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Nach der Pflicht die Kür

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Warum eigentlich noch einen Bachelor und keinen Master?


paulaken

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Diese Frage klang gerade im Community-Abend ein klein wenig an. (Es war ein schöner Abend, danke an die Teilnehmer!)

Ich möchte nun einmal für mich, nach ein paar Semestern im Bachelor (Wirtschaftspsychologie) nach dem Diplom in Wirtschaftsinformatik, rekapitulieren, warum ich diese Entscheidung traf und wie ich heute dazu stehe.

Anfangs war es als reines Hobby-Studium gedacht. Das Thema interessiert mich sehr und ob ich nun Fachbücher lese oder strukturiert lerne, war für mich nur eine Frage der Gesamtkosten. Der höhere Preis rechtfertigte sich für mich durch das "angeleitete Lesen", durch das wissenschaftliche Auseinandersetzen, was allein nicht so gut funktioniert.

Inzwischen, 2,5 Jahre später, sehe ich es etwas anders. Die Entscheidung war, aus heutiger Sicht, immer noch richtig und zu dem Zeitpunkt korrekt getroffen. Was ich damals aber unterschätzte, waren die Synergien, die ich auch für meinen beruflichen Alltag daraus ziehen kann. 

Ich habe sehr viel über Motivation, Denken, Problemlösen, Teambildung, etc. gelernt, was ich alles in meiner täglichen Arbeit anwenden kann. Umso mehr ich verstehe, was einen Menschen ausmacht, wie man Menschen anspricht und überzeugt, umso besser werde ich auch in meiner täglichen Arbeit. Dabei geht es nicht um Manipulation, sondern darum den Gegenüber so anzusprechen, dass er/sie sich auch angesprochen und abgeholt fühlt.

Als ich vor kurzem mit einem guten Freund sprach (er macht beruflich das, was ich selbst gern machen würde), sagte er zu dem Studium nur: wieso, es liegt doch auf der Hand, warum es zusammen passt.

 

Für mich wird damit der weitere Weg immer klarer. Dieses Studium werde ich abschließen, dann vielleicht einen Master in beiden Studienrichtungen und zum Schluss, wenn ich Zeit, Lust, Energie, ... habe, eine Promotion, die beides verbindet.

Aber das liegt nicht an meinen beruflichen Vorstellungen, sondern daran, wie viel Spaß mir das studieren an sich und vor allem als Fernstudium macht.

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4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Es freut mich, dass du die richtige Entscheidung für dich getroffen hast. Ich finde Psychologie auch ein sehr spannendes Thema. Weiterhin viel Erfolg 🍀 

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Wow, das sind tolle Gedanken. Ich kann das total nachvollziehen. Mir geben die Verbindung von Studium und Beruf und die dadurch entstehenden verschiedenen Perspektiven auf die jeweiligen Themen auch sehr viel.

Vor allem muss ich mich durch das Studium die Themen halt auch bis zur Klausur "durchhalten und abliefern". Man kann sie nicht einfach weglegen, wenn sie mir zu anstrengend oder zu unbequem werden. Und ganz ehrlich, ich musste mich bisher auch durch das eine oder andere Fach quälen, das ich mir freiwillig nie angetan hätte und doch war am Ende inhaltlich wirklich immer mindestens ein Aspekt dabei, bei dem ich geschätzt hatte, dass ich das erfahren durfte.
 

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Hallo ich fühle mich gerade etwas schuldig für deinen Blogeintrag😉

Wenn du aus einem Hobbystudium noch einiges aus dem Berufsleben mitnehmen kannst, ist das doch super, da freue ich mich direkt für dich mit. Jeder profitiert: du durch deine neu erworbenen Kenntnisse, der Arbeitgeber, da du nun besser performen kannst (und er dir wahrscheinlich nicht mal mehr zahlen muss, da man meines Wissens nach durch ein Zweitstudium nicht höher eingruppiert wird), die Hochschule durch deine Studiengebühren - alle sind glücklich (außer vielleicht das Finanzamt 😉), aber mein Weg ist es nicht.

 

Persönliche Weiterbildung ist wichtig und wird uns hoffentlich ein Leben lang begleiten können. Was ich dafür lieber mache als ein Hochschulstudium (sobald ich nach dem Studium an den Feierabenden etwas mehr Zeit habe) ist tatsächlich an Seminaren an der örtlichen VHS teilzunehmen (seit aktuellem Weltgeschehen gibt es diese auch online). Da gibt es alle möglichen Themengebiete, von politischer Bildung bis hin zu Gesundheitsthemen, ich zahle dafür kaum bis gar nichts, ich bin von keiner Prüfung etc. abhängig und nehme das mit, was ich persönlich als relevant beachte, wenn eine höhere Priorität akut wichtiger ist (Arbeit, Gesundheit), kann ich auch mal eine Sitzung ohne schlechten Gewissens ausfallen lassen und die Netzwerkarbeit ist besonders spannend. Ich lerne praktisch den Querschnitt der Gesellschaft kennen: sowohl den Handwerker, die Hausfrau, die nachdem die Kinder versorgt sind sich weiterbilden möchte, den Pensionär als auch den neu Migrierten, der in Gesellschaft seine Sprachkenntnisse verbessern möchte.

 

Viel Erfolg beim weiteren Verlauf und wenn Master und darüber hinaus dein Ziel ist, drück ich dir die Daumen, dass du das auch meisterst (vor allem als Alleinerziehende berufsbegleitend zu studieren und zu promovieren, das verdient gesonderten Applaus 👏👏) LG

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich kann auch sehr gut nachvollziehen, wie Sie merken, dass ein (eigentlich) fachfremdes Studium auf einmal Verbindungen schafft und neue Ansätze und Erkenntnisse vermittelt, an die man vorher nie gedacht hätte.

 

Ich habe den Eindruck - bzw. habe die Erfahrung gemacht -, dass das bei so ziemlich jedem Thema so ist, mit dem man sich intensiver beschäftigt.

 

Kennen Sie übrigens  das Buch "Next practice, Erfolgreiches Management von Instabilität"? Von Peter Kruse?

Next practice, Erfolgreiches Management von Instabilität von Peter Kruse - Fachbuch - bücher.de (buecher.de)

 

Das ist so ein "Gedankenöffner" in ganz viele unterschiedliche Themen. Ich habe mit Menschen aus ganz unterschiedlichen beruflichen Feldern und sehr verschiedenen Ausbildungen und Studiengängen darüber gesprochen und wir waren uns einig, dass das Buch wie ein Katalysator wirkt, wenn man auf sein gewohntes (Berufs-)Leben schaut.

 

Ich hatte das Glück, Herrn Professor Kruse noch live zu erleben. Leider ist er in der Zwischenzeit verstorben.

 

 

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