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Die Sache mit den Skripten und den Klausuren


DerLenny

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Das wird (hoffentlich) ein kurzer Blogpost. Ich hatte mir überlegt, einen längeren zu schreiben. Und hier (mal wieder) auf Fehler, falsche Interpretation von Quellen und unpassende Wahl von Quellen hinzuweisen.

Ich könnte es mir auch leicht machen und einfach nur das Zeug zusammen kopieren, dass ich der iu bereits geschickt habe und das ganze Zeug, dass ich noch nicht gemeldet habe wegzulassen.

 

Aber ehrlich gesagt, ist es mir inzwischen egal. Die iu hat kein Problem damit falsche Informationen an die Studierenden weiterzugeben oder die Skripte inhaltlich zu prüfen bevor sie an die Studierenden raus gehen. Und vielen Studierenden ist es auch egal, denen ist es eher wichtig wie schnell der Kurs durchgenommen werden kann, nicht ob die Informationen stimmen oder die inhaltliche Tiefe stimmt.

 

Dann hatte ich mir kurz überlegt, ob ich auf die strukturellen Probleme eingehe. Wenn Themen wild vermischt werden, die Betrachtungsebene zwischen Absätzen wild springt oder der rote Faden nicht so ganz passt.

 

Aber es ist mir langsam echt egal. Wenn die iu meint, es ist die beste Methode die Skripte durch Studierende prüfen zu lassen, dann ist es eben so. Wenn sie meint, das Lehrbücher für die Berufsschule die richtige Quelle für Hochschulskripte sind, und dass man Primärquellen nur in Hausarbeiten nutzen sollte - was solls? Die wissen ja schon was sie machen, richtig?

 

Warum dann der Post? 

Naja, weil die Skripte ja nicht nur falsche, sondern halt auch inkonsistente Informationen enthalten. Zwei aufeinanderfolgende Diagramme sagen unterschiedliche Dinge zum gleichen Thema aus, man findet unterschiedliche harte Werte zum gleichen Thema ein paar Seiten auseinander, in den Rechtskursen muss man sich entscheiden ob man lieber die Informationen aus dem Gesetz oder die im Skript zur Beantwortung der Frage heranzieht.

 

Falsche Information sind nach einiger Zeit gar nicht mehr so wild. Man gewöhnt sich dran, und die falschen Infos sind auch präsenter, da man sich drüber aufregt und diesen daher mehr Wert beigemessen wird. Wenn in einem Skript allerdings unterschiedliche Definitionen zum gleichen Begriff zu finden sind und sich Angaben widersprechen ist es halt doof. 

Wenn diese in einer Klausur abgefragt werden - welche Information nimmt man? Die aus Kapitel 1 oder 6? Die von Seite 111 oder Seite 129? Die aus Diagramm X oder Y? 

 

Evtl. hat man ja auch Glück, und die Themen werden nicht gefragt. Oder zumindest in der eigenen Klausur nicht. Oder die erwartete Antwort ist die einzig sinnige, weil weil sie im MC Teil gestellt wird und die anderen Antworten auf dem Niveau einer RTL2 Telefonquizshow sind.  Und ja, das kommt vor (allerdings auch MC Fragen, in denen keine Antwort richtig ist. Das beste Beispiel ist hier die Frage nach dem Namen eines Autors - vier Schreibweisen zur Auswahl, keine davon die korrekte.. argh, ich wollte doch nicht wieder mit Fehlern anfangen...).

 

Die Sache mit der Konsistenz ist eh so ein Ding. Wären die Skripte untereinander konsistent, dann wären mir die Fehler glaub auch nicht aufgefallen. Anfangs denkt man ja, dass die Skripte stimmen. Ich hab auch erst angefangen tiefer einzusteigen, als mehrere Skripte zum gleichen Thema unterschiedliche Dinge ausgesagt haben. Wären die Fehler konsistent, dann würden sie wohl auch weniger Leuten auffallen.

 

Wobei die iu das Problem auch auf andere Weise angeht. Wählt mein eine Zielgruppe, die weniger hohe Ansprüche hat, und Skripte nur oberflächlich für eine Klausur lernt um es danach zum größten Teil wieder zu vergessen, dann hat man das Problem auch nicht. 

 

Marketing, Sunk-Cost-Fallacy und das Schönreden des eigenen Studiums reichen ja auch scheinbar aus, damit die Außenwirkung nicht leidet. Und das ist ja wohl die Hauptsache.

 

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17 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Tja, schade nur, dass es so sehr auf die Skripte ankommt. Bei Hausarbeiten u. ä. könnte man die links liegen lassen und einfach was anderes lesen ;-)

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DerLenny

Geschrieben

vor einer Stunde schrieb Angelus:

Bei Hausarbeiten u. ä. könnte man die links liegen lassen und einfach was anderes lesen ;-)

Jo, bei Skripten mit schriftlichen Abgaben sage ich in der Regel auch nichts. Es sei denn, das Skript macht wirklich keinen Sinn und wir sind tief im BS Territorium.

Und schreibe ich halt einfach die Arbeit und gut ist.

 

Problematisch ist nur, dass für viele Studierenden die schriftlichen Arbeiten einfach extrem schwer sind. Daher schneiden diese auch bei den Evaluationen nicht so gut ab.

 

Die "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" war vor dem "neuen" Workbook eine Einführung in die verschiedenen Arbeitsformen bei der iu. Nur hat man sehrwenig Feedback bekommen. Man hat also "irgendwas" gemacht, minimales Feedback bekommen und so recht wenig gelernt.

Das neue Workbook versucht jetzt die Leuten irgendwie dazu zu bringen korrekt zu zitieren.

 

Die "Idee" hinter wissenschaftlichen Arbeiten wird aber selten vermittelt. Es geht mehr um das "wie," weniger um das "warum." Und dies sorgt bei späteren Arbeiten für Probleme. 

 

Dazu kommen die spezielleren Aufgabentypen bei der iu. 

Fangen wir mal an mit dem Projektbericht. Das Problem ist hier, dass die "Projekte" in der Regel von einer Person im Rahmen eines Monats umgesetzt werden. Und daher vom Umfang und Komplexität meist nicht die Projektkriterien erfüllen.  Laut Modulhandbuch sind hier 120h vorgesehen. Oder drei Wochen a 5 Personentagen. Nimmt man eine Woche für Themerabeitung und eine Woche zum Schreiben bleibt dann eine Woche für das "Projekt." 

Die Aufgaben selbst liegen aber eher so im Bereich 3-6 Monate für ein 6 Mann Team. Spricht man die Tutoren (wenn es welche gibt) darauf an, heißt es, man soll es eben dementsprechend simpler gestalten.  Dazu kommt, dass Projektberichte gerne auch mal ohne Skript und tutorielle Betreuung komme. Zu Gebieten, die bisher nicht behandelt wurden.

 

"Fallstudien" haben meist eine sehr ähnliche Aufgabenstellung wie Projektberichte. Und enthalten zu wenig Informationen um wirklich eine Fallstudie zu schreiben. Das Ergebnis geht dann meist in Richtung hypothetischer Projektbericht mit jeder Menge Annahmen. 

 

Workbooks sind nice - auch weil man die halt sehr schnell schreiben kann, wenn man mal ein Buch zum wissenschaftlichen Arbeiten gelesen hat und die grundlegenden Tools für Recherche und Schreiben hat. Hier der Hinweis auf die Probleme mit dem Kurs Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten.

 

Hausarbeiten und Seminararbeiten sind auf der einen Seite ideal. Man lernt eine Menge und kann sich tiefer in ein Thema einarbeiten. Auf der anderen Seite muss man sich selbstständig in ein Thema einarbeiten und wissenschaftlich arbeiten. Was nicht so der Schwerpunkt bei der iu ist. Die Studierenden an der iu werden auf "lern das Skript und gib es in der Klausur wieder" getrimmt.

Einarbeiten über das Skript hinaus ist nicht nötig und oft (wegen der Fehler im Skript) kontraproduktiv. Was dann zu Problemen führt, wenn man selbstständig ein Thema erarbeiten soll.

 

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Zitat

Das wird (hoffentlich) ein kurzer Blogpost.

