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Psychologie an der IUBH

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Erste Erfahrungen mit Sprints


Schwarzweis

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Ich habe diesen Monat mal einen Sprint begonnen im Modul Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Die Anmeldung für den Sprint erfolgt immer einen Monat vorher. Der Springt geht insgesamt fast einen Monat lang. In dem Fall hat er am 10. Juni begonnen und endet am 8. Juli. Ziel des Sprints ist es gemeinsam am Workbook zu arbeiten dafür veranstaltet eine Tutorin Fragerunden und bietet auch den Teilnehmern die Möglichkeit sich in Teams auszutauschen, aber auch Kontakte zu knüpfen. Die Abgabe des Workbooks in diesem Zeitraum ist nicht verpflichtend, es kann auch später abgegeben werden. Eine Note für das Workbook gibt es nicht, das primäre Ziel ist es, den Kurs zu bestehen. Dafür sollte man 50% der möglichen Leistung erzielen. Dabei hat man bei jeder Aufgabe die Chance 100% zu erzielen. Dass man dieses Modul „nur“ bestehen muss hängt nicht damit zusammen, dass ein Workbook bearbeitet werden soll. Die meisten anderen Workbooks werden eine Note ergeben. Diese erfährt man nach sechs Wochen, die im Folge Monat der Abgabe vergangen sind. Gibt man sein Workbook beispielsweise am 01.05 ab, dann fangen die sechs Wochen im nächsten Monat an. Also dann 6 Wochen von Juni aus gesehen. Da ist man ungefähr beim 14. Juli. An diesem Tag erfährt man dann seine Note (spätestens, so weit ich das verstanden habe). So viel zum allgemeinen Hintergrund des Workbooks und des Sprints.

 

Ein klarer Vorteil des Sprints liegt für mich auf jeden Fall in der Motivation durch die Gruppe. Man sieht, wie die anderen vorankommen und hat zudem klare Termine an denen bestimmte Teile des Skripts besprochen werden. Wer möchte kann sich dadurch eine Struktur geben lassen und die Aufgaben bis zum nächsten Termin bearbeiten und dann gemeinsam besprechen. Verpflichtend ist dies natürlich nicht, aber es kann auf jeden Fall motivierend wirken.

Ein weiterer Vorteil besteht auch in der Möglichkeit sich gegenseitig zu helfen. Auch ich habe schon die Antwort auf einige meiner Fragen in Teams gefunden. Manchmal verstehen andere Aufgaben einfach besser als man selbst, davon kann man dann gegenseitig profierten.

 

Auch ist ein Pluspunkt, dass man hier durch neue Leute kennen lernen kann, die ebenfalls studieren. Vor allem die Plauderecke in Teams bietet hier eine gute Möglichkeit, nach Kommilitonen im gleichen Studiengang zu suchen um sich gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen.

 

Was man bedenken sollte ist, dass man neben auf jeden Fall Zeit für ein weiteres Modul hat. Bei mir finden momentan zwei Termine pro Woche statt, die jeweils 2 Stunden meist dauern, manchmal auch weniger. Ich persönlich brauche für die Bearbeitung einer übergeordneten Workbookaufgabe im Schnitt 5-6 Stunden. Also brauche ich in der Woche vielleicht 10 Stunden für dieses Modul. Wer Vollzeit studiert hat nebenbei auf jeden Fall noch Zeit gleichzeitig ein anderes Modul zu bearbeiten. Wer Teilzeit studiert und noch einen Job nebenbei hat, könnte damit allerdings auch schon ausgelastet sein, je nachdem wie lange man für die Bearbeitung der Aufgaben braucht.

 

Was ich auf jeden Fall positiv finde ist, dass die Tutorien online hochgeladen werden. Man muss also nicht live dabei sein und hat immer die Möglichkeit die Videos auch im Nachhinein noch zu schauen. Gerade für Berufstätige ist das sicher ein Vorteil.

Was ich nicht so gut finde ist, dass die Tutoren auf Fragen in Teams nicht antworten. Sie verteilten in diesem Modul Herzen für richtige Antworten, allerdings ist nicht jede Antwort immer eindeutig formuliert, weshalb man hier immer drauf achten sollte, nur ja oder nein Fragen zu formulieren. Zudem kann es passieren, dass die Fragen anderer einen Verwirren können. Mir ist es schon passiert, dass ich mir bei der Interpretation einer Aufgabe ziemlich sicher war und diese eine andere Person komplett anders interpretiert hat. Nimmt man sich dann die Zeit um sich in alles noch einmal einzulesen, kann dies sicher mehr Zeit kosten, als man gebraucht hätte, wenn man die Aufgabe alleine bearbeitet hätte. Vor allem wenn man von Anfang an richtig lag. Wobei hier natürlich auch die Chance besteht, dass man selbst falsch lag und etwas neues Lernen kann. Da sollte man abwägen, wie sicher man sich mit den Fragen fühlt und wie sehr man dem eigenen Urteilsvermögen traut.

Die Tutorien an sich sind zum Teil ganz interessant. Ich finde es gut, dass sich die Tutorin Zeit nimmt die Aufgaben noch einmal zu erklären. Sie ist dabei freundlich und geduldig. Was mich dabei eher genervt hat sind die sich zum Teil ständig wiederholenden Fragen der anderen. Teilweise kam eine Frage mehrfach auf, was einfach Zeit kostet. Leider kann man die Fragen der anderen in Teams nicht sehen, weshalb man auch nicht weiß, welche Fragen schon gestellt wurden. Das finde ich schlecht geregelt. Die Tutorin brauch auch jedes Mal Zeit sich durch alle Fragen durchzulesen und wenn mehrmals dieselben Fragen aufkommen, brauch sie sehr viel Zeit um sich durch alle durchzulesen.

Zum Teil kommt es auch vor, dass ziemlich spezifische Fragen gestellt werden, die Probleme betreffen, die man selbst nicht hat. Das waren beim letzten Tutorium ungefähr 30 Minuten, die gefüllt waren mit Fragen zu sehr konkreten Einzelfällen, die nicht die Mehrheit betreffen. Das könnte man als Zeitverschwendung ansehen.

Wären alle aktiv bei allen Sprints dabei, hätten sich das Skript und die Aufgaben vorher durchgelesen und zu mal die Fragen bei Teams angeschaut, wären einige Fragen im Tutorium auch vermeidbar gewesen. Solche Fragen empfand ich persönlich als etwas nervig. Leider füllen solche Fragen aber auch 15-20 Minuten des Tutoriums.

Allerdings sind manche Inhalte, die besprochen werden, aber auch ziemlich nützlich. Es gibt doch auch einige kluge Fragen, auf die man selbst vielleicht nicht gekommen wäre. Ungefähr 30 Minuten der Zeit sind doch ganz sinnvoll. Ob sich das für einen selbst lohnt, kann jeder für sich entscheiden.

Persönlich finde ich, ist der Sprint eine positive Abwechslung. Ich würde aber definitiv nicht dauerhaft Sprints belegen. Diese Option biete sich mir jedoch sowieso nicht. Das ist der einzige Sprint, der momentan für meine gebuchten Module zur Verfügung steht.

Ich finde es gut, diese Erfahrung mal gemacht zu haben. Mich persönlich hat es auch motiviert und unterstützt, um mit dem Workbook voranzukommen. Ich mache neben bei jedoch auch noch ein weiteres Modul, da 10 Stunden pro Woche fürs Studium für mich etwas wenig sind.

Bearbeitet von Schwarzweis

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1 Kommentar


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Interessante Einblicke in den Ablauf eines Sprints, vielen Dank. 

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