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"Generation Google"

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krypt0lady

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Eine Studie über das Suchverhalten der Generation Google (Kinder, die nach 1993 geboren sind) wurde von der British Library und JISC (Joint Information Systems Committee) in Auftrag gegeben, um zu erforschen, wie der heranwachsende Internetnutzer mit dem Medium Internet umzugehen vermag und um somit den Bibliotheken neue Techniken zur Unterstützung vorschlagen zu können, um das neue Suchverhalten nachhaltig zu unterstützen.

Anders als man bisher annahm, kann die Generation Google zwar sehr schnell mit dem Medium Internet umgehen und sie wird auch fündig, jedoch wird das Gefundene weder hinterfragt, noch analysiert.

Die Studie zeigte auch, dass das kurze Querlesen nicht nur ein Symptom der Generation Google ist, sondern sich durch alle Altersgruppen zieht.

Wer sich hervon etwas absondern möchte kann sich die Studie hier (die Datei ist ca. 1,5 MB groß) herunterladen und kritisch lesen. ;)


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2 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Die Studie zeigte auch, dass das kurze Querlesen nicht nur ein Symptom der Generation Google ist, sondern sich durch alle Altersgruppen zieht.

Ist das nicht vor allem ein Problem der Informationsüberflutung? - Zu fast allen Themen gibt es mehr Infos, als man selbst bei intensiver Beschäftigung lesen kann. Andererseits hat man Angst, eine wichtige Quelle übersehen zu haben. Also wird alles gescannt.... - Ich erwische mich auch manchmal dabei. Das zeigt sich zum Beispiel an etlichen interessanten Fachbüchern - die noch ungelesen bei mir im Regal stehen.

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Nun, ich denke, dass gerade das Internet das Problem der Informationsüberflut birgt, besonders da es keinen Schema-F-Maßstab gibt, mit dem man unseriöse von seriösen, aktuelle von nicht-aktuellen Seiten unterscheiden kann. Daher gilt es und dies wird auch empfohlen, die Schüler entsprechend zu schulen. Denn diese können nicht auf Wissen vor dem Internet zurückgreifen, wie wir das können.

Wenn Du in eine Bibliothek gehst und Dir Fachbücher aus dem Regal nimmst, dann kannst Du davon ausgehen, dass der Inhalt dieser Bücher durch mehrere Genehmigungsinstanzen eines Verlages gehen musste. Ob Dir ein Fachbuch bei einer konkreten Fragestellung weiterhelfen kann, kann Dir i.A. das Erscheinungsdatum, der Erscheinungsort, das Inhaltsverzeichnis und der Klappentext grob beantworten. Dann erst setzt Du Dich hin und liest Dir ein Dir wichtig erscheinendes Kapitel quer.

Der typische Internetnutzer hingegen geht auf die Homepage von Google (die meisten kennen auch keine andere Suchmaschine mehr) gibt das Suchwort ein, sieht die ersten 10 Einträge, liest die Textausschnitte unter dem Eintrag quer klickt den Eintrag bei Interesse an. Dieser Eintrag wird dann kurz quergelesen und weil man ja vor lauter Informationsflut nichts verpassen möchte geht man schnell wieder zur Ergebnisseite von Google zurück und liest weiter. Oder da man ein ungeduldiger Schüler ist, der keine Lust hatte "Memphisto" zu lesen, schaut er sich gleich bei Wikipedia die Zusammenfassung an.

Die wenigsten versuchen das Gelesene in einen Kontext zu ziehen und plappern ala Lebowski das Gesagte nach.

Folgendes wird hierbei oftmals nicht beachtet: Google generiert die Suchergebnisse unter anderm aufgrund dessen, wie oft auf eine bestimmte Seite verlinkt wurde. Dies gibt jedoch nur bedingt Aufschluß über die Seriösität einer Seite, da jeder - egal welcher Bildungsstand - einen Link setzen kann.

Oftmals sind die ersten angezeigten Suchergebnisse von Fimen erkaufte Plätze, da viele Suchende nicht einmal auf Seite 2 der Suchergebnisliste schauen.

Zudem wird auf vielen Webseiten die Aktualität eines Artikels nicht angezeigt.

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