Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    686
  • Kommentare
    5.313
  • Aufrufe
    17.576

770 Tage

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
chillie

60 Aufrufe

Seit nun 770 Tagen bin ich bei der HFH eingeschrieben.

Seit nun 770 Tagen denke ich beinahe jeden Tag mehr oder weniger intensiv an das Studium, an mein Ziel, an die Teilziele und daran wie das alles zu schaffen ist.

Seit nun 770 Tagen opfere ich Zeit, Freizeit, Arbeitszeit, Urlaubszeit, Schlafenszeit für meine Ziele.

Seit nun 770 Tagen - so meine ich - wird die Motivation weiter zu machen jeden Tag ein My weniger.

Seit nun 770 Tagen bekomme ich für diese Investitionen Noten, die auf einem Zettel stehen oder auf einem PDF herunterzuladen sind.

Zugegeben, diese Aufstellung ist weder vollständig noch objektiv. Aber sie verdeutlicht meine momentane Perspektive auf die Dinge.

Nach einer ruhigen HA-Abgabewoche folgte nun der Neustart in das 6. Semester. 1,5 SBs habe ich bearbeitet.

So gesehen eine tolle Leistung, allerdings unter zu hohem Druck. Das Wissen für REC setzt Kenntnisse in BUJ voraus - ein Modul auf dass ich mich vor 2 Jahren vorbereitet hatte. Der Frust darüber, dass ich so viel Wissen daraus verloren habe, hat mich beinahe dazu gebracht das REC Heft aus dem Fenster zu werfen.

Aber gut - ich will fair zu mir selbst bleiben - ich habe mit Rechnungswesen wenig zu tun. Bilanzierungs Ge- und Verbote, Wahlrechte usw. können nur im alltäglichen Gebrauch im Hirn bleiben. Es hilft aber nichts, das Wissen muss (zusätzlich zu den 18 SBs) wieder her - somit habe ich meine alten Zusammenfassungen nochmals durchgearbeitet um Licht ins Dunkel zu bringen.

Dabei bin ich aber selbst erschrocken, wie dünn meine Nerven inzwischen hinsichtlich des Studiums sind. Wie bereits gebloggt, habe ich mich erst durch Kommentare Aussenstehender verunsichern lassen. Nun sorge ich schon selbst dafür - anstatt gelassen damit umzugehen.

Meine persönliche "Statuslampe" wechselt von grün auf gelb.

Ende der Woche dann der nächste Spaß. Halskratzen und Gliederschmerzen. Verdammt, die letzte Erkältung habe ich erst vor 4 Wochen hinter mich gebracht. :( ... es gab Zeiten da wurde ich alle 1,5 Jahre mal krank, meist dann, wenn ich im Frühjahr zu früh mit offenem Fenster gefahren bin.

Die letzten Wochen hockte ich in der Arbeit (draussen grau) kam heim (draussen dunkel) nach Hausarbeit und Terminen ging es an den Schreibtisch (draussen?? wo ist draussen?). Keine Bewegung und schon gar keine frische Luft + Stress (Studium und Job) + Privates nähren also die kleinen Viecher in meinem Organismus.

Meine persönliche "Statuslampe" wechselt von gelb auf orange.

Hier ist also der Punkt, an dem ich o.g. Einleitung getippt habe. Darum klingt sich auch weniger positiv, als sie es an anderen Tage tun würde.

Betrachte ich so die 770 Tage habe ich hierbei, neben der generellen Entscheidung für das Studium, so einige Grundlagen entschieden.

erst wollte ich schnell sein und habe 3 in 2 Semestern durchgezogen

dann wollte ich zum Dipl-Kfm.(FH) wechseln

dann habe ich mit der Schwepunktentscheidung gekämpft

dann wieder zum Bachelor zurückgefunden

inzwischen wollte ich nur noch schnell fertig sein und plante unrealistisch

die HPR-Arbeit habe ich dann zuerst nach hinten geschoben

nun die ABR-Klausur

Ich habe so das Gefühl, dass ich aus der aktuellen Situation so nicht herauskommen werde, wenn nicht noch eine tiefergreifende Entscheidung für das Studium fällt.