 

Kurz ist ja auch ein relativer Begriff. 😉

 

Und ich bin froh, dass Du hier ausführlich geschildert hast, was Dir aufgefallen ist und Dich beschäftigt und stört.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Ja, könnte dort sicherlich mit einfließen, was so die generelle Strategie angeht.

 

Gibt aber bisher noch keinen Termin oder konkrete Planungen dafür, auch wenn schon mehrmals und seit längerer Zeit Interesse daran seitens der IU bekundet wurde.

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DerLenny

Geschrieben

vor einer Stunde schrieb Markus Jung:

Kurz ist ja auch ein relativer Begriff. 😉

Es sollte recht kurz werden.

Ich hatte mir erst überlegt was zu einem der Kurse zu schreiben, aber in dem passt so viel nicht. Und ist halt teilweise auf einer Ebene falsch, auf der man recht lange braucht um zu zeigen warum es falsch ist. Ähnlich bei der Einstufung der genutzten Quellen. Daher dachte ich, ich schreib nur kurz was zu den Unstimmigkeiten - aber das ist halt auch wieder länger geworden.

 

 

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lilienthal

Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe diesen Beitrag gelesen, weil ich über das Titelbild erschrocken war, und mich fragte, ob dir was schlimmes passiert ist. Kann ja immer sein, dass das Leben eine völlig andere Richtung nimmt, als man sich das ausgemalt hat. 

 

In dem Zusammenhang muss ich leider sagen, dass ich das Titelbild unpassend finde. 

Bearbeitet von lilienthal
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DerLenny

Geschrieben

vor 11 Minuten schrieb lilienthal:

 

In dem Zusammenhang muss ich leider sagen, dass ich das Titelbild unpassend finde. 

 

Das bIld ist unter "Despair" gelistet. 

Ich finde es - im metaphorischen Sinne -  passend. Ich dachte erst, das Studium wäre gut. Dann dachte ich, die iu wäre dran interessiert, die Qualität zu erhöhen.

 

Und jetzt überlege ich mir mal wieder ob ich die "Augen zu und durch" Methode oder lieber im 6ten Semester den Anbieter in 2 Studiengängen wechseln soll.

Daher passt auch der Text auf dem Bild überraschend gut.

 

Tut mir leid, dass das Bild falsch ankam. Ich hatte gehofft, dass durch den Blogtitel mögliche Gedanken in dieser Richtung vermieden werden könnten. Nochmal:: Sorry. Das war nicht meine Absicht.

 

 

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lilienthal

Geschrieben

Ok, ich dachte, es wäre irgendwie ein Versehen gewesen. Ich versteh schon, dass dich das an der iu nervt. Bei mir entsteht der Eindruck: die können sich das leisten. Flexibler und schneller kann man sonst nirgends studieren, damit punkten sie und es geht um Masse statt Klasse. Der Laden trägt sich durch die große Studentenzahl und ständig gibt es neue Testballons, ob ein hipper neuer Studiengang - zusammengestellt aus Modulen anderer Studiengänge - neue Studenten anlockt. Die Dozenten arbeiten auf Honorarbasis und aufgrund des üppigen Verdienstes und der guten beruflichen Perspektivensind sie natürlich auch sehr engagiert.

 

Das ist okay, wenn man es vorher schon so eingeschätzt hat und gerne sein Studium durchziehen möchte.

 

Aber, mit Verlaub: Jemand mit Liebe zum Detail, zu Korrektheit und zum "Wissen schaffen" wie du... ist da nicht gut bedient.

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IU Internation. Hochschule

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Lenny,

 

