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Simplify

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chillie

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Es ist nicht das Buch das mich beschäftigt. Ich kenne nur das verspielte Cover, habe es aber weder gelesen noch in der Buchhandlung einmal aufgeschlagen.

Was mich interessiert und mich seit einigen Jahren mit steigender Intensität beschäftigt ist die Vereinfachung. Gerade als BWL-Student (der das ganze nicht nur aus "ich weiss nicht was ich tun soll" studiert *g*) beschäftigt man sich ja mit ökonomischen Handeln - Zuhause ist das auch oft der Fall. Abläufe und Dinge die einfach Zeit kosten und wenig Nutzen haben kommen regelmässig auf den Prüfstand.

Als Spielkind schaffe ich dann auch mal Technik an, die mir hilft ... oder, wenn es mich nervt, ganz schnell wieder ab. So habe ich z.B. einen Wasserkocher der genau 80°C warmes Wasser kochen kann, damit ich für meinen grünen Tee das Wasser nicht erst kochen und dann abkühlen muss (ja, irre ich weiss - aber die paar Minuten sind es mir wert) - andererseits gibt es in unserem Haushalt keine Brotschneidemaschine, da das Teil massiv Platz wegnimmt und die paar Minuten es mir wert sind *g*

Einfacher ist besser und weniger ist mehr - letztes Jahr habe ich mich mit Zeitmanagement beschäftigt. Viele Dinge umgeworfen und einige wieder vergessen. Dennoch läuft es recht gut. Aktuell steht alles im Zeichen des "Einfachen". Dieses Jahr haben wir schon mehrere Schränke, Ecken, Zimmer usw. ausgemistet und so viele Zeitfresser, Platzfresser und Staubsammler gefunden, begutachtet und (!) entsorgt.

Für mich ist es ein tolles Gefühl bewusst auf Dinge zu verzichten, die nur Energie kosten aber keinen Nutzen spenden. Alles was unnütz ist kann ich wegwerfen und alles was ich nicht brauche verkaufen - unsere Generation verlässt sich eben darauf, dass man etwas nochmals kaufen kann wenn man es wieder braucht (was ich durchaus schon praktiziert habe).

Neben lichten Schränken und Regalen, weniger Dingen die man hegen und pflegen muss ist das ganze auch eine Energiequelle ... das Zeichen etwas zu schaffen, auch wenn man eigentlich "destruktiv" ist.

Dieses Jahr habe ich auch meinen Lernprozess bereits entrümpelt. Ich habe meine Planung ausgemistet und habe noch einiges vor :)

Es hat auch handfeste Gründe, denn meine Zeit wurde in den letzten Wochen immer knapper, da ist Raum (egal in welcher Ausprägung) ein teueres Gut.

In diesem Sinne: keep it simple!


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6 Kommentare


Schreibts du über das "Ausmisten der Planung" noch mehr? Würde mich interessieren, was du da im Detail gemacht hast : )

Das Buch hab ich mir gekauft, bisher aber nur mal kurz drin geblättert.

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In meinem Haushalt gibt es eine Küchenwaage, die Gramm-genau wiegt. Darauf werden aber nur Socken gewogen, um den Garnverbrauch zu bestimmen. Die Zutaten meiner Brote, die ich fast täglich backe und die Kuchen, die sporadisch gebacken werden, werden im Messbecher abgemessen. Optimale Nutzung. :cool:

Zippy

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Staubsammler zu "entsorgen" kann unheimlich befreiend sein! Ich mache das regelmäßig und bin immer wieder erstaunt wie viel sich doch immer ansammelt.

@Zippy: Schön zu lesen dass ich nicht die einzige bin die ihre Küchenwage dazu benutzt den Garnverbraucht von Socken zu bestimmen.

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ich habe auch jede Menge Elektrogeräte als Helfer. DA ich in der Küche eigentlich nur gelegentlich Gast bin (ich koche nicht gerne ...), nutze ihc diese nicht sonderlich oft. ABER: wenn ich dann mal koche, brauche ich auch den Mixer, die Brotschneidemaschine, den Sandwichtoaster, die elektrische Waage usw ;) ich bin ein verwöhntes Spielkind!

Was ich aber nicht kann: meine Sachen wegwerfen oder verkaufen. Ich bin Jäger und Sammler - durch und durch.

Beim letzten Umzug vor 2,5 Jahren habe ich einen riesenhaufen Kram weggeworfen. Das muss erst mal für die nächsten 10 Jahre reichen!!

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Markus Jung

Geschrieben

Du sprichst mir aus dem Herzen, chillie. Auch bei mir geht es seit einiger Zeit um Vereinfachung in allen Bereichen - insbesondere auch durch Entsorgung/Verkauf von Sachen. Und jeder Schrank, der dadurch übersichtlicher wird, erfreut mich. Außerdem muss ich so gut wie nie etwas suchen, weil alles seinen festen Platz hat.

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@Mella

Naja das geht wohl nur, wenn man wie ich erstmal alles aus der Planung wirft, was man nicht braucht. Übrig geblieben ist ja nur eine Klausur und eine HA.

Die Klausur plane ich nicht weiter sondern trage nur meinen Fortschritt in ein Sheet um zu sehen wieviele Seiten ich pro Woche schaffen muss.

Die HA ist absolut ungeplant - somit alles raus was keine Miete zahlt. Bei mehreren Klausuren würde das so wahrsch. nicht gehen.

Da ich in der Klausur 700 Seiten bis 10.7. drauf haben muss sehe ich keinen Sinn für Zwischenziele und dergleichen. Wichtig ist, dass am Ende alles im Kopf ist :confused:

@Markus

Ach suchen muss ich doch hin und wieder, es wird aber immer weniger. Das schöne am Platz haben ist ja, dass man Dinge nicht bis zum letzten Millimeter in einen Schrank quetschen muss, sondern dass man Boxen und Kisten verwenden kann :)

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      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker