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chillie

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Heute habe ich erst meinen Workload für das neue Semester gepostet.

Eigentlich eher hoffend, als sicher geplant ... aber da sich bei der Überlegung, wie ich das hinbekommen soll, ein ziemlich mieses Bauchgefühl einstellt, dass man schon fast panisch nennen kann ... bin ich so weit jetzt die Notbremse zu ziehen.

Ich kann nicht (wie vor einem halben Jahr geplant) zwischen Februar und Juli:

  • eine 20 Seitige Hausarbeit (für die ich noch ein Thema entwickeln muss) schreiben
  • eine SSP-Klausur auf der Grundlage von 18 SBs
  • eine OWR-Klausur bei der die Gesetze sitzen müssen
  • eine ABR Klausur die im letzten Semester deutlich an Schwierigkeit zugenommen hat ablegen

Ich habe 2 Jahre wirklich hart für meine Noten gelernt, jetzt geht es ums Endergebnis ... das hier sicher leiden würde.

Andererseits geht es mir auch um mich selbst. In der Zeit in der ich hier bin habe ich immer wieder mal von Fernstudenten gelesen, denen das Studium stark zugesetzt hat. "Mir passiert sowas nicht" ... dachte ich. Im ersten Jahr habe ich 3 Semester in 2 abgelegt - das war eine Mördertour und ich war froh dass ich danach in Regelzeit normal studieren konnte.

Nun - angespornt durch verschiedene Faktoren hat mich der Größenwahnsinn gepackt. Ich will/wollte raus aus meinem Job, aber mit dem Studium in der Hand. Nun wollte ich auch noch schnell fertig werden um meiner Frau den Rücken frei halten zu können wenn unser Baby da ist, um die finanzielle Lücke mit einem besseren Job zu füllen, um Luft zu haben.

So viele Ziele kann man aber nicht miteinander unter einen Hut bringen. Der Stress - und ich weiss genau, den mache ich mir nur selbst - erdrückt mich jetzt schon beinahe.

Damit ich es auch selbst mit mir ernst mache, schreibe ich es hier hin... Notbremse, Anker werfen, Pause-Knopf.

von der Hausarbeit habe ich mich schon länger verabschiedet - dazu ist nach Juli genug Zeit

von den Präsenzen des SSP habe ich auch schon Abstand genommen

nun heisst der aktuelle Schritt - ABR November 2011 ... Leicht ist es mir nicht gefallen, aber sei es nur um jetzt Druck wegzunehmen habe ich mich gerade abgemeldet

blog_attachment.php?attachmentid=236&d=1264016696

Sollte es mich nach Abgabe der HA packen, kann ich mich wieder anmelden, aktuell stehe ich mir mit ABR nur selbst im Weg.

Ich will nicht bis zum Geburtstermin als Fernstudiums-Zombi durchs Leben gehen. Auf mich wartet aktuell zunehmend mehr Arbeit im Haushalt als normal und mehr Termine als sonst, das ist mir beides sehr wichtig um meiner Frau zu helfen - mein Studium ist mir auch wichtig, aber meine Gesundheit ist mir am wichtigsten... die würde darunter leiden wenn ich meine Planung so durchziehe und im Dreieck privates, Arbeit und Studium kann ich das Studium aktuell am einfachsten reduzieren, denn der Job bezahlt immerhin den Rest, die Zeit reduzieren wäre kontraproduktiv.

Ich bin auch froh, jetzt den Schritt gemacht zu haben, anstatt weiterhin auf unrealistisch problemlose Bedingungen zu hoffen und somit 3 oder 4 Noten zu Roulettspielen zu machen.


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7 Kommentare


Klapperstrauß

Geschrieben

Meines Erachtens eine gute Entscheidung. Ich wünsche dir privat sowie studientechnisch alles Gute!

Gruß,

Klapperstrauß

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Markus Jung

Geschrieben

Sehr vernünftig. Viel mehr will ich dazu gar nicht schreiben. Es ist sinnvoll, nicht schon ausgepowert in den neuen Lebensabschnitt als Vater zu starten - denn die erste Zeit wird anstrengend, auch wenn ihr (was ich Euch wünsche) ein ruhiges Kind bekommen werdet.

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Ich denke auch, dass die Entscheidung gut ist!

Da ich erst im letzten Jahr bei 2 Freundinnen von mir die erste (bzw. 2.) Schwangerschaft miterlebt habe, denke ich, dass du wesentlich mehr Zeit für Deine Frau / Privatleben einplanen solltest als es mit deiner vorherigen Studienplanung möglich gewesen wäre ;)

Du machst das schon :) Und ohne den riesigen Druck auf den Schultern werden auch die Ergebnisse, wie man es von chillie gewohnt ist :thumbup:

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Weise Entscheidung ! Ich hatte mich im 6. Semester auch von einer Klausur wieder abgemeldet und ins nächste Semester geschoben, da mich ansonsten das Pensum überfordert hätte.

Höre auf deine innere Stimme und stresse dich nicht...freu dich auf deinen neuen Lebensabschnitt mit dem Baby und was das Studium angeht, bist du doch auf der Zielgeraden. ABR kannst du auch im nächsten Semester und (wie von der HFH ohnehin vorgesehen) parallel zur Thesis schreiben.

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ABR November 2011

Wieso ist das jetzt so weit hinten? Wolltest Du nicht Ende 2010 fertig sein? Wird die Prüfung nicht so oft angeboten?

Auf die paar Monate sollte es nicht ankommen. Das Baby und die Gesundheit sind am Wichtigsten. Gerade für die erste Zeit sollte kein Stress aufkommen, das muss man in vollen Zügen geniessen! :)

Zippy

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Zippy, Tippfehler - ich meine natürlich 2010

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HannoverKathrin

Geschrieben

Eine vernünftige Entscheidung, kann man wirklich nichts weiter zu sagen. Vor Ende 2010 wirst du eh nicht fertig und mit der ganzen Babyvorbereitung (Haushalt, Equipment kaufen, Begleitung zu Arztterminen etc.) wird nun die nächsten Monate immer wieder Zeit einfordern.

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    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.