vielen Dank für deinen ausführlichen Blogbeitrag. Wir haben kürzlich in einem persönlichen Austausch die in deinem Blog geschilderten Punkte bereits diskutiert. Wie ich dir aufgezeigt habe, durchlaufen unsere Skripte während der Produktion einen strukturierten Qualitätssicherungsprozess, bei dem die Skripte formal wie inhaltlich auf unsere hohen Qualitätsstandards hin geprüft werden. Bereits veröffentlichte Skripte werden von uns periodisch aktualisiert unter Berücksichtigung der Studierenden-Feedbacks. Als Verantwortlicher für das Qualitätsmanagement Lehre im Fernstudium bin ich mir bewusst, dass sich bei Skripten und anderen Lehrmaterialien punktuell Mängel ergeben können, die wir – wie oben geschildert – laufend korrigieren. Deine Aussage, dass die IU kein Problem damit hat, falsche Informationen an die Studierenden weiterzugeben, kann ich deshalb in keiner Weise so stehen lassen. Ebenso wenig deine Bemerkung, dass es vielen Studierenden egal sei, ob die Informationen oder die inhaltliche Tiefe stimmen. In den Tutorien, die ich in meiner anderen Funktion als Professor an der IU gebe, treffe ich immer auf neugierige, aufgeschlossene und konstruktiv-kritische Studierende, mit denen ich die Inhalte der von mir verantworteten Kurse diskutieren und vertiefen kann. Und gleiches gilt für meine Professor-Kolleg:innen und Tutor:innen hier an der IU. 

 

Gleichzeitig weißt du, dass wir deine Kommentare und Feedbacks stets ernst nehmen, da sie uns in der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung unserer Lehrangebote unterstützen. Ich habe diejenigen Punkte in deinem Blogbeitrag notiert, die wir noch nicht persönlich besprochen hatten. Unser Korrekturmanagement ist bereits darüber informiert und nimmt sich der entsprechenden Anpassungen an. 

 

In diesem Sinne auf einen weiteren, qualitativ konstruktiven Austausch mit dir!

 

Prof. Dr. Markus Prandini

Akademische Leitung Qualitätsmanagement Fernstudium

Bearbeitet von IU Internation. Hochschule
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DerLenny

Geschrieben

vor 9 Minuten schrieb lilienthal:

Jemand mit Liebe zum Detail, zu Korrektheit und zum "Wissen schaffen" wie du... ist da nicht gut bedient.

 

Danke.

Ich bin eigentlich nur zum Fernstudium gekommen, weil ne Freundin sich angemeldet hat, und ich dachte, hajo, da mach ich mit. 

 

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es wirklich ein iu Problem ist, oder ich einfach zu hohe Ansprüche an die Skripte hab. Aber ohne Vergleich von anderen Hochschulen ist das echt schwer zu sagen. Für die Master gehts an eine andere Hochschule. Und ich hab da die Hoffnung, dass es da besser wird.

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DerLenny

Geschrieben (bearbeitet)

vor einer Stunde schrieb IU Internation. Hochschule:

Wir haben kürzlich in einem persönlichen Austausch die in deinem Blog geschilderten Punkte bereits diskutiert. Wie ich dir aufgezeigt habe, durchlaufen unsere Skripte während der Produktion einen strukturierten Qualitätssicherungsprozess, bei dem die Skripte formal wie inhaltlich auf unsere hohen Qualitätsstandards hin geprüft werden.

 

Wenn ich mich richtig an dieses Gespräch erinnere, geht es in diesem Prozess primär um die Einhaltung der Deadlines. Von Seiten einiger Personen, deren Aufgabe es ist, bei der iu Skripte zu begutachten, habe ich das Feedback bekommen, dass sie zwar auf Punkte hinweisen, die Umsetzung aber nicht unbedingt Voraussetzung für eine Freigabe ist.

 

Ich möchte hier auch auf die ganz üblen Ausreisser hinweisen, in denen ganze Sätze sinnlos waren und ein ganzes Kapitel nicht zum Thema gepasst hat. Da ist die Tatsache, dass es nicht die Eigenleistung des Autors sondern schlecht übersetztes Zeug von Internetseiten war fast nebensächlich. Oder die Vielzahl anderer Probleme, die ich in den letzten Jahren gemeldet habe. Und die anteilig noch immer falsch im Skript stehen und abgefragt werden.

 

Wenn es "hohen Qualitätsstandards" gibt, wie erklären sich die Punkte? 

 

Zitat

Deine Aussage, dass die IU kein Problem damit hat, falsche Informationen an die Studierenden weiterzugeben, kann ich deshalb in keiner Weise so stehen lassen.

 

Ich habe gerade mal eine Mail von Juni 2020 rausgesucht - der Fehler ist noch immer im entsprechenden Skript. Der Fehler ist dem Prüfungsamt, der Tutorin und der Modulverantwortlichen bekannt. Er wird in der Klausur abgefragt (ich hatte die Frage).

Ich schau aber gern nochmal im Juni dieses Jahres und schick dann ne Mail zum 2-jährigen.

 

Ich könnte jetzt noch ein paar andere Dinge checken, aber es ist mir inzwischen einfach die Mühe nicht mehr wert, da ich keinerlei Verbesserung sehen kann. Wirf mal nen Blick auf die Kurse die im Dezember veröffentlicht wurden.

 

Dazu kommen die Kurse in denen ich nur leise stöhne, aber kaum was sage, da schriftliche Prüfungsform. Oder die Kurse, die ich abgeschlossen habe, als ich noch dachte "was im Skript steht wird schon stimmen," und erst bei der Wiederholung mit anderen Kommilitonen auf die Unstimmigkeiten aufmerksam wurde. Auch hier finden sich einige Beispiele von "Sinn: Dieser Satz macht keinen" und einer hohen WTF Frequenz.

 

Es kann nicht der Job der Studierenden sein, die Skripte der Hochschule zu korrigieren.

Dennoch scheint dies notwendig zu sein. Denn den Tutoren scheinen die Fehler nicht aufzufallen. Was man bei kleineren Dingen schon verstehen kann - aber da sind halt schon Hämmer dabei.

 

Wenn die Skripte die Qualitätsstandards der iu entsprechen, dann haben wir glaube ich sehr unterschiedliche Ansichten von "hohen Ansprüchen."

 

Und da du unser Gespräch angesprochen hast - das war das wo nach 3 Monaten jemand anders auf die Mail geantwortet hat, und ich so (versehentlich?) informiert wurde, dass in dem Kurs (trotz anderer Angabe im Modulhandbuch) kein Tutor vorgesehen ist.

Wie mit den expliziten Widerspruch des Rechtskurs mit dem Gesetzestexten in der Klausur umzugehen ist, ist auch seit nem Vierteljahr in der Schwebe. Und den Kurs gibt es schon ne Weile.

 

Ich lehne mich hier mal ganz weit ausm Fenster und sage, wenn ich mir denke "das kann nicht stimmen" im Gesetz nachschlage, und dieses was komplett anders sagt als das Skript - dann sollte irgendein fachkundiger Leser (Korrektor/ Tutor/ MV) dies auch bemerken. 

 

Jetzt gibt es mehrere Optionen:

  1. ihr habt nen Qualitätscheck, und die Sachen sind euch aufgefallen. Dann sind bewusst falsche Skripte im Umlauf. Was nicht für einen hohen Anspruch spricht.
  2. ihr habt keinen inhaltlichen Check. Was nicht für einen hohen Anspruch an die Qualität spricht
  3. ihr lasst es von Leuten prüfen, die nicht geeignet sind, die Prüfung durchzuführen. Auch hier komme ich wieder zum Schluss, dass der Anspruch in diesem Fall nicht sehr hoch sein kann.

 

Wenn du eine Option findest die eine inhaltliche Prüfung durch Korrektoren (mit Fachwissen) mit anschliessender Anpassung einschließt und es schafft die hohe Menge an Fehlern  in einer großen Menge an Skripten unter einen Hut zu bringen: Ich bin ganz Ohr.

 

Aktuell scheint die Evidenz in eine andere Richtung zu deuten.

Bearbeitet von DerLenny
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Konntest du eigtl. schon mal Skripte anderer Hochschulen damit vergleichen? Müsste ja nicht mal das gleiche Thema sein, manchmal reicht ja offenbar schon der Blick in die Quellen, so wie ich dich verstehe.

 

 

 

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DerLenny

Geschrieben

vor 6 Minuten schrieb narub:

Konntest du eigtl. schon mal Skripte anderer Hochschulen damit vergleichen?


Nicht wirklich. Die Skripte sind ja nicht frei verfügbar. Hin und wieder habe ich bei Recherchen Material anderer Hochschulen im Netz gefunden. Aber keine Lehrbriefe. Ich könnte es also maximal mit anderer Sekundärliteratur (wie Lehrbüchern) vergleichen. 

