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Modul Spezielle Krankheitslehre und wie es weitergeht…


Silberpfeil

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Zur Zeit bearbeite ich das vorerst letzte Modul in meinem Zertifikatsstudium, welches aus dem Master Berufspädagogik entnommen ist. Das Modul habe ich über das neue, virtuelle Studienzentrum belegt, so dass alle Veranstaltungen online stattfinden. Meiner Meinung nach eine super Neuerung an der HFH, und falls ich weitere Module buche, hoffe ich, sie ebenfalls am virtuellen Studienzentrum belegen zu können. Momentan besteht leider noch nicht bei jedem Modul die Möglichkeit. 

Studienmaterial ist ein Buch (Allgemeine und spezielle Krankheitslehre, Thieme Verlag) und Prüfungsleistung ist eine komplexe Übung in zwei Teilen:

- Teil 1: besteht aus Einteilung der Gruppen und Zuteilung der Themen. Jede Gruppe sucht sich ein Thema aus der Krankheitslehre aus, alle aus dem Bereich der Inneren Medizin: Diabetes Mellitus, COPD (eine Lungenkrankheit), die weiteren sind mir gerade entfallen. Die Dozentin achtet aber darauf, dass sich die Themen nicht doppeln.

In der Gruppenphase arbeitet man an einem Fallbeispiel die pflegerischen Versorgungsschwerpunkte der jeweiligen Krankheit aus, und zwar so, wie man die Krankheit an Berufsfachschulen unterrichten könnte, um eben auf Frontalunterricht verzichten zu können. Man hat also gleich eine Art Vorlage für den Unterricht.

- Teil 2: vier Wochen nach Teil 1 findet dann die Präsentation der Gruppenarbeiten statt.

 

Im Vorfeld der komplexen Übungen gab es einige Vorlesungen, die wohl die wichtigsten Krankheitsbilder aus dem Buch zum Thema hatten. An diesen habe ich aber aus Zeitmangel nicht teilgenommen, und das waren auch keine Pflichtveranstaltungen.

 

Die komplexen Übungen sollen jeweils drei bis vier Stunden dauern. Zur Zeit befinde ich mich am Ende der Gruppenphase, die wirklich gut geklappt hat. Wir haben in mehreren Zoom Meetings unsere Einteilung und die Präsentation besprochen und sind sozusagen startklar.

Ich muss gestehen, ich hätte mir ein andere Krankheitsbilder gewünscht, da ich alle „Klassiker“ der Inneren Medizin schon häufig unterrichtet habe und für mich nicht viel neues dabei ist. Andererseits finde ich es vom Prinzip her gut, dass für die Studierenden genau diese Krankheiten besprochen werden, da sie für Auszubildende unbedingt relevant sind und die Lehrkräfte sie daher gut kennen müssen. Von daher gibt es vom fachlichen Anspruch an den Masterstudiengang überhaupt nichts zu meckern.

Ich finde die Innere Medizin nur so laaaaaaaaangweilig, und nachdem ich im Dezember das Modul Innere Medizin abgeschlossen habe, hatte ich gehofft, wenigstens den Schlaganfall als Gruppenarbeit zu kommen (irgendwie ist die Formulierung unglücklich 😀). Jede Gruppe hat 30 Minuten Zeit: 20 für Präsentation und 10 Minuten für Nachbesprechung und Fragen. Wenn ich mir den Umfang unserer Arbeit so anschaue, hoffe ich doch sehr, dass wir das Zeitfenster beachten, damit wir am Ende nicht fünf Stunden für die KÜ benötigen. 

 

Sobald ich das Zertifikat für das Modul bekommen habe, habe ich alle Voraussetzungen erfüllt, um in die Sondermaßnahme zum Einstieg in Schuldienst in Niedersachsen zugelassen zu werden. Der weitere Weg wird dann von meiner Schulleitung organisiert. Das sogenannte Seminar, das ich besuchen werde, soll im August starten, und bisher habe ich immerhin die Anmeldeunterlagen erhalten. 

Zu dem Zertifikatsstudium bin ich gekommen, weil eine Sachbearbeiterin vom Niedersächsischen Kultusministerium das Modulhandbuch meines Bachelorstudiums geprüft hat und dabei festgestellt hat, dass mir CP`s in Pflegewissenschaften und Medizin fehlen (die mir an meinen vorherigen Schulen nicht gefehlt haben). Nun ist diese Sachbearbeiterin nicht mehr da, und hoffe sehr, dass ihre Nachfolger:Innnen nicht noch andere Voraussetzungen stellen.

Auch, wie und wann es mit meinem Zweitfach losgeht, kann mir noch niemand beantworten. Gewünscht habe ich mir Werte und Normen oder evangelische Religion, und die Fachgruppe an meiner Schule würde mich lieber heute als morgen in ihrem Team begrüßen. 

 

Es bleibt spannend!

 

Drückt mir die Daumen!

Silberpfeil

 

Titelbild: www.pixabay.com

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4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Klingt nach einer wirklich guten Organisation des Moduls. Und wenn die Präsentationen sich im virtuellen Studienzentrum auch gut umsetzten lassen, klingt das nach einer schönen Alternative zu den physischen Treffen im Studienzentrum.

 

Magst du nochmal erklären, wie es anschließend weitergeht? Machst du dann den Master of Education und startest dann im Master ‚erst‘ mit dem zweiten Fach? 
 

Daumen sind auf jeden Fall gedrückt, dass alles so läuft wie geplant! 😊

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Zitat

Drückt mir die Daumen!

 

Gerne: 👍👍

 

Und danke für Deinen Bericht.

 

Zitat

eine Sachbearbeiterin vom Niedersächsischen Kultusministerium das Modulhandbuch meines Bachelorstudiums geprüft hat und dabei festgestellt hat, dass mir CP`s in Pflegewissenschaften und Medizin fehlen

 

Gibt es da etwas Schriftliches zu, auf das Du Dich berufen kannst?

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Silberpfeil

Geschrieben

@Lukas Der übliche Weg überall in Deutschland ist ja so: Man studiert Lehramt an beruflichen Schulen und hat zwei Fächer, eine berufliche Fachrichtung (z.B. Wirtschaft, Informatik, Elektrotechnik oder eben Pflege) und ein allgemeinbildendes Zweitfach (Deutsch, Englisch, Sport, Religion, Politik usw.). Für Quereinsteiger hat leider jedes Bundesland seine eigenen Regelungen, und Niedersachsen macht es noch besonders kompliziert. Wobei so eine „Maßnahme“ (Seiteneinsteigermaßnahme, Seminar u.ä. In anderen Bundesländern genannt) haben viele Bundesländer. Das sind dann pädagogische Seminare, die ca. 1,5 Jahre dauern und an den Wochenenden besucht werden müssen, während man an der Schule angestellt ist. In dieser Zeit sind dann auch Unterrichtsbesuche vorgeschrieben.

Für das Zweitfach müssen die Hochschulen besondere Seiteneinsteiger-Programme anbieten, bei denen man 70 CP berufsbegleitend studieren kann. Auch im Zweitfach gibt es Unterrichtsbesuche.

 

Ergo: Ich strebe nicht den Master of Education an, sondern die Sondermaßnahme mit Zweitfach. Sie führt zu einer „Unterrichtserlaubnis“, die den Master überflüssig macht und ein spezielles Angebot für Bachelorabsolventen in Mangelfächern ist.

Sorry für die lange Erklärung. Behördenvorschriften gibt es nicht als Kurzfassung. 😀

 

@Markus Jung: Schriftlich gibt es den Mailverkehr mit der Dame, in der sie aber klargestellt hat, dass auch nach der Absolvierung der Module kein Rechtsanspruch besteht auf die Teilnahme an der Sondermaßnahme.🙄

 

Btw., die Schule müsste den Pflegezweig schließen, wenn ich gehen müsste, weil nicht genug Lehrkräfte mit einer Pflegeausbildung vorhanden sind. Und nur die dürfen bestimmte Anteile der Pflegeausbildung unterrichten…

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Danke für deine ausführliche Antwort! 😊

 

Und wie gesagt, Daumen sind gedrückt, dass alles weiterhin nach Plan läuft 🍀

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