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Zu viele Wörter auf DIN A0...


Silberpfeil

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Einer Autopanne habe ich einen zusätzlichen Tag im Homeoffice zu verdanken. Die Lichtmaschine meines Autos hat auf der Hälfte der eine Stunde dauernden Fahrt zur Schule den Geist aufgegeben und ich schaffte es gerade noch bis in eine Werkstatt. 🙄Bis ich alles geklärt und mir einen fahrbaren Untersatz beschafft hatte, war die Vertretung meines Unterrichts geklärt, und ich konnte nach Hause fahren. Das hat mir gerade noch gefehlt, da ich vor kurzem das erste mal in meinem Leben geblitzt worden bin.

 

Zuhause angekommen fand ich, dass der Tag noch irgendein Erfolgserlebnis haben muss. Daher setzte ich mich also an die Gestaltung meines wissenschaftlichen Posters zum Thema Immunsystem. Zuerst beschäftigte ich mich über Stunden mit dem Inhalt: den Aufbau und der Funktion der vielen einzelnen kleinen Bausteine. Sätze wie "Die Gruppe der antigenpräsentierenden Zellen ist nur funktional eine Zellgruppe - sie alle präsentieren Antigene." * habe ich wirklich sehr lieben gelernt. 😀

Als dann nichts mehr in meinen Kopf ging, habe ich mir Tutorials über die Erstellung von Postern mit PP angeschaut und das gleich ausprobiert. PP ist ja glücklicherweise sehr intuitiv, so dass ich da keine großen Schwierigkeiten sehe.

 

Das größte Problem ist eigentlich die Darstellung auf dem Poster. Die vielen Beispiele für wissenschaftliche Poster, die ich mir angeschaut habe, zeigen einen Großteil Text, der in ganzen Sätzen formuliert ist - anstatt in Stichpunkten. Im Moment kommt mir das so vor, als würde ich eine Hausarbeit auf 16 Seiten ausdrucken und wie ein Poster aneinander kleben. 🤷‍♀️

Nicht, dass das Immunsystem das nicht locker hergeben würde. Aber wenn man den ganzen Text vorlesen würde, wäre es ja kein Vortrag. Aber wozu braucht man einen Vortrag, wenn man den Text lesen kann? Zumal ich eigentlich ein großer Fan von Stichpunkten und Zusammenfassungen bin. Schon in meiner Bachelorarbeit war mein größtes Problem, Sätze laaaaaaang auszuformulieren und dann noch nach Absätzen Überleitungen zu schreiben. 🙄 Und die üblichen Grafiken, die man in PP "bauen" kann (Torten und andere Diagramme), passen so überhaupt nicht zum Immunsystem.

 

Aber der Abschnitt Forschungsbedarf wird leicht. 😀 Man muss die Arbeit ja positiv beenden...

 

Euch eine pannenfreie Woche!

Silberpfeil

 

* Zitat: Menche, N. (2007). Biologie. Anatomie. Physiologie. (6. Auflage). München: Elsevier.

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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

vor 23 Minuten schrieb DerLenny:

Die Zielgruppe sind Studierende und eine Ärztin (als Dozentin) , und der fachliche Anspruch soll genauso sein. 🙄 Die Anatomie und Physiologie soll als Grundlage für die Pathologie dienen. D.h. das medizinische Niveau ist durchaus hoch, was ja einerseits toll ist.

Daher ist der Bildanteil auf den Postern in Deinen Links leider zu hoch.

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So rein vom Kommunikationsdesign Aspekt:

Wenn es quasi Auszüge aus Fachbüchern in Posterform sind, was ist der Vorteil es als Poster zu gestalten?

 

 

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vor 2 Stunden schrieb DerLenny:

So rein vom Kommunikationsdesign Aspekt:

Wenn es quasi Auszüge aus Fachbüchern in Posterform sind, was ist der Vorteil es als Poster zu gestalten?

 

 

Genau das ist die Frage… es sollen ja Bilder dabei sein, aber nicht zu viel, was immer das heißt. 🤷‍♀️ Und diese Texte in ganzen Sätzen verwirren mich.

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  • Community Manager

Ich bin neugierig geworden und haben ein bisschen (eher oberflächlich) recherchiert und zum Verhältnis sowas wie 50 Prozent Text, 30 Prozent Grafik und 20 Prozent Freifläche gefunden.

 

In Beispielen sind die Grafiken oft Graphen oder Tabellen oder Fotos mit direktem Informationsgehalt, weniger rein zur Illustration.

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Sie haben aber schon mal den Begriff "Wissenschaftliches Poster" gegoogelt? Denn da finde ich ganz nützliche Hinweise zum Vorgehen.

 

Zum Sammeln von Ideen würde ich mir mal ein paar Podcasts von Mai Thi Nguyen-Kim anschauen. Die findet immer gut Bilder bei Ihren Erklärungen für wissenschaftliche Zusammenhänge. Vielleicht können Sie da Anregungen für Ihr Poster finden.

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