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Fazit nach fast einem Jahr: was ist noch übrig?

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m.e.l.l.a

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Letztes Jahr begann ja der "Hype" zum Thema Selbstmanagement, allen voran Zen to Done.

So viel ich mich anfangs damit beschäftigt habe, so wenig ist inzwischen davon geblieben.

Das einzige, was noch "funktioniert", sind die sonntäglichen Wochenrückblicke und eine vage Planung der kommenden Tage.

Gerade in den letzten Wochen hab ich mich immer wieder dabei ertappt, Gedanken "später" aufschreiben zu wollen. Grund: es gibt keinen greifbaren Block. Wenn ich mir ab und zu doch etwas aufschreibe, bleibt das länger unbearbeitet liegen. Sämtliche Routinen, Änderungen von Gewohnheiten, die mir mal im Kopf rumgespukt sind, sind längst ins Land der Vergessenheit geraten.

Aber warum?

Ich denke, mir sind die Routinen nicht genug in Fleisch und Blut übergegangen, egal ob es sich um das Sammeln oder andere Gewohnheiten handelt. Vielleicht hab ich zu viel darüber geredet und zu wenig konzentriert, gehandelt. In der Zeit, in der ich mich auf eingeprägte Routinen hätte verlassen können müssen, sind sie stattdessen verschwunden.

Und nun? Ja, wie gehts weiter?

Ich habe tausend Gedanken im Kopf, die es erstmal zu ordnen gilt.

Ich möchte auf jeden Fall nochmal neu starten mit ZTD, denn ich habe durchaus Vertrauen in das System und die Hoffnung, einige Dinge optimieren zu können.

Deshalb trage ich seit gestern wieder einen Notizblock mit mir herum und übertrage das täglich in mein vertrautes System, das ich mit JelloDashboard ja habe.

Ich bin gespannt, wie der zweite Anlauf verläuft, und ob ich diesmal "besser" zu Werke gehen werde!

Wie schauts denn bei euch im Augenblick so aus?


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7 Kommentare


Wie schauts denn bei euch im Augenblick so aus?

Mein Schreibtisch in der Arbeit ist immer noch sehr ordentlich.

Ich nutze die Inbox allerdings nur noch zu 50% der Fällen konsequent.

Meine Besprechungen, Meetings, Termine habe ich alle in einem Notizbuch, was mir persönlich schon viele viele Vorteile gebracht hat.

Meine To-Do's sind alle in meinem entsprechenden Fach und nach Prio mit Dreifarbigen Hüllen geordnet, allerdings in keiner Übersicht mehr.

Meine eMail-Inbox in der Arbeit ist noch sauber.

Privat lege ich immer noch ca. 50% der Sachen sofort ab, 90% innerhalb einer Woche. Diese Sachen landen auch alle in einer Inbox.

Ich pflege für alle Termine einen Kalender den ich am Rechner, im Netz und am iPhone verwalten kann.

Unter dem Strich würde ich sagen, im Vergleich zur Situation bevor ich mich mit Selbstmanagement beschäftigt hatte, bin ich ca. 40% organisierter geworden, was mir persönlich aber dennoch einen ziemlichen Boost nach vorne gegeben hat.

Zwischenzeitlich war ich sicher nahe an meinem Optimum - allerdings ist vieles davon auch nur nice-to-have. Ich komme mit dem System so super zurecht - es bleibt kaum etwas liegen und ich habe stets den Überblick. Meine aktuellen Verpflichtungen benötigen kein besseres System.

Meine eigene Disziplin habe ich lieber in anderen Bereichen (Fitness, Gewicht) unter Beweis gestellt und mir damit sicher einen größeren Gefallen getan, als stets super Organisiert zu sein.

Enttäuscht bin ich davon nicht - eigentlich bin ich dennoch sehr stolz auf mich. Zum einen das ich es überhaupt versucht habe und zum anderen, dass ich wirklich eine spürbare Verbesserung geschafft habe. Ich weiss, wenn ich es brauche, kann ich auf meine Erfahrungen zurückgreifen.

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Mir fällt das auch immer wieder auf, dass viele Leute, die mit solchen Systemen anfangen, diese nicht komplett umsetzen. Meiner Meinung nach bleibt meist genau das hängen, was einem machbar, realisierbar und nützlich erscheint. Was natürlich die Frage aufwirft, ob der Rest, den man nicht mehr umsetzt, das auch war. Und wenn er es nicht war, dann ist es vielleicht gar nicht so schlimm, dass er nicht mehr umgesetzt wird...

Letztlich besteht der Sinn solcher Systeme nicht darin, dass man sie strikt befolgt, sondern darin, dass man einen echten Nutzen dadurch erzielt. Wenn sich der nicht einstellt, warum damit weitermachen? Zumindest die Tatsache, dass du das System nicht mehr komplett weiterführst könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Nutzen vielleicht doch nicht so optimal war.

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So sehe ich es auch. Mit den System verdienen Leute, die damit erfolgreich waren viel Geld.

Eigentlich sollte man solche Ratgeber (egal für welches Thema) eher als große Werkzeugkiste (108-Teilig) betrachten. Davon braucht man selbst wahrscheinlich einen Hammer, eine Zange und ein paar Schraubendreher. Der Rest ist schön, wenn man ihn hat ... aber die wichtigsten Dinge schafft man auch mit wenigen Instrumenten.

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Ja, ich glaube auch nicht, dass man alle Ratschläge zu 100% umsetzen muss. Trotzdem hatte ich mir anfangs für mich persönlich mehr erhofft, vor allem im Hinblick auf private ToDos. Und da werde ich dann auch ansetzen. Mit JelloDashboard bin ich auf jeden Fall einen Schritt weitergekommen und nutze das, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Die Überschrift ist vielleicht nicht ganz treffend...

Danke für eure Meinungen : )

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Bei mir blieb nun auch nur noch die Nutzung des Kalenders. Bei mir wird alles schön in meinen Rechner eingepflegt. Nen I-Phone zum synchonisieren würde ich dafür lieben! Leider dauert es noch 10 Monate bis ich daran denken darf.

Aber Kalendernutzung hat mein Leben definitiv organisatorisch verbessert.

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HannoverKathrin

Geschrieben

hm, sehr seltsam, hab diesen Blog irgendwie übersehen gehabt...

Ich habe nun separat meine eigene Zusammenfassung/Liste von Tipps für mich geöffnet und werde wie Chillie mal alles kommentieren:

Notizblock habe ich mir immer noch nicht angeschafft. Habe auch auch ein Fitness fürs Gehirn-Seminar seit Mitte des Jahres und werde daher mein Gehirn möglichst nicht mehr so viel abnehmen sondern fordern.

Eingangsorte durcharbeiten halte ich mich möglichst sehr strikt dran. Ich lese es und entscheide was passiert: wegschmeissen/ablegen/erledigen. Dadurch sammelt sich nicht mehr so viel an verschiedenen Plätzen, das ist gut.

Tagesaufgaben für Wochen und Monate kommen und gehen. Aktuell beschäftige ich mich mit der Vorbereitung für meinen Geburtstag und den Kauf von Gardinen. Hier bin ich zufrieden. Andere Dinge die mir nicht so viel Spaß machen erledige ich aber nicht so zielstrebig.

Einfache Listen führe ich immernoch. Bei größeren Sachen wie nun mit der Wohnung mache ich ne Checkliste was alles erledigt werden muss und arbeite diese ab. Keine große Spielereien.

Rückblick auf die Woche bzw. Vorschau auf die Woche wird durchgeführt.

Routinen entwickelt ist so ein kleiner Knackpunkt. Grundsätzlich ist das durch die Techniker-Schule von meinem Freund nun durcheinander geraten. Ich habe das aber mittlerweile wieder gerade gebogen und die Routine leicht geändert. Je nach dem Lebensmittelverbrauch macht es aber keinen Sinn den Montag als "Haushaltstag" zu planen, daher seh ich den Punkt noch nicht als zufriedenstellend bearbeitet.

Da ich nicht soooo viel von ZTD bei mir neu einführen wollte, ist die Abarbeitungsquote auch recht erfolgreich. Was mir geholfen hat, ist mein eigenes System strikter zu verfolgen alla "da hab ich mal was von gelesen, so darf ich das nicht machen". Bsp. Eingangskörbe

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    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
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      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 9
      Hey Leute,
       
      heute war es so weit. Das heiß ersehnte Kolloquium stand vor der Tür. Ich war mächtig nervös und hatte noch am Vortag kleine Korrekturen in der PowerPoint- Präsentation gemacht. Was musste meine Freundin in den letzten Tagen als Zuschauerin und Kritikerin herhalten. jeden Tag hatte ich an dieser Rede gefeilt und geübt. Und heute sollte es so weit sein.  
       
      Ich habe mit einer 2,0 bestanden. Von nun an habe ich einen akademischen Titel. Das kann mir keiner mehr nehmen.
       
      Eigentlich dachte ich, dass ich jetzt so etwas schreibe wie "yehaaa, endlich habe ich es geschafft/ ich könnte Freudentänze machen/ Ich hatte nach der Präsentation gejubelt /Das Studium ist vorbei/ Ich komme aus dem Grinsen nicht mehr heraus"... aber Fakt ist, dass ich die Mitteilung, bestanden zu haben, eher nur hingenommen habe. Natürlich habe ich mich bei den drei Tutoren bedankt (Erst- und Zweitdozent plus Beisitzerin). Ich habe auch allen, die mir geschrieben und beglückwünscht hatten, meinen Dank ausgesprochen. Aber irgendwie verspüre ich keine Freude oder gar Erleichterung oder das Gefühl, etwas geschafft/ vollbracht zu haben. 
      Ich habe verdammt nochmal ein Fernstudium nach 4,5 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Da muss doch Freude aufkommen. 
      Habe ich es einfach nur noch nicht realisiert? Muss ich erst das Zeugnis in der Hand halten, um das zu schnallen? Habe ich so lange auf diesen Moment hier hingearbeitet, sodass ich es mit einem schnellen "Sie haben mit einer 2,0 bestanden" nicht so recht wahrnehme?
      Nebenbei schiele ich ja schon seit längerem auf mögliche Musterstudiengänge. Sehe ich diesen Abschluss vielleicht nur als notwendige Bedingung für mein nächstes Ziel, den Master?
       
      Ich hoffe, dass ich mich in Kürze endlich richtig freuen kann. Das ist so ein komisches Gefühl. Ich weiß, dass ich was geschafft habe und fühle mich dennoch so ..weiß nicht... unbestätigt/leer/emotionslos.
      Es ist mir so unangenehm, dass sich meine Umwelt für mich freut und ausgerechnet ich bin total unbeeindruckt.
       
      Nichtsdestotrotz kommt hier das versprochene Bild aus der DB-Lounge Frankfurt/Main.
      Prost!