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Zwei seltsame Ideen zur Verbesserung der Lehrqualität


DerLenny

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Hier sind zwei simple Ideen, die mit einem sehr geringen Aufwand umgesetzt werden können, die IMHO jedoch eine große Auswirkung auf vieles haben könnten.

 

1) Handschriftliche Bestätigung des Modulverantwortlichen, dass er das Skript geprüft hat und voll hinter den Inhalten des Skripts steht. Wenn diese nicht geleistet werden kann: Report der Punkte, die angepasst werden müssen.

 

2) Regelmäßige (einmal/ zweimal pro Semester?) Prüfungsleistung der Tutoren.

 

Durch diese zwei Schritte würden viele Probleme durch die Verantwortlichen und nicht durch die Studierenden gefunden werden.

 

Aktuell werden Skripte extern beauftragt, geschrieben. Viele Tutoren und MVs sind nicht wirklich begeistert von der Qualität der Skripte. Bei externen Tutoren (zum Beispiel in Sprints) sind die Äußerungen teilweise deutlich drastischer.

Vorschlag 1) würde viele Probleme im Skript direkt aufzeigen.

 

Vorschlag 2 würde dafür sorgen, dass die Tutoren die Skripte kennen. Man sollte annehmen, dass dies auch so schon so wäre. Allerdings gehen die Tutoren oft davon aus, dass ihre Erfahrung und Fachkenntnis ein genaues Lesen des Skripts überflüssig macht.

Das Durcharbeiten des Skripts, Beantwortend er Fragen zur Prüfungszulassung und das regelmäßige Ablegen der Prüfung dürfte auch viele Probleme im Skript, den Fragen zur PZ und in den Klausuren zu tage fördern. Und dafür sorgen, dass die Tutoren wissen, wie der Ablauf der Klausur ist. Und nein, auch das ist aktuell nicht immer der Fall.

 

Kostenloser Bonusvorschlag 1) Evaluation der Klausur direkt nach der Klausur. Bonusvorschlag 2) Evaluation des Kurses nach Abschluss - und nicht um sich zur Prüfung anmelden zu könne. Letzteres sorgt für ein Aussage zu einem Zeitpunkt, an der die Studierenden wirklich den kompletten Prozess (inkl. der Eignung der Materialien zur Prüfungsvorbereitung) wirklich einschätzen können und nicht mehr befürchten müssen, dass ihre Angaben gegen sie verwendet werden (und ja, das ist eine häufig geäußerte Befürchtung, wenn man Studierende darauf anspricht).

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25 Kommentare


Empfohlene Kommentare

KanzlerCoaching

Geschrieben (bearbeitet)

Im Prinzip finde ich Ihre Ideen interessant. Aber verschiebt das die Verantwortung für die Qualität des Skripts nicht zu sehr auf die Tutoren?

 

Dazu kommt, dass der extern beauftragte Tutor das schwächste Glied in der Kette innerhalb der Institution ist. Ich weiß nicht, wie die Verträge solcher Tutoren aussehen, gehe aber davon aus, dass sie zeitlich relativ eng begrenzt sind.

 

Wissen Sie mehr darüber, wie der Status der Modulverantwortlichen ist?

Bearbeitet von KanzlerCoaching
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DerLenny

Geschrieben (bearbeitet)

vor 1 Stunde schrieb KanzlerCoaching:

Dazu kommt, dass der extern beauftragte Tutor das schwächste Glied in der Kette innerhalb der Institution ist. Ich weiß nicht, wie die Verträge solcher Tutoren aussehen, gehe aber davon aus, dass sie zeitlich relativ eng begrenzt sind.

.

Hier ging es mir auch wirklich weniger um "Fehler im Skript" als um "Kennen des Skripts" mit der Möglichkeit hier Fehler zu finden. Ich denke der Modulverantwortliche würde, wenn er wirklich bestätigt hinter dem Skript zu stehen schon ein Interesse daran haben, dass es korrekt ist, wodurch die Verantwortung des Tutors nur darin liegen würde das Skript und den Ablauf, durch den die Studierenden gehen, zu kennen. 

Der Vorteil der Prüfungsabnahme würde sich auch im Laufe der Zeit relativieren, da der Tutor bei jeder Korrektur ja die erwarteten Antworten sehen würde - aber es würde zumindest am Anfang eine Auseinandersetzung mit dem Skript und dem Prüfungsablauf erfordern.

 

vor 1 Stunde schrieb KanzlerCoaching:

Wissen Sie mehr darüber, wie der Status der Modulverantwortlichen ist?

Nichts konkretes, und das meiste über Aussagen von Tutoren und MVs aus Gesprächen. So rein von der Idee her sollten MVs die Hoheit über Skript und Prüfungsfragen (hier natürlich in Abstimmung mit dem Prüfungsamt und unter Beachtung der jeweiligen Bestimmungen) haben.

 

Es sollte, wenn eine schriftliche Abnahme des Skripts durch den MV erfolgt, auch einen definierten Fail-Case geben: Was passiert, wenn der MV nicht hinter dem Skript steht? Ab wann wird der MV in den Prozess integriert? Ein zu frühe Integration geringe Integration könnte eine Desensitivierung zu Folge haben. Eine spätere Einbindung könnte diese verhindern, hat natürlich dann wieder Implikationen auf den Zeitplan.

 

Eine langfristig nützliche Option wäre sicher die Einführung von Quality Gates durch den kompletten Lebenszyklus eines Lehrbriefes. Hier könnte ich mir Gates für Struktur und Umfang, Quellen pro Sinnabschnitt, Freigabe der einzelnen Lektionen auf Kapitelstufen Ebene und finale Prüfung vorstellen. Dies sind natürlich nur grobe Ideen.

 

Wichtig wäre in einer frühen Stufe vor allem die Prüfung der Quellen und die Passung von Thema und Quelle. In einem Psychologieskript würde ich zum Beispiel erwarten, dass Papers als Quelle für Psy. Themen genutzt werden. Ich habe Psy Kurse, die hier Lehrhefte von Berufsausbildungen und Sekundärlitertatur aus anderen Disziplinen nutzen, was zu "interessanten" Konstellationen sorgt. Hier auf einer gleichbleibenden fachl. Ebene zu bleiben könnte schon viele Probleme der aktuellen Skripte bereits vor der Erstellung minimieren.

 

Ein Quality Gate Reporting in Kombination mit einem Reporting der zur Laufzeit des Kurses gemeldeten Fehlern könnte auf der Steuerungsebene gute Erkenntnisse liefern.

 

Dazu ein passender Prozess für die Erstellung und ein definierter Korrekturprozess, durch den auch eine Übersicht der Korrekturen ("Errata Liste") möglich ist. Dies würde es auch erlauben, ein frühere Version eines Lehrbriefes durch Ausdrucks der Errata auf einen neuen Stand zu bringen. Aktuell ist dies nicht vorgesehen. Updates der Lehrbriefe gehen nicht implizit mit einer Änderungshistorie einher. Was schon viele Studierende verunsichert hat, wenn sie kurz vor der Klausuranmeldung sehen, dass sich das Skript geändert hat (auch dies wird aktuell nicht aktiv kommuniziert, stellenweise ist dies nur durch manuellen Abgleich des Änderungsdatums in MyCampus ersichtlich).

 

Das Augenmerk für einen solchen Korrekturprozess sollten auf der Transparenz der Änderungen und der aktiven Kommunikation der Änderungen zum Kunden hin liegen.

 

Generell würden die Kunden/ Studierenden von einer nutzerzentrierte Betrachtung des Ablaufs profitieren. Aktuell scheint dies, auch über das Themengebiet der Skriptverbesserungen hinaus, keine hohe Priorität zu sein.

Bearbeitet von DerLenny
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KanzlerCoaching

Geschrieben

vor 12 Minuten schrieb DerLenny:

Eine langfristig nützliche Option wäre sicher die Einführung von Quality Gates durch den kompletten Lebenszyklus eines Lehrbriefes. Hier könnte ich mir Gates für Struktur und Umfang, Quellen pro Sinnabschnitt, Freigabe der einzelnen Lektionen auf Kapitelstufen Ebene und finale Prüfung vorstellen.

 

Gleich, um welche Hochschule, um welchen Anbieter von Bildungsleistungen es geht: Ein Qualitätsmanagement, das den Begriff wirklich wert ist, sollte integraler Bestandteil des Prozesses sein. Und wenn eine Hochschule akkreditiert werden will oder die Akkreditierung überprüft wird, dann sollte das Bestandteil des Akkreditierungsprozesses werden, ein Bestandteil, der einen hohen Stellenwert hat.

 

Im konkreten Fall sehe ich die Vorschläge für die Modulverantwortlichen ähnlich wie ich es schon bei den Tutoren geschrieben habe: durchaus nützlich für einen ersten Schritt, aber mir fehlt die Durchschlagskraft.

 

Wenn Modulverantwortliche und Professoren nicht wirklich Verantwortung übernehmen müssen für das, was da in ihrem Fachbereich übern Tisch geht, sind alle Versuche einer Verbesserung der Skripten ein mehr oder weniger zahnloser Tiger. Man versucht, am Symptom ein wenig Linderung zu schaffen. Die wirklichen Stellschrauben müssen sich aber nicht bewegen.

 

So, wie die Erstellung und Genehmigung von Studiengängen passiert und wie immer wieder bei einigen Studiengängen/Skripten grobe Fehler zutage treten können (und - ich vermute das mal - auch dürfen bzw. billigend in Kauf genommen werden) scheint mir das eher ein Systemfehler als individuelles Versagen einzelner Personen zu sein.

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DerLenny

Geschrieben

vor 25 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Im konkreten Fall sehe ich die Vorschläge für die Modulverantwortlichen ähnlich wie ich es schon bei den Tutoren geschrieben habe: durchaus nützlich für einen ersten Schritt, aber mir fehlt die Durchschlagskraft.

Das ist richtig. Aber es wäre ein erster Schritt :)

 

vor 25 Minuten schrieb KanzlerCoaching:

Wenn Modulverantwortliche und Professoren nicht wirklich Verantwortung übernehmen müssen für das, was da in ihrem Fachbereich übern Tisch geht, sind alle Versuche einer Verbesserung der Skripten ein mehr oder weniger zahnloser Tiger.

Ich habe in einigen Kursen eine aktive Distanzierung von den Skripten erlebt.

 

Daher auch die Idee einer früheren Involvierung der fachl. Verantwortlichen in den Erstellungsprozess und die Einführung von Quality Gates. Das wäre allerdings eine größere Änderung - die beiden Vorschläge im Eingangspost wären mit minimalen Aufwand umsetzbar und würden direktes Feedback generieren, welches dann als Grundlage für weitere Schritte dienen könnte.

 

Und natürlich ist es auch nur ein Blogpost, kein detallierter Vorschlag. Eher ein Einstieg in ein Brainstorming.

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KanzlerCoaching

Geschrieben

vor 33 Minuten schrieb DerLenny:

 

Und natürlich ist es auch nur ein Blogpost, kein detallierter Vorschlag. Eher ein Einstieg in ein Brainstorming.

 

Was für ein Glück - und das meine ich ganz ernst! - für die IU, dass sie Studenten wie Sie hat!

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Zitat

Und dafür sorgen, dass die Tutoren wissen, wie der Ablauf der Klausur ist. Und nein, auch das ist aktuell nicht immer der Fall.

Da würde ich eigentlich anfangen.

Manchmal bekommt der Tutor gar nicht die relevanten Information bzw. wird quasi von der Hochschule sabotiert.

Und andere haben offensichtlich gar keine Lust sich damit genau zu beschäftigen (wie Du ebenso angemerkt hast) und denken das bisschen Lehre können sie aus dem FF. Die sind mir am Liebsten 😈.

 

So eine regelmässige Prüfungsleistung wie von Dir angedacht wäre wirklich sehr interessant. Das setzt natürlich voraus, dass der Brötchengeber wirklich etwas verbessern möchte und nicht nur das Min/Max-Prinzip im kurzfristigen Sinne verinnerlicht hat.

 

Besonders aufwändig wäre das ja nicht: Dem Bewerber für die Tätigkeit einfach eine der letzten Klausuren vorsetzen. Dann wissen auch diese, worauf sie sich einlassen. Anhand der Fragen und deren Formulierung kann man ja auch schon sehr viel erkennen.

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Student3185

Geschrieben

Am 27.1.2022 um 12:27 schrieb KanzlerCoaching:

 

Was für ein Glück - und das meine ich ganz ernst! - für die IU, dass sie Studenten wie Sie hat!

Wundert mich ehrlich gesagt schon länger, dass da von der IU noch kein Angebot kam, im Bereich QM mit einzusteigen.

Ich als Anbieter würde mir so eine Chance nicht entgehen lassen. Einerseits jemanden an Land zu ziehen der sich mit den Inhalten tiefergehend auseinandersetzt und andererseits nicht alle paar Tage/Wochen hier am "Pranger" zu stehen :) 
 

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Am 28.1.2022 um 16:11 schrieb Student3185:

Wundert mich ehrlich gesagt schon länger, dass da von der IU noch kein Angebot kam, im Bereich QM mit einzusteigen.

So wünschenswert es auch wäre, so eine Gedanke ist doch deutlich praxisfremd. In der Realität fällt mit bei QS nur der Zitronenfalterspruch ein. Aber bitte nicht falsch verstehen. Wenn es richtig angegangen wird kann QM sehr viel positives für ein Unternehmen bewirken.

 

Andererseits ist die Umsetzung in vielen Unternehmen eher gegengerichtet, was auch vor ein paar Jahren Regulierungsbehörden im Pharma-Bereich erkannt haben.

 

Dazu müsste erst noch wissen ob Lenny hier überhaupt seine Seele verkaufen würde. 😉

 

Am 28.1.2022 um 16:11 schrieb Student3185:

Ich als Anbieter würde mir so eine Chance nicht entgehen lassen. Einerseits jemanden an Land zu ziehen der sich mit den Inhalten tiefergehend auseinandersetzt und andererseits nicht alle paar Tage/Wochen hier am "Pranger" zu stehen :) 

🙂 Naja, ich hoffe mal das die Entscheider in dem betreffenden Unternehmen ihren Kurs wohlüberlegt gewählt haben. Die Einstellung von kompetenten Personen scheint ja kaum eine Priorität zu haben.

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Sorry wenn das so angekommen ist, wobei ich nicht genau verstehe was Du kritisierst. Ich möchte damit niemanden einzeln oder persönlich angreifen. Es gibt nur meine allgemeine Beobachtung wieder. Dergleichen kann man auch bei anderen Unternehmungen beobachten.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Zitat

Bei aller (berechtigter) Kritik: dein letzter Satz ist unangemessen, @WiInfo

 

Das sehe ich auch so. Denn der Satz impliziert, dass die Mitarbeiter:innen der IU inkompetent wären. Und das finde ich in dieser pauschalen Form schon eine Beleidigung den Mitarbeitenden gegenüber, die ich bei vielen Kontakten als sehr engagiert erlebt habe und für die Probleme an der IU gibt es nach meinem Eindruck viele andere Ursachen. Natürlich kann es sein, dass es auch dort wie bei anderen Unternehmen Menschen gibt, die für ihren Aufgabenbereich weniger geeignet erscheinen mögen. Als allgemeine Feststellung finde ich das jedoch problematisch.

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DerLenny

Geschrieben

Ich gehe auch davon aus, dass das Problem nicht auf der Personalebene liegt. Es ist eine Frage der Priorisierung und damit des Budgets.

 

Beispiel:

Wenn ein Studiengang erst angekündigt werden würde, wenn die Module aus dem ersten Semester abgenommen sind, dann könnte mehr Zeit auf die Qualitätssicherung fallen. Was natürlich die Qualität erhöhen würde, da dann die qualitative Abnahme des ersten Semesters den Startschuss bilden würde. 

Ebenso könnte ein Studierenden-zentrierter-Ansatz helfen. Bestes Beispiel ist hier das aktuelle Rebranding: Im Web sieht das gut aus - wie die Lehrmittel gestaltet werden sollen wurde hier allerdings nicht betrachtet, was dann zu Folgeproblemen geführt hat.

 

Das primäre Ziel scheinen "mehr Studierende" zu sein, was durch eine breitere Aufstellung und mehr Marketing erreicht werden kann. Ich denke, wenn die QM und Kursentwicklung für ein paar Jahre das Marketing Budget bereit gestellt bekommen würde, würde auch die Qualität deutlich steigen.

 

 

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vor 6 Stunden schrieb Markus Jung:

Das sehe ich auch so. Denn der Satz impliziert, dass die Mitarbeiter:innen der IU inkompetent wären. Und das finde ich in dieser pauschalen Form schon eine Beleidigung den Mitarbeitenden gegenüber, 

Würde ich soetwas ausdrücken wollen, hätte ich in etwa folgendes geschrieben: Alle Mitarbeiter der IU sind inkompetent oder die IU allgemein ist inkompetent. Das ist aber sicher nicht der Fall.

 

Bitte weniger Phantasie bei euren Deutungen und fragt lieber mal nach, wie genau ein Satz gemeint ist (Das war IMHO auch in den Wünschen für die Foren-Kultur mit dabei).

 

Ich habe sicher nicht die Kompetenz der Belegschaft bewertet sondern die Prioritäten dieser Unternehmung.

 

Und ich habe hier schon mehrmals erwähnt und beschrieben, dass die IU nach meiner Sicht ein ungesundes Wachstum anstrebt. Und hier kommt die IU schlicht nicht hinterher genügend kompetente Personen für sich zu gewinnen. Es ist also offensichtlich nicht deren Priorität.

 

Darunter leiden zu nächst die bezahlenden Studenten aber auch viele Mitarbeiter dieser Institution. Es ist schlicht infam, mir hier noch eine Beleidigung der Angestellten unterstellen zu wollen.

 

Zu weiteren unreflektierten Anwürfe werde ich mich an dieser Stelle nicht mehr äußern, um nicht weiter OT zu sein. Die Schilderungen der Probleme der IU sind ja schon Legion.

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Und wieder machst du den gleichen  Fehler:

vor 5 Minuten schrieb WiInfo:

Und hier kommt die IU schlicht nicht hinterher genügend kompetente Personen für sich zu gewinnen. Es ist also offensichtlich nicht deren Priorität.

Dieser Satz impliziert, dass die IU auch inkompetente Personen anstellt. Das hat nichts mit "infam" oder Phantasie zu tun.

 

Du meinst vielleicht was anderes, dann schreib es aber auch so. Möchtest du ausdrücken, dass das QM nicht ausreichend besetzt ist?

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vor 1 Minute schrieb Jott-En:

Und wieder machst du den gleichen  Fehler:

Dieser Satz impliziert, dass die IU auch inkompetente Personen anstellt. Das hat nichts mit "infam" oder Phantasie zu tun.

Natürlich stellen Unternehmen (auch die IU) auch inkompetente Personen ein. Willst Du das ernsthaft bestreiten?

 

Es geht hier doch nicht nur um QM, wie oft angesprochen wird. Der IU mangelt es anscheinend bei vielen angebotenen Modulen am qualifizierten Personal. Teilweise können sie die versprochenen und bezahlten Leistungen mangels geeigneter Personen gar nicht erbringen.

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vor 15 Stunden schrieb DerLenny:

Wenn ein Studiengang erst angekündigt werden würde, wenn die Module aus dem ersten Semester abgenommen sind, dann könnte mehr Zeit auf die Qualitätssicherung fallen.

Ich habe naiver-weise immer angenommen, dass alle Module fertig sein müssen bevor z. B. die ZFU ihren Segen gibt...

 

Ansonsten habe ich von meiner Historie her einen anderen Sinn für QS. Hier gibt es ja öfter Beispiele, bei der selbst bei einer ganz unbefangene Person die Alarmglocken läuten. Da werden ja eher grundlegende Funktionen nicht eingehalten. Da kann mehr QS (in meinem Sinne) auch nicht helfen oder würde sogar momentan kontraproduktiv wirken.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

vor 6 Stunden schrieb WiInfo:

Ich habe naiver-weise immer angenommen, dass alle Module fertig sein müssen bevor z. B. die ZFU ihren Segen gibt...

 

Es gibt bei der ZFU die „vorläufige Zulassung“, dazu heißt es unter https://zfu.de/antraege.html:

 

Zitat

Ein Antrag auf vorläufige Zulassung bietet Ihnen die Möglichkeit, einen Lehrgang anzubieten, obwohl das Lernmaterial noch nicht komplett fertig erstellt ist. Voraussetzung ist allerdings ein vollständiges Lehrgangskonzept, dargestellt in der abgeschlossenen Lehrgangsplanung.

 

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DerLenny

Geschrieben

vor 31 Minuten schrieb Markus Jung:

Voraussetzung ist allerdings ein vollständiges Lehrgangskonzept, dargestellt in der abgeschlossenen Lehrgangsplanung.

 

Doofe Frage, wen sowohl das Modulhandbuch fehlerhaft ist, als auch das Lehrmaterial noch nicht fertig - was genau wird hier geprüft, wenn die Zulassung trotzdem erteilt wird?

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Hier findest Du das Antragsformular. Darin ist ausgeführt, welche Informationen und Anlagen für den Antrag notwendig sind:

 

https://zfu.de/files/Veranstalter/Antraege/Zulassungsantrag Hochschule.pdf

 

Wobei bei akademischen Studiengängen soweit ich weiß die Akkreditierung als wesentliches Instrument der Qualitätssicherung gesehen wird, während bei Fernlehrgängen ein Gutachten erstellt wird. Wie das bei systemakkreditierten Studiengängen gehandhabt wird, kann ich nicht beurteilen.

 

Das Modulhandbuch ist auf jeden Fall vorzulegen. 

 

Wenn Du da tiefer einsteigen möchtest, kannst Du ja mal eine Anfrage bei der ZFU stellen.

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Was ich bei der IU auch aktuell nicht gut finde: Die Dozenten wechseln häufig. Be manchen Modulen alle 12 Monate... wie sollen die Studenten damit umgehen?  Der neue Dozent löscht dann auch gerne mal ganz schnell die Vorlesungen, Berichte, Tutorien des Vorgängers...  Es gibt dann ganz neue Aufgaben. So beim Master Projektmanagement erlebt. Also auch im Studium Psychologie. Das nervt total.  Keinerlei Konstante - das ist für die Studenten sehr schwer voranzukommen, denn bei einem Wechsel des Dozenten gibt es andere Vorgehensweisen etc....

 

Der Dozent wird auch dadurch immer mehr zur "Austauschware" degradiert... so sehe ich das. Schmückendes Beiwerk halt...  das Script kommt ja von der Hochschule selbst und nicht vom Dozenten. Neuer Dozent, neues Spiel, neues Glück. Ich habe beide Studiengänge gekündigt gehabt, da ich für mich gemerkt habe, dass die Inhalte mich nicht - wie ich es gerne hätte -  voranbringen und obigen Extreme mir das Lernen erschweren.

Ich studieren nun woanders...

 

 

 

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DerLenny

Geschrieben

vor 43 Minuten schrieb der_alex:

Die Dozenten wechseln häufig.

Ich bekomme auch häufiger mit, dass die Bewertung stark vom Tutor abhängt. Ich habe Berichte von Studierenden vorliegen, bei denen eine mit Tutor A besprochene Arbeit von nachfolgenden Tutor genau für die vom alten Tutor verlangten Gliederungspunkten abgewertet wird.

Ich verstehe, dass es hier einen gewissen Bewerungspielraum geben muss, bei einem Tutorenwechsel ist dies aber für die Studierenden nicht nachvollziehbar und sorgt für Unsicherheit.

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Am 1.2.2022 um 09:58 schrieb Markus Jung:

Wobei bei akademischen Studiengängen soweit ich weiß die Akkreditierung als wesentliches Instrument der Qualitätssicherung gesehen wird, während bei Fernlehrgängen ein Gutachten erstellt wird. Wie das bei systemakkreditierten Studiengängen gehandhabt wird, kann ich nicht beurteilen.

Wobei ich die Akkreditierung auch etwas kritisch sehe, spätestens nach der Sache mit dem Industriemeister der pauschal 105 Creditpoints angerechnet bekommt. Vielleicht starte ich darüber doch noch endlich mal ein eigenes Thema.

 

Aber vorerst wollte ich noch etwas zur QM sagen. Ich habe ja einige Erfahrung im regulierten Pharma-Bereich. Und ich zitiere mal aus dem Gedächtnis einige offiziellen Äußerungen der Behörde FDA (USA):

-Die Behörde will keine Opferlämmer!

-Sie möchte in Unternehmen QM-Gedanken sehen, die erfolgreich umgesetzt werden. Dazu gehören auch:

-Qualifiziertes Personal wird in notwendiger Anzahl beschäftigt.

-Ebenso müssen entsprechende Räume und Gerätschaften vorhanden sein.

 

QM-Denken fängt ganz oben an. Und bei den Untersuchungen, die ich dazu durchgeführt habe kam ich nie zu dem Ergebnis, dass bei Problemen böser Wille dahintersteckt. Oft werden gute und qualifizierte Leute wegen Überlastung gezwungen "Abkürzungen" zu nehmen.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

vor 7 Stunden schrieb WiInfo:

Oft werden gute und qualifizierte Leute wegen Überlastung gezwungen "Abkürzungen" zu nehmen.

 

Dem stimme ich zu. Und zwar in allen Bereichen: Handwerk, Pflege, Dienstleistungen – und auch bei einigen Hochschulen. Der Effizienz und dem Druck fällt oft die Qualität zum Opfer und eigentlich sinnvolle Vorgehensweisen werden nicht umgesetzt. Und das hat teilweise dann gravierende Auswirkungen bis hin zu Unfällen oder gesundheitlichen Folgen. Da ist es dann im Bildungsbereich noch fast trivial, auch weil das oft durch eigenen Einsatz ausgeglichen werden kann, auch wenn das natürlich nicht Sinn der Sache ist. 

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Genau! Und da sind zusätzliche verordnete QS-Maßnahmen oft eher kontraproduktiv.

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