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Roter Faden? Im Skript? Nö.


DerLenny

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Ich verstehe wirklich nicht, wer bei der IU für die Skripte verantwortlich ist.  Meine Theorie ist ja: Niemand. Denn sonst kann ich mir echt nicht erklären warum die ganze Zeit so viel falsch läuft.

 

Ich arbeite mich gerade durch ein für iu Verhältnisse wirklich gutes Skript. Gut, da sind Fehler drin, es hat keinen roten Faden, der didaktische Aufbau ist Murks, es wird fehlerhaft zitiert uns es hat Phantominhalte - aber für ein iu Skript ist das wirklich noch gut.

 

Sodele, belegen wir erst mal das zeug, damit es nicht heisst, ich würde nur meckern wollen.

 

Phantominhalte

Damit bezeichne ich Inhalte, die Laut Skript (und teilweise laut Modulhandbuch) unterrichtet werden, aber nicht tatsächlich unterrichtet werden. Das ist in meinem aktuellen Skript nicht ganz so ausgeprägt wie in anderen (da werden in den Lernzielen aufgeführte Punkte teilweise komplett weg gelassen), aber ich bringe hier als Beleg einfach mal zwei Beispiele, die mir gerade aufgefallen sind.

 

So findet sich im Skript dieser Satz:

Zitat

„Motive werden definiert als individuelle Präferenz für bestimmte Anreizklassen“ (ebd., S. 5). Anreizklassen sind unterschiedliche übergeordnete Zielzustände, die positiv bewertet sind und sich thematisch voneinander unterscheiden lassen. Welche Anreizklassen aktuell besonders diskutiert werden, wird weiter unten thematisiert.

Kurze Suche nach Anreizklassen:

image.thumb.png.e5bb52bab0e37965b2bfbde474fe2f2a.png

Die letzte Fundstelle ist genau der Absatz in dem steht, dass man näher drauf eingeht. Was auch gut wäre, da der Abschnitt für sich leider nicht wirklich aussagekräftig ist. Und hier mehr Infos wirklich helfen könnten. Leider... nö. Ist wohl in den letzten drei Jahren aber auch noch niemand aufgefallen.

 

Anderes Beispiel, eine Lektion später "Objektbasierte Ansätze visueller Aufmerksamkeit."

HIer sollte es, wenn man der Überschrift glauben schenken darf, ja um objektbasierte Ansätze visueller Aufmerksamkeit gehen. Allerdings beginnt es mit einer Aussage die "allen Theorien zur visuellen Aufmerksamkeit" gemein ist.  Dann geht es weiter mit einer Aussage die "sowohl die Annahmen des dimensionsbasierten Ansatzes als auch die Annahmen der objektbasierten Theorie Neissers stützen."

Und das wars dann. Der eigentlich objektbasierte Ansatz wird irgendwie nicht erklärt.

image.thumb.png.07a96b442eba67ce9d840320e6c25e33.png

Und ne, auch nicht ohne den Autor (oder einen anderen zu nennen):

image.thumb.png.6a37353bd93878efbb4ec1b7b026ab85.png

Oupsi, wurde wohl vergessen. 

 

Roter Faden

Das ist auch nen recht gutes Beispiel für den roten Faden. Ständig wird auf irgendwas verwiesen, was wohl unglaublich wichtig und grundlegend ist, aber erst später kommt. Manche würden ja hier mit so komischen Ideen wie vom Einfachen zum Komplexen, vom Grundlegenden zum Speziellen und so kommen... aber ne. Oder auch nur den Vorschlag bringen das zu besprechen, um das es geht.

Nehmen wir mal kurz Lektion 4 und werfen hier einen Blick auf den Aufbau von 4.5:

  • Endogene und exogene Aufmerksamkeit
  • Ortsbasierte Ansätze visueller Aufmerksamkeit
  • Objektbasierte Ansätze visueller Aufmerksamkeit
  • Dimensionsbasierte Ansätze visueller Aufmerksamkeit
  • Paradigma der visuellen Suche

In der Zusammenfassung zu diesem Kapitel steht nun:

Zitat

Ebenso wurden weitere orts-, objekt- und dimensionsbasierte Ansätze zur visuellen Aufmerksamkeit vorgestellt, wie z. B. das Spatial-Cueing-Paradigma von Posner oder das Flankierreizparadigma von Eriksen und Eriksen, die Merkmalsintegrationstheorie von Treisman sowie weitere Modelle.

 

Ignorieren wir einfach mal, dass eben keine objektbasierten Ansätze vorgestellt worden sind und fragen uns zu was gehört "die Merkmalsintegrationstheorie von Treisman"?

Dies finden wir als eines der beiden Beispiele zu "Paradigma der visuellen Suche." Ist der Fehler nun in der Zusammenfassung? Passt die Gliederung im Skript nicht und visuelle Suche sollte eigentlich ein Unterpunkt der dimensionsbasierten Ansätzen sein?

Solche Ratespiele finden sich im ganzenSkript. Sehr nice finde ich auch folgendes, aus dem Abschnitt "Prinzipien der klassischen Konditionierung":

Zitat

Nach Myers ermittelten Pawlow und seine Kollegen in ihrer weiteren Forschung insgesamt fünf wesentliche Konditionierungsprozesse, die im Folgenden im Mittelpunkt des Interesses stehen (Myers 2014, S. 294ff.).

Das ist der erste Absatz, direkt unter der genannten Überschrift.

Lassen wir hier mal kurz die Sache mit der Sekundärquelle ausser acht (weil es da auch deutlich bösere Beispiele gibt), und fragen uns statt dessen, was wohl die 5 wesentlichen Prozesse sind, die "im Folgenden im Mittelpunkt des Interesses stehen." 

Die Unterpunkte die nun folgen sind:

  • Erwerb, Löschung und Spontanerholung
  • Kontingenz
  • Reizgeneralisierung und -diskrimination
  • Äquipotenzialität vs. Preparedness
  • Das Rescorla-Wagner-Modell
  • Konditionierte physiologische Reaktionen bei Drogenkonsum
  • Die Konditionierung von Immunreaktionen

Und ja, das sind alles Unterpunkte von "Prinzipien der klassischen Konditionierung" auf der gleichen Ebene.

Und was davon sind nun die die 5 wesentlichen Prozesse? Das Skript vermag es nicht zu sagen. Allerdings scheinen die wichtig zu sein, denn in der Zusammenfassung findet sich dann wieder "Das Paradigma des klassischen Konditionierens als eine bewährte Methode, grundlegende assoziative Lernprozesse zu erforschen, wurde ebenso vorgestellt wie dessen fünf wesentliche Prinzipien."

Also werfen wir mal einen Blick in den Myers. Hier findet sich "Er und seine Kollegen fanden durch ihre Experimente fünf zentrale Konditionierungsprozesse: Erwerb, Löschung, Spontanerholung, Reizgeneralisierung und Reizdiskrimination" (Myers 2014, S. 294). 

Bei Myers sind dies auch die Unterpunkte in dem Abschnitt.

Im Skript kommen erstmal drei, dann ein Einschub, dann die nächsten zwei, dann zwei andere Dinge und dann noch mehr, wo sich der Skriptautor wohl keine Gedanken machen wollte, wie das wohl alles zusammenhängt. Und der Leser des Skripts lernt hier, wie wichtig es ist, mal einen Blick in die Angegebenen Quellen zu werfen.

 

Fehlerhaftes Zitieren

Auch hier genug Beispiele. Wir haben hier

  • willkürlichen Zusammenkopieren von teilweise widersprüchlichen Zeug,
  • Nennung von Sekundärliteratur Autoren als Ursprünglich für Erkenntnisse
  • falsche Übernahme von Grafiken
  • falsche Übernahme von Inhalten

Weil ich mich wirklich extrem aufregen würde, wenn ich da jetzt für alles auf einmal Beispiel raus suchen müsste, nehmen wir hier halt mal ein Beispiel für die letzten beiden Punkte - auch weil die halt praktischer Weise zusammen gehören:

Seite 153 hat folgendes Bild

image.thumb.png.452bc8249e4e3f3c87d1354179dfa9d9.png

In der angegeben Quelle sieht das so aus:image.thumb.png.692ed7e3ea8e4fccfd9f9c15770db378.png

Cohen, M. A., Cavanagh, P., Chun, M. M., & Nakayama, K. (2012). The attentional requirements of consciousness. Trends in cognitive sciences, 16(8), 411-417.

Laut Quelle führen dann auch Pfade B und C zu Priming, während das Skript dies explizit auf (C) eingrenzt.

Dafür finden sich im Skript für Pfad (B) zweimal der gleiche Hinweis einmal davon allerdings mit Eysenck, M. W., & Keane, M. T. (2015). Cognitive psychology: A student’handbook. Psychology press.

als Quelle.

 

Oben fand sich ja auch das Rescorla-Wagner-Modell in der Auflistung. Quizfrage: glaubt ihr, hier wurde dieses dargestellt? Und die Antwort ist (Trommelwirbel) Nein. Es fand sich hier erst eine komplett falsche Formel, und jetzt eine nicht mehr ganz so falsche Formel im Skript. Nur halt nicht die von Rescorla-Wagner. Die findet man dafür im Skript von "Einführung in die Psychologie" weil sie da als unglaublich wichtig und bedeutsam dargestellt wird. Aber sie ist halt wohl nicht so wichtig, das man sie (wie versprochen) auch behandelt.

 

Meh. Ich sollte langsam einfach nichts mehr erwarten.

 

Würde mir jemand eine Pistole an die Schläfe setzen und mich fragen, wie ich denke, dass dieses Skript entstanden sein könnte, dann würde ich wahrscheinlich "Drei Abende Copy&Paste ohne groß die Quellen gelesen zu haben oder kognitiven Aufwand in die Gliederung gesteckt zu haben" antworten.

 

 

Bearbeitet von DerLenny

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17 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Aramon

Geschrieben

Das du so kritisch und ehrlich berichtest finde ich gut. Auch das du deine Aussagen visuell durch Bilder unternauerst ist top. Allerdings frage ich mich, ob man die Inhalte aus den Studienheften verwenden darf? Ich Frage nur, weil ich von der Wilhelm Büchner Hochschule einmal gebeten wurde, eine Text Passage aus meinem Blog zu entfernen. Aber wie gesagt, ich finde es gut, dass du alles kritisch hinterfragt. 👍

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DerLenny

Geschrieben

vor einer Stunde schrieb Aramon:

Allerdings frage ich mich, ob man die Inhalte aus den Studienheften verwenden darf

Ist ne gute Frage. Laut meinem Medienrecht Skript ist es erlaubt, da die Zitate im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Werk genutzt werden und die Bilder und Textstellen dem Beleg der Aussagen dienen.

Allerdings ist mein Medienrechts Skript von der iu.

Daher: kein Plan?

 

Und da Muddlehead die iu heraufbeschworen hat hier auch noch der Hinweis, dass das hier ein gutes iu Skript ist. Die Probleme hier sorgen meist nur für geringe Verzerrungen und machen es einfach nur schwer, das Zeug in eine Form zu bringen, die man gut verwerten kann.

 

Da wäre es wichtiger, evtl. einen Blick auf andere Skripte (und auch Klausurfragen) zu werfen. Gerüchten zu Folge, gibt es in einigen Kursen sehr seltsame und nicht zum Thema gehörende Fragen (wie zum Beispiel Fragen nach der genutzten Grußformel in Dialogen aus den Einführungstexten im Skript).

 

Ich persönlich würde es auch gut finden, wenn wissenschaftliche Skripte nicht die Wirkung von Homöopathie implizieren würden (oder dies zumindest mit dem Vermerk auf eine fehlende Wirksamkeit über den Plazeboeffekt hinaus kennzeichnen würden).

 

Allerdings werden Skripte ja selten überarbeitet, sondern, wie ich es mitbekommen habe, eher komplett neu erstellt. Und bei den neuen Skripten gehen dann die Probleme eben wieder von vorne los, da der ganze Prozess an sich suboptimal und nicht auf die Erreichung einer hohen Qualität ausgelegt ist.

Hier wäre eine iterative Herangehensweise möglicherweise eine Alternative. Insbesondere wenn einige Iterationsschritte vor dem Start des Kurses statt fänden. Oder, idealerweise, der Kurs erst dann starten würde, wenn das Skript eine vom Kursleiter akzeptierte Qualität erreicht hat.

 

Es gibt inzwischen auch einige Kurse, in denen anstatt Skripte nur Verweise auf Lehrbücher genutzt werden. Was die Qualität erhöht (und die Kosten der Skripterstellung spart). Dazu kommt, dass für diese Lehrbücher auch oft Zusatzmaterial zur Verfügung steht.

Gut das reduziert die Rolle der iu dann auf die Bestätigung, dass ein Buch gelesen wurde - aber das ist ja auch nicht so arg unterschiedlich zu "Bestätigung, dass ein Skript gelesen wurde."

 

 

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Motiviert

Geschrieben

Das ist doch wirklich sehr abschreckend. Wenn ich da an die Skripte der WBH denke, die hatten klare Autoren und auch so war ich sehr zufrieden damit. Wahrscheinlich ganz das Gegenteil.

 

Da frage ich mich, wenn jetzt in einer Klausur was dran kommt, das im Skript stehen sollte, aber kein einziges Wort dazu drin steht, was dann?

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DerLenny

Geschrieben

vor 14 Minuten schrieb Motiviert:

Da frage ich mich, wenn jetzt in einer Klausur was dran kommt, das im Skript stehen sollte, aber kein einziges Wort dazu drin steht, was dann?

Das Problem hast eher nicht. Die Klausuren beschränken sich auf Skriptinhalte. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann kommen die Klausurfragen auch von den Skriptautoren.

Und wenn doch was dran kommen sollte, das nicht in nem Skript steht, dann halt Einsicht beantragen und drauf hinweisen. Das sollte nicht das Problem sein.

 

vor 16 Minuten schrieb Motiviert:

Wenn ich da an die Skripte der WBH denke, die hatten klare Autoren und auch so war ich sehr zufrieden damit

Gut möglich, allerdings fallen auch an der iu den meisten Studierenden die Probleme nicht auf. 

Ich versuche ja schon länger mal ein paar vergleichbare Skripte von anderen Hochschulen zu erhalten, damit ich weiss, ob das Niveau der iu eigentlich ganz normal ist.

Das ist aber nicht so einfach 🙃

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Muddlehead

Geschrieben (bearbeitet)

@DerLenny Also irgendwie hakt es wohl bei den "neueren" Studiengängen / Modulen. Du weißt, ich bin zwar IUler, aber kein dogmatischer Student. Seit deiner Kritik bin ich da noch stärker sensibilisiert. Ich lese ja das Skript um es zu verstehen. Sonst lassen sich die Klausurfragen schwerlich beantworten (da hatte ich bisher noch nie eine "Fun"-Frage". Und die MCs sind oft "mehrdeutig" -> know your shit. Einen roten Faden hatte ich in den Modulen des Studiengangs Wirtschaftsinformatik bisher nicht vermisst.

Inhaltliche/Grammatikalische/Rechtschreibfehler fallen mir durchaus auf. Zähle ich aber mittlerweile zum Ausbildungsziel. Seit dem schaue ich fast immer in die Originalquellen, auch außerhalb meines Studiums. It's a feature, not a bug! :-)

Bearbeitet von Muddlehead
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DerLenny

Geschrieben

vor 10 Minuten schrieb Muddlehead:

Einen roten Faden hatte ich in den Modulen des Studiengangs Wirtschaftsinformatik bisher nicht vermisst.

Nach nem kurzen Blick auf die Kurse, die wir gemeinsam haben, sind da echt keine dabei, in denen der Aufbau nicht passt. Die Fehler in RE sind dem Tutor bekannt und er weist da eigentlich auch regelmäßig drauf hin. Bei den Kursen mit schriftlicher Prüfungsleistung habe ich mein Wissen eh in erster Linie aus Zusatzliteratur und daher das Skript nicht so genau gelesen.

IT-Recht wäre so ein Problemkur, aber das dürfte ja auch bekannt sein - aber auch hier eher auf der Inhalts denn auf der Gliederungsebene.

 

QS im Softwareprozess habe ich noch offen. Aufgrund des Themas hoffe ich aber, dass das ein gutes Skript wird :)

 

Ansonsten kenne ich die Kurse einfach nicht, und kann daher wenig dazu sagen. Wenn es für dich passt, dann passt es 🙂👍

Evtl. hab ich da einfach nur zwei Studiengänge mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl an komischen Skripten erwischt.

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Muddlehead

Geschrieben (bearbeitet)

vor 53 Minuten schrieb DerLenny:

Evtl. hab ich da einfach nur zwei Studiengänge mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl an komischen Skripten erwischt.

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich bin ja der IU und dir dankbar mittlerweile ein so kritischer Student zu sein. Nützlich für die Gegenwart und Zukunft. 

 

In dem Sinne...

Eric Idle - "Always Look On The Bright Side Of Life" - STEREO HQ - YouTube

 

Bearbeitet von Muddlehead
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Aramon

Geschrieben (bearbeitet)

vor 3 Stunden schrieb Motiviert:

Das ist doch wirklich sehr abschreckend. Wenn ich da an die Skripte der WBH denke, die hatten klare Autoren und auch so war ich sehr zufrieden damit. Wahrscheinlich ganz das Gegenteil.

 

Da frage ich mich, wenn jetzt in einer Klausur was dran kommt, das im Skript stehen sollte, aber kein einziges Wort dazu drin steht, was dann?

Dann hast du bis jetzt wohl immer großes Glück gehabt mit deinen Studienheften. Ich kenne es auch anders bei der Wilhelm Büchner Hochschule. Im Studiengang Digitale Medien gibt es leider auch viele uralte und sehr schlecht geschriebene Studienhefte. Damit möchte ich aber nicht sagen, dass alle Studienhefte schlecht sind. Ganz im Gegenteil, ich möchte damit sagen, dass solche Themen vermutlich bei jedem Anbieter zu finden sind. Ich gehe auch nicht davon aus, dass DerLenny komplett unzufrieden mit der IU ist, sondern nur die Dinge anspricht, die ihn stören.

Bearbeitet von Aramon
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der_alex

Geschrieben

Ich kenne auch die WBH scripte...die waren alles andere als fehlerfrei... auch nach Jahren wurden oftmals Fehler nicht bereinigt. Im Großen und Ganzen waren diese jedoch gut - so meine Meinung. 

 

 

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IU Internation. Hochschule

Geschrieben

Hallo @DerLenny

,

vielen Dank für die Hinweise.

Könntest Du uns bitte das Kurskürzel mitteilen, da ich anhand der Screenshots und Themen zwar eingrenzen kann, um welches Skript es sich handelt, aber genauere Informationen helfen mir hier weiter.

Es ist natürlich nicht in Ordnung, wenn Skripte fehlerhaft sind. Das tut uns leid.

Gerne möchte ich den Skriptkorrekturprozess skizzieren, da Du monierst, dass wir keinen iterativen Prozess zur Verbesserung implementiert haben.

Grundsätzlich soll das Feedback zu Kursen und Skripten gerne jederzeit über die Course Feeds an die Tutor:Innen weitergeleitet werden.

Parallel dazu überarbeiten wir die Kurse, bzw. Skripte nach folgendem Modell:

  • -       Laufende Korrekturen

  • -       Größere Überarbeitungen

  • -       Kursneustarts

Die Tutor:Innen sammeln das Feedback und leiten es an die entsprechende Qualitätsabteilung (Bereich Lehre) weiter.

Sollten es darüber hinaus Fragen geben, stehen wir natürlich über die üblichen Kanäle zur Verfügung.

Ich hoffe, dass das hilfreich ist.

Herzliche Grüße

Louisa (Reputationsteam)

IU Internationale Hochschule

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DerLenny

Geschrieben (bearbeitet)

vor 17 Stunden schrieb IU Internation. Hochschule:

Könntest Du uns bitte das Kurskürzel mitteilen, da ich anhand der Screenshots und Themen zwar eingrenzen kann, um welches Skript es sich handelt, aber genauere Informationen helfen mir hier weiter.

Es ist natürlich nicht in Ordnung, wenn Skripte fehlerhaft sind. Das tut uns leid.

Tutor ist informiert.

Und das ist echt nicht so wild. Prinizpiell passt hier ja das meiste, es ist nur komisch strukturiert.

 

vor 17 Stunden schrieb IU Internation. Hochschule:

Gerne möchte ich den Skriptkorrekturprozess skizzieren, da Du monierst, dass wir keinen iterativen Prozess zur Verbesserung implementiert haben.

Ich hatte hier schon das eine oder andere Gespräch mit Markus Prandini, ich bin mir nicht sicher, ob wir uns hier offen darüber austauschen sollten.

 

Und seit deiner Aussage, dass das Modulhandbuch wurst ist, und nicht unbedingt etwas damit zu haben muss, was auch wirklich unterrichtet wird, ist die Versicherung des Qualitätsbezugs noch unglaubwürdiger.

