer erstellt sich einen Skelett Diener, und muss hierzu erst die von seinem Gehilfen Igor herangeschleppten Knochen sortieren, ein vollständiges Skelett erstellen und diese dann mit "Muskeln" versehen.

Aktuell finde ich die zweite Version deutlich interessanter, auch weil hier wahrscheinlich weniger Aufwand im 3d-Modelling Bereich notwendig ist. 

 

Mobbing-Awereness

Dies ist eher eine interaktive Story - der Spieler übernimmt die Rolle eines frischen Projektleiters. Im Spiel wird bei jedem Durchgang zufällig ein Team Mitglied ausgewählt, welches in diesem Durchlauf das Mobbing-Opfer ist (implizit: Mobbing kann jeden treffen).

Das Spiel selbst besteht aus Dialog Entscheidungen in Gesprächen mit einzelnen Kollegen oder kleineren Gruppen von Kollegen. Erfolgsindikator ist die "Team Harmonie."

 

Ich tendiere gerade sehr zu dieser Variante, da die benötigten Modelle hier einfach zu erstellen / zu beziehen sind, auch die Interaktion ist einfacher, was mit Hinsicht auf die Limitierungen von Google Cardboard wohl die bessere Wahl ist.

 

 

Umfang/ Machbarkeit

Ich habe hier nachgefragt: Ziel soll ein lauffähiger Prototyp sein, ein Mock-Up ginge auch, aber es war schon klar ersichtlich, dass dies eher nicht so gewünscht ist. Was mit Hinblick auf den Zeitrahmen von effektiv 2 Personenwochen etwas Druck erzeugt, was denke ich auch gewollt ist.

 

So ein Spiel ist Arbeit. Game Design, Prototyping, Erstellung von Assets (Modelle, Texturen, Sounds, etc), Codierung, Deployment, Testen auf verschiednen Devices, etc. Und dazu ist es ja auch ein Lernspiel: Also kommen Auswahl und Aufbereitung der Lerninhalte noch hinzu. Das ist in dem Zeitrahmen schon happig. Also klarer Fokus auf das kleinstmögliche nutzbringende Produkt.

 

Ich tippe gerade sehr stark es wird das Mobbing Projekt werden - auch weil mir bei dem Anatomie Projekt ständig neue Ideen kommen, wodurch sich der Umfang deutlich erhöhen würde. Auch ist die Interaktion an einigen Stellen komplexer, was mit dem Funktionsumfangd er Plattform zu keiner idealen Nutzererfahrung führen würde - dies ist glaube ich eher für ein VR Projekt mit Hand Tracking geeignet, weniger wenn alles über Head-Tracking und einem einzelnen Button gesteuert werden muss. 

 

Eher persönliches Problem... es ist manchmal schwer sich auf die dröge Literatur zu konzentrieren (insbes. auf die, die wenig bis gar nichts mit dem Projekt zu tun hat), wenn man statt dessen lustige Scribbles zum Spiel in ein Notitzbuch machen könnte, Game Design Videos/ Vorträge ansehen könnte oder um... Spiele aus Researchgründen "testen" kann...

6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Du hast sehr kreative und gute Ideen. Bin gespannt. Vielleicht kannst du ja ein Video oder Screenshots von dem fertigen Projekt einstellen. Würde mich sehr interessieren.

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vor 3 Minuten hat Aramon geschrieben:

Du hast sehr kreative und gute Ideen. Bin gespannt. Vielleicht kannst du ja ein Video oder Screenshots von dem fertigen Projekt einstellen. Würde mich sehr interessieren.

 

Mein Plan ist, dass ich eigentlich jeden Schritt hier dokumentiere - auch damit ich ein Protokoll für mich selbst habe, um das beim Projektbericht zu benutzen.

 

Bin gespannt - ich habe mit Unity 3d schon "rumgespielt" aber keinerlei Erfahrung drin, die nennenswert ist. Vieles kommt mir aus meinen privaten Spieleprojekten aber sehr bekannt vor, ich hoffe, ich kann da schnell genug einsteigen... da hab ich gerade etwas Bammel vor.

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  • Admin

Bei dem Mobbing-Thema sehe ich jetzt durch VR keinen so großen Mehrwert, da es dort ja primär um Kommunikation geht. Bei den Themen aus den medizinischen Bereich würde hingegen die grafische/plastische Darstellung im Kern sein. Passt daher meiner Meinung nach besser zum Thema - aber ist halt ein Riesenprojekt, wo zu schauen wäre, welcher Teilaspekt sich da im verfügbaren Zeitrahmen und auch mit der Dir zur Verfügung stehenden Software und auch Hardware umsetzen lässt.

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Ich hatte die Idee, dass es ggf. als Tool benutzt werden kann, um generell für Themen wie Mobbing, unangemessenes Verhalten, etc. vorgehen kann.

Die meiste Literatur zum Thema bezieht sich auf Dinge, die die Organisation machen kann - Stellen einrichten um Meldungen zu machen, etc.

Der Kernpunkt ist aber die Teamkultur. Und diese wird durch die Summe der Kommunikation mit definiert. Allerdings gibt es wenig Hinweise für individuelles Verhalten in soclhen Situationen, die über "melden" hinaus gehen. Ab einer gewissen Esaklationsstufe ist dies wahrscheinlich auch die beste Vorgehensweise.  Hinweise wie man bei ersten Anzeichen gegensteuern kann, damit es nicht soweit kommt, sind allerdings eher selten.

 

Ich habe auch schon Ideen, wie man den Mobbing Teil in einem "normalen" Spiel unterbringen kann, dann wäre dies nur ein Baustein von mehreren, die hoffentlich zu einer Verbesserung führen.

 

ich bin mir aber absolut darüber im klaren, dass ein 2 Wochen Projekt kaum eine Offenbarung für diesen Bereich werden kann - aber evtl. eine ausbaufähige Grundlage für mehr.

 

 

vor 3 Stunden hat Markus Jung geschrieben:

Bei dem Mobbing-Thema sehe ich jetzt durch VR keinen so großen Mehrwert

 

Der Mehrwert wäre in erster Linie die größere Immersion, also das Gefühl von "ich tue" etwas im Vergleich zu "mein Charakter tut etwas." Bei Gesprächen, die stellenweise evtl. nicht sher angenehm sind, kann dies hilfreich sein.

Das wird natürlich wieder geschmälert durch diverse andere Faktoren.

 

Da ich Mac user bin, kann ich halt auch keine VR Lösungen benutzen, die direkt mit dem Rechner verbunden werden. 

 

In der Regel ist auch die Reihenfolge etwas anders - man hat ein Ziel/ eine Idee und sucht die passende Plattform für. Hier ist die Plattform vorgegeben - es gibt allerdings auch einige gute Beispiele für interaktive Stories in VR, die ich mir angesehen habe. Das Nutzer Feedback für diese ist eigentlich recht positiv. Es ist für Liebhaber dieses Genres auch schon ein Vorteil, dass sie die Spiele jetzt wirklich in VR spielen können, anstatt auf einer in den 3d Raum projizierten Fläche, wie es aktuell der Fall ist. Es gibt hier also Gründe aus Sicht der Überzeugungsabsicht und ein paar Gründe aus Sicht der Zielgruppe.

In späteren Versionen dachte ich, man könnte durch Nutzung von Körpersprache und Mimik den Mehrwert des VRs erhöhen - hier müsste dann der Spieler auch die Lage des Gegenübers einschätzen, etc. 

 

Dies ist aber weit jenseits dessen, was ich in der Zeit machen kann - das Erstellen und das Rigging eines entsprechenden Models alleine würden bei meinem aktuellen Kenntnisstand hier den größten Teil der 2 Wochen einnehmen. 

 

Bearbeitet von DerLenny
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  • Admin
vor 3 Stunden hat DerLenny geschrieben:

Der Mehrwert wäre in erster Linie die größere Immersion, also das Gefühl von "ich tue" etwas im Vergleich zu "mein Charakter tut etwas." Bei Gesprächen, die stellenweise evtl. nicht sher angenehm sind, kann dies hilfreich sein.

 

Ja, stimmt. Allerdings gibt es dafür auch schon vorhandene Lösungen, wie zum Beispiel die TriCAT Spaces (die ich auch schonmal selbst ausprobieren durfte): 

 

 

Da müsste es dann schon einen Mehrwert geben, wie zum Beispiel noch mehr Fokus auf eine Umsetzung der Gestik/Mimik etc.

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vor 1 Minute hat Markus Jung geschrieben:

Da müsste es dann schon einen Mehrwert geben, wie zum Beispiel noch mehr Fokus auf eine Umsetzung der Gestik/Mimik etc.

 

Jein.

Wenn du ein VR Gerät als "deine" Plattform nutzt, dann ist allein eine native Umsetzung eines Spiels für diese Plattform ein Mehrwert. 3rd Person Spiele sind in VR nicht wirklich ideal. 

 

Eines der Hauptprobleme der Plattform VR für Spiele ist ja, dass es "eigentlich keinen guten Grund" für gibt. Es gibt sehr wenige Spiele (meist im Bereich Simulation), in denen VR einen wesentlichen Mehrwert bringt. Im Massenmarkt sind allerdings Spiele einer de Haupttreiber für Verbreitung von Geräten - was bisher den seit einigen Jahren erwarteten Durchbruch von VR verzögert.

 

Ein Spiel wie die oben beschriebenen wären sicher kein Grund ein VR Gerät zu kaufen - wenn allerdings eins vorhanden ist, ist das Vorhandensein des Spiels auf dieser Plattform (und damit ohne Medienbruch) ein Vorteil. 

 

Generell ist das etwas problematisch - neben der visuellen Immersion ist die Möglichkeit mit virtuellen Dingen zu interagieren (via Hand- und Gesture Tracking) einer der Hauptpunkte. Mit Android VR ist dies aber nicht gegeben. Hier hat man nur einen "Focus Point" quasi einen Mauszeiger im Zentrum des Blickfelds, den man durch einen einzelnen Button aktivieren kann.

 

Der Wirklich Knackpunkt sind Simulationen. Allerdings sind Simulationen keine Projektoption. Evtl. auch wegen der damit verbundenen Komplexität. Diese ist selbst bei einem Projekt wie den von mir beschriebenen schon (wenn man es halbwegs richtig machen will) schon sehr deutlich über den 10PT, die hier veranschlagt sind. Ich würde hier eher so 2-3 Monate mit einem 2-3 Personen Team (Modeller, Animator, Coder, UI/UX - ggf. mit mehreren Rollen pro Person) veranschlagen. 

 

Allein die Ausarbeitung der Idee zu einem Konzept, evtl. mit einem analogen Prototypen würde die 2 Wochen füllen.

 

Aber es geht hier glaube ich eher um "Hands-On-VR" Experience, weniger um einen wirtschaftlich vermarktbaren Prototypen. Dafür ist das Projekt zeitlich und von den Vorgaben her falsch dimensioniert. Allerdings ist das schwer zu sagen, da auch die gegebenen Projektvorschläge nur marginal mit den Kurszielen in Verbindung gebracht werden können. Versuche hier eine konkrete Idee der Erwartungshaltung zu bekommen waren leider erfolglos. Die Tatsache, dass es hier keine Tutorien oder Q&A Sessions gibt machen das nicht einfacher.

Daher rate ich einfach mal, und hoffe, dass ich nicht zu weit von der Erwartungshaltung des Tutors entfernt bin

 

 

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