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chillie

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Was für ein Zufall, nicht nur die 770 Immatrikulationstage zu Beginn der "Fastenzeit", nein nun steht die Schnapszahl am Ende auch gleich für einen Neuanfang. Die 7 Tage sind nur 1% der gesamten Studienzeit, dennoch kann dieser Zeitraum sehr wertvoll sein.

7 days later

  • ist die Erkältung so langsam auskuriert
  • läuft meine Vitaminkur auf Hochtouren (und sei es nur für den Placebo-Effekt)
  • konnte ich ein paar Seiten meiner unzähligen ungelesenen Bücher wälzen
  • gab es dank Wetterumschwung bewegung an der frischen Luft und sogar Sonnenschein
  • habe ich Dinge hinterfragt und neu bewertet
  • habe ich mich von allen Klausuren abgemeldet

Aber eines nach dem anderen.

Status orange zu gelb

Die Gesundheit und meine Nerven haben mir die Pause "angewiesen" - also gehe ich danach, dass die Pause gerechtfertigt war wenn es mir a) schneller wieder besser ging als vorher und ich B) im Kopf wieder etwas frei bin.

Neben Unmengen Ingwertee und anderen Hausmittelchen habe ich mir einen Platz auf der Couch reserviert. Prima geschichte, auch wenn ich in einer freien Woche natürlich lieber aktiver gewesen wäre, aber ging nun mal nicht. Die letzten freien Tage waren geprägt vom Druck der Hausarbeit, der Urlaub wurde zum Teil für Recherche genutzt - auch die Statistik zeigte, 7 Tage ohne Studium gab es im Juli 2009 (!).

Erschreckend ist für mich, wie oft ich an das Studium, an "du musst noch" und "du solltest dies" gedacht habe: abschalten - Fehlanzeige.

Warum nicht noch mal auf Anfang?

Keine SBs zu lesen, nichts für das Studium zu tun löst aber keine Probleme. Die Varianten waren/sind vielfältig. Von Urlaubssemester über Halbgas, Termine tauschen, verlängern oder umschichten bis zum Neustart ist alles drin. Wichtig war mir einfach der Perspektivenwechsel. Ein Revisionsprozess kann helfen, somit war der logische Schritt einer (oder mehrere) zurück.

Im Klartext habe ich mich von allen Klausuren abgemeldet, sämtliche Leistungen für mich zur Diskussion gestellt und Vor- und Nachteile abgewogen. Das Studium muss sich an mein Privatleben und den Job anpassen, dies ist eine Neuerung - im Job kann ich zwar weiterhin etwas drehen und wenden, das Privatleben wird aber für mich deutlich weniger flexibel.

Was noch bleibt?

Zur Disposition stehen bis zum Abschluss noch folgende Leistungen:

  • 1 Hausarbeit/Projektarbeit zu einem frei zu wählenden Thema (Bearbeitungszeit nach Anmeldung 6 Wochen Umfang 15-20 Seiten)
  • 1 Klausur im Wahlpflichtkomplex Recht OWR (08.05. oder 20.11.)
  • 1 Klausur im Studienschwerpunkt REC (10.07. oder 22.01.)
  • 1 Klausur im Pflichtmodul Arbeitsrecht (05.06. oder 27.11.)
  • 1 Bachelorarbeit zu einem frei zu wählenden Thema (Bearbeitungszeit nach Anmeldung 4 Monate Umfang ca. 40-50 Seiten)

Was für mich nicht akzeptabel wäre, ist die Verschiebung des SSP in 2011 - somit ist dieser Termin für mich gesetzt. ABR im Juni fällt total raus, somit bleibt an Klausuren die Rechtsklausur als flexibles Element. Ärgerlich ist, dass die HFH (warum auch immer) den Abstand zwischen Recht und ABR von 1 Monat im FS im HS auf 1 Woche verkürzt. Totaler Quark, aber anscheinend war der Abstand schon immer so - nur dieses Semester wäre es anders.

Die Entscheidung den Workload runter zu nehmen um genügend Luft für die privaten Dinge zu haben steht fest. Besonders die Sorge in den nächsten Wochen nicht alles, was mir wichtig ist, geregelt zu kriegen hat mich belastet. Die OWR-Studienbriefe gingen weit weniger flüssig von der Hand wie gehofft und 3 Studienbriefe sind mehr als man denkt, wenn es um rechtliche Dinge geht.

Der Fortschritt in REC war nur von kurzer Dauer. 17 Studienbriefe, 5 verschiedene Module, Lücken im Vorwissen, kein Praxisbezug zu meiner Tätigkeit und eine klare Differenz zwischen Erwartung und Realität haben es mir schwer gemacht jede neue Zeile zu lesen. Der pure Frust, die Wahl gehabt mich aber dennoch dafür entschieden zu haben, wiegt schwer.

Status gelb zu grün

Der Weg aus der Situation heraus führt nur über die Rückbesinnung. Rückbesinnung auf meine ursprünglichen Beweggründe eine Weiterbildung anzustreben, auf die Dinge die ich mit dem Abschluss erreichen will, auf die Motive die mich zu den bisherigen Erfolgen gebracht hat. Essentiell sind private Gründe für den Antrieb, klare Ziele für die Zwischenschritte und Freude am lernen selbst.

Ohne Freude am Fach hilft es nicht, noch so viel Zeit zu haben. Mein Beweggrund für REC war die Herausforderung. Einer der schwierigsten SSPs sollte es sein, ein Thema mit dem ich bisher gute theoretische Erfahrungen gemacht hatte, das logisch aufgebaut ist auf dem Zeugnis schick aussieht. Der Schwerpunkt war von Anfang an mein Ziel gewesen. Dieser Anfang ist aber bereits 2,5 Jahr her - die Herausforderung im Studium zu suchen, war ein fixer Gedanke, nicht der Weg war das Ziel sondern nur das Ziel. Je näher das Ende kommt um so mehr muss man sich mit dem Ziel auseinandersetzen. Das ist jetzt mein Problem.

Diese Wochen kamen die aktuellen Klausuren des SSP im WebCampus online - da ich mir diese stets sichere gucke ich auch alle an. Während REC mich auch im Endergebnis abgeschreckt hat, war es klar: diesen Fehler gilt es zu korrigieren, keine noch so "ehrenhaften" Ziele werden mir helfen, wenn ich harte Arbeit die ich in das Studium gesteckt habe mit einer schlechten Note im SSP gekürt wird.

Die Entscheidung REC abzubrechen, einen Schritt zurück zu gehen, eine neue Entscheidung zu treffen und diese durchzuziehen fielen in 2 Stunden. Danke an die HFH für das schnelle Feedback, die Zusage die SBs schnell loszuschicken und die Änderung somit sofort vorzunehmen - Samstag waren sowohl SB als auch Rechnung bereits da. Die 210 EUR Gebühr für die neuen Materialien und den Verwaltungswaufwand sind sicher eine gute Investition, denn der Wechsel zum Schwerpunkt Unternehmenslogistik fühlt sich genau richtig an.

Ein Thema aus der Welt eines Industriekaufmanns, ein BWL-Thema, ein Thema bei dem ich Parallelen ziehen kann und vor allem ein Thema zu welchem ich aktuellen Bezug zu meinem Arbeitgeber herstellen kann. Diesen SSP habe ich nie in Betracht gezogen, nun erscheint er mir der einzige zu sein, der für im HFH-Portfolio für mich von Interesse ist. Wichtig ist aber, dass mein Bauch-o-Meter nach dem Wechsel auf grün geschwenkt hat - ein gutes Zeichen. Die SBs zu durchblättern macht sofort lust auf MEHR!

Schreiben oder pauken?

Dann stellt sich noch die Frage, wie es mit der Projektarbeit weiter geht. Vor einigen Wochen hatte ich die Idee mich mit dem "Customer-Lifetime-Value" zu beschäftigen. Ein Thema dass mir unvermittelt aufgefallen ist, mich aber direkt angesprochen hat. Als Ziel soll die Prüfung der praktischen Anwendbarkeit für die Dienstleistungsindustrie abgeklopft werden. Dank Bachelor bin ich zum Glück frei in der Themenwahl und bin nicht an an den SSP gebunden.

Danke an Dadi für die Idee, auch hier ist es wichtig den Schritt zurück zu gehen um den Überblick zu bekommen. Somit werde ich versuchen die Hausarbeit so weit wie möglich vorzubereiten, wenn es mit UNL nicht läuft. Besonders in der Zeit zwischen Geburtstermin und SSP-Endvorbereitung komme ich sicher eher dazu zu Recherchieren oder die Bibliothek zu besuchen, als mich konzentriert an Studienbriefen aufzuhalten.

Als Thema zwischen Marketing und Controlling (wobei ich eher auf die anwendungsbasierte Seite schwenken werde) habe ich bereits einen Nürnberger Dozenten im Kopf - was auch schon wieder Mühen erspart.

Damit ist auch die nächste Unklarheit beseitigt. Ich werde ohne viel Druck und so viel wie eben geht an der HA arbeiten um diese wenn möglich vor Ende des Sommers abzugeben.

Hinter dem Horizont geht es weiter

Und genau dort endet mein jetziger Planungshorizont. Im Sommer folgt dann meine geplanten 2 Monate Babyzeit. Neben vielen neuen Dingen im Privaten steht dann auch der letzte Schritt im Studium an, bis dahin habe ich genug mit dem hier und jetzt zu tun... und genau dem, werde ich mich jetzt widmen.


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10 Kommentare


Hey chillie,

schön zu lesen, dass die paar freien Tage geholfen haben, Deinen Blickwinkel zu korrigieren. Ich hoffe, dass Dir mit den Entscheidungen, die Du getroffen hast, das Studium weniger Druck und Schwierigkeiten bringt als in letzter Zeit!

Ich drücke die Daumen :)

Alles Liebe

Danny

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Es ist gut - hin und wieder dem Blickwinkel eine neue Richtung zu geben und die Marschroute an geänderte Situationen anzupassen. Hier hast Du Deine "freie" Zeit genutzt und das fühlt sich dann auch richtig an.

Ich werde ohne viel Druck und so viel wie eben geht an der HA arbeiten um diese wenn möglich vor Ende des Sommers abzugeben.

Ich wäre wieder dabei, wenn Du möchtest! :)

Alles Gute

Zippy

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Vor allem ist es gut, wenn dein Bauch-o-meter auf grün gewechselt hat, und nicht nur der Kopf! Ich wünsch dir alles Gute für die nächsten Wochen!

Schön, dass du wieder da bist : )

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Na das klingt doch schon wieder ganz anders, willkommen zurück! Ich wünsche dir alles Gute mit deinen getroffenen Entscheidungen :)

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Markus Jung

Geschrieben

Danke, dass Du Deine Überlegungen und Entscheidungen mit uns teilst. Macht auf mich alles einen überlegten, logischen und wieder positiveren Eindruck, der sich nun in der Praxis beweisen muss.

Eine Anmerkung und eine Frage von mir:

Irgendwo hast Du geschrieben (ich finde die Stelle nicht mehr), dass Du alles wichtige vor dem Baby erledigen wolltest bzw. meintest, dies tun zu müssen. Dazu möchte ich anmerken, dass sich natürlich mit Kind vieles ändert - aber das Leben hört nicht auf. Auch künftig wirst Du noch Projekte angehen können, insbesondere wenn ihr Euch ein bisschen in die neue Situation eingelebt habt. Vielleicht habe ich das manchmal hier zu einseitig negativ dargestellt.

Außerdem würde mich interessieren, ob für Dich in dieser Woche auch Deine Aktivitäten bei Fernstudium-Infos.de auf dem Prüfstand standen und ob Du vorhast, an diesen etwas zu ändern. Zwar hoffe ich doch, dass Fernstudium-Infos.de keinen Leistungsdruck für Dich bedeutet, aber Deine Zeitinvestition hier ist ja nicht unerheblich - was mir bewusst ist und was ich zu schätzen weiß.

Beste Grüße und viel Erfolg beim Re-Start

Markus

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dass sich natürlich mit Kind vieles ändert - aber das Leben hört nicht auf.

Damit fängt das wahre Leben erst an! ;)

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Hallo

das hört sich schon wieder viel besser an :)

ich hatte auch den Eindruck, dass du den SSP REW/Controlling vor allem deshalb gewählt hattest, weil er zu den schwersten gehört. Nun ist es ja jedem selbst überlassen, nach welchen Kriterien man den SSP aussucht. Ich bin der Meinung, dass man einen SSP wählen sollte, den man interessant hält und bei dem das Thema Spass macht. Hab mir gerade mal die Klausur in UNL angeschaut und bemerkt, dass es eine Fortsetzung von MUP zu sein scheint *schauder*. Für mich wär das absolut nix, aber wenn es dich interessiert, wunderbar :rolleyes:. Und die Gründe, die du für deine Wahl angegeben hast, erscheinen mir "besser" zu sein, als die für die Wahl REW/Controlling.

Und auch dass du die HA in diesem Semester schreiben willst, halte ich für eine gute Idee. Was du in diesem Semester brauchst, ist Flexibilität, da dein Privatleben dich erfordert. Und ich kann mir nix ärgerlicheres vorstellen, sich auf eine Klausur vorzubereiten, die ich dann doch nicht schreiben kann. Und im nächsten Semester geht die Lernerei wieder von vorn los. Das wird dir mit der HA nicht passieren - was gespeichert ist, ist gespeichert :cool:

und von der Klausur bis zur SSP-Klausur sollte ausreichend Zeit sein, um das unter einen Hut zu bringen.

Das wird schon, chillie :thumbup:

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Ich wäre wieder dabei, wenn Du möchtest!

Danke für das Angebot :) da komme ich gerne darauf zurück.

Irgendwo hast Du geschrieben (ich finde die Stelle nicht mehr), dass Du alles wichtige vor dem Baby erledigen wolltest bzw. meintest, dies tun zu müssen.

Gut, das Problem am Blog ist - es ist für mich nur ein Forum für das Studium. Ich blogge hier viel über die Gedanken des Studiums und meine Pläne und ziehe hier und da - wenn es passt - private Dinge und Überlegungen mit hinein. Ein komplettes Bild meiner Überlegungen ist somit (auch bewußt) nicht möglich, da alles was hier steht immer unter dem Studienhintergrund erscheint.

Wenn ich soetwas schreibe, dann hat das auch genau den Grund die Studiensituation zu beschreiben. Ich hatte die Überlegung alles durchzudrücken um dann auch einfach Ruhe zu haben. Wir uns einleben und orientieren und "nur" die Bachelor-Arbeit bleibt.

Wie du merkst habe ich ja selbst nach und nach diese Überlegung aufgegeben und alles wieder entzerrt - mit gutem Grund. Mein Studium hat aktuell einen Zeithorizont bis zum Abschluss - deswegen ist keineswegs der Master-Plan (hehe :D ) aufgehoben sondern verschoben. Immerhin gibt es noch andere private Projekte wie Wohnung und möglichst ein neuer Job die irgendwann angegangen werden sollen.

Sprich - hinter dem Blog geht es auch weiter, selbst wenn ich viel über das Studium schreibe, dahinter habe ich auch noch ein Privatleben, selbst wenn es nicht explizit erwähnt wird :D.

Außerdem würde mich interessieren, ob für Dich in dieser Woche auch Deine Aktivitäten bei Fernstudium-Infos.de auf dem Prüfstand standen und ob Du vorhast, an diesen etwas zu ändern.

Dafür lasse ich mir noch ein paar Wochen Bedenkzeit - manchmal ist aber eben auch weniger mehr.

Damit fängt das wahre Leben erst an!

Das habe ich mir schon nach so vielen Herausforderungen gedacht, ich bin für jedes neue Leben bereit :thumbup:

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Respekt mal wieder vor deiner gesunden Selbstbetrachtung. Auch hier warst und bist du ein Vorbild.

Und auf die Unternehmenslogistik bin ich ja mal sehr gespannt :).

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HannoverKathrin

Geschrieben

Seit MuP ist UNL zur SSP-Konkurrenz für Marketing herangewachsen. Mal sehen wofür ich mich nächstes Jahr entscheide, im Moment kann ich es wirklich nicht abschätzen. Mit UNL hast du in meinen Augen was Besseres gegriffen als REC - aber das ist ja personenabhängig. Von daher schön dass du mit dieser Entscheidung nun glücklich bist. Ich bin auf deine Erfahrungsberichte gespannt.

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      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.