Informatik-Betriebswirt VWA Trier

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Oh Tanenbaum, oh Tannenbaum (Betriebssysteme an der VWA)

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Susanne Dieter

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Das Buch:

Nein, kein Tippfehler und auch nicht die verspätete Erkenntnis, dass Weihnachten war bzw. wieder in elf Monaten sein wird - gemeint ist Andrew S. Tanenbaum und sein Buch „Moderne Betriebssysteme“.

Beim durchblättern fällt mir in Kapitel 6 auf der Seite 543 eine Übungsaufgabe auf: „Denken Sie sich ein Beispiel für einen Deadlock in der Politik aus.“ Und ich dachte schon anhand mancher Schilderungen hier, die HFH sei erfinderisch. :)

Ansonsten ein sehr interessanter Rundumschlag für mich: Geschichte, Prozesse und Threads, Speicherverwaltung, Dateisysteme, Ein- und Ausgabe, Multimedia-Betriebssysteme, Multiprozessorsysteme, IT-Sicherheit, Fallstudien Linux, Vista und Symbian (habe ich auf meinem Handy) sowie Entwurf von Betriebssystemen. Auch Multimedia-Dateien, -kompression sowie Codierung von Videodateien werden erwähnt (solche Themen werden wohl bei einem Medieninformatik-Studium gefragt sein, was mich ebenfalls interessieren würde).

Scheint aber kein Buch für Anfänger zu sein: In „Kapitel 1 „wird eine Einführung in die Programmiersprache C und das C-Laufzeitmodell für diejenigen Leser gegeben, die bisher nur mit Java vertraut sind.“ (Vorwort)

Die Vorlesungen:

Der Unterricht wird von dem gleichen Dozenten gehalten, der auch mein „Angstfach“ Java-Programmieren in den ersten drei Semestern unterrichtet hat. Kuriose Mischung... :)

Sehr anschaulich mit Beispielen, ein Student hat sogar eine (natürlich zu wissenschaftlichen Zwecken) auseinander genommene alte Festplatte mitgebracht. Bei den Beispielen bzgl. der Programmierung der Zugriffsmöglichkeiten auf den SWAP (Auslagerungsdatei) mit Kleiderschränken oder CD-Regalen fällt mir auf, dass meine CD-Sammlung ordentlicher organisiert ist als mein Kleiderschrank. :) Ein Mitstudent erzählt von der Technik-Abteilung des Kaufhauses KaDeWe in Berlin. So würde vermutlich meine Wohnung aussehen, wenn ich mal im Lotto gewinne. :) Vorführungen von kleinen Programmen oder Öffnen von Photoshop und Erstellung eines 1-GB-Bildes und die Auswirkungen im Task Manager runden das Bild ab.

Weitere Themen waren der Aufbau des PCs, 32- und 64-bit-Architekturen, Multiprozessor-Systeme, Threads und Prozesse, RAM und virtueller Speicher, MMU, Speicherverwaltung und Algorithmen (NRU,Belady, Lifo, Fifo, LFU, Second Chance, Clock), Dateisysteme, Stack und Heap, Grafikkarten und GPU, die verschiedenen Cache-Level. (Ein guter Trick, um den Chef oder Papa zum PC-Kauf zu überreden: Den Level-1-Cache ausschalten, so dass der PC 45 Minuten zum Hochfahren benötigt). Dazu immer wieder Vergleiche der Größenordnungen früher und heute sowie ein Ausblick auf die Zukunft.

Rückblick:

Da kommen immer wieder Erinnerungen auf bei Ausdrücken wie fat16 (altes Dateisystem) usw. Mein erster PC war ein 486 DX 2/66. Mein erstes Auto und die erste Schallplatte weiß ich auch noch, aber was war eigentlich mein erstes selbst gekauftes Kleidungsstück? Keine Ahnung mehr. Was sagt mir das? Beruf verfehlt? Angeblich war auch mein erstes Wort „Auto“. :-) - Nein, eine kaufmännische Ausbildung war schon o.k.

Der Dozent ist wie mir bereits bekannt war Mac-Fan und Spieleprogrammierer. Die Informatiker sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. :) Ich kenne noch Leute der alten Garde, die alles über die Konsole erledigen und über Klicki-Bunti-Oberflächen bestenfalls lächeln. (Die „one job, one tool“-Verfechter, wem das etwas sagt.) Dort habe ich auch gelernt, mich teilweise genauer auszudrücken, z.B. dass Linux nur der Kernel ist und nicht das Betriebssystem.

Ausblick:

Vielleicht sollte ich für die Zukunft auch einen LPI und / oder MSCE anstreben? Den LPI haben manche User von mandrivauser.de auf dem Linux-Tag gemacht, das Wissen hierfür kann man sich auch selbst aneignen und sich dann zur Prüfung anmelden. Ich sehe aber auch, dass die Fernschule Weber die Vorbereitung anbietet, dauert aber und kostet einiges. Einige hilfreiche Seiten zum Lernen habe ich u.a. auch bei Wikipedia, LPI e.V., LPI Academy und Linux Praxis gefunden. Der MSCE scheint aber mehr gefragt zu sein... Naja, jetzt beschäftige ich mich erst einmal mit den VWA-Inhalten...


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3 Kommentare


... dann solltest Du den Tanenbaum auch beide Male mit nur einem "n" schreiben *klugscheissmodeoff*

Unser Prof in ITI (Informationstechnologie) hatte den Wälzer auch mit! Wahrlich ein Totschläger! Aber: Die Erkenntnisse daraus sind eigentlich recht nett ;)

Weiterhin viel Spass!

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Susanne Dieter

Geschrieben

Danke, den werde ich haben, das ist nämlich mein Lieblingsfach. Linux-Basteleien und PC-Schraubereien brachten mich letztendlich doch noch in die Informatik-Richtung, zumindest hobby-mäßig. Deswegen meinte ich auch kuriose Mischung: Es ist der gleiche Dozent, über den ich bei meinem Angst-Fach Programmieren geschimpft habe. :)

Bzgl. Tannenbaum: Such*es Dir aus:

a) Ich wollte Kommentare provozieren.

B) Ich wollte die Doppeldeutigkeit hervorheben.

c) Ich wollte als pflichtbewusste Sekretärin an Weihnachten 2010 erinnern, das bekanntlich immer wieder überraschend kommt.

d) Es war tatsächlich ein Tippfehler.

:)

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Such*es Dir aus:

ich neeeeeehm a, b, c und d! Wann hat man schon mal die Möglichkeit, 4 Dinge auf einmal auszuwählen? :thumbup::blushing:

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      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
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      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker