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Die UX der Experience Psychology


DerLenny

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Ich mag diesen Kurs. Ich mag das Skript.

 

Und das sorgt bei mir für Verwirrung. Oberflächlich betrachtet gibt es hier fast alle Punkte, die mich beim Kurs "Positive Psychologie" im Dreieck haben springen lassen. Die Quellenangaben sind meist Bücher ohne Seitenangaben. Quellen sind nicht aktuell. Es gibt inhaltliche Fehler. Das Skript widerspricht sich teilweise im gleichen Absatz.

 

Und trotzdem mag ich den Kurs und finde das Skript "gut, von den Issues abgsehen."

 

Der primäre Unterschied zum Kurs "Positove Psychologie" ist der Aufbau. Der Lektionen sind in einer passenden Reihenfolge und jede Lektion hat einen gut nachvollziehbaren roten Faden.

 

Macht das den ganzen Unterschied aus?

 

Es gibt ein paar Abschnitte, die ich persönlich interessant finde, aber meiner Meinung wenig Nutzen für die eigentlichen Adressaten des Kruses (aus dem Studiengang UX Design) haben. Der Aufbau einer Nervenzelle ist selbst in der rudimentären Darstellung, wie sie sich hier im Skript findet für einen UX Designer wenig hilfreich. Dazu finden sich in den biologisch/ neuronalen Grundlagen auch die meisten der inhaltlichen Fehler die mir aufgefallen sind

 

Was aber wohl auch nicht so wild ist, eben weil sie in einem Bereich liegen, der nicht relevant ist?

Auch hier die Frage, warum finde ich es gar nicht so wild, dass "nicht wirklich relevante" Informationen drin sin, da auch noch ein paar Fehler drin sind, dafür an anderer Stelle für den Kurs relevante Teile fehlen oder auf alte Modelle verwiesen wird?

 

Kein Plan. Ich mag den Kurs, und verstehe aktuell noch nicht, warum dies so ist.

 

Zu den fachlichen Fehlern: Kommunikation mit der Tutorin läuft gut, zwei der drei Schnitzer sind bereits gefixed.

Bei einem dritten bin ich noch am Überzeugen.

 

Hier ist es aber auch etwas problematischer, weil der Fehler halt in der verwendeten Sekundärliteratur enthalten ist.

Ich habe hier mal den Springer Verlag angeschrieben. Springer braucht hier meist ein bisschen. Naja, zumindest im Vergleich zum Beltz Verlag, denen ich auch Fehler gemeldet habe.

 

Aber der Punkt ist - das Skript macht "Spaß" - es ist interessant und gut geschrieben.

Evtl. liegt es daran, dass - um das Skript zu paraphrasieren-  der Benutzer kleine Fehler verzeiht, wenn die Oberfläche angenehm ist.

 

Da werde ich glaube ich noch ein bisschen drüber hirnen müssen, was meine komplett unterschiedliche Reaktion in diesem Kurs verursacht. 

Bearbeitet von DerLenny

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6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Vica

Geschrieben (bearbeitet)

Wie fallen dir diese exorbitanten Fehler in offensichtlich allen Kursen denn überhaupt auf? Inhaltlich sollte der Kurs ja eigentlich Neuland sein. Checkst du dann wirklich die Primärquellen ab, um zu sehen, ob das Script die Wahrheit sagt? 

 

Oder geht's hier um Rechtschreibung?

 

Nur aus Neugierde, weil ich noch nie gelesen habe, dass Leute Module/Kurse nach Fehleranzahl bewerten, bzw. sogar ihre Dozenten überzeugen müssen, dass diese vorhanden sind. 🙃LG

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Muddlehead

Geschrieben (bearbeitet)

vor 15 Minuten schrieb Alanna:

... und ich frage mich, wann die IU endlich auf die Idee kommt, dir 'nen Job als QM/Compliance Manager anzubieten... 😎

... und ich frage mich wann sie planen überhaupt mal QM zu betreiben. Rückblickend müssten die Vorbereitungen dazu mindestens seit 2017 oder früher laufen. Da war es schon ein heisses Thema. Da kommt eine echte Qualitätsoffensive auf uns zu! Ick freu mir.

Bearbeitet von Muddlehead
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vor 21 Minuten schrieb Vica:

Wie fallen dir diese exorbitanten Fehler in offensichtlich allen Kursen denn überhaupt auf?

 

Hm... da gibt es mehrere Varianten.

  • Widersprüche zu anderen Skripten
  • Widersprüche zu Infos aus anderen Quellen
  • Aussagen, bei denen mir der Text im Skript nicht ausreicht
  • Aussagen im Skript, die nicht miteinander vereinbar sind.

In dem Skript waren die offensichtlichen Sachen halt offensichtlich. Laut Skript waren zum Beispiel Hormone keine Botenstoffe, die Amygdala wurde dem Frontallappen statt dem Temporallappen zugeordnet und  das Gedächtnismodell ist die Position von KZG und LZG im Ablauf vertauscht.

 

Im Text werden Stimmungen als Emotionen und als von Emotionen unterschiedlich bezeichnet (wahrscheinlich ist hier nur ein Wort unter dem Tisch gefallen). In zwei aufeinanderfolgenden Grafiken werden unterschiedliche Dinge zum gleichen Prozess gesagt. 

 

So Zeug halt.

 

Ich versuche halt immer den Stoff zu verstehen, anstatt es auswendig zu lernen. Und wenn ich die Infos nicht in kohärentes Modell bekomme, schaue ich halt in anderen Quellen nach oder frage beim Tutor nach.

Wenn ich mir dann die Quelle ansehen will, die ich aufgrund der fehlenden Seitenangabe für ein kurzes Paper gehalten habe, und feststelle, dass es sich um einen Sammelband beträchtlichen Umfangs handelt, dann ist das ärgerlich. Und sensibilisiert für die restlichen Quellenangaben im Skript.

 

Zu manchen Themenbereichen hatte ich auch schon für andere Hausarbeiten recherchiert, etc.

Und dann fällt eben auf, wenn die zitierte Quelle ein paar Jahrzehnte älter ist, als die, die man sich für die HA rausgesucht hat.

 

Übrigens: die ganze Zeit beim Auflisten der Punkte hier, wollte ich jeden einzelnen Fehler im Skript verteidigen :)

Ich würde echt gern rausfinden, warum mich das Skript hier auf einer komplett anderen Ebene anspricht.

 

vor 37 Minuten schrieb Vica:

inhaltlich sollte der Kurs ja eigentlich Neuland sein.

 

Naja, für mich war hier sehr wenig neues drin.

Zum einen ist es ein Wahlpflichtfach. Der Kurs kommt aus einem anderen Studiengang, daher werden hier Psychologie Grundlagen angegeben, die mir halt schon aus anderen Kursen bekannt sind.

 

Dann ist UX en Thema, das zwischen Medieninformatik und Psychologie liegt. Und da ich ja Medieninformatik und Kommunikationspsychologie studiere habe ich da glaub einen anderen Blick drauf. Mein erster Job war auch in dem Bereich. Ist schon ewig her, aber ich habe eigentlich immer versucht mich da auf dem laufenden zuhalten und über die Zeit auch eine recht große Anzahl an Büchern und Artikeln zum Thema gelesen. Da hat mein Alter mal ein paar Vorteile :)

 

Ich wollte eh mal bei der iu nachfragen, ob ich meine Spezialisierung noch ändern kann - weder HCT noch UX haben jetzt für mich einen großen Mehrwert gehabt. Es sind halt Einführungskurse - und ich hatte mir im 6ten Semester irgendwie mehr Tiefe erhofft. 

 

Andererseits ist es halt schon die Spezialisierung, die "zu mir passt." bin da etwas zwiegespalten.

 

 

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vor 26 Minuten schrieb Muddlehead:

... und ich frage mich wann sie planen überhaupt mal QM zu betreiben.

 

Da ist einiges am Laufen. Der ganze Prozess läuft inzwischen schon deutlich besser.

 

Du hast hier natürlich immer das Problem, dass du dafür Ressourcen brauchst. Und bei der Wahl zwischen "Mehr Studierenden" und "höhere Skriptqualität" ist aus wirtschaftlicher Sicht natürlich "mehr Studierende" überzeugender.

 

Was allerdings dazu führt, dass es mehr Kurse gibt, die Personenanzahl im QM aber wahrscheinlich nicht im gleichen Umfang steigt. 

 

Ich habe keine Zahlen, würde aber mal tippen, dass das Marketingbudget über dem für die Qualitätssicherung steht. 

Und das Konzept scheint ja auch aufzugehen, wenn man sich die Studierendenzahlen ansieht.

 

Da wird es dann, so rein ökonomisch gesehen, schwer zu argumentieren. 

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