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Umlaut

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Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Nachdem ich „Einführung in die Aufgaben der Statistik“ und „BWL-Grundlagen“ erfolgreich absolviert hatte, habe ich mich an „Führung von Mitarbeitern“ gemacht und war kurz davor meine erste Hausarbeit im Studium zu schreiben.

Doch dann kam alles Schlag auf Schlag: im Beruf wurde es mir nach langem Grübeln schlussendlich doch zu viel. Es folgte eine kurze Bewerbungsphase, ein Vorstellungsgespräch und direkt im Anschluss ein Marathon von Wohnungsbesichtigungen. Jetzt steht noch die Anschaffung einer Einbauküche und sonstiger Möbel, der Umzug und die Renovierung der alten Wohnung an. Das sind alles Aktivitäten, für die ich mein Studium zurückgestellt habe oder stellen werde.

Ich habe mich bewusst gegen den bewährten, ruhigen (und vermeintlich entspannten) Job entschieden, weil ich das Gefühl, ein allerkleinstes Rädchen im Getriebe zu sein, keinen Einfluss nehmen zu können und nichts bewegen zu können, nicht länger ertragen konnte. Lange Zeit habe ich mir eingeredet, dass ich mich nicht so anstellen solle und in diesem ruhigen Job doch ideal studieren könne, auch wenn (oder grade weil!) ich mich nicht gefordert fühle. Aber die Unzufriedenheit hat sich zu stark auf meine Stimmung, mein Privatleben und auch meine Leistung im Studium ausgewirkt, so dass ich jetzt einfach mal ins kalte Wasser springe und den vermeintlich(!) schwierigeren Wege gehen werde. Ich glaube jeder Fernstudent sollt ganz sicher wissen, was ihn motiviert und antreibt. Ich persönlich brauche das Gefühl, dass es „voran geht“ und ich auf dem richtigen Weg bin. Durststrecken oder andere Schwierigkeiten kann ich überwinden, wenn ich weiß, dass die Richtung stimmt und es langfristig besser wird. Im Studium hat das gut funktioniert, im Beruf am Ende jedoch nicht mehr.

Von der technologie-orientierten und bürokratischen Arbeit im Großkonzern wechsle ich in die kreative und zeitkritische Projektarbeit in einer Agentur. Es wird hektischer zugehen, aber ich werde mehr bewegen können und mich wieder in Projekte einbringen können. Zudem steht mir dann auch der direkte Weg offen von der Entwicklung in die Beratung. Spätestens mit dem Beginn meines Hauptstudiums möchte ich diesen Weg einschlagen.

In ersten nächsten Monaten im neuen Job werde ich daher mein Studium etwas zurückstellen und mich auf die Einarbeitung konzentrieren. Zu diesem Zweck habe ich bei der AKAD ein Urlaubssemester beantragt: über sechs Monate hinweg bekomme ich keine neuen Unterlagen mehr zugeschickt und zahle auch keine Studiengebühren. In dieser Zeit kann ich dennoch meine bereits erhaltenen Module abarbeiten und auch Prüfungsleistungen erbringen.

Es wird sich also einiges ändern für mich. Ich kann nicht mehr jeden Abend pünktlich Feierabend machen, muss dafür aber nicht mehr stundenlang pendeln. Ich werde versuchen mein tägliches Standardpensum morgens vor der Arbeit zu absolvieren (ich bin ein ziemlich starker Morgenmensch) und längere Lernblöcke in der Universität oder der Universitätsbibliothek abzuhalten. Mal gucken, wie gut das funