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Dinge lernen


DerLenny

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Eine der Schwerpunkte im Studium ist das Lernen. Daher ist es nützlich, sich etwas mit der Theorie des Lernens zu beschäftigen, um möglichst gute Erfolge zu erzielen.

 

Den Becher leeren

Es gibt einige verbreitete Annahmen, die sich in Studien als falsch herausgestellt haben. Gut bekannt ist zum Beispiel die Annahme, dass es unterschiedliche Lerntypen geben soll. Diese werden oft in audiell, visuell, kinästhetisch aufgeteilt. Diese Annahme hat sich als falsch herausgestellt. Wenn an dieser Stelle ein direktes Widerspruchsgefühl aufkommt, bitte kurz dabei bleiben. Ich gehe gleich darauf ein. Korrekt ist, dass idealerweise alle oder zumindest möglichst viele Modalitäten genutzt werden sollten, um das Wissen zu verankern.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Gedächtnis stärker von Abrufprozessen denn von Speicherungsprozessen profitiert. Sich 10 mal an etwas zu erinnern hat daher einen höheren Effekt, als 10 mal etwas zu lesen.

 

Aber...

Diese Punkte fühlen sich anfangs falsch an. Man hat ja die Erfahrung gemacht, dass man etwas auf eine bestimmte Weise schneller begreift. Und dies scheint a für die Lerntypen zu sprechen. Hier kommen mehrere Dinge zusammen. Manche Zusammenhänge kann man vielleicht besser visuell darstellen. Andere wortwörtlich besser begreifen, wenn man sich physisch mit ihnen beschäftigt. Und bei abstrakten Problemen ist vielleicht ein Erklärung in Textform geschickt. Dies hängt aber immer vom Problem ab. Und die Kombination der Methoden gibt einem unterschiedliche Wege an die gesuchte Information zu kommen - was dann die Abrufwahrscheinlichkeit erhöht.

 

Dazu kommt, dass wir dazu tendieren, Lernerfolg damit zu verbinden, "wie leicht uns das Lernen fällt." Dies klingt auch erstmal einleuchtend, verkennt allerdings, dass die Schwierigkeit einen Einfluss auf die Verbesserung hat. Lernaufgaben, die wir "gerade noch so" bewältigen haben eine höhere Wirkung als jene, die uns leichtfallen. Es ist hier ähnlich wie bei körperlicher Anstrengung. Wenn ich ein Gewicht mit wenig Aufwand bewege, dann muss sich der Muskel auch nur wenig anpassen. Wenn ich im Sport immer nur die Übungen mache, die ich bereits gut kann, dann werde ich wenig neues lernen.

 

Wenn man einen Abschnitt 10 mal liest, dann fühlt sich das Gelesene vertraut an. Es kommt einem bekannt vor und man hat das Gefühl es gelernt zu haben. Das führt dann oft zu den ärgerlichen Situationen, bei denen man genau weiss wo eine bestimmte Information steht - sich aber an die Information selbst nicht mehr erinnern kann.

 

Was funktioniert

 

Auf bestehendem Wissen aufbauen

 Wenn neues Wissen nicht für sich im Raum steht, sondern an bereits bestehendes Wissen andocken kann. Das ist der Grund, warum Analogien und Beispiele oft so gut funktionieren. Sie nehmen Situationen und Konzepte, die man bereits kennt und zeigen, wie diese im Verhältnis zum neuen Wissen stehen.

 

Verstärkt wird dies erneut, wenn das bestehende Wissen einen starken persönlichen Bezug hat. Findet man also ein Beispiel, dass man selbst erlebt hat, oder eine Situation, die für einen selbst relevant ist, in der man dieses neue Wissen anbringen kann, dann wird es besser erinnert.

 

Hier können Mindmaps helfen, sich selbst die Zusammenhänge zu visualisieren.

 

Durch Abrufen lernen

Wie wichtig für uns eine Information ist, hängt nicht davon ab, wie oft wir sie sehen. Sondern wie oft wir sie benötigen. Daher ist es für das Behalten einer Information wichtig, diese abzurufen. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass man sich über das Thema unterhält, oder es jemanden erklärt. Letzteres hat hier auch den Vorteil, dass man die eigenen Gedanken strukturieren muss und der Gegenüber nachfragen kann. Diese Fragen sorgen dann erneut für einen Abruf weiterer Informationen. Man merkt so auch recht schnell, wo noch Verständnislücken sind. Wenn man etwas nicht gut erklären kann, dann hat man es oft nicht in der notwendigen Tiefe verstanden.

 

Man kann sich auch selbst Fragen stellen, oder andere bitten einem zum Thema Fragen zu stellen.

 

Wiederholungen timen

Erinnerungen fallen nach dem ersten Erlernen recht schnell ab. Wenn diese Information erneut benötigt und abgerufen wird, dann wird diese länger behalten und diese Vergessenskurve wird weniger steil.

 

Dies ist die Basis für viele Lernmethoden und Programme, die auf Spaced Repetition, also verteilter Wiederholung basieren.

 

Konkretes Vorgehen 

Ich gehe in dem Beispiel von einem Lehrskript mit mehreren Lektionen aus, um konkrete Beispiele nennen zu können. Natürlich funktioniert es auch mit anderen Wissensrepräsentationen.

 

Basis schaffen 

Um sich ein grundlegendes Verständnis zu schaffen, kann man erstmal einen Blick in das Inhaltsverzeichnis werfen. Was sind die großen Themen? Dies dürften in der Regel die Namen der einzelnen Lektionen sein. Im Idealfall gibt das Inhaltsverzeichnis auch schon eine grobe Idee davon, wie diese Informationen zusammenhängen.

 

Jetzt das gesamte Skript einmal querlesen. Hier noch nicht so auf die Einzelheiten achten oder gezielt lesen. Es geht mehr darum, eine Idee davon zu bekommen, welche Themen in welchem Kapitel behandelt werden. Was sind die wichtigen Begriffe? Diese sollten entweder hervorgehoben und/oder in Überschriften präsent sein bzw. häufig im Skript selbst vorkommen. Oft finden sich am Ende eines Abschnitts oder Kapitels auch kurze Zusammenfassungen. Diese dann vollständig lesen.

 

Bei diesem Durchlauf kann man auch eine Mindmap anlegen, die die Themen der Kapitel, deren Inhalte und wichtige Konzepte visualisiert. Aber auch hier geht es noch nicht darum sich dies einzuprägen, sondern ein Verständnis für das Thema an sich aufzubauen.

 

Fragen stellen

Nach dem ersten Durchlauf kann man sich nun die Mindmap oder das Inhaltsverzeichnis erneut ansehen und versuchen, sich etwa darunter vorzustellen. Ein erster Abruf der Informationen, die man beim Überfliegen (und ggf. Lesen der Zusammenfassungen) erhalten hat. Und man kann sich selbst erste Frage zum Thema stellen. Diese notieren und beim nun folgenden gezielten Lesen versuchen zu beantworten.

 

Zeitgleich mit diesem Durchgang ist es auch ratsam direkt Lernkarten anzulegen. Hier die Vorderseite mit einer Frage versehen (und nicht nur mit einem Stichwort). Die Antwort sollte recht kurz sein. Wenn ein Punkt mehrere Aspekte hat, dann ist es vorteilhaft mehrere Karten anzulegen. Eines für jeden Aspekt und eine weitere Karte, die dann danach fragt, welche Aspekt bei dem Punkt zu berücksichtigen sind. Dazu mehr im Thema Lernkarten weiter unten.

 

Auch kann man sich Fragen anderer Studierender ansehen, und prüfen, ob man sie beantworten kann. WhatsApp und Discord Gruppen des Studiengangs oder des jeweiligen Kurses sind hier extrem gute Frage Lieferanten. Wenn man auf eine Lücke stößt - die Antwort recherchieren, und eine passende Karte anlegen.

 

Lernkarten Applikationen

Es gibt einige Applikationen für Lernkarten auf dem Markt. Ein großer Teil von diesen nutzt allerdings das "klassische" System, welches auf Sebastian Leitners Lernkartei Idee basiert. Beispiele hierfür sind BrainYoo und Repetico oder eben das klassische Karteikartensystem.

 

Modernere Systeme wie Anki, Supermemo und Mnemosyne nutzen hier beim Grad der Sicherheit weitere Abstufungen, durch die der Lernprozess deutlich vereinfacht wird. Dies gleicht auch viele Nachteile des klassischen Systems aus.

 

Ich gehe hier jetzt speziell auf Anki ein, da es auf so ziemlich jeder Plattform verfügbar und - mit der Ausnahme der iOS Version - kostenlos ist. Die Karten und der Lernfortschritt können zwischen unterschiedlichen Plattformen (zum Beispiel Smartphone und Computer) synchronisiert werden.

 

Anki bietet bei der Einstufung einer Antwort 4 Stufen an:

  •  Nochmal (sorgt für eine zeitnahe Wiederholung)
  •  Schwer (Mittel zwischen "Nochmal" und "Gut"
  •  Gut (Wiederholung bei 90% Erinnerung gemäß der Vergessenskurve)
  •  Leicht (Einstufung als ob die Erinnerung eine Stufe höher lag)

 

Basierend auf den Antworte wird für jede Frage eine interne Schwierigkeit berechnet, wodurch der nächste Wiederholungszeitpunkt spezifisch für diese Frage bestimmt wird. Anki unterscheidet auch, ob eine Karte noch gelernt wird, oder ob sie bereits erlernt wurde, und jetzt nur noch wiederholt werden muss.

 

Dies umgeht Probleme, die bei den klassischen Systemen gerne mal auftauchen, wie zum Beispiel, dass eine Karte am Anfang nicht gut behalten werden konnte, aber inzwischen gut memoriert wurde - und dennoch sehr häufig erneut abgefragt wird.

 

Problembereiche

Beim Durchgehen der Karten findet man wahrscheinlich auch mal Problembereiche, die nicht gut hängen bleiben wollen. Hier kann es sich lohnen, das entsprechende Thema einmal im Internet zu recherchieren. Zum einen hat die reine Beschäftigung mit dem Thema auf diese Weise schon eine Verstärkung zu Folge, und oft findet man Erklärungen, die es einem leichter verständlich machen.

 

Auch weitere Formen des Abrufs können hier helfen. Mindmaps, Skizzen, es einem Kommilitonen per Sprachnachricht erklären kann in solchen Fällen extrem hilfreich sein. Anstatt von Kommilitonen kann man hier auch Haus- und Stofftiere heranziehen.

 

Und der Rest ist, naja, leider reine Übung.

 

Beantworten von Musterklausurfragen und Durchgehen der eigenen Lernkarten, Teilnahme an Tutorien, etc. Das übliche Studierendenzeug eben. Denn auch die beste Methode kann es einem nur so effektiv wie möglich machen. Die Arbeit reinstecken muss man jedoch immer noch selbst.

 

Das ist ein Work in Progress. Bei Feedback, Fragen, Wünschen und Verbesserungsvorschlägen: Immer her mit.

Bearbeitet von DerLenny

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17 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Motiviert

Geschrieben

Sehr interessant.

 

Das führt dann oft zu den ärgerlichen Situationen, bei denen man genau weiss wo eine bestimmte Information steht - sich aber an die Information selbst nicht mehr erinnern kann.

 

Das erinnert mich sehr an meine Schulzeit, da ist das öfter vorgekommen.

 

Ich verwende auch seit ein paar Monaten Anki und kann das unterschreiben, was du geschrieben hast. Sobald die Karten geschrieben sind, läufts echt gut, aber man muss echt dabei bleiben. Anki rechnet das alles schon gut aus und man sollte sich echt daran halten. Kein: ach nöö, heute nicht. Hält man sich nicht an die Zeiten, ist man nachlässig, vergisst man Vieles wieder ganz schnell und die Motivation verabschiedet sich. Ich liebe Anki ja vor allem für Vokabeln, da man auch Audio hinzufügen kann. Sehr nützlich! Besser als viele andere Apps und sicherlich einfacher als Papierkarteikarten, obwohl ich zugeben muss, etwas mit der Hand zu schreiben macht das Lernen für mich etwas leichter.

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MimiMüller

Geschrieben

Hi, danke für die Zusammenfassung. Ich bin ja noch in der Vorbereitungsphase, hab mir aber auch ein paar Gedanken bzgl. Lernstrategien gemacht.  Anki ist interessant ein bisschen spielerisch und somit sympathisch. Beim Versuch komplexe Zusammenhänge einzuspeisen (in Vorbereitung auf Statistik) war es dann aber nicht mehr so lustig😀. Meine neue Idee wäre also Anki nur noch als "Vokabelheft' für Begriffe zu nutzen. Also kurz und knackig: Begriff-Erklärung... Und ansonsten auf die Cornell-Methode zuzugreifen.

Viele Grüße

MimiMüller

 

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DerLenny

Geschrieben

vor 18 Minuten schrieb MimiMüller:

Meine neue Idee wäre also Anki nur noch als "Vokabelheft' für Begriffe

 

Das kann funktionieren und passt gut zum "Minimum Information Principle" - also dass du die Informationen so kurz wie möglich auf die Karte ballerst. Und eben anstatt einer Karte mit viel Zeug mehrere Karten machen die nur eine Sache abfragen.

 

vor 20 Minuten schrieb MimiMüller:

Und ansonsten auf die Cornell-Methode zuzugreifen.

Ok, jetzt musst mir mehr erzählen. Die Cornell Methode dient doch in erster Linie dem erstellen von Notizen in einer Vorlesung? Die Ergebnisse der Studie lassen sich nicht auf andere Situationen verallgemeinern. Der Vorteil bei der Cornell Methode ist, dass die Aufmerksamkeit konzentrierter auf dem Sprecher bleibt, weil du nicht zwischen "Notizen machen" und zuhören wechseln musst. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit mit kurzen Recall Phasen in denen Du elementare Informationen aufschreibst, hatte diese Methode im Vergleich mit Notizen am Laptop eine höhere direkte Erinnerungsleistung direkt nach der Vorlesung zu Folge. 

Auch kann diese Studie in der Form nicht zeigen, dass die Notizen der Laptop Gruppe "schlechter" waren. Hierzu hätte eine Review / Lernphase vor dem Test folgen müssen.

Aber das ist primäre Nitpicking - bei einer guten Vorlesung nicht abgelenkt zu sein, hat ne Menge Vorteile. Dennoch würde ich das nicht auf "lernen generell" verallgemeinern wollen.

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Motiviert

Geschrieben

vor 2 Stunden schrieb MimiMüller:

Beim Versuch komplexe Zusammenhänge einzuspeisen (in Vorbereitung auf Statistik) war es dann aber nicht mehr so lustig😀.

 

Hast du denn mal ausprobiert, Screenshots einzufügen? Das klappt super und somit kann auch Nicht-Text-Inhalt gelernt werden. Funktioniert z. B. bei komplizierten Gleichungen mit Brüchen usw., bei Strukturformeln, Diagrammen und so weiter.

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DerLenny

Geschrieben

vor 3 Stunden schrieb MimiMüller:

Beim Versuch komplexe Zusammenhänge einzuspeisen (in Vorbereitung auf Statistik)

Ich denke, das kann ein Problem beim Aufbau der karten sein.

 

Wirklich komplexe Zusammenhänge gibt es selten - sofern die Annahmen bekannt sind. Selbst die Multivariaten Analyseverfahren sind ja iunkrementelle Erweiterungen der bekannten Verfahren.

 

Aber nehmen wir mal ein einfacheres Beispiel aus der Statistik, um das Problem zu verdeutlichen.

Wenn wir die Teststärke erhöhen wollen, so gibt uns die Formel primär zwei Optionen: Alpha größer wählen und/ oder die Stichprobengröße vergrößern.

 

Mögliche Karten währen:

- eine mit dem generellen Zusammenhang (die Formel)

- eine Frage, "wie kann man die Teststärke erhöhen?"

- Eine Frage "was passiert mit der Teststärke, wenn man Alpha verändert?"

- Eine Frage "was passiert, wenn man den Stichprobenumfang anpasst?"

 

Frühere Fragen sollten a bereits zum Alpha Wert vorhanden sein, wodurch dann auch klar werden sollte, warum das Anpassen von Alpha suboptimal ist. Wenn nicht, dann wäre dies der Zeitpunkt, wo eine solche Karte angelegt werden sollte.

 

Da gut verstandene karten sehr schnell nicht mehr angezeigt werden, ist die menge an Fragen kein Problem (wenn man von Aufwand beim Anlegen absieht).

 

Der Vorteil dieser Art von Fragen ist, dass sie sich auch stark an übliche Klausurfragen annähern.

 

Wobei Statistik bei mir eines der Fächer ist, wo ich entweder ohne Karteikarten, oder mit sehr wenigen auskomme, da ich mir die meisten Punkte ableiten kann. Hier ist für mich der Hauptaufwand bei der Erstellung meines mentalen Modells.

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MimiMüller

Geschrieben

vor 12 Stunden schrieb DerLenny:

Ok, jetzt musst mir mehr erzählen. Die Cornell Methode ...

Also, wenn ich die Cornell-Methode richtig verstanden habe, macht man seine Notizen (Mitschrift) auf einem Blatt mit einer linken Spalte für zentrale Ideen, Schlüsselbegriffe und mögl. Fragen.

Ins Hauptfeld kommt dann die eigentliche Mitschrift, im unteren Bereich eine Zusammenfassung.

Soweit so gut. Nach der Vorlesung werden die Notizen überarbeitet, eventuell verbessert, vertieft. Jetzt sollte man sich fragen, ob man einfach nur stumpf mitgeschrieben hat, oder ob man es tatsächlich verstanden hat und schon mal gegensteuern und weiter ausarbeiten. Hier kann man sich beispielsweise auch schon mal mögliche Prüfungsfragen überlegen und in die linke Spalte eintragen.

Im optimalen Fall hat man dann eine Seite, deren Hauptteil abgedeckt werden kann und mit der man wie bei einer überdimensionalen Karteikarte anhand der linken Spalte sein Wissen abfragen kann.

 

 

 

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MimiMüller

Geschrieben

vor 10 Stunden schrieb Motiviert:

 

Hast du denn mal ausprobiert, Screenshots einzufügen?

... das muss ich mal checken, lieben Dank für die Info

 

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DerLenny

Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb MimiMüller:

Im optimalen Fall hat man dann eine Seite, deren Hauptteil abgedeckt werden kann und mit der man wie bei einer überdimensionalen Karteikarte anhand der linken Spalte sein Wissen abfragen kann.

JO, aber das ist doch für den Fall, dass man in einer Live Vorlesung sitzt und eben Mitschreiben muss?

So im Fernstudium tritt dieser Fall doch quasi gar nicht auf? Und auch wenn du dann mitgeschrieben hast - das ist doch nur ein Bruchteil des eigentlichen Stoffs, und der ist auch eher in einer "Nachschlage" denn einer "Abprüfungsform."

Wie gehts von da aus weiter?

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Muddlehead

Geschrieben

Am 8.7.2022 um 09:34 schrieb DerLenny:

 

Das kann funktionieren und passt gut zum "Minimum Information Principle" - also dass du die Informationen so kurz wie möglich auf die Karte ballerst. Und eben anstatt einer Karte mit viel Zeug mehrere Karten machen die nur eine Sache abfragen.

 

 

Habe ich probiert, ist müll. produziert zu viele karten und die hälfte ist bereits vergessen, wenn man sich 1x durchgepflügt hat. lieber mehr inhalt auf eine karte, dauert etwas länger zu merken, aber wird häufig präsentiert und ist am ende pipifax.

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DerLenny

Geschrieben (bearbeitet)

vor 3 Stunden schrieb Muddlehead:

Habe ich probiert, ist müll.

Hehehe 🙂

 

Das ist genau das Gegenteil von meiner Erfahrung. Ich hatte das bisher so, und dann halt immer das Problem, dass ich bei immer einen oder 2 Punkte nicht sicher saßen.  Wechsel auf mehr Karten hat es für mich einfacher gemacht. Aber ich denke, da muss jeder guggen, wie es am besten läuft.

 

Und Kartellen sind ja Recht schnell im Bereich, wo es Wochen bis zur Wiedervorlage dauert. Das ist sie Menge dann auch nicht mehr so wichtig.

Bearbeitet von DerLenny
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Muddlehead

Geschrieben

vor 19 Stunden schrieb DerLenny:

Hehehe 🙂

 

Das ist genau das Gegenteil von meiner Erfahrung. Ich hatte das bisher so, und dann halt immer das Problem, dass ich bei immer einen oder 2 Punkte nicht sicher saßen.  Wechsel auf mehr Karten hat es für mich einfacher gemacht. Aber ich denke, da muss jeder guggen, wie es am besten läuft.

 

Das kann natürlich sein, aber ich finde das sogar nicht so wild => erzwungenes 80/20 , und weiter geht's. Aber ist wohl dann eine Sache, was am Ende erreicht werden soll, notentechnisch,

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Sheldrak2022

Geschrieben (bearbeitet)

Ich nutze den YouTube Kanal https://www.youtube.com/c/MotiviertStudiert

Der Mann ist Dr. und hat sehr viele Videos zum Thema lernen und Co.

Sehr Empfehlenswert.

Er war ein schlechter Schüler mit ADHS, wurde gemobbt etc und hat es doch allen gezeigt und seinen Doktor gemacht.

 

Bearbeitet von Sheldrak2022
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DerLenny

Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb Sheldrak2022:

Ich nutze den YouTube Kanal https://www.youtube.com/c/MotiviertStudiert

 

Jo, der Kanal ist nice. Hat halt das Problem, dass er "neuen Content" braucht, aber es halt nicht soviel Neues zu dem Thema gibt. Daher ist halt zwischen den Nuggets immer sehr viel Füller.

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MimiMüller

Geschrieben

Am 9.7.2022 um 00:27 schrieb DerLenny:

JO, aber das ist doch für den Fall, dass man in einer Live Vorlesung sitzt und eben Mitschreiben muss?

Das Format eignet sich bestimmt auch im sich Wissen aus den zur Verfügung gestellten Formaten zusammen zu suchen und dann mit den Seiten zu arbeiten. Wenn ich es mir richtig überlege ist es wohl eher eine Mischung aus Feynman und Cornell.

 

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MimiMüller

Geschrieben

Am 9.7.2022 um 00:27 schrieb DerLenny:

 

 

vor 8 Stunden schrieb Sheldrak2022:

Ich nutze den YouTube Kanal https://www.youtube.com/c/MotiviertStudiert

 

 

Ja, den find ich auch interessant.

Kennst du die studienscheissTV auf Twitch, da gings vor kurzem ums Auswendig lernen...

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Sheldrak2022

Geschrieben

vor 2 Minuten schrieb MimiMüller:

 

Ja, den find ich auch interessant.

Kennst du die studienscheissTV auf Twitch, da gings vor kurzem ums Auswendig lernen...

Ne, kenn ich nicht. Werde ich aber mal folgen auf Twitch. Danke.

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DerLenny

Geschrieben

Gerade eben schrieb MimiMüller:

Kennst du die studienscheissTV auf Twitch, da gings vor kurzem ums Auswendig lernen...

 

Auswendiglernen ist eigentlich immer Spaced Repetition.

Geht es generell um Lernen kommt halt noch "erkläre es" hinzu. Beides sind Recall-lastige Methoden, was daran liegt, dass Recall die beste Methode ist, wenn es um das Einprägen geht.

 

Erklären hat viele positive Effekte, da so die emotionale Wichtigkeit erhöht wird, was auch zu einem besseren Einprägen führt. Dazu kommt, dass man beim Erklären auch in der Regel eine guter Verankerung des Wissen an bestehendem Wissen hat, was dann leichter zugänglich macht.

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