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Regularien, Schmegularien


DerLenny

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Das die Angaben in den Modulhandbüchern der @IU Internation. Hochschulenicht immer passen, hatte ich ja schon in einem früheren Blogbeitrag erwähnt (Traue keinem Modulhandbuch...). Allerdings gibt es noch weitere Unstimmigkeiten.

 

So ist der angebene Umfang der schriftlichen Prüfungsleistungen laut der allgemeinen Prüfungsordnung doppelt so hoch, wie er in den Arbeiten tatsächlich gefordert wird. Oder anders gesagt: Liest man nur die Prüfungsordnung, dann hat man den Eindruck, die Prüfungsleistungen hätten den gleichen Umfang wie die anderer Hochschulen (etwa 20 Seiten, in Ausnahmefällen auch mal mehr).

Die Aufgaben in den einzelnen Kursen hingegen geben einen Umfang von 7 - 10 Seiten vor. 

 

Leider gibt es seit einiger Zeit auch öfters Probleme mit den anderen Teilen der Formalien. Dies betrifft sowohl die Zitierweise als auch Gliederungsformalia.

 

So gibt es in letzter Zeit häufiger Meldungen, dass nach APA (die aktuell gültige Zitierweise) angegebene Referenzen angestrichen werden, da Angaben aus der bisherigen Zitierweise (angepasste Harvard) erwartet werden. Dies betrifft insbesondere indirekte Zitate.

 

Auch bei den Nummerierung der Seiten und Kapitelstufen wird von einigen Tutoren eine nicht im Leitfaden angegebene Variante erwartet. Was wieder zu Unsicherheiten führt. Die Lösung aus Studierenden Sicht ist einfach - man fragt den Tutor jedesmal, was denn nun erwartet wird. Oder ärgert sich, wenn die Arbeit zurückkommt. 

 

Nun sehe ich letzteres als "informellen Aufruf zur Interaktion mit dem Tutor" - was ja grundsätzlich positiv ist. Wobei es auch schön wäre, sich darauf verlassen zu können, dass die Vorgaben auch wirklich Vorgaben sind. Oder die Kontaktaufnahme  formalisiert wird. Oder sich die Tutoren an die Vorgaben halten.

 

Die Sache mit dem Umfang der Prüfungsleistung ist allerdings wieder mit so nem G'schmäckle behaftet. Man könnte meinen, hier soll nach außen ein Bild vermittelt werden, dass von den tatsächlichen Gegebenheiten abweicht.

Wobei man dier iu auch zugute halten muss, dass es eigentlich ja irgendwie passt. Steht in der Prüfungsordnung zum Beispiel "Der Umfang einer schriftlichen Arbeit soll 20 Din A4 Seiten in der Regel nicht übersteigen," (APO der iu, Seite 13) so ist dies mit einer Limitierung auf 7-10 Seiten ja auch irgendwie gegeben.

 

Zwinkersmiley.

 

Hinweis: Ja, diese Punkte sind der iu bekannt. Ja, seit längerem. Ja, mir wurde gesagt, die Punkte werden weitergegeben. Nein, es hat sich nicht verbessert.

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6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Kenne ich auch so (nicht von der IU), dass der Dozent die wissenschaftliche Freiheit hat eigene formale Anforderungen zu stellen. Muss man als Student dann halt einfach abklären. Darin habe ich nie ein Problem gesehen. 

Ich lese in Deinem Zitat der PO der IU nicht, dass das "irgendwie" passt, sondern, dass es ganz genau so passt. Qualität vor Quantität. Warum dem Korrektor mehr als 20 Seiten zumuten? Der Umfang hat doch nix mit der Prüfungsleistung zu tun?! Oder hab ich dich hier falsch verstanden?

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Muddlehead

Geschrieben

Na ja. Man kann 20 Seiten Bullshit abliefern oder mit 7-10 Seiten Weltwunder erzeugen bei gleichem Aufwand. Für dein Seelenheil sehe ich wirklich nur ein Wechsel, spätestens im Master. Der heilt oder entzaubert deine Erwartungen. Ich bin gespannt.

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DerLenny

Geschrieben

vor 1 Minute schrieb Steffen85:

Der Umfang hat doch nix mit der Prüfungsleistung zu tun?! Oder hab ich dich hier falsch verstanden?

 

Dann wäre es doch auch kein Problem, das in der PO entsprechend zu formulieren. Dann wäre es einheitlich. Und jemand der die PO liest, würde wissen, was tatsächlich verlangt wird.

 

vor 4 Minuten schrieb Steffen85:

Kenne ich auch so (nicht von der IU), dass der Dozent die wissenschaftliche Freiheit hat eigene formale Anforderungen zu stellen.

Auch das ist ok, wenn es kommuniziert wird. Wird es nicht. Es gibt "einheitliche" Regeln für alle Arbeiten. Hält man sich an diese, wird man allerdings in einigen Kursen dafür bestraft. Da es nicht immer leicht ist, mit den Tutoren (wenn es welche gibt) Kontakt aufzunehmen, ist das nochmals problematischer.

Sind die Anforderungen kursspezifisch, dann könnten diese bei den restlichen Anforderungen abgelegt werden, etc. Dann wäre es transparent. So ist es das eher nicht. Aktuell ist es Glücksspiel.

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DerLenny

Geschrieben (bearbeitet)

vor 4 Stunden schrieb Muddlehead:

Na ja. Man kann 20 Seiten Bullshit abliefern oder mit 7-10 Seiten Weltwunder erzeugen bei gleichem Aufwand

Korrekt. Es geht nicht darum, was die Studierenden leisten(*) - es geht darum, dass die Angaben der iu nicht passen. Und sich das durch alle Ebenen (Prüfungsordnungen, Modulhandbuch, Skripte) zieht. Und eine Fassade nach außen erzeugt wird, die wenig mit der Realität zu tun hat.

 

Lies dir mal den Bericht des Wissenschaftsrats durch - da sind so viele Dinge drin, die nichts mit der Realität an der iu haben. Und die eben auf den offiziellen Dokumenten basieren.

 

 

(*) wobei ich hier auch genug Aufgaben hatte, die -wie gefordert- nicht in dem Umfang machbar gewesen wären. In der Regel bekommt man dann eine Klarifikation, was eigentlich gewollt ist. Hm... also könnte man die Liste von "Dingen die nicht passen" auch noch die Aufgaben nehmen.

Bearbeitet von DerLenny
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PVoss

Geschrieben (bearbeitet)

Die 7-10 Seiten beziehen sich aber nur auf den reinen Textteil aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.*

Mit Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Abkürzungs- und Abbildungsverzeichnis kommen standardmäßig eine Hand voll Seiten dazu.

Für die Hausarbeit in Künstlicher Intelligenz kam ich bei 10 Seiten Textteil auf einen Gesamtumfang von 23 Seiten.

 

* zumindest in den Kursen die ich bisher belegt habe. In der Einführung in daswissenschaftlichen Arbeiten werden die Hausarbeiten usw. ebenfalls vorgestellt und auch dort bezieht sich die Seitenanzahl auf den Textteil.

Bearbeitet von PVoss
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Das wäre eine Möglichkeit. Wobei ich das bei Vorgabe der Seitenanzahl nur so kenne, dass damit der Umfang vom Netto-Text gemeint ist.

 

Schlimmer finde ich das mit dem Zitatstil. Bei dem Thema wird man ja ohnehin zunehmend paranoid gemacht. Dabei wären transparente Vorgaben ja sehr einfach und werden auch anscheinend gemacht. Wenn jetzt aber Tutoren/Korrektoren ihr eigenes Süppchen kochen ist das nicht wirklich gut, vor allem wenn es nicht im Vorfeld aktiv kommuniziert wird.

 

 

Bei der SRH werden z. B. zwei(drei) Zitatstile empfohlen:

  • DGPs bzw. für englischsprachige Texte APA
  • BFuP falls man mit Fußnoten arbeiten will

Auf anderslautende modulspezifische Vorgaben bin ich noch nicht gestoßen. Auch in den internen Foren habe ich noch nie von Problemen gelesen.

 

Es gibt in einem SRH-internen Forum noch eine interessante Antwort vom Modulverantwortlichen für Wissenschaftliches Arbeiten:

Zitat

Der Empfehlungscharakter der beiden Zitationsstile ist den Lehrenden bekannt und wird auch gegenüber weiteren Korrektoren kommuniziert. Eine individuelle Absprache ist also nicht nötig und eine Umstellung der Zitierweise für verschiedene Modul wird nicht verlangt. Im Falle eines Punktabzugs in einer Prüfung aufgrund der Wahl des Zitierstils können Sie sich gern bei mir melden.

 

 

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