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Traue keinem Modulhandbuch....


DerLenny

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Normalerweise ist so ein Modulhandbuch schon wichtig.

Eigentlich sollte da drin stehen, was so in einem Kurs unterrichtet wird, welche Materialien zur Verfügung stehen, etc.

 

An der iu ist ein Modulhandbuch manchmal so gar halbwegs nahe an an diesem Ideal dran.

Allerdings gehe ich davon aus, dass Korrektheit eher als so eine Art abstraktes Ideal, das nicht erreicht werden kann verstanden wird. 

 

Das liegt zum einen wahrscheinlich an simplen Copy & Paste. Denn teilweise ist die Beschreibung des Moduls selbst für einen Kurs nicht stimmig. Das kann ich mir nur so erklären, dass Teile aus einem Baukasten zusammen gestellt werden, und es keine Kontrolle der Ergebnisse gibt.

Wobei Baukasten wahrscheinlich falsch ist - das würde ein System voraussetzen, das so etwas unterstützt. Mein bisheriger Eindruck hinsichtlich der Tool Unterstützung der iu legt eher nahe, dass hier Copy & Paste benutzt wird. Man nimmt etwas, das so halbwegs passt und ändert dann Dinge um.

 

Hier mal ein Beispiel:

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Es gibt nichts ausser dem Prüfungsleitfaden.

Aber irgend woher sollen 30h Tutorium kommen.

Das ist extrem weit vertreten. Aber man könnte das ja einfach ignorieren. Ich meine, es ist ja ein Projektkurs, und da sind fast 4 Tage mehr Projektzeit doch nice, oder?

 

Gut, bei den Kursen mit Tutorium passt es auch nicht.

Da stehen auch die 30h drin, allerdings würde es mit den angeboten Tutorumsstunden ¨¨ber 2 Semester dauen, bis diese 30 Stunden erreicht sind. Da die meisten Studierenden einen Kurs pro Monat absolvieren, also eher.. um.. unwahrscheinlich.

Zu den 120h Selbststudium... die scheinen auch etwas hoch gegriffen zu sein. Aber egal.


Das ist ja auch alles Kleinkram.

 

Es gibt allerdings auch Kurse, die so rein von Prinzip aussehen, also sollten da Dinge unterrichtet werden.

Zitat

Qualifikationsziele des Moduls
Media Engineering

Nach erfolgreichem Abschluss sind die Studierenden in der Lage,

  • einen Überblick über die aktuellen, technischen Möglichkeiten der Virtual Reality zu geben.
  • die Grundbegriffe der Informatik, Mathematik und der objektorientierten Programmierung zu erklären und anzuwenden.
  • Methoden und Werkzeuge der Robotik zu dokumentieren.
  • Web-/Multimediagrundlagen und die Zusammenhänge der dazugehörigen Programmiersprachen (z.B. XHTML, XML, CSS3, etc.) zu verstehen.
  • Schaltungen und mikroelektronische Elemente im Zusammenhang mit digitalen Medien einzusetzen.
  • grafische Benutzeroberflächen, bzw. -schnittstellen (GUI) zu bewerten und zu gestalten

 

Das sind ... um... recht ambitionierte Ziele für einen einzelnen Kurs.

Wie werden die wohl erreicht?

 

Antwort: Man erstellt einen Prototyp von Irgendwas in VR/AR.

Kein Skript. Keine Tutorien. Und genau die gleiche Zeile zur Stundenverteilung wie oben gelistet.

Keine weiteren Kurse im Studiengang, die diese Themen behandeln. Also quasi nackig ins Thema und dann was basteln.

Gut, aber das ist doch kein Ding, oder?

 

Man beachte diesem Hinweis:

Zitat

Bezüge zu anderen Modulen im Studiengang
Ist Grundlage für alle weiteren Module aus dem Bereich Informatik & Software-Entwicklung

 

Ja, gut, dann haben sie wohl vergessen, das Wort "Projekt" in den Titel des Kurses zu setzen. Ist ja kein Ding.

Zitat

Beschreibung des Kurses
Die Studierenden setzen sich in diesem Kurs mit der technischen Seite der neuen Medien und
Themen wie z.B. „Virtual Reality“ und „Mensch-Maschine-Interaktion“ auseinander. Wie wird
eigentlich eine App programmiert? Oder eine Webseite? Was steckt hinter der Benutzeroberfläche?
Und wie sollte ein Graphic-User-Interface aufgebaut sein, damit der Benutzer damit intuitiv
zurechtkommt? Welche Programmiersprachen gibt es? Wie wird ein Mikroprozessor und seine
elektronischen Anbauteile gesteuert und zum Beispiel für Anwendungen der Virtual Reality
verwendet? Diesen Fragen wird im Laufe dieses Kurses auf den Grund gegangen und die
Grundlagen der objektorientierten Programmierung vermittelt.

 

"Diesen Fragen wird im Laufe dieses Kurses auf den Grund gegangen und die Grundlagen der objektorientierten Programmierung vermittelt."

Evtl. liegt es an mir, aber das klingt nicht wirklich wie ein Projekt.