Schaffe ich es 2 Klausuren dieses Semester zu schreiben? Wird mir jede Klausur schwerer Fallen, wenn unser Baby auf der Welt ist? Kann ich 2 Klausuren schieben und eine HA schreiben?

Viele Fragen - wenig konkrete Antworten. Aktuell bin ich so gefrustet, dass ich am liebsten alles hinwerfen möchte ... einfach um nicht meine Gesundheit und meine Nerven noch weiter zu strapazieren, denn weder Dünnhäutigkeit noch Anfälligkeit für Erkältungen sind typisch für mich. Mein Ziel ist vor allem Status grün.

Dass dies nur eine Übersprungshandlung und nicht die Lösung ist, das ist mir klar ... wie ich an die Lösung komme aber nicht.

Die aktuelle Jahreszeit lädt aber gerade dazu ein. Ich verabschiede mich nun für eine Woche Fernstudium-Fasten.

Bis denn, in einer Woche... "ich bin dann mal weg"


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


10 Kommentare


na chillie, das hört sich ja gar nicht gut an...:confused:

erinnere dich doch mal, wieso du das Studium angefangen hast...dafür, dass du dich für die Plackerei entschieden hast, gab es doch gute Gründe. Und denk noch mal drüber nach, welches Ziel du mit dem Studium verfolgst - das ist ein Punkt, der mich immer wieder motiviert hat - kannst du dieses Ziel mit dem Studium erreichen?

ich glaub, du hast dir in den letzten 770 Tagen ziemlich viel zugemutet - 3 Semester in 2 und das mit den Noten ist eine ziemliche Leistung. Aber da diese Leistung nicht von ungefähr kommt geh ich mal davon aus (in deinen wunderbaren Statistiken könnte ich es auch nachlesen) dass du dafür verdammt viel Zeit investiert hat und andere Dinge, die dir Spass machen, vernachlässigt hast. Auf die Dauer macht sich das bemerkbar :(

an deiner Stelle würde ich in diesem Semester nur mit halben Gas fahren - es gibt für dich momentan wichtigeres. Und die Klausuren laufen nicht weg, die kannst du im nächsten Semester auch noch schreiben - jetzt macht es sich bezahlt, dass du die ganze Zeit so Gas gegeben hast.

Und auch auf die Gefahr, dich zu nerven :blushing:: denk doch nochmals darüber nach, die Rechtsklausur gegen die Hausarbeit auszutauschen. Dann hast du mehr Zeit für REW und vor allem bist du flexibler: an der Hausarbeit kannst du schreiben, wann du willst, du kannst das Tempo und den Abgabetermin selbst bestimmen. Ich denke, dass sowas für dich in dem Semester sehr wichtig ist.

Und wenn du eine Klausur versiebst, nur weil du dich nicht ordentlich vorbereiten konntest, wirst du dich hinterher nur ärgern. :cursing:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hey chillie,

ich verstehe dich absolut! ich hatte das bei UdoW schon im Blog geschrieben:

Die Motivationslöcher sind nach den Klausuren mit dem fortlaufenden Studium immer größer geworden. Ich habe derzeit auch ein entsprechendes Loch. Wenn man es genau nimmt seit ca. Oktober. OK, ich hab seitdem 2 Klausuren und 2 B-Aufgaben geschafft. Aber mit der Motivation aus Sommer09 wäre ich doppelt so weit gekommen.

Ich hoffe, Dir hilft die Auszeit, Energie zu sammeln, bissl rauszukommen, die Erkältung wieder loszuwerden, Spass im Leben zu haben und damit auch die Freude am Lernen wiederzufinden.

LG

Danny

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Gute Idee mit dem "Fasten"! Nicht umsonst fordert das BUrlG zusammenhängenden Urlaub oder noch älter: "am siebten Tage sollst du ruhen" :sleep: Pausen müssen sein. Ich kenne das Phänomen auch aus meinem Präsenzstudium, das ist völlig normal und geht vorbei. Gute Erholung :thumbup1: !

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

770 Tage um. Wie viele bleiben ca? Fernstudiumfasten wollte ich diese Woche nun auch machen. Und ich habe mir auch schon wieder ne Erkältung eingefangen... . Das kotzt einen halt herbe an. So eine Dauerbelastung gerade wie du sie dir mit deinen hohen Ansprüchen formulierst braucht eine Menge Kraft. Oder viel Zeit... Ich weiß nicht genau wie das bei eurem Studium abläuft aber kannst du nicht einfach die nen Gang zurückschalten? Klar werden ein paar Tage mehr die du dann studierst kannst aber sowhl deinen Notenschnitt halten als auch wieder mehr vom Leben sehen.

Ich trete hiermit jedenfalls auch in das Fernstudium-Fasten ein.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
HannoverKathrin

Geschrieben

Da Chillie aktuell verhindert ist... :)

... im nächsten Semster muss er die Bachelorarbeit schreiben. Somit müsste er wenn er die Klausur vorzieht und die Hausarbeit schiebt 2 schriftliche Arbeiten ablegen. Mich würde das stören.

Als eigenen Kommentar:

Chillie ich muss sagen du machst mir fast schon Angst. Bekanntlich sind unsere Zeitinvestitionen pro Modul ähnlich und wenn ich so höre wie fertig du nun bist... naja da macht man sich Gedanken.

Ich wünsche dir eine frohe lernfreie Woche mit viel Erholung und Spaß (!). Danach hast du hoffentlich wieder Energie um locker einzusteigen und wieder hochzufahren.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Beppo, der Straßenkehrer, tat seine Arbeit gerne und gründlich. Er wußte, es war eine sehr notwendige Arbeit. Wenn er die Straße kehrte, tat er es langsam, aber stetig; bei jedem Schritt einen Atemzug, und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Schritt-Atemzug-Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging er weiter - Schritt-Atemzug-Besenstrich. "Siehst du, Momo", sagte er eines Abends, "es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, das kann man niemals schaffen." Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: "Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz aus der Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen." Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: "Man darf nicht an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten." Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: "Dann macht es Freude, das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein. Und auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht aus der Puste." Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: "Das ist wichtig."

aus "Momo" von Michael Ende

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Chillie ich muss sagen du machst mir fast schon Angst.

Mach Dir mal keine Gedanken :blushing:

Bei chillie kommen halt noch mehr Sachen zusammen, die Zeit fordern - und man hat ja gelesen, wie es ständig "bergab" ging, gerade während der Hausarbeit.

Also mach Du auch immer schön mal ne Pause dazwischen - und alles passt! Wenn chillie wieder da ist, wird er auch wieder motiviert und einigermaßen auf dem Damm sein :thumbup:

Bin ich ganz sicher :cool:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Chillie - wegen KLR würde ich mir keine Sorgen machen. Hab Buchführung anerkannt bekommen udn dann Jahresabschluß und KLR im gleichen Semster geschrieben - macht meienr Meinung nach keinen UNterschied an Grundlagen. Außederdem in HS (ich hoffe du hast auch bei ihr - oder hast du b.?) super und ich hab alles gut verstanden und auch ne gute Note geschrieben

Wenn du Hausarbeiten aufeinander aufbauen würde ich auch die Klausur schieben und die Hausarbeiten schreiben.. (so mach ich es auch - dieses Sem nix wirklich Hausarbeit und nächstes Haus- und Diplomarbeit, weil aufbauend..

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
HannoverKathrin

Geschrieben

Mach Dir mal keine Gedanken

Bei chillie kommen halt noch mehr Sachen zusammen, die Zeit fordern - und man hat ja gelesen, wie es ständig "bergab" ging, gerade während der Hausarbeit.

Also mach Du auch immer schön mal ne Pause dazwischen - und alles passt! Wenn chillie wieder da ist, wird er auch wieder motiviert und einigermaßen auf dem Damm sein

Bin ich ganz sicher

Genau in diesem "das ist ganz normal, das kommt andauernd" sehe ich das Problem. Wenn man immer nur von einem Trauma ins nächste taumelt, ist man irgendwann fertig. Jedes Problem an sich war nie so schlimm, aber Chillie ist seit 2 Jahren einfach nicht wirklich zur Ruhe gekommen. Das macht einen dann auch irgendwann mal fertig.

Naja, jetzt ist die Woche ja schon fast rum.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich.