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Frustration


Luna-Sophie

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Hallo Leute,

 

die erste Hausarbeit zu schreiben, ist für jeden erstmal hart. Genau das bekomme ich jetzt auch zu spüren und so wie es aussieht, werde ich mich von der Hausarbeit in Allgemeine Psychologie II abmelden.

 

Was genau ist mein Problem?

 

1.

Zunächst habe ich große Probleme bei der konkreten Themenfindung. Entweder meine Fragestellung erscheint mir viel zu komplex, so dass sich diese ganz bestimmt nicht mal eben auf 6-8 Seiten beantworten lassen wird. Dann hatte ich schon mehrfach den Eindruck, es existiert keine oder keine vernünftige Literatur/Studien zu meinem Thema. Und zu guter Letzt kam es auch schon ein paar Mal vor, dass sich meine Fragestellung viel zu weit weg von dem Fachbereich Psychologie entfernt. Nach einigem Hin und Her habe ich mir nun eine Fragestellung überlegt, die mir "ok" erscheint und gestern die Modulfachberatung angeschrieben, um mir das Ok geben zu lassen. Man ist zwar nicht dazu verpflichtet, das Thema vorher mit der HFH abzusprechen, aber ich will lieber auf Nummer Sicher gehen. Eine Rückmeldung habe ich noch nicht erhalten.

 

2.

Des Weiteren habe ich immer noch nicht das Gefühl, richtig verstanden zu haben, wie man eine Hausarbeit schreibt. Zwar habe ich hier zwei Bücher, die einem bei der Erstellung von Hausarbeiten helfen sollen, und natürlich liegen mir hier auch die Skripte der HFH zum Thema "wissenschaftliches Arbeiten" vor, aber dennoch bin ich total verunsichert. Ich möchte nichts falsch machen, stelle mir auch ständig Fragen, die in den Büchern oder in den Skripten gar nicht beantwortet werden, so dass ich in den nächsten Wochen bestimmt einige Male mit der HFH Rücksprache halten werde. Den Aufbau einer Hausarbeit habe ich natürlich verstanden, habe auch schon einige fremde Hausarbeiten gelesen. Vielmehr stelle ich mir die Frage, worin genau meine Eigenleistung bei der Erstellung einer Hausarbeit liegt (denn es darf ja kein ausschließliches Zusammenfassen bereits bekannter Ergebnisse sein - so kommt es mir aber bei fremden HA's oft vor!), inwiefern ich eigene Vermutungen aufstellen darf, woher ich weiß was der aktuelle Forschungsstand ist, wie viel ich spekulieren darf wenn bestimmte Dinge noch gar nicht oder kaum untersucht wurden etc etc etc

 

3.

Ich bearbeite zurzeit noch zwei andere Module und vor dem Hintergrund, den ich eben geschildert habe, wird mir das mit der Hausarbeit einfach zu viel.

 

Wie will ich die Situation lösen?

 

Ganz klar: Von der Hausarbeit abmelden, weil mich die Frist im Nacken total verrückt macht. Ich werde die HA natürlich trotzdem schreiben, aber halt ohne den krassen Druck, den ich zurzeit aufgrund der oben genannten Umstände habe. Somit würde ich die HA einfach etwas später einreichen. Blöd ist natürlich, dass ich die Benotung dann erst viel später erhalte, denn der nächste Abgabetermin ist erst Ende Januar (!). Aber das scheint mir immer noch die akzeptablere Lösung zu sein.

 

_____________________________

 

Was geht sonst so bei mir?

 

Aktuell sitze ich noch an der Ausarbeitung für Pädagogische Psychologie. Mein Ziel ist es, bis Ende der Woche damit fertig zu werden, so dass ich ab nächster Woche mit dem Modul Psychologische Diagnostik I beginnen kann (denn das MUSS ich auch, wenn ich bis zum Klausurtermin am 11.09. gut vorbereitet sein will!).

 

 

Luna-Sophie

Bearbeitet von Luna-Sophie

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12 Kommentare


Empfohlene Kommentare

@developer

 

Danke für deinen ausführlichen Kommentar :)

Also: Es gibt an der HFH bestimmte Sprechstunden für konkrete Themenabsprachen mit dem Tutor, allerdings fanden die erst vor Kurzem statt und leider habe ich erst danach davon erfahren. So bleibt mir jetzt erstmal nur die Möglichkeit, mir zumindest das Ok für mein Thema geben zu lassen. Sobald mir die Bestätigung vorliegt, mache ich mir Gedanken zur Gliederung. An der HFH gibt es zum Glück eine sogenannte "Schreibberatung",  die man 2 x pro Hausarbeit beanspruchen kann. An diese kann man ein paar bereits geschriebene Seiten der HA schicken und bekommt dann ein (je nachdem wie viel Glück man hat) mehr oder weniger ausführliches/hilfreiches Feedback.

 

vor 4 Stunden hat developer geschrieben:

Insofern macht es Sinn, die Fragestellung weiter einzugrenzen. Das könntest du thematisch tun (Bsp.: "Warum fahren Menschen große Autos" -> "Warum kaufen Menschen SUVs" -> "Warum kaufen Menschen in Deutschland SUVs" -> "Die Entwicklung des SUV-Absatzes in Deutschland in den Jahren 2010-2020"), oder du splittest deine Fragestellung in verschiedene Unterfragen auf und pickst dir dann davon eine raus.

Ja, so bin ich dann letztendlich auch vorgegangen :) Bin mal gespannt, ob mein Thema "genehmigt" wird.

 

vor 4 Stunden hat developer geschrieben:

Gibt es dazu keinen Leitfaden, kein Handbuch oder irgendwelche Vorgaben?

Das gibt es schon, in gewisser Weise, aber nicht wirklich konkret bzw. zufriedenstellend. Ich gehe auch stark davon aus, dass ich mir wahrscheinlich viel zu viele Gedanken mache und am Ende alles nur halb so wild ist :D

 

Bearbeitet von Luna-Sophie
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Alanna

Geschrieben (bearbeitet)

Zitat

Vielmehr stelle ich mir die Frage, worin genau meine Eigenleistung bei der Erstellung einer Hausarbeit liegt...

 

Abgesehen von der obigen Erklärung zum Thema "Eigenleistung" gibt es in dem mir bekannten Standardaufbau für Hausarbeiten auch noch den Punkt "Diskussion". Hier darfst du tatsächlich mutmaßen bzw. die bisherigen Ergebnisse hinterfragen, Forschungslücken aufzeigen und auch deine eigene Vorgehensweise kritisch begutachten. Ist bei Hausarbeiten mein liebstes Kapitel, weil ich endlich mal relativ frei schreiben kann, ohne für jeden Satz eine Quellenangabe angeben zu müssen.

Bearbeitet von Alanna
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Morgen,

 

Insuffizienzgefühle bezüglich schriftlicher Arbeiten hatte ich bis zum Schluss in die Masterarbeit hinein, und die lief bei mir genau so wie von dir oben beschrieben. Ich habe es dann geschafft, mich so zu verwirren, dass mir nicht mehr klar war, wie der Aufbau sein soll und die Frage zur Eigenleistung hab' ich mir auch gestellt ("Ich paraphrasier hier nur, was andere schon festgestellt haben"). 

Meiner Meinung nach lag es stark an dem von @developer erwähnten:
 

Zitat

Meine Erfahrung mit schriftlichen Arbeiten, inkl. Thesis, ist allerdings auch, dass sich der Knoten löst, sobald man die Frage präzisiert und die Gliederung grob vor sich hat. 


Meine Fragestellung war z.B. sehr unpräzise, als ich den Theorieteil schon geschrieben hatte, die Hypothesen standen noch nicht oder waren wirklich nicht wasserdicht. Dadurch war noch alles zu offen für Einflüsse. Las ich in einer Studie was Neues, hatte ich sofort das Gefühl, die ganze Arbeit umwerfen zu müssen. 

Eine Plangliederung, auch wenn sie nur ganz grob ist, bringt da sehr viel mehr Licht ins Dunkle. Je ausführlicher sie ausgearbeitet wird, desto mehr Sicherheit hat man natürlich, aber auch ein grobes Skelett ist schon hilfreich. 

 

Zitat

Vielmehr stelle ich mir die Frage, worin genau meine Eigenleistung bei der Erstellung einer Hausarbeit liegt (denn es darf ja kein ausschließliches Zusammenfassen bereits bekannter Ergebnisse sein - so kommt es mir aber bei fremden HA's oft vor!), inwiefern ich eigene Vermutungen aufstellen darf, woher ich weiß was der aktuelle Forschungsstand ist, wie viel ich spekulieren darf wenn bestimmte Dinge noch gar nicht oder kaum untersucht wurden etc etc etc


Du kannst es ja so sehen: 
Du hast ja eine Fragestellung erhalten, zu der aktuell noch Klärungsbedarf besteht. Vermutlich hat sich noch keiner vor dir mit genau dieser Frage befasst. Es besteht noch Bedarf an Quellen, die die Hypothese stützen (oder entkräften, je nachdem) und dein Tutor freut sich darauf, zu sehen, was du recherchiert hast. Die Eigenleistung kommt, wie viele erwähnt haben, im Diskussionsteil. Da darfst du richtig loslegen. 

Also nicht entmutigen lassen! 
Ich glaube, dir könnte etwas Pause von der Arbeit ganz gut tun, je nach Zeitrahmen.  Das ist manchmal unheimlich heilsam!
Etwas Kraft sammeln und dann mal mit einer Gliederung ausprobieren. Toi Toi Toi :-)  

LG
 

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@psycCGN@Alanna@Vica

 

Auch an euch vielen Dank für den Input, er hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt. Ihr habt absolut Recht mit dem was ihr schreibt. Und anscheinend stelle ich wirklich Ansprüche an mich selbst, die in diesem Ausmaß gar nicht erwartet werden^^

Das wird schon alles irgendwie klappen 👍

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Auch wenn es Dir nicht hilft (aber vielleicht ist es ein kleiner Trost): so wie Dir geht es vielen Studierenden an der HFH. Der Nachteil, wenn man so früh im Studium Hausarbeiten als Studienleistung bringen muss, ist dass man sich noch kaum zurecht gefunden hat in der „akademischen Welt“.  Das meint die Ausdrucksweise, das wissenschaftliche Arbeiten an sich, aber auch Kontakte knüpfen zu Modulverantwortlichen bzw. betreuende Personen für die HAs oder Literaturbeschaffung bzw Recherche.

Der kaum zu überbietende Vorteil ist aber, dass Du bis zur Bachelorarbeit jede Menge Übung hast und viele Fehler schon gemacht hast. 😉

Bei der ersten Hausarbeit erwartet die HFH kein Meisterwerk. Es geht tatsächlich auch darum, die Kompetenz wissenschaftliches Schreiben zu bekommen.

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Und zur ersten HFH Hausarbeit (bitte Verzeih es mir) empfehle ich @Silberpfeils Blogbeiträge zu ihrer ersten Hausarbeit. :rolleyes:

 

Am Ende kommt man da irgendwann rein. Später schaust du darauf zurück und siehst die Entwicklung, die du gemacht hast.

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Am 19.7.2021 um 13:43 hat Silberpfeil geschrieben:

Der kaum zu überbietende Vorteil ist aber, dass Du bis zur Bachelorarbeit jede Menge Übung hast und viele Fehler schon gemacht hast.

Das sehe ich auch so, genau das war auch einer der Hauptgründe, dass ich mich für die HFH entschieden habe. Je mehr Übung ich bis zur BA habe, desto besser ;)

 

Deinen verlinkten Blogeintrag habe ich mir gerade durchgelesen. Lustig, der hätte ja fast von mir stammen können 😂

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vor 39 Minuten hat Luna-Sophie geschrieben:

 

 

Deinen verlinkten Blogeintrag habe ich mir gerade durchgelesen. Lustig, der hätte ja fast von mir stammen können 😂

Du bist damit wirklich nicht allein wir alle waren mal da. Zu dem Blogbeitrag gibt es sogar noch PN Nachrichten und wenn ich das am Ende mit den Thesisbeiträgen vergleiche, glaube uns du wirst mit der Herausforderung wachsen. Es wird zu 99% weniger erwartet, als du aktuell von dir selber erwartest.

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In Psychologie gab es an der FU Hagen nur eine Hausarbeit - und das war eine Studie mit Ergebnissen. Dazu noch Literatur zu finden, war nicht das Problem.

 

Jetzt sitze ich an einer HA in praktischer Philosophie, zu der es zum Glück bei meinem Betreuer schon ein sehr konkretes Thema gab, welches ich nicht näher eingrenzen musste.

 

15 Seiten ± zwei Seiten sind gefordert, das Exposé wurde vom Betreuer angenommen und heute kam vom Prüfungsamt das Schreiben mit der Frist (bis zum 3.9. einreichen). 

 

Auch wenn Philosophie anders als Psychologie ist, bin ich dankbar für eine HA in Hinblick auf die Bachelorarbeit in Psychologie (Einreichung bis Dezember).

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