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In the long run...

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chillie

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...we are all dead.

Dieses nicht ganz wortwörtlich belegbare Zitat von Mr. Keynes sollte damals verdeutlichen, dass die Selbstheilungskräfte der Märkte in einer Rezession zwar wirken, aber u.U. so langsam, dass der betroffene kaum etwas davon haben wird.

Nach diesem oberflächlichen Ausflug in die Gefilde der VWL nun aber wieder zurück in die heimischen Gefilde des Fernstudiums. Für mich gilt... auf langer Sicht, fehlt mir ein Ziel.

Zügig und erfolgreich voranzukommen hat die letzten Jahre über übergeordnete Ziele, wie beruflichen Aufstieg oder Vorankommen ersetzt - sprich die Motivation für mein Studium war reiner Selbstzweck.

Ich habe schon mehrfach darüber gebloggt, wie oft und beinahe schon radikal sich die Anforderungen und Zielstellungen ans Studium geändert hatten. Eines war immer da, unter Druck gute Leistungen abzulegen und zwar mit möglichst hoher Konstanz.

Dieses Ziel habe ich für meinen Seelenfrieden und für meine Gesundheit zurückgeschraubt. Ich bin auch weiterhin überzeugt, dass dies in der jetzigen Situation genau die richtige Entscheidung war.

Unterm Strich bleibt dann auch wenig Entscheidungsspielraum - die Entscheidung für die SSP-Klausur war ebenfalls die naheliegenste.

Nun merke ich aber doch so langsam, warum mein Studium so gut funktioniert hat - die Mischung aus Termindruck, persönlichem Kontakt bei den Präsenzen und die verschiedenen Themenbereiche ergeben einen guten Mix.

Termindruck zum 10.7. ist eher gering, Präsenzen besuche ich keine und Thema habe ich nur eines ... darum schläft so langsam die Lust am lernen spürbar ein. Wie schon zuletzt gebloggt hat mein AG auch dafür gesorgt, das zwischenzeitliche Ziel vor Ort mit etwas Sicherheit Entwicklungspotential zu haben zu demontieren.

Ein Ziel das nun groß genug wäre um mich voranzubringen fehlt einfach, ein Ersatz ist nicht im Blickfeld. Ich kann und will keinen zeitlichen Rahmen für das Ende festlegen und ich bin mir mal wieder nicht sicher was ich mit dem Studium konkret anfangen will ... die "kleinen" Einzelziele die noch kommen, haben leider nicht genügend Motivationswirkung, denn ausserhalb des Fernstudiums gibt es 1001 Dinge die so viel mehr Interesse wecken.

Somit bleibt für mich festzuhalten, dass Keynes auch ein Fernstudium hätte meinen können. Langer Hand kann man das Studium schaffen ... meine Sicht der Dinge ist aber eher, was ist wenn einem dabei Ziele abhanden kommen... ist der "long run" dann nicht evtl. zu lange?


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9 Kommentare


Och chillie, das klingt ja total philosophisch....aber es geht vielen so, dass zum Ende des Studiums auch ein bisserl die Luft raus ist...und die Veränderte Orga im Hauptstudium spielt da auch eine Rolle. Bin auch froh wenn der 10. Juli da ist und ich die letzte Klausur abgeschlossen hab. Hab so langsam keine Lust mehr auf Prüfungsstress und Klausuren.

Ich besuche nur eine Präsenz (EWR) in diesem Semester und freue mich auch, ein paar Kommilitonen die ich ewig nicht gesehen hab wiederzusehen um auszutauschen, wie es jedem so ergeht. Die SSP-Präsenzen werde ich wohl keine einzige besuchen können.

Mit zwei Kommilitonen bin ich regelmässig in Kontakt und wir treffen uns auch öfter privat um ins Kino oder ein Bier trinken zu gehen. Natürlich ist die HFH immer ein Thema und so motivieren uns auch immer gegenseitig, den Schluss auch noch durchzuhalten und gemeinsam auf die HFH-Abschlussfeier gehen zu können, das hilft ungemein !! Ich kann mich noch gut an die Worte unseres SZ-Leiters in der Info-Veranstaltung erinnern: "Und schauen Sie, dass Ihnen am Schluss nicht die Puste ausgeht, den Fall hatten wir schon öfter - teilen Sie ihre Kräfte ein und achten Sie auf Ihr Privatleben und Ihre Gesundheit"......

Ich bin aber überzeugt dass du den Rest des Studiums auch noch erfolgreich bewältigst :) Hast du noch mit Komms aus deiner Studiengruppe Kontakt ?

GLG

Dani

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Hey chillie,

ich kann dir das so nachfühlen. Obwohl mein Ziel eigentlich immer "nur" der Abschluss war, ist mir aktuell die Motivation so dermaßen flöten gegangen ... man kann das garnicht ausdrücken.

Ich wünsche Dir natürlich, dass du bald etwas findest, wofür sich das Studium wieder lohnt (und was die Prio gegenüber den vielen privaten (verständlcih ;)) Interessen wieder hebt).

LG

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Das wird schon wieder...ich kenne das auch. Ganz schlimm war es bei mir als der vwa Abschluss näher rückte. Ich hatte plötzlich keine Motivation mehr :confused:

Aber das hat sich alles wieder gefangen und bei dir wird es auch so sein. Wir wollen doch alle wieder einen freudigen Blogeintrag von dir lesen dass du wieder ne Klausur mit ner 1,0 geschafft hast :thumbup1:

Lass dir ein bisschen Zeit, um dich zu fangen und erinnere dich an positive Momente während der bisherigen Studienzeit. Vielleicht hilft auch ein Gespräch mit Kommilitonen wie es Proggie bereits erwähnt hat.

Also...kommt Zeit kommt Rat :rolleyes:

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Kenne ich absolut. Ich hänge zur Zeit total mit meinem Lernpensum hinterher und mir fehlt die Motivation. Da aber bald wieder eine Hausarbeit ansteht, muss ich echt ranklotzen. Letztlich kann ich mich zwischendurch immer wieder Aufraffen und Termindruck hilft auch. Was aber ebenfalls ein guter Motivator ist, ist das Geld. Wenn ich mir vor Augen führe, wie viel ich schon ausgegeben habe und dass ich den Kurs nicht kostenlos wiederholen kann, treibt mich das auch wieder an.

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Markus Jung

Geschrieben

Hm, Du wirst noch ziemlich lange arbeiten müssen und auch wenn im Moment viele andere Dinge im Vordergrund stehen, so wird sicher auch der Job wieder mehr in den Fokus rücken - denn dort verbringst Du einen großen Teil Deiner Lebenszeit. Und auch wenn aktuell die Perspektive nicht so da ist, so wird Dir das Studium mittelfristig doch sicher helfen, einen besseren (nicht nur besser bezahlten) Job zu finden - intern oder extern. Und ich denke schon, dass es das Wert ist - auch wenn es jetzt vielleicht noch ein bisschen dauert - aber die Zeit des Nutzens daraus wird doch deutlich länger sein.

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ist der "long run" dann nicht evtl. zu lange?
Das wundert mich doch etwas :confused: , bist Du doch quasi auf die Zielgerade eingebogen - und wenn ich den Blog richtig interpretiere sogar in der Spitzengruppe. Jetzt ist doch gerade der interessante Teil des Studiums dran, der gewählte SSP und am Ende die Bachelorarbeit. Soviel Freiheit ;) gemessen an den stupiden Pauk- und Übeklausuren der ersten Semester. Was hat mir damals die Diplomarbeit Spaß gemacht, schnell konnten die Prüfungsbeisitzer der Präsentation fachlich nicht mehr folgen und schwenkten auf die allgemeinen Prüfungsfragen. Das Thema meiner Diplomarbeit habe ich danach in 18 Jahren NIE(!) wieder benötigt. Aber diese Erfahrungen, diese echte Eigenleistung, das gebundene Werk im Bücherregal und der Rückblick nach ein paar Jahren machen den Wert aus. Versuche es vielleicht mit einer veränderten Blickrichtung: die Pflicht ist (nahezu) vorbei, jetzt startet die Kür :rolleyes: .

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Markus hat das, glaub ich, ganz gut beschrieben....du hast weniger als die Hälfte deines Arbeitslebens hinter dir und das Fernstudium wird dir sicherlich neue Perspektiven verschaffen, vielleicht nicht heute und morgen, aber ganz sicher übermorgen :)

mir selbst ging es bisher auch so, dass ich mehr oder weniger gearbeitet habe, um Geld zu verdienen und nach mich nach dem Fernstudium neu orientieren wollte. Mit dem aktuellen Job hatte ich mehr oder weniger abgeschlossen (Dank der Unterstützung meiner Ex-Vorgesetzten, mangels Anerkennung und wegen fehlender Perspektiven). Das hat man mir wohl auch angemerkt. Ich habe nun von meinem AG neue Perspektiven bekommen (was konkrekt daraus wird und ob überhaupt konkret was daraus wird, weiß ich noch nicht) und allein durch diese neuen Perspektiven nun schon viel positives Feedback erhalten (von wegen, du bist wieder viel motivierter, du hast wieder bessere Laune etc.). Sowas wünsch ich dir auch!!!!

wart es ab: wenn dein neuer Mitbewohner mal da ist und ihr euch aneinander gewöhnt habt, wenn du nächstes Jahr dein Studium erfolgreicht (sicherlich mit 1,x wie wir dich alle kennen) abgeschlossen hat, werden sich neue Türen öffnen :cool: Und du wirst endlich merken, wieso du dir all die Mühe gegeben hast und die Anerkennung bekommen, die du dir verdient hast.

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Ich habe nun von meinem AG neue Perspektiven bekommen (was konkrekt daraus wird und ob überhaupt konkret was daraus wird, weiß ich noch nicht) und allein durch diese neuen Perspektiven nun schon viel positives Feedback erhalten (von wegen, du bist wieder viel motivierter, du hast wieder bessere Laune etc.). Sowas wünsch ich dir auch!!!!

Genau deswegen hocke ich aktuell im Motivationstief. Ich ärgere mich ein bischen über mich selbst, dass ich auf die Versprechen gebaut habe aber nun das Thema Personalentwicklung komplett aussen vor ist.

Dass ist auch der Punkt, an dem meine Motivation jetzt eingeknickt ist. Es lief im Job eigentlich ganz akzeptabel bis dahin ... leider hat der Job-Frust aber die Studienmotivation mitgenommen. Immerhin war ich bei meinem AG kurzzeitig davon überzeugt, dass das Studium somit wertgeschätzt wird.

so wird Dir das Studium mittelfristig doch sicher helfen, einen besseren (nicht nur besser bezahlten) Job zu finden - intern oder extern

Das ist sicher sehr wahrscheinlich, allerdings ist das ein recht difuses Ziel. Ich denke jeder Fernstudent weiss ziemlich genau, dass die Motivation für das ganze aus konkreten Zielen kommt.

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Genau deswegen hocke ich aktuell im Motivationstief. Ich ärgere mich ein bischen über mich selbst, dass ich auf die Versprechen gebaut habe aber nun das Thema Personalentwicklung komplett aussen vor ist.

Dass ist auch der Punkt, an dem meine Motivation jetzt eingeknickt ist. Es lief im Job eigentlich ganz akzeptabel bis dahin ... leider hat der Job-Frust aber die Studienmotivation mitgenommen. Immerhin war ich bei meinem AG kurzzeitig davon überzeugt, dass das Studium somit wertgeschätzt wird.

es sind bei mir eigentlich verschiedene Sachen: ich bekomme Unterstützung vom meinem aktuellen Vorgesetzten und von meinem AG ein Coaching (allerdings ohne Versprechen) - wohin das führt, weiß ich wie gesagt noch nicht. Aber momentan bin ich eigentlich frohgemut :)

und selbst, wenn's bei meinem aktuellen AG nicht so klappen sollte, wie ich mir das vorstelle - wenn die Motivation noch für 9 Monate reicht, bin ich zufrieden.

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