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Nach der Pflicht die Kür

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Exkurse - ja oder nein?


paulaken

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Beruflich tut sich gerade sehr viel. Die Mutter meines Arbeitgebers wurde ausgetauscht. Es gibt den Flurfunk, der besagt, dass wir in der neuen Mutter aufgehen werden. Ganz haltlos sind diese Gerüchte nicht, auch wenn sie noch nicht offiziell bestätigt sind. Es gibt zu viele Anzeichen, die dafür sprechen.

Und hierin begründet sich meine Angst, dass ich beruflich auf einem Abstellgleis landen könnte. Durch die Probleme in der Schwangerschaft und den anschließenden Mutterschutz plus Urlaub war ich fast ein Jahr nicht da. Aktuell arbeite ich zwar wieder, aber mit 25% nicht wirklich viel. Die geringe Stundenzahl ist auch der Grund, warum ich nicht auf meine alte Stelle zurück konnte, sondern aktuell nur "niedere Hilfstätigkeiten" ausführe. Für mich ist die aktuelle Einteilung verständlich und da sie nur begrenzt sein soll, auch akzeptabel. In einigen Monaten werde ich wieder mehr als 50% arbeiten. Aber auch dann ist ein adäquater Einsatz eher schwierig.

Dies ist der Ausgangspunkt für meine Überlegungen. Eigentlich bin ich mit dem Studium und den nachzuholenden Modulen mehr als ausgelastet. Andererseits wäre die ein oder andere Zertifizierung um mich beruflich abzusichern nicht ungünstig. Ich bin beispielsweise zertifizierter Scrum-Master der scrumallianz. Das Zertifikat ist aber abgelaufen. Wenn ich nun eine Zertifizierung über scrum.org machen würde, wäre es günstig und schnell leistbar. Das Zertifikat ist dann auch lebenslang gültig. Agilität und Scrum sind in der neuen Mutter sehr große Themen. Parallel wäre vielleicht auch ein Kurs in agiles Coaching gut (Spiegel Akademie). Das kostet aber gleich deutlich mehr und ist deutlich aufwendiger. Wie anerkannt das Zertifikat ist, lässt sich für mich aktuell auch nur schwer einschätzen. 

Finanziell muss ich aktuell auch sehr genau hinschauen, Elterngeld und das geringe Einkommen sind nicht wirklich viel. 

 

Und da stehe ich nun: Priorität auf das Studium oder Priorität auf die möglicherweise, eventuell notwendige und vielleicht erfolgreiche Absicherung meines eigentlichen Jobs?

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8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Schaden tun die Zertifizierungen zum SCRUM-Master und Product Owner sicherlich nicht. Ich habe jedoch den Eindruck nach meinen Zertifizierungen in diesem Bereich gewonnen, dass der entscheidende Aspekt nicht ein (erneuertes, abgelaufenes oder gerade erstmalig erworbenes) Zertifikat ist, sondern vielmehr relevante Berufserfahrung in der jeweiligen Rolle. Das Zertifikat, habe ich den Eindruck, ist eher nur ein Sahnehäubchen.

Ich kenne Deine Firma nicht und wie wichtig dort Zertifizierungen sind, aber im Zweifelsfalle klingt es für mich nicht so, als würde sich Dein finanzieller und zeitlicher Einsatz dafür lohnen.

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Das Problem sehe ich hauptsächlich bei der neuen Einstufung wenn mein Arbeitgeber wirklich wechseln sollte (Integration in die Muttergesellschaft). Durch meine Arbeit als Betriebsrat habe ich Einblicke, wie es mit anderen integrierten Unternehmen läuft. Dort wird einmal auf die aktuelle Stelle geschaut und die in ein Stufensystem eingruppiert. Da bin ich deutlich niedriger aktuell als ich vor der Schwangerschaft war. Der zweite Schritt ist die Eingruppierung anhand von Abschlüssen und nachweisbaren Erfahrungen. Anhand meiner aktuellen Rolle bin ich, beispielsweise Gruppe 3, knapp über einer ungelernten Hilfskraft. Aufgrund meiner Erfahrungen und Abschlüsse wäre es Stufe 6. Vor der Schwangerschaft war ich in beiden Bereichen Stufe 6. 

Meine Befürchtung ist, dass ich dann auf Stufe 4 lande und da so schnell nicht mehr raus komme. Eigentlich will ich die 6, weil ich nicht einsehe, dass meine reduzierte Stundenzahl und der nicht mögliche adäquate Einsatz sich negativ auswirkt. Sinken darf mein aktuelles Gehalt zwar nicht, aber die Einstufung spielt bei Bonuszahlungen und Aufstiegsmöglichkeiten eine große Rolle.

(Die Stufen und Zahlen sind absolut willkürlich gewählt um zu anonymisieren)

 

Praktische Erfahrungen als Scrum-Master habe ich, habe bis zur Schwangerschaft Scrum-Teams beraten und selbst Schulungen zu Scrum gehalten. Mir fehlt eben nur das aktuelle Zertifikat. 

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich würde auf alle Fälle die Erneuerung des Zertifikats vorrangig angehen. Da stehen Aufwand und Nutzen in einem guten Verhältnis in der augenblicklichen Situation.

 

Alles andere sind Bonbons. Die sind lecker, man braucht sie allerdings nicht wirklich im täglichen Leben.

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Zitat

Die Mutter meines Arbeitgebers wurde ausgetauscht.

 

Mein allererster Gedanke: Äh, wie geht das denn? (Familie hat man...) 🙃

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Ja, wenn die Firma dermaßen auf die Abschlüsse achtet bei der Eingruppierung, dann ist die Re-Zertifizierung ein naheliegender Weg.

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vor 8 Minuten schrieb Alanna:

 

Mein allererster Gedanke: Äh, wie geht das denn? (Familie hat man...) 🙃

Im Gesellschaftsrecht kann man auch unliebsame (Schwieger)mütter loswerden :D

 

Korrekt formuliert sollte es heißen: Die Konzernmutter meines aktuelles Arbeitgebers, eine Konzerntochter, wurde ausgetauscht. (Juristen mögen mich korrigieren)

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Schon interessant, wie so manches Unternehmen tickt. Wir haben hier in der Region gerade eine Situation, bei der du wahrscheinlich sogar in der Krabbelgruppe durch Smalltalk einen gut bezahlten Job finden würdest mit deiner Qualifikation. Ob da ein Zertifikat abgelaufen oder je ausgestellt wurde, interessiert da keinen.

 

Anyway: Es klingt nur logisch, sich in deiner Situation darauf zu konzentrieren, da schließe ich mich an.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Zitat

Parallel wäre vielleicht auch ein Kurs in agiles Coaching gut (Spiegel Akademie). Das kostet aber gleich deutlich mehr und ist deutlich aufwendiger. Wie anerkannt das Zertifikat ist, lässt sich für mich aktuell auch nur schwer einschätzen. 

 

Die Kurse der SPIEGEL Akademie werden zusammen mit der SRH Fernhochschule angeboten:

https://www.mobile-university.de/zertifikate/spiegel-akademie/agiles-coaching/

 

Du bekommst also zumindest ein Hochschulzertifikat.

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