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Urlaub - zweiter Versuch


Nadja_studiert_Informatik

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Es kam alles anders als geplant. Was noch nach Plan lief, war die Küche zu putzen (hat nicht lange gehalten) und einkaufen zu gehen. Und dann wurde der Hund krank...

 

Mein Hund ist 16,5 Jahre alt und hat schon so Einiges an chronischen Wehwehchen. Jetzt plötzlich ging es ihm ganz furchtbar (Anämie, Herzrhythmusstörungen und Ohnmacht, Pakreatitis). Natürlich war meine Chefin (Tierärztin) in urlaub gefahren, als es losging. Also bin ich ein paar Mal hier in eine Klinik gefahren, außerdem jeden Tag in unsere Tierarztpraxis (, die im Momentgeschlossen ist), um dem Hund Blut abzunehmen, es dort zu untersuchen, dann mit der Chefin zu telefonieren und nach ihrem Rat Medikamente mitzunehmen. Zuhause wurde er dann mit Infusion versorgt, alle zwei Stunden mit Gekochtem gefüttert und Medikamente verabreicht. Jeden Tag ist er in den ersten 1,5 Wochen mehrmals ohnmächtig geworden. Ich dachte ein paar Mal, er würde sterben.

 

Ich konnte also kaum einen Gedanken für das Studium aufbringen, habe kaum geschlafen und insgesamt war es einfach nur furchtbar.

 

Der Besuch von meinem Vater und meinem Bruder verlief anders als geplant (keine Ausflüge, kein Essen gehen, ich habe ständig geweint und alles drehte sich um den Hund), aber ich war dennoch froh, dass sie da waren. Sie haben uns sehr unterstützt, indem sie einkaufen waren und gekocht haben. So konnten wir ein paar schöne Stunden miteinander verbringen.

 

Seit ca. 1 Woche geht es dem Hund viiiel besser. Er hat die Pankreatitis überwunden, ist gut mit (weiteren) Herzmedikamenten eingestellt und seine Anämie bleibt konstant. Somit haben sich meine Sorgen und der Versorgungsaufwand verringert und ich habe seit ein paar Tagen wieder Kopf für eine Menge Dinge. Diese und nächste Woche ist erneut unsere Praxis geschlossen und ich versuche es ein weiteres Mal mit Urlaub.

 

Allerdings habe ich auch viel nachzuholen. Heute habe ich das Workbook in Digital Skills abgegeben. Ich muss nochmal betonen, dass das neue Modul sehr gelungen ist! Wegen der aktuellen Diskussion hier im Forum habe ich diesmal in meinem Workbook sehr auf das Gendern geachtet. Ich wollte mal experimentieren und gucken was das mit mir macht. Ich habe mich für zwei Aufgaben nur in femininier Form, zwei Aufgaben nur in männlicher und einer jeweils mit einer männlichen und einer weiblichen Beispiel-Figur und ansonsten komplett neutraler Form entschieden. So ein Workbook bietet sich ja gut dafür an, mal auszuprobieren, um später einheitlich in einer passenden Form zu schreiben. Daher habe ich auch nochmal geguckt, ob die IU etwas vorgibt. Tut sie nicht. Interessant finde ich aber diese (etwas chaotische oder Varianten aufzeigende?) Formulierung im Prüfungsleitfaden für das Workbook:

Zitat

Prüfe dann, ob Du Theorie/n, Modell/e oder Sachverhalt/e genau verstanden hast, indem Du diese/n zum Beispiel einem Kommilitonen/einer Kommilitonin, guten Freund:in oder Familienmitglied zu erklären versuchst.

Die Java-Klausuren habe ich beide auf nächste Woche verschoben, da mir die Vorbereitungszeit jetzt nicht mehr gereicht hätte. Dadurch ist es kein perfekter Urlaub jetzt und ich beende das Modul im dritten anstatt im zweiten Semester, aber insgesamt ist alles entspannter. Ich bin wirklich sehr froh, dass man an der IU so flexibel planen und beispielsweise Klausuren verschieben kann. Hauptsächlich dafür habe ich das Studium an der IU gewählt und das hat sich bereits als richtig erwiesen.

 

Ich habe wenig mit meinem Vater über Inhaltliches gesprochen, als er da war. Eher hat er meine Bücher gelesen, während ich den Hund versorgt habe. Aber ein wenig haben wir schon über Informatik-Themen und auch seine Arbeit gesprochen. Interessant fand ich auch ein Gespräch über den Notenschnitt seiner Studenten. Ich hatte ihn gefragt wie der so ist. Er sagte, extrem unterschiedlich. Er meinte, es macht bei ihm mindestens eine ganze Note Unterschied zwischen den Vollzeitstudenten und den Teilzeitstudenten, die nebenher arbeiten und außerdem zwischen einem Jahrgang mit guter Zusammenarbeit zwischen den Kommilitonen und einer eher schlechten Zusammenarbeit. Er hat erzählt, dass sich die Teilzeitstudenten stark ganz am Anfang reduzieren, von den Bleibenden die Noten dann aber immer wesentlich besser wären als von den Vollzeitstudenten, von denen eher mehr im späteren Verlauf des Studium abbrechen. Bei ihm an der Schule gibt es allerdings keine Fernstudiengänge. Es wäre ja schon mal interessant zu wissen wie das da so verteilt ist. Seine Erzählungen zeigen aber auch wie wichtig es in einem Fernstudium ist, viel Austausch zwischen den Studenten zu ermöglichen.

 

Ich hoffe, die nächsten zwei Wochen verlaufen entspannt und erfolgreich. Eigentlich wollte ich auch in den letzten Wochen schon politisch bei uns vor Ort beim Wahlkampf beteiligt sein. Zumindest ein bisschen Haustürwahlkampf würde ich die Tage schon noch gerne mit Anderen aus unserer Partei machen, falls der Zustand meines Hundes das erlaubt.

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1 Kommentar


Empfohlene Kommentare

denke mal das der Notendurchschnitt gar nicht so wichtig ist...die Uni Kassel gibt regelmäßig den Abschluss-durchschnitt für Informatik raus...da ist der Schnitt bei 1,8 mit 2,0 als häufigste Note.

 

Einer meiner Freunde hat damals sein Diplom als Soziologe mit 1,9 bestanden und war damit einer der schlechteren...der Durchschnitt lag bei 1,4 oder so...

Bearbeitet von Davy42
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