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Wie mit Niederlagen umgehen?


Aramon

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Bis heute Mittag war die Welt bei mir noch in Ordnung. Wie jede Mittagspause schaute ich kurz in den Online Campus. Verwundert habe ich festgestellt, dass meine B-Prüfung für das Modul Medientechnische Grundlagen schon bewertet wurde, welche ich erst gestern Abend eingereicht hatte. Es ist eine 3,7 geworden, also nur ganz knapp bestanden. Es ist damit meine schlechteste Note die ich erhalten habe. Aktuell weiß ich gerade gar nicht so genau wie ich mich fühle oder damit umgehen soll. Es ist eine Mischung aus Enttäuschung, Wut und Traurigkeit.
 

Bei meiner Prüfung ging es darum, ein Tonstudio aufzubauen. Obwohl ich mich für den Bereich Audiotechnik nie wirklich begeistern konnte, so fand ich diese Aufgabe sehr spannend und habe mich in das Thema reingearbeitet. Ich habe sehr viel Zeit, Arbeit und auch Herzblut in diese Hausarbeit investiert. Unter anderem habe ich auch mit Musikern aus meinem Bekanntenkreis gesprochen um zu erfahren, wie ein Tonstudio aufgebaut ist und was für Erfahrungen Sie gemacht haben. Ich habe mir ein Konzept für Liveaufnahmen überlegt, habe Raumpläne, Kostenpläne, Instrumenten-Anordnungen, Verkabelungspläne erstellt und passende Gerätschaften rausgesucht etc.
 

Da ich mir diese schlechte Note nicht erklären konnte, habe ich den Professor angeschrieben. Er hat mir auch schnell die Bewertung geschickt (was ich an dieser Stelle positiv erwähnen möchte). Anhand seiner Aussagen habe ich allerdings auch gemerkt, er hat sich meine Prüfung gar nicht richtig angeschaut. Hätte er sich die Kalkulation die ich als Excel-Datei mitgeschickt habe, angeschaut, dann hätte er gesehen das seine Aussagen für die Bewertung nicht stimmen.   


Seine Aussagen „Ein Rechner (ohne nähere Angaben zur Ausstattung) ist eher zu wenig…“ oder „50 Positionen, ohne jede weitere Erläuterung, welches ‚Gerät‘ für welchen Einsatzzwecke etc. keinesfalls, und steht auch im krassen Gegensatz zur Qualität Ihrer Antworten zu Aufgabe 1.
(Aufgabe1 fand er sehr gut, dafür habe ich auch volle Punktzahl bekommen. )

Allerdings habe ich alle Geräte in der Kalkulation detailliert aufgeführt. Unter anderem habe ich auch geschrieben welche Ausstattungen der Computer haben sollte und welche Verwendungszwecke die Geräte haben.

Abzugeben war laut Prüfung:
*****ENTFERNT***

Genau das alles habe ich gemacht…
 

Tja, leider sitze ich am kürzeren Hebel. Somit bleibt mir nichts anderes übrig als dieses Ergebnis so anzunehmen, auch wenn ich die Bewertung sehr fragwürdig und unfair finde…

Auch wenn es nichts ändern wird, ich habe den Professor angeschrieben und ihn darauf hingewiesen, dass alle Angaben in der Datei Kalkulation zu finden sind.  Aber vermutlich wird er darauf nicht antworten.


In diesem Sinne, einen schönen und hoffentlich nicht so traurigen Tag in die Runde.

Euer Matthias

Bearbeitet von Aramon

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26 Kommentare


Empfohlene Kommentare



Zitat

Auch wenn es nichts ändern wird, ich habe den Professor angeschrieben und ihn darauf hingewiesen, dass alle Angaben in der Datei Kalkulation zu finden sind. 

 

Dürft ihr für eine Prüfung mehr als eine Datei hochladen? Vielleicht hat er die Excel-Datei ja tatsächlich nicht gesehen oder erhalten. Ich drücke dir die Daumen, dass sich das noch klärt. Selbst wenn sich die Note nicht mehr ändert, wüsstest du dann zumindest, dass es nicht an deiner Leistung lag, sondern an den "Formalien".

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Ich danke dir für deinen Kommentar. Ich habe eine zip Datei geschickt. Überflogen muss er die Liste haben. Er schreibt ja etwas von 50 links. Aber er hat die Beschreibung zu den Artikeln nicht gelesen. 😕

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polli_on_the_go

Geschrieben

Ich hatte mal was ähnliches un habe dann anhand des Feddback bogens und meiner eingereichten Prüfung noch einmal konkret gefragt warum das oder das nicht ausgereicht hat. Die Note hat sich am Ende positiv verändrrt. Ich wprde also entweder noch mal nachfragen oder einfach den Versuch des Widerspruchs gehen. Zu verlieren hast du doch nichts.

 

Übrigens um dich aufzumuntern, meine schlechteste Note im Bachelor war die Klausur in Empi mit einer glatten 5.0 im Erstversuch. (auch wenn das kein wirklicher Trost für viel Arbeit und Herzblut ist)

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Hallo Polli, 

auch dir vielen Dank für deinen Kommentar.   Ich werde versuchen diese unschöne Note abzuhaken und werde weiter machen. Liebe Grüße Matthias 

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Hallo Lenny,

 

Nachdem ich den Professor angeschrieben habe, hat er mir die Bewertung geschickt. Daher weiß ich ja auch, dass er sich die Kalkulation gar nicht richtig angeschaut hat. Kritisiert wurde z.B. „Ein Rechner (ohne nähere Angaben zur Ausstattung) ist eher zu wenig“.
 

Diese Kritik ist falsch, die genaue Ausstattung steht in der Kalkulation. Und das zieht sich wie ein roter Faden durch die Bewertung da er sich die Kalkulation nicht richtig angeschaut hat. Er schreibt ja nur, eine Liste mit 50 Links sind zu wenig. Dabei habe ich zu jedem Artikel nicht nur den Link sondern auch eine Beschreibung eingetragen. Die hat er sich aber wohl nicht angeschaut. 
 

Auch hat er mir geschrieben, dass er heute in Hektik war und die Korrektur nur ans Prüfungsamt geschickt hat. Also gehe ich davon aus, er hat sich nicht sonderlich viel Zeit genommen. 

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vor 10 Minuten schrieb Aramon:

Auch hat er mir geschrieben, dass er heute in Hektik war und die Korrektur nur ans Prüfungsamt geschickt hat. Also gehe ich davon aus, er hat sich nicht sonderlich viel Zeit genommen. 

Das ist ja richtig ärgerlich.

Wenn dem so ist, finde ich das nicht in Ordnung.

Gibt es nicht Irgendwie die Möglichkeit, Widerspruch direkt beim Prüfungsamt einzulegen wegen unvollständiger Korrektur deiner Arbeit? 

Belege dafür wie z.b. die Info deines Professors hättest du ja.

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Aramon

Geschrieben (bearbeitet)

Der Professor hat sich gerade auf meine Nachricht gemeldet. Er sagte, er hat sich die Kalkulation angeschaut aber er findet mein Konzept nicht stimmig. Er findet z.B. das 32 GB RAM und 2 TB SSD für professionelle Tonbearbeitung viel zu wenig sei. Ich hatte zwar extra darauf hingewiesen das ich mich aufgrund der Erweiterbarkeit für einen Mac Pro entschieden habe und ihn entsprechend den Anforderungen erweitern kann. Das die Daten regelmäßig auf externe Laufwerke gespeichert werden und ich daher 2 TB als mehr als ausreichend finde. Aber nun gut, ich möchte mich nicht länger darüber aufregen, weil es am Ende nichts bringt. 

Bearbeitet von Aramon
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Hast du nen NAS irgendwo eingeplant?
 

Der Punkt ist aber, wenn das so offensichtlich ist, würde ich echt mal beim Prüfungsamt nachfragen. Alleine schon die Konversation belegt ja, das es hier wohl Probleme gab

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Silberpfeil

Geschrieben

Ich habe mal das Wort Niederlage gegoogelt. Es wird definiert als „das Besiegtwerden, Unterliegen in einem [Wett]kampf, einer Auseinandersetzung“. 
Du bist aber an keiner Stelle besiegt worden oder warst unterlegen. Du hast Dich in ein Thema eingearbeitet, viel investiert und viel gelernt dabei.

 

Dass sich das in der Note nicht widerspiegelt, ist zwar ärgerlich, sagt aber über Deine eigentliche Leistung nichts aus. Vielleicht findest Du hier noch einen Lerneffekt: dass es viel wichtiger ist, wie Du selbst Deine Leistung bewertest, als jemand, der sich nicht mal Zeit genommen hat. Von daher ist Deine Reaktion genau richtig: Krone richten und weiter machen. 😉

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vor 16 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Die Note ist die eine Seite. Immerhin haben Sie bestanden, wenn auch knapp und mit einer Note, die Sie nicht zufrieden stellt. Dass Sie die nachlässige Art Ihres Profs beim Lesen und der Bewertung der Arbeit ärgert, kann ich nachvollziehen. Ich würde im ähnlichen Fall sehr, sehr laut fluchen.

 

Allerdings lautet die Blogüberschrift "Wie umgehen mit Niederlagen". Und eine Niederlage sehe ich nicht wirklich. Eine Niederlage hätte ich gesehen, wenn Sie am Thema gescheitert wären. Aber das lese ich aus Ihren Ausführungen nicht heraus.

 

Sie haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt, Sie haben die Aufgabenstellung verstanden und Sie haben bei der Bearbeitung eine Menge gelernt.

 

Und vielleicht schreiben Sie ja noch so was wie einen Widerspruch und weisen auf all die Ungereimtheiten bei der Korrektur hin. Frei nach dem Motto "Wer schreibt, der bleibt." Einen schriftlichen Einspruch kann man ja nicht so einfach ignorieren.


Vielen Dank, Sie haben Recht, bestanden ist die Prüfung und ich habe tatsächlich auch eine Menge gelernt. Für mich habe ich jetzt den Entschluss gefasst, genug geärgert und bei der nächsten Prüfung wird es besser (hoffentlich). 😊👍🏻
 

 

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Aramon

Geschrieben (bearbeitet)

vor 11 Minuten schrieb DerLenny:

Hast du nen NAS irgendwo eingeplant?
 

Der Punkt ist aber, wenn das so offensichtlich ist, würde ich echt mal beim Prüfungsamt nachfragen. Alleine schon die Konversation belegt ja, das es hier wohl Probleme 

 

vor 11 Minuten schrieb DerLenny:

Hast du nen NAS irgendwo eingeplant?
 

Der Punkt ist aber, wenn das so offensichtlich ist, würde ich echt mal beim Prüfungsamt nachfragen. Alleine schon die Konversation belegt ja, das es hier wohl Probleme gab


NAS war meine erste Idee. Doch dann habe ich mich für eine cloud­ba­sierte Lösung und zusätzlichen externen Festplatten die via TimeMachine gesichert werden, entschieden.

Bearbeitet von Aramon
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vor 7 Minuten schrieb Silberpfeil:

Ich habe mal das Wort Niederlage gegoogelt. Es wird definiert als „das Besiegtwerden, Unterliegen in einem [Wett]kampf, einer Auseinandersetzung“. 
Du bist aber an keiner Stelle besiegt worden oder warst unterlegen. Du hast Dich in ein Thema eingearbeitet, viel investiert und viel gelernt dabei.

