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BASA online, ein Leben am Limit?

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Semester 1 oder ich bin heillos überfordert aber motiviert


Auroras Limit

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Ich will ehrlich zu euch sein, ich hatte großen Respekt vorm Studium, ich wusste, dass ich voran kommen wollte in meinem Beruf, aber ich wusste nicht, auf was ich mich einlasse, also so wirklich einlasse. Mit groben Vorstellungen bin ich ins Studium gegangen, aber das Ausmaß an Arbeit, die dahintersteht, war mit nicht so bewusst. Im ersten Semester habe ich 39h die Woche als Erzieher:in gearbeitet, das ist erlaubt bei BASA online, sogar eine Mindesttätigkeit von 15h die Woche im sozialen Bereich wird erwartet. Mein Arbeitsweg variierte je nach Verkehrslage zwischen 45 Minuten und eineinhalb Stunden. Aber ich habe keine eigene Familie zu versorgen auch keinen festen Freund, also musste ich einzig und alleine meinen Beruf, das Studium und Zeit mit Freund:innen organisieren und gelegentlich auch mal Momente für mich einplanen, wobei das ICH in einem Studium doch ganz schön zurückstecken muss, zumindest meiner Erfahrung nach. 

 

In Semester 1 standen drei Module an. 

Präsenzmodul 1; Onlinemodul 1, das sich in 1a und 1b teilte und Onlinemodul 2. Die Plattform, die von der Zfh im Verbund genutzt wird, ist Olat. Und wenn wir ehrlich sind, waren es vier Module die bearbeitet werden mussten, da sich O1 teilte in a und b mit unterschiedlichen Dozent:innen. Dafür gab es auch 10 CP für Onlinemodul 1. 

 

Die ersten Tage in Präsenz ging es um die Studienorganisation, die Einführung in Olat und die Hochschulbibliothek und darum, Grundlagen zu vermitteln, die wir für die nächsten Wochen brauchten. Das war alles aufregend und auch überfordernd, denn nach 4 Tagen Hochschule gingen wir mit Papierbergen nach Hause und waren erstmal 4 Wochen im Selbststudium. Natürlich standen die Dozent:innen als Ansprechpartner:innen zur Verfügung, es gab auch die Tutoren, die uns ihre Handynummern gaben und zu denen wir Kontakt aufnehmen konnten. 

 

Also machte ich mich ans Selbststudium, im ersten Semester war ich sehr motiviert. Am Montag nach dem Präsenzwochenende begann das erste Onlinemodul O1a beschäftige sich mit der Geschichte der Sozialen Arbeit. Zu jedem Online Modul im BASA Studium gibt es einen Basistext, also eine einführende Lektüre, die einen Einblick in das Studium gibt. Im Vorfeld zum Studium habe ich mir ein IPad zugelegt, samt Apple Pencil um alle digitalen Medien, die uns zur Verfügung gestellt wurden zu bearbeiten. Das Programm meiner Wahl ist bis heute Good Notes, die 10 Euro sind es wert, die man dafür zahlen muss. Ich kann meine Medien direkt in der App sortieren und bearbeiten oder Notizbücher für das jeweilige Modul anlegen. Jeder hat da wohl seine eigenen Präferenzen, das ist meine. 

 

Im Modul O1b ging es um die Struktur und Organisation Sozialer Arbeit, wieder habe ich den Basistext gesichtet und mich an die Aufgabenstellungen gewagt, eine Forumsdiskussion mit zwei Beiträgen musste eingereicht werden und eine Hausarbeit. Generell schreiben wir viele Hausarbeiten mit unterschiedlichem Umfang und führen Forumsdiskussionen. 

 

Was ich gut fand im ersten Semester war die Strukturierung der Module, lediglich das P Modul ist kontinuierlich über das Semester hinweg gelaufen, während die O Module nacheinander bearbeitet werden konnten. Nachdem alle Kursarbeiten im Modul O1a abgegeben waren (Abgabe ist im 1. Semester immer sonntags 23:59 Uhr) gewesen. Aber ein gut gemeinter Rat, gebt lieber früher ab, weil wenn um 23:59 Uhr das Internet nicht funktioniert gibt es Probleme. Im Schnitt habe ich meine O Module im ersten Semester eine Woche zu früh abgegeben, wie gesagt, ich war zwar überfordert, aber auch motoviert, nur O2, das Rechtsmodul hat mich etwas länger beschäftigt. Ich fand es schwer mich in die Gesetzestexte einzulesen, deren Formulierung recht komplex sind. Der Dozent hat freiwillige Vorlesungen am Abend angeboten. Wenn ich mich recht erinnere, waren es circa 8 Veranstaltungen. Ich konnte nicht an jeder Teilnehmen, doch ohne die Veranstaltungen hätte ich sicher noch weniger verstanden. In der Lerngruppe haben wir uns massiv in O2 unterstützt. 

 

Besonders weitergeholfen haben die Präsenzveranstaltungen an der Hochschule, die Basiswissen aufbauten. P1 beschäftigte sich mit dem wissenschaftlichen Arbeiten und wir lernten Exzerpte kennen, wie man richtig zitiert und wie man das Literaturverzeichnis gestaltet. Eine große Unterstützung war auch meine Lerngruppe, denn aus Fremden wurden Vertraute und man konnte sich aufeinander verlassen. Immer wieder haben wir uns via Skype verabredet und auch schon im ersten Semester eine Gruppenarbeit zusammen geschrieben. Ich möchte sie nicht mehr missen! 

 

Nach einem langen Eintrag zum ersten Semester, war es das nun. 

Welche Inhalte rund um das BASA online Studium wünscht ihr euch?

 

Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr. 

Bis bald, Aurora. 

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Klingt auch nach einem hohen Workload neben einer Vollzeit-Berufstätigkeit…

 

Wie flexibel könntest du denn da für das kommende Semester nachjustieren?

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Auroras Limit

Geschrieben

Tatsächlich gingen viele Wochenenden für das Studium drauf, da ich abends einfach nicht mehr so konzentriert bin, aktuell bin ich im fünften Semester und im September konnte ich auf 29:25h reduzieren. Vier Semester habe ich aber tatsächlich komplett in Vollzeit gearbeitet, wobei ich im dritten Semester dann die Arbeitsstelle gewechselt und nun einen kürzeren Fahrtweg habe. Es ist alles machbar, auch mit der Vollzeitarbeit, die Prioritäten verschieben sich und die Freizeit eben auch. Freund:innen hab ich dann nur alle paar Wochen gesehen und versucht auch Zeit für mich einzuplanen. Anstatt am Wochenende mich zu verabreden, fand viel abends nach der Arbeit statt, damit das Wochenende für das Studium frei blieb. Eventuell steht auch nochmal ein Stellenwechsel an, da schwanken die Stunden zwischen 27h und 39h, je nach Stelle, die ich antrete. 

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