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Abgrundtief... kreativ

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chillie

34 Aufrufe

Ein Fernstudium besteht aus vielen Dingen. Lesen, lernen, verstehen, zusammenfassen, pauken, malen usw.

Die letzten 2 Jahre hat sich das alles gut eingependelt, die Lernzeiten sind relativ konstant und der Aufwand gut einzuschätzen. Neben dem Job lässt sich das alles gut unterbringen und mit entsprechender Motivation jeden Tag etwas abarbeiten.

Daraus ergeben sich für mich zwei Wege, die leider (aktuell) nicht ganz so vereinbar sind wie gedacht.

Weg A

Das o.g. trifft bei mir leider überhauptnicht auf das Schreiben einer Hausarbeit zu. Während die Recherche, die Aufbereitung und die Exzerpte, sowie die Formatierung, Quellenauswertung usw. alles so läuft wie oben dargestellt, geht es mit dem kreativen Prozess (bekannt als "schreiben") leider nicht so gut voran.

Wie schon erwähnt, selbst nach stressigen Tagen habe ich immer irgendwo eine halbe bis eine Stunde Zeit gefunden etwas zu lesen, markieren oder herauszuschreiben. Mit der Textproduktion geht es unter der Woche allerdings wenig bis schleppend voran.

Im Urlaub, am Feiertag und am Wochenende läuft es prima - sehr gute Ergebnisse ich bis ehr zufrieden. Unter der Woche versiegt der Wortfluss, es tröpfelt nur und die Absätze die entstehen sind öde und uninspiriert.

Das bringt mich natürlich zu einem Zeitproblem - immer nur am WE zu schreiben, heisst sehr viel Familien- und Freizeit zu opfern und auch Abhängiger von der Tagesleistung zu sein. Aktuell werde ich sicher bis Ende des Monats die Rohversion der Hausarbeit fertig haben. Korrekturen sind auch unter der Woche dran, aber für meine Planung der Projekt- und/oder Bachelorarbeit liefert das völlig neue Erkenntnisse.

Gut bis dahin passiert noch eine Menge - aber bedacht werden muss es.

Weg B

Hier geht es um das neue Semester. An jedem nicht-kreativ-Schreibtag würde ich am liebsten die SBs aus dem Regal reissen und einfach anfangen - aber da ich ja nur mässig vorankomme aber trotzdem kleine Erfolge habe lasse ich das Schreiben nicht ganz. Ich muss das 5. Semester im Kopf abschliessen, vorher verzettele ich mich nur.

Dennoch habe ich meine Unterlagen nun zur Hand genommen. Für das FS2010 stehen aus:

17 SB im SSP Rechnungswesen/Controlling (alles zwischen dick und dünn), das Thema habe ich gewählt - sicherlich bin ich nicht der Buchhalter/Controllertyp aber das Thema ist interessant und handfest, vor 2 Jahren war das Modul noch etwas umfangreicher - ich verstehe gut warum es gestrichen wurde, denn die HFH verschenkt die Möglichkeit aus den 4 Teilmodulen aus denen der SSP besteht 4 Klausuren zu machen, stattdessen wird das Wissen in einer 3-stündigen Klausur abgefragt.

3 SB im WPK öffentliches Wirtschaftsrecht

Klingt nach wenig, sind auch nicht sehr umfangreich - aber es fehlt eine Fallsammlung. Hier ist zusätzliche Literatur angegeben, somit wird der Umfang noch steigen.

4 SB im Modul Arbeitsrecht

Habe ich nicht drübergesehen - die SBs sind aber recht umfangreich

Alles sehr interessant, alles lockt mich sofort anzufangen und die Luschi-Tage an denen die Hausarbeit nur 5 Sätze kürzer und 6 Sätze länger zu nutzen... aber den Schlußpunkt des 5. Semesters jetzt noch weiter hinaus zu ziehen geht einfach nicht.

T-23 Tage zur Abgabe der Hausarbeit sind aber eine klare Aussage für schreiben und gegen SBs


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7 Kommentare


Na Du machst mir ja Hoffnung für meine Projektarbeit / Bachelorarbeit / BSP-Abschlussbericht :(

Hoffentlich kriege ich unter der Woche mehr hin! ;) Dir trotzdem viel ERfolg bei den Bemühungen, die Hausarbeit den SBs vorzuziehen!

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Michael Knight

Geschrieben

alles so läuft wie oben dargestellt, geht es mit dem kreativen Prozess (bekannt als "schreiben") leider nicht so gut voran.

Das halte ich für vollkommen normal. Du schreibst selbst, dass es ein kreativer Prozeß ist. Die eigene Birne wird dann viel mehr gefordert, als bei den anderen von Dir genannten Tätigkeiten.

Mir ging das bei all diesen Arbeiten genauso. Man sollte sich keinesfalls das Ziel setzen, an einem Tag schaffe ich X Seiten und dann so hochrechnen. Das hat zumindest bei mir nicht funktioniert. Manchmal war meine Tagesseitenproduktion sogar negativ.

aber für meine Planung der Projekt- und/oder Bachelorarbeit liefert das völlig neue Erkenntnisse.

Na siehst Du! Das ist eines der Hauptziele solcher Arbeiten. Die Studenten sollen und müssen sowas üben.

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Manchmal war meine Tagesseitenproduktion sogar negativ.

Das habe ich auch schon festgestellt :)

Man sollte sich keinesfalls das Ziel setzen, an einem Tag schaffe ich X Seiten und dann so hochrechnen.

Da ist was dran, wobei die 2 Bücher die ich zum Thema wissenschaftliches Arbeiten gelesen hab derartige Ziele vorsehen.

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oh, hätte wohl besser hier kommentiert, als hier

http://twitter.com/enpr/status/7988920216

Nunja, als kleine Ergänzung zum Tweet: Die wirkliche Schwierigkeit bei Hausarbeiten liegt für mich darin, dass ich recht lange Zeit brauche um mich wieder in Quellen und Thema einzuarbeiten, um etwas Neues aufs Blatt zu bringen. Das brauchte mehr Zeit und Konzentration als ich abends nach der Arbeit habe.

Leider habe ich neben BSP auch in meinem beiden Schwerpunkten noch ähnliche Arbeiten abzuliefern. *Leider* nur deswegen, weil ich die Art Arbeit schwierig in meinen Alltag unterbringen kann, ansonsten empfinde ich das Schreiben einer Hausarbeit als recht angenehm. Im Gegensatz zum Lesen und Lernen hat man am Ende das Produkt seiner eigenen Arbeit in den Händen, und das ist sichtbar und greifbar. Irgendwie gefällt mir das ;)

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Michael Knight

Geschrieben

wobei die 2 Bücher die ich zum Thema wissenschaftliches Arbeiten gelesen hab derartige Ziele vorsehen.

Das setzt dann voraus, dass die Produktivität an jedem Tag und bei jedem Teilgebiet der Arbeit (sei es einfacher oder schwieriger, interessanter oder weniger interessant) immer gleich ist und man jeden Tag gleich viel Zeit aufwendet. Ich vermute, dass das bei den meisten Studenten nicht zutrifft.

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HannoverKathrin

Geschrieben

Ich unterscheide SB-Umfänge sogar von "dünn bis sehr dick" :D

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hmmm...du hast recht: Klausurvorbereitung und Hausarbeiten schreiben sind zwei völlig verschiedene Dinge. Wobei mir die Hausarbeiten eindeutig mehr Spass gemacht haben :thumbup:

Sie sind aber auch deutlich zeitaufwändiger. Man kann (und muss) viel lesen, sich seine eigenen Gedanken zu dem Thema machen und diese dann zu Papier bringen. Das ist nicht immer einfach - ist aber eine Herausforderung und gefällt mir auch.

Du packst das schon, chillie! :lol::cool:

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