 

Dass sich das in der Note nicht widerspiegelt, ist zwar ärgerlich, sagt aber über Deine eigentliche Leistung nichts aus. Vielleicht findest Du hier noch einen Lerneffekt: dass es viel wichtiger ist, wie Du selbst Deine Leistung bewertest, als jemand, der sich nicht mal Zeit genommen hat. Von daher ist Deine Reaktion genau richtig: Krone richten und weiter machen. 😉


Vielen lieben Dank, Silberpfeil. Ich muss wieder einmal sagen, eine echt tolle Community. Echt dickes Lob und Danke 👍🏻

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KanzlerCoaching

Geschrieben

vor 13 Stunden schrieb Aramon:

Er findet z.B. das 32 GB RAM und 2 TB SSD für professionelle Tonbearbeitung viel zu wenig sei.

Ich hänge immer noch an diesem Satz.

 

Was war denn die konkrete Aufgabenstellung für diese Hausarbeit? Sollten Sie ein Konzept für ein Tonstudio erstellen, für das Sie ein  nicht vorgegebenes Budget zur Verfügung haben? Also Sie suchen aus, was Sie für optimal halten und das wird dann (virtuell) auch gekauft? Das wäre in der Realität zwar wunderbar, aber doch eher eine unwahrscheinliche Option.

 

Sie schreiben, Sie hätten darauf hingewiesen, dass Sie sich für eine erweiterbare Option entschieden hätten. Finde ich realistisch.

 

Oder habe ich das etwas Grundsätzliches missverstanden?

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vor 39 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Ich hänge immer noch an diesem Satz.

Geht mir genauso. Das wirkt sehr so, als würde der Dozenz jetzt irgendwelche Kleinigkeiten raussuchen um die Bewertung noch irgendwie zu rechtfertigen. Sich an solchen technischen Details aufzuhängen, die aber sogar begründet und erklärt wurden, finde ich sehr merkwürdig. (Bei 128GB RAM und 20TB SSDs hätte genauso die Anmerkung kommen können: "Warum nicht lieber in die Cloud, duh")

Ich hoffe, es gibt die Möglichkeit, dass sich noch eine weitere Person die Arbeit ansieht.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Ich würde genau mit den Punkten, die Sie hier aufführen, eine Überprüfung der Note beantragen. Entweder, der Mann hat zu viel Geld und hat bei der Einrichtung seines Tonstudios den Geräteherstellern freie Hand gelassen (Hat er ein Tonstudio? Nimmt er Gruppen auf?) oder er sucht sich irgendwelche Punkte zum Mäkeln zusammen.

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DerLenny

Geschrieben (bearbeitet)

vor 30 Minuten schrieb Aramon:

Leider liefert er auch keine Argumente die seine Bewertung begründen. So schreibt er, ein Computer sei viel zu wenig.

 

Garade mit meinem Bekannten, der ein Ton-Studio hat, und ein paar Freunden an der Film-AK geredet.

Sie stimmen Dir in allen Punkten zu. 

 

Ich hätte das gleiche gesagt, da ich aber eher im Grafik und Code Umfeld unterwegs bin, habe ich mir hier lieber nochmal Bestätigung geholt.

 

Sie meinen sogar eher, dass der MacPro hier eher "zu hoch" angesetzt ist.

Bearbeitet von DerLenny
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Würde ich empfehlen.

Insbesondere wenn man sich den Zeitraum von Abgabe bis Bewertung ansieht, kann man schon den Eindruck erhalten, dass die Arbeit nicht vollumfänglich gelesen/ analysiert wurde.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Die Hochschule hat ja dankenswerter Weise reagiert und den Weg aufgezeigt, was Sie machen müssen. Und es wird ja gesagt, dass solche Beschwerden in einem festgelegten Prozess bearbeitet werden.

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Aramon

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Frau Schmidt,
vielen Dank für Ihren Kommentar.  🙂
 

Bearbeitet von Aramon
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