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Alle lieben den Bären!


DerLenny

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Angenommen das Dach ist undicht. Also stellt man Eimer auf. Allerdings sind die hässlich und man wirft die manchmal um. Die logische Lösung: festverankerte Eimer mit einer bunten Bemalung. Da dies aber immer noch zu Fragen nach dem Dach führt, engagiert man einen tanzenden Bären. Der lenkt gut ab, und alle mögen den Bären. Wenn jetzt jemand auf das Dach hinweist, kann man mit "also, ich mag die Farben der Eimer" und der Bär ist so cool!" Kommentaren rechnen. Es stehen ja auch nicht überall Eimer.

 

Und natürlich wird auch konstant an einer Verbesserung gearbeitet. So erkennen die Eimer dann bald ihren Füllstand und liefern den elektronisch an ein Dashboard weiter. Super praktisch!

 

Vor allem, da man die festverankerten Eimer ja nur schwer entleeren kann...

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Magst Du dieses Bild mal ins "echte Leben" übersetzten? Vermutlich geht es ja um die IU und den Umgang mit Fehlern. Aber wer oder was ist der tanzende Bär und was ist mit dem Eimerkonzept gemeint?

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vor 14 Minuten schrieb Markus Jung:

Magst Du dieses Bild mal ins "echte Leben" übersetzten?

 

Das Schöne bei Analogien ist ja, dass es zu allem möglichen passt. Das kannst du auf Makro-, Meso- und Mikroebene anwenden.

 

Und es passt (zwar auch) auf die iu, ist aber auch in anderen Bereichen weit verbreitet. Ist quasi ein Black-Pattern, dass die Strawman-Fallacy ausnutzt: Du löst ein Problem, welches eine Verbindung mit dem eigentlichen Problem hat, aber ohne das eigentliche Problem anzugehen. Bei einem unorganisierten Haufen an Daten wäre ein verbesserte Suche so ein Ding. Du hast am Ende immer noch keine organisierten Daten, aber es wird besser handhabbar. Das Ergebnis ist eine Verbesserung ohne das Problem anzugehen. Kritik an dieser Verbesserung wird auf Widerstand stoßen, weil es ist ja besser als vorher. Man ist also sehr weit offen für Strohmann-Argumente. 

 

Anderes Beispiel: Firma mit einem toxischen Arbeitsklima. Irgendwann knallt es, und die Firma muss was tun. Gutes Beispiel hierfür ist die aktuelle Problematik bei Blizzard Entertainment. Man führt ein paar schnelle/einfache Veränderungen durch (Eimer) und startet eine Initiative/ Gruppierung/ Stiftung gegen das toxische Arbeitsklima oder einfach einen Feel-Good-Event (Bär).

 

Pop-Kultur Referenz: Eine Hasenscharte fällt nicht mehr auf, wenn man sich ne Mohawk Sichel zulegt und mit Lederjacke rumläuft. Das eigentliche Problem wird verdeckt (und in dem Fall auch noch die Verantwortung auf den/die Betroffene(n) gelegt).

 

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