 

Evtl. wurde der Kurs auch einfach nur nicht fertig, und sie haben beschlossen, aus dem Kurs einfach ein Projekt zu machen, da bequem? Und so ein Modulhandbuch ist ja auch geduldig und lesen tut das ja eh keiner.

 

In ein paar anderen Kursen hatte ich es auch schon, dass die Lernziele aus dem Modulhandbuch im Skript zwar erwähnt, aber nicht behandelt werden. Sie stehen bei den Lernzielen für die Lektion - das wars es dann aber auch schon. 

 

Wenn man sich jetzt noch kurz überlegt, dass diese Angaben Grundlage der Entscheidung für ein Studium sind / sein sollten und die Grundlage für die Anerkennung bei anderen Hochschulen sind, bekommt das alles schon ein G'schmächkle. Dann noch die ganzen inhaltlichen Fehler in den Skripten oden drauf, die man für die Klausur lernen muss. Die von den meisten Studierenden wohl nicht mal bemerkt werden.

 

Und evtl. wird dann verständlicher, warum ich nicht ganz so happy mit der einen oder anderen Sache an der iu bin.

 

 

Bearbeitet von DerLenny

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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Muddlehead

Geschrieben

Mich würde mal interessieren, was bei anderen FHs so abgeht, sobald du durch bist und weiter machst .  To put it into perspective 

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Ich kenne das von der Uni ganz anders. Da sind die Tutorienstunden wirklich sehr genau angegeben und werden eigentlich immer gehalten. Oft ist auch schon das Literaturverzeichnis angegeben. Natürlich gibt es Projektfächer oder Fächer , wo der Professor macht, was er will. Aber es wird vor der Anmeldung abgeklärt, dass der Dozent ein Projekt verlangt.

 

Bei ZFH/FH Trier habe ich kein Modulhandbuch gesehen. :O

Da steht überall einfach 300 h für 10 ECTS.

 

z.B.

 

DIe Module werden zwar erklärt auf der Webseite , aber es gibt PDF.

 

grafik.thumb.png.8f805ca3cc037c19471607c261f80c7c.png

 

grafik.png.36a355f2c3a5a8bae0072c4616718550.png

Ich muss sagen inhaltlich passt das ganz gut , da dies die Titel der Kapitel / Hefte sind.

 

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DerLenny

Geschrieben

vor 10 Stunden schrieb Pandamond:

Ich muss sagen inhaltlich passt das ganz gut

So sollte es ja auch sein :)

 

Ähnliche Angaben finden sich auch im Modulhandbuch der iu, sie stimmen nur nicht immer. Und in einigen Fällen kennen auch die Tutoren nicht die Beschreibung des Kurses aus dem Modulhandbuch. Oder haben das Skript nicht gelesen. Letzteres ist aber teilweise vorteilhaft, da Fehler die auf diese Art auffallen (Tutor erklärt Konzept, Skript sagt etwas anderes, Tutor ist irritiert, prüft nach "Jo, da passt was nicht im Skript"), oft schneller korrigiert werden.

 

So von meinen Erfahrungswerten gehe ich echt davon aus, dass man mangels Ressourcen hin und wieder mal "5 grade sein lässt" und sich nicht wirklich am Moduhandbuch orientiert.

 

Auch stimmen die angegebenen Lehrmethoden selten mit der Realität überein.

 

Bei Einzelfällen könnte man das mit einem Fehler erklären, aber in der Menge und laut Aussage Dritter auch Studiengangs übergreifend, scheint dies eher gewollt zu sein.

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Davy42

Geschrieben (bearbeitet)

habe in meinem Informatik Studium als Wahlpflicht "Augmented, Mixed und Virtual Reality" genommen.

Hier wurde das Modul 1 (5 ECTS) umgestellt so das zwischen Klausur und Workbook bewählt werden kann.

 

Das zweite Modul ist dann ein vollständiges Projekt inklusive Projektbericht in welchem auch erläutert werden muss welche agilen Projektmanagement-Methoden man gewählt hat und warum.

 

Dazu natürlich 3 Projekte (Ein Kinderbuch mit AR-Elementen, QR-Codes zum Aufkleben auf Geräte für Bedienungsanleitungen, Reparaturhinweisen etc. und noch ein Bürogebäude mit min. 10 Räumen, alle Interaktiv, also mit Gegenständen, Personen etc.)

 

Naja, nachdem ich die ersten Lernpfade mit der Unity Engine abgeschlossen hatte, war ich Feuer und Flamme. Das macht richtig Laune :)

Bearbeitet von Davy42
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DerLenny

Geschrieben

vor 4 Minuten schrieb Davy42:

"Nicht bewertbar da unbekanntes Tool genutzt" (Falls ich mich für A-Frame oder so entscheide)

Ich habe im Media Engineering Kurs einen Arbeit gesehen, die A-Frame genutzt hat.

Ist IMO die gleiche Tutorin, schreib sie ggf. vorher via Teams an. Sollte aber IMO kein Problem sein.

 

 

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sehe gerade das doch für alle drei Aufgaben Unity 3D vorgegeben ist...das hatte ich wohl überlesen

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