Von den Modulhandbüchern kann ich aber en paar Rückschlüsse auf den Aufbau der Kurse schließen (konsekutiver im Vergleich zu den Kursen der iu), aber ich kann nicht sagen, wie die Inhalte in den Lehrskripten vermittelt werden.

 

Ich kann allerdings Vergleiche zu den öffentlich zugänglichen Vorlesungen einiger anderer Hochschulen ziehen. Davon allerdings nur eine deutschsprachige (eine österreichische Vorlesung zu Medien- und Kommunikationswissenschaften) und einige englische zu verschiedenen Aspekten der Psychologie, Informatik und Medientheorie. Die in der Regel auf kursbegleitende Fachbücher verweisen anstatt auf Lehrbriefe. Da dies ein anderes Konzept als das der iu ist, bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ein solcher Vergleich fair wäre. Auch da die zur Verfügung gestellten Vorlesungen/ Vorlesungsreihen meist von Koryphäen aus den jeweiligen Bereichen gehalten wurden die nicht nur wortwörtlich das Buch zu dem Thema geschrieben haben, sondern darüber hinaus auch sehr gut darin sind, diese Konzepte rüber zu bringen.

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vor 26 Minuten schrieb DerLenny:


Nicht wirklich. Die Skripte sind ja nicht frei verfügbar. Hin und wieder habe ich bei Recherchen Material anderer Hochschulen im Netz gefunden. Aber keine Lehrbriefe. Ich könnte es also maximal mit anderer Sekundärliteratur (wie Lehrbüchern) vergleichen. 

Von den Modulhandbüchern kann ich aber en paar Rückschlüsse auf den Aufbau der Kurse schließen (konsekutiver im Vergleich zu den Kursen der iu), aber ich kann nicht sagen, wie die Inhalte in den Lehrskripten vermittelt werden.

 

Ich kann allerdings Vergleiche zu den öffentlich zugänglichen Vorlesungen einiger anderer Hochschulen ziehen. Davon allerdings nur eine deutschsprachige (eine österreichische Vorlesung zu Medien- und Kommunikationswissenschaften) und einige englische zu verschiedenen Aspekten der Psychologie, Informatik und Medientheorie. Die in der Regel auf kursbegleitende Fachbücher verweisen anstatt auf Lehrbriefe. Da dies ein anderes Konzept als das der iu ist, bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ein solcher Vergleich fair wäre. Auch da die zur Verfügung gestellten Vorlesungen/ Vorlesungsreihen meist von Koryphäen aus den jeweiligen Bereichen gehalten wurden die nicht nur wortwörtlich das Buch zu dem Thema geschrieben haben, sondern darüber hinaus auch sehr gut darin sind, diese Konzepte rüber zu bringen.

Um was für Fächer geht es?

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DerLenny

Geschrieben (bearbeitet)

vor 10 Stunden schrieb Pandamond:

Um was für Fächer geht es?

Meinst du jetzt spezielle Kurse zum Vergleichen?

Da ich in in zwei intradisziplinären Studiengängen bin, ist die Liste recht lang: Vernetzte Systeme, Algorithmen und Datenstrukturen, Mathematik, Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Medienrecht, IT-Recht, Projektmanagement, Agile Methoden, Agiles Projektmanagement, Digitale Busines Modelle, Online-, Social- und Content- Marketing, Statistik, Data Science, Data Visualization, HCI, Mediendesign (Application Design, Mobile Design, Typographie), UID, Verhaltensforschung, alg psy, bio psy, soz psy, komm psy, medien psy, organisations psy, pos psy, behavioral economics, Evolutionsbiologie.

 

Wenn du Vorlesungen auf YT meintest - das wäre eine lange Liste. Eine sehr gute Vorlesungsserie ist aber definitiv:

Sapolsky - Evolutionary Biology.

Von der schwärme ich regelmäßig und pushe sie, so gut ich kann 🙃

 

Evtl. mach ich mal eine Liste guter Vorlesungen und anderer Quellen in nem weiteren Blogeintrag. Oder in einem Blogpost nach Themengebiet.

 

 

 

 

Bearbeitet von DerLenny
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