 

Es gibt keine funktionierende QS. Es gibt keine Korrekturhistorie. Es gibt keine Errata für gedruckte Skripte.

 

Selbst gröbste Fehler (Amygdala im Frontallappen) werden (wenn überhaupt) von den Studierenden gefunden. Ich bin mir nicht sicher, ob dies die Aufgabe der Studierenden sein sollte. Ich frage mich, welches Selbstverständnis eine Hochschule hat, wenn die Studierenden die beste QM Maßnahme für die Korrektheit der Lehrbriefe ist.

 

Die Frage, warum es Studierenden, aber nicht den Dozierenden auffällt, möchte ich hier nicht stellen. Ich gehe hier auch nicht auf die dokumentierten Beispiele ein, in denen Dozierende und MVs sich aktiv weigern die Fehler in den Skripten anzupassen.

Ich habe da auch ein Beispiel, dass sich zum 2ten mal gejährt hat. 

 

Aber man gewöhnt sich dran. Seit dem Plagiatsskript bin ich da etwas abgestumpft. Nicht mal, weil es ein plagiiertes Skript war, sondern weil die Sätze in dem Skript stellenweise sinnfrei waren (also keine korrekten deutsche Sätze) und es wohl niemandem aufgefallen ist. Oder es egal war.

 

Gegeben der großen Menge an Beispielen, dass offensichtlich Qualität eine sehr geringe Rolle spielt, fällt es mir schwer Deine Aussagen als mehr als PR zu sehen.

Bearbeitet von Markus Jung
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unrockbar

Geschrieben

Und ich dachte immer, so schlimm kann es gar nicht sein, du bist bestimmt nur sehr sensibel bei kleinen Fehlerchen. Aber das ist ja wirklich furchtbar, wenn es heißt, hier die wichtigsten 5 *zählt 10 auf* oder kommen wir später drauf zurück (was schon dumm genug wäre) und dann kommt gar nix mehr. Ach du je.

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DerLenny

Geschrieben

Wenn ich jetzt nochmal schreibe, dass dies eigentlich ein gutes Skript ist, ist das auch nicht wirklich positiv, oder?

 

Aber ich möchte es echt etwas in Schutz nehmen. Die Fehler sind nervig, aber sie sind eben nicht so gravierend wie die in anderen Skripten.

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unrockbar

Geschrieben

Wirft ja nur ein umso schlechteres Licht auf den Rest 😄

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DerLenny

Geschrieben

Ich darf mich gerade im Teamskanal, in dem es um die Skriptkorrekturen geht darüber unterhalten, ob eine Verfälschung von Aussagen ok ist, wenn man so rüber bringen kann, was man sagen will.

 

Mein Hinweis:

Zitat
Auch werden hier Schlüsse gezogen, die aus der Studie selbst nicht hervorgehen. Während die Studie objektiv berichtet, so attribuiert das Skript (ohne Grundlage) die "Verpasser" der Ängstlichen Personen ursächlich auf ein "nicht-Bemerken" und zieht die Option von "kein Interesse" hier nicht mal in Betracht.

 

Hinweis der iu:

Zitat
Die Option "kein Interesse" könnte man zwar tatsächlich auch in Betracht ziehen, ließe sich aber eben nur unzureichend mit der SET erklären.

 

Die Quelle macht hier eine klare Aussage in die andere Richtung. Und nennt alle Optionen.

Das Skript ignoriert diese und erfindet was anderes. Die iu findet das auch ok, weil es so ja besser ins Narrativ passt.

 

@IU Internation. Hochschule : Dürfte ich die Frage nach der wissenschaftlichen Obperson nochmal wiederholen?

 

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IU Internation. Hochschule

Geschrieben (bearbeitet)

vor einer Stunde schrieb DerLenny:

@IU Internation. Hochschule : Dürfte ich die Frage nach der wissenschaftlichen Obperson nochmal wiederholen?

 

 

Hallo @DerLenny,

ja diese Person ist bereits bei uns an der IU tätig.

Wir melden uns dazu noch einmal in den kommenden Tagen, spätestens nächste Woche.

 

Viele Grüße

Louisa (Reputationsteam)

IU Internationale Hochschule

Bearbeitet von Markus Jung
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