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Nach der Pflicht die Kür

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Es läuft nicht rund


paulaken

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Vor einem Jahr besuchte ich die Präsenzveranstaltung zu SPSS, habe auch das Referat gehalten und mein Thema für die Hausarbeit so vorbereitet. Die Hausarbeit konnte ich aber wegen eines mehrwöchigen Krankenhausaufenthaltes nicht abgeben. Nach Rücksprache mit dem Dozenten habe ich also die Hausarbeit um ein Semester verschoben. Auch hier konnte ich sie nicht schreiben, weil ich zum fraglichen Zeitraum erst auf der Neonatologie meine Zeit verbrachte und anschließend mit den frischen Babybossen zu hause.

Aber dieses Semester soll es nun endlich zum Abschluss des Moduls kommen. Mit dem Dozenten stand ich wieder im Kontakt und wir konnten uns, auf eine für mich mehr als faire, Vorgehensweise einigen. Nur die Hausarbeit mit dem damals gewählten Thema muss ich schreiben und pünktlich zum 06.11. abgeben.

Eigentlich ein machbares Unterfangen. Aber irgendwie komme ich nicht in Schwung. 

Zuerst habe ich PSPP installiert und meinen Datensatz geöffnet. Dann Latex installiert und zwei Tage am Deckblatt gebastelt. Warum eigentlich? Mit Word bin ich bisher gut zurecht gekommen und auch die Formatvorlage ist da schon fertig. Also habe ich das wieder abgebrochen und die Word-Vorlage vorbereitet. Und anstatt dann endlich mit dem Schreiben und Recherchieren zu beginnen, dümple ich seit ein paar Tagen dahin. Mal schaue ich eine Online-Vorlesung aus einem ganz anderen Modul, mal surfe ich sinnlos im Netz, ....

Mein Zeitbudget ist begrenzt und ich muss mich dringend auf diese eine Aufgabe fokussieren. Ich brauche einen realistischen Tagesplan mit erreichbaren Zielen. Erst wenn diese erreicht sind, kann ich meine Zeit mit anderen Themen verschwenden. 

Auch während der Beschäftigung mit der Hausarbeit arbeite ich nicht effizient, sondern springe von einem Thema zum anderen. Gerade habe ich beispielsweise 90min am Thema gearbeitet, dabei jedoch angefangen die Fachliteratur zu sichten, eine Gliederung begonnen, die passenden Variablen in meinem Datensatz gesucht. Beendet habe ich dabei keine der drei begonnenen Aufgaben.

Kennt ihr das Problem und wie kommt ihr da raus?

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9 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ja, kenne ich. Mir passiert das primär auch bei Hausarbeiten – ich habe zuletzt alleine zwei Wochen für die Gliederung gebraucht. Für 15 Seiten Text.

 

Was mir aber allgemein hilft, ist Arbeit in sinnvolle kleine Häppchen zu strukturieren, so dass ich auch sichtbar Fortschritt verbuchen kann, selbst wenn ich nur mal eine halbe Stunde etwas mache. Das hilft auch gegen die Prokrastinations-Tendenzen.

 

Ich arbeite dafür mit Boards, Beispiel:

 

image.thumb.png.2b0f478aa571e0f5505d8b96f6905c3e.png

 

Hier habe ich mir die Struktur des Skripts genommen und daraus die "Tickets" erstellt. Du bist doch Scrum-Master ;-).

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Dann bin ich beruhigt das es nicht nur mir so geht. Manchmal denke ich, ich brauche viel zu viel Zeit für eine Hausarbeit.

Bis zum 06.11. hast du ja noch ein bisschen Zeit. Ich drücke dir die Daumen.

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... mein demütigendstes Erlebnis war, dass ich mich bei einer Einsendeaufgabe nach jedem geschriebenen Satz mit einem Musikvideo von Miley Cyrus belohnen musste - also vollkommen im Rahmen alles bei Dir 😉

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vor 10 Stunden schrieb developer:

Was mir aber allgemein hilft, ist Arbeit in sinnvolle kleine Häppchen zu strukturieren, so dass ich auch sichtbar Fortschritt verbuchen kann

 

Das hilft mir auch ungemein. Meine "Häppchen" beinhalten Punkte wie Literaturrecherche, Literatursichung, Word-Vorlage vorbereiten, Literaturverzeichnis, Abschlussformatierung, etc. Und sobald die Gliederung halbwegs steht, gibt es noch mal ein eigenes System, um pro Unter-Unter-Unterkapitel den Fortschritt sichtbar zu machen. Das mache ich als Soll-Ist-Tabelle der Seitenzahlen, so dass ich gleichzeitig im Auge behalten kann, weder viel zu viel noch viel zu wenig zu schreiben. Ohne meine netten Häkchen und mein Farbsystem würde ich wahrscheinlich nie fertig werden... Und wenn ich mich inhaltlich so gar nicht aufraffen kann, dann beschäftige ich mich z. B. damit, meine Quellen schon mal für das Literaturverzeichnis aufzubereiten.

 

Zitat

Auch während der Beschäftigung mit der Hausarbeit arbeite ich nicht effizient, sondern springe von einem Thema zum anderen. [...] Kennt ihr das Problem und wie kommt ihr da raus?

 

Solange das Sachen sind, die am Ende alle erledigt sein müssen, handhabe ich das für mich sehr flexibel. Das ist zwar nicht super effizient, aber damit habe ich am Ende des Tages deutlich mehr geschafft, als wenn ich stundenlang irgendwas von links nach rechts und zurück geschoben hätte, ohne überhaupt etwas zu tun.

 

Ähnlich mache ich das mit dem Inhalt. Ich brainstorme direkt in Word hinein und sortiere die Stichpunkte dann so, dass sie einen roten Faden bzw. eine Untergliederung ergeben. Danach springe ich für die Ausarbeitung dann auch lustig zwischen den Kapiteln hin und her, wenn mir danach ist.

 

Zu guter letzt habe ich für mich noch zwei Erfahrungen gemacht: Erstens, dass es überhaupt keinen Sinn macht, mich völlig unmotiviert an den Schreibtisch zu quälen. Dann lasse ich es an dem Tag lieber ganz bleiben. Und zweitens, dass mein Kopf scheinbar trotzdem am Thema weiterdenkt, auch wenn ich nicht aktiv vor dem PC sitze, und die Fortschritte während der nächsten Arbeitsphase dann manchmal umso größer sind.

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vor 32 Minuten schrieb Herbstkind:

.. mein demütigendstes Erlebnis war, dass ich mich bei einer Einsendeaufgabe nach jedem geschriebenen Satz mit einem Musikvideo von Miley Cyrus belohnen musste - also vollkommen im Rahmen alles bei Dir 😉

Beim letzten Modul: 1,5 h lernen, 1 Folge "Schitt's Creek" schauen. 🙈  Und jetzt gerade hänge ich auch schon wieder, mir fallen 1000 Sachen ein, die noch zu erledigen sind, bevor ich auch nur eine Lernkarte anschaue. Für mich könnte sich ein Master in Prokrastination lohnen, echt. 😑

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vor 2 Minuten schrieb Vica:

Wichtig ist hier die Diskrepanz in der Wahrnehmung: Ich hatte das Gefühl, in dieser Phase nur noch Mist zu produzieren. Da musste ich dem Drang widerstehen, das ganze Ding abzublasen. Irgendwann wollte ich nur noch Ruhe und habe das Ding dann wie es war abgeschickt. Seltsamerweise gab es da immer ziemlich gute Noten zurück. 

 

Interessant, so geht es mir auch jedes Mal. Bei meiner zuletzt abgegebenen Seminararbeit habe ich das Gefühl, dass zwar formal alles sitzt, ich auch einen roten Faden drin habe, das Thema aber insgesamt viel zu seicht und oberflächlich bearbeitet ist. Mir hat das Ergebnis jedenfalls nicht den erhofften Erkenntnisgewinn gebracht, aber ich konnte es nicht mehr sehen und war froh, als es abgegeben war. Mal sehen, wie die Note ausfällt – die Betreuerin ist durchaus anspruchsvoll und verteilt auch gerne mal 4er. 😎

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Ich kann mich da Vica und Alanna anschließen. Arbeite quasi genauso. Parallel zum Zeitdruck steigt natürlich die Produktivität und die Stimmungstiefs am Abend 😄

Ansonsten arbeite ich auch viel mit Häppchen. Ich mache mir eine Liste mit den Tagen von heute bis zur Abgabe und rechne dann von hinten die To Do's. Also letzter Tag: Puffer, vorletzter Tag: nochmal drüber lesen und Puffer, 3 Tage vorher: Layout ordentlich machen, jmd anderem zum Lesen geben, 4 Tage vorher: Literaturverzeichnis ordentlich machen, 5 Tage vorher: Tabellen erstellen und einfügen, 6 Tage vorher: Diskussionsteil 3 Seiten schreiben, etc. bis ich bei "heute" angekommen bin. dann Weiß ich genau, was heute zu erledigen ist. Und wenn ich heute mal kein Bock auf das entsprechende Paket habe, dann ziehe ich das von morgen eben vor. Hauptsache ich habe nicht "nichts" gemacht. Es kommt dann auch vor ein Tagespensum so gar nicht geschafft zu haben. Meistens am nächsten Tag dann aber 1,5 Tagespensen bearbeitet habe und dann wieder zufrieden sein konnte.

Direkt in Word brainstormen mit Quelle und dann zu einem sinnvollen Faden sortieren, mach ich auch oft. Dann steht schon mal was da und es fällt mir leichter das dann nur noch in ganze Sätze zu verfassen als in komplett leere Seiten reinzuschreiben mit direkt "schönem Text".

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Muddlehead

Geschrieben

Sich den Druck zu  machen "Ich muss jetzt was ganz tolles produktives schaffen", endet fast immer im Disaster. Von daher, wie hier bemerkt, eine gute Struktur erarbeiten woran Fortschritt sichtbar ist. Und es gibt bei Hausarbeiten & Co. immer irgendwas zu tun. Dann recherchiert man halt nur, oder sortiert die Quellen aus, oder liest geschriebenes Korrektur etc. Hauptsache im "Flow" bleiben und nicht plötzlich 2 Tage frustiert pausieren. An sich hilft mir immer Fest der Glaube daran "das wird schon werden", selbst wenn man noch kein Plan hat.

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