Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Sodann wird es endlich Zeit für meinen Blog

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HannoverKathrin

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Sodann

so|dann [mhd. sō danne] (altertümelnd): 1. → dann; darauf, danach. 2. des Weiteren, außerdem.

So wird dieses seltsame Wort gemäß DUDEN beschrieben.

Seit über 1,5 Wochen brenne ich darauf, von meinem Erlebnis mit dem 1. SB für Statistik zu berichten. Dieses altertümliche Wort ist mir gleich auf der 1. Seite in der Einleitung ins Auge gesprungen. Ich dachte mir "hey, Studium und gelehrte Sprache, jetzt gehts los". Und siehe da, nur wenige Zeilen später taucht das Wort doch tatsächlich schon wieder auf! ("Ist ja n Zufall")

Die 2. Seite der Einleitung bleibt ebenfalls nicht verschohnt, wieder ein Sodann... Ich blättere zurück und prüfe ob es Angaben zum Autoren gibt - eine gewisse Unsympathie macht sich auf. Als ich auf der 3. Seite der Einleitung SODANN sogar 3 Mal (!) entdecke, weiß ich dass es nicht so super hochwertig geschrieben ist, sondern der Autor scheinbar keine anderen Worte kennt. Auf meinem Lernzeitenzettelchen baut sich die 1. eigene kleine Statistik auf :rolleyes:

Seite 1 / 2 Mal sodann

Seite 2 / 1 Mal sodann

Seite 3 / 3 Mal sodann

Seite 4 / 0 Mal sodann

Seite 5 / 2 Mal sodann

Wie unglaublich passend und ironisch das ist, ist hoffentlich jedem klar. Ich persönlich musste schon lachen, denn eigentlich habe ich die Tabelle nicht angefangen weil ich mich gerade mit Statistik beschäftige, sondern einfach weil ich es "ulkig" fand.

Seltsamer Weise verlässt mich sodann auch gleich wieder mein neues "Lieblingswort". Bis auf ein Mal auf der Seite 22 oder so, taucht es dann nie wieder auf!? Was mag da wohl passiert sein?!

Starten wir nun sodann mit den ernsten Themen.... in den letzten Wochen ist viel passiert.

Der Statistik SB 1 war voller allgemeiner Begrifflichkeiten und Erklärungen, hat rein gar nichts mit Rechnungen oder Analysen zu tun. Nach 2 Tagen konnte ich den somit abhaken. Wirklich n tolles Gefühl.

Statistik SB 2 wurde dann Montag gestartet, immerhin muss man sich auch belohnen und habe daher den Rest des Wochenendes Frei gemacht :laugh:

Der 2. SB, immerhin schon mit Rechnungen und Ansätzen von Analysen, war jedoch ebenfalls ziemlich dünn und schnell geschafft (selbstverändlich ist hier auch das ein oder andere sodann drin versteckt). Die nächsten 4 SB in Statistik werde ich immer lächelnd lesen und mich über das sodann aufregen.

Nach reiflicher Überlegung habe ich nun sogar schon den 3. SB in Statistik begonnen. Da ich dieses Semester keinen richtige Abfolgeplanung habe, sondern nur Endtermine für SBs mache (um dann spontan zu steuern welcher Erster, Zweiter, Dritter.... wird), ist das immer wieder eine kleine taktische Entscheidung ,die ich mir mehr oder weniger gründlich überlege.

Meine SB-Bearbeitung lief also bis vor einer Woche immer noch wie am Schnürrchen. 5 Wochen habe ich zwar nicht Vollgas gegeben, aber produktiv sehr viel gerissen. Dann kam das Privatleben und hat seine Aufmerksamkeit eingefordert:

Vorgestern war es soweit, der Einzug von meinem Freund. Vorher war natürlich Kisten packen angesagt bzw. Hauptaufgabe für mich, mein "leeres 3. Zimmer" endlich wieder leer räumen. Mein Workload hat es somit diese Woche auf kümmerliche 3 Stunden und 20 Minuten geschafft.

Ein paar Dinge muss ich die nächsten Tage/Wochen natürlich noch erledigen, aber das ist nicht akut.

Am Sonntag dem 7. (meinen lernfreien Sonntag :thumbup:) habe ich einen Punkt meiner "guten Vorsätze 2009" reaktiviert. Für 2010 war dieser gar nicht eingeplant, wird aber nun doch wieder aktiv verfolgt: Badminton spielen. Dank einem beliebten Hannover-Gutscheinheft haben wir uns 2 Stunden zum Preis von 1 erquält. Meine unbenutzten Badmintonsachen sind somit eingeweiht. Ich bin mir sicher, das machen wir dieses Jahr noch öfter. Der heftige Muskelkater war relativ schnell wieder verschwunden.... :blushing:

Donnerstag dem 11. war die Vorabmeldung für Mathe verschwunden. Wie von der Wespe gestochen habe ich also 3 Mal in kürzester Zeit STUDIOS gecheckt um immer wieder enttäuscht festzustellen, dass noch keine Note eingetragen ist. Selbst Abends noch immer ein weißes, leeres Feld.

Seltsamer Weise habe ich das Freitag total vergessen und erst gegen 13 Uhr reingeschaut. Das Ergebnis ist... naja. Wie innerlich bereits erwartet ist es eine 1,3 geworden. Eigentlich ziemlich gut. Ja sogar sehr gut. Aber irgendwie frage ich mich, wo und wie ich 7 Punkte verloren habe. Von einem Fehler weiß ich, diesen würde ich jedoch nicht so scharf benoten. Es müssen sich also noch weitere kleine Ungereimtheiten eingeschlichen haben. Die Klausurkopie wird das in ein paar Wochen aufklären. (Auch wenn das jetzt nicht richtig rüberkommen mag, ich bin schon sehr zufrieden und glücklich, aber eben auch verwundert. Außerdem habe ich nach der Abgabe schon stark gedacht "DAS wird meine 1,0".)

Schön ist auf jeden Fall: alle Noten aus dem 2. Semester stehen nun offiziell fest. Das Semester ist wirklich vorbei.

Jetzt hab ich mir glaube ich alles von der Seele geschrieben.


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16 Kommentare


Gewöhn dir solche Wörter schon mal an, in wissenschaftlichen Arbeiten kommen die gut :D:cool:

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HannoverKathrin

Geschrieben

Ja, wie oben beschrieben: zuerst "ahhh" (helle Stimme) danach aber (5 Zeilen später zum 3. Mal) "oooooohhhh" (böses Grummeln)

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Vielleicht wurde der SB von Peter Sodann geschrieben?!:lol::lol::lol:

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Unsympathie

Pons sagt dazu: Antipathie (Abneigung).

sympathisch – unsympathisch, auch antipathisch;

der Unsympath / die Unsympathin

aber Antipathie.

Irgendwelche Einwände? ;)

„Sodann“ nutze ich nie, genauso wenig wie „sowie“ als Ersatz für „und“. Ich habe es vor Kurzem aber ganz oft gelesen im Zusammenhang einer Korrektur, die ich ausführte, und ich lese es tagtäglich bei anderen Korrekturen, die ich ausführe.

Seltsamer Weise verlässt mich sodann auch gleich wieder mein neues "Lieblingswort". Bis auf ein Mal auf der Seite 22 oder so, taucht es dann nie wieder auf!? Was mag da wohl passiert sein?!

Der Autor hat gemerkt, wie deppert es klingt, ein Wort so oft zu verwenden. :)

Zippy

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Kurzem aber ganz oft gelesen im Zusammenhang einer Korrektur, die ich ausführte

*hust* :blushing:

:huh:

:D

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Kannst Du Dich eigentlich an was anderes aus dem SB noch erinnern? Außer der Anzahl von "sodann"s auf jeder Seite ? :thumbup:

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Kannst Du Dich eigentlich an was anderes aus dem SB noch erinnern? Außer der Anzahl von "sodann"s auf jeder Seite ? :thumbup:

Oh ja, das würde wohl nicht schaden :lol:

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Egal wen, wir fühlen uns ja beide Angesprochen :D

Wir könnten sodann zusammen mit Kathrin eine sodann/sowie Interessengruppe gründen sowie weitere Mitglieder werben.

:lol: :lol: :lol:

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HannoverKathrin

Geschrieben

Danke Zippy. Wenigstens gibts unsympathisch...

Gibts das auch so so schön erklärt mit unsozial/asozial ? Da gerate ich immer mal wieder in Diskussionen.

Natürlich erinner ich mich noch mehr aus dem SB als nur die sodanns. Aber zu dem Zeitpunkt haben die mich echt genervt. Der Brüller ist ja auch, dass dann 15 Seiten kein einiges kommt.... Naja, im SB 3 gibts auch welche, aber ich zähle nicht mehr ;)

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Laut Wiktionary bedeuten „unsozial“ und „asozial“ dasselbe, nämlich

"nicht fähig oder nicht willig, in einer Gemeinschaft zu leben und in einer solchen Gutes zu tun".

Die sprachliche Verwendung der Wörter im Alltag zeigt, dass diese unterschiedlich verwendet werden:

Ich verhalte mich „unsozial“, wenn ich Dir nicht helfe, obwohl Du Hilfe benötigst, aber „asozial“ bin ich deswegen nicht. "Asozial" bin ich dagegen, wenn ich als Penner durch die Lande ziehe oder mehr als 3 Kinder habe, obendrein alleine bin und vom Staat lebe, obwohl ich nie gearbeitet habe. ;)(Das ist ein frei gewähltes Beispiel, soll niemanden ansprechen, da niemand gemeint ist.)

Duden sagt zu: „asozial“ → Unfähig zum Leben in der Gemeinschaft. Am Rande der Gesellschaft lebend.

Duden sagt zu: „unsozial“ → Unsoziales Verhalten.

Zippy

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HannoverKathrin

Geschrieben

Genau dieser Alltagebrauch ist mein Problem, ich bevorzuge das Wort asozial (ich lernte in der Schule mal, dass unsozial nicht existiert) und Leute fühlen sich dadurch natürlich gleich mit "Pennern" gleichgestellt.

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Gerade hier merkt man doch die wunderbaren Feinheiten der deutschen Sprache. Alleine deswegen darf man ein Wort wie unsozial nicht streichen.

Du solltest einen Protestbrief an deine ehemaligen Lehrer verfassen, da asozial unsozial vorzuziehen gegenüber den Schülern unsozial ist. :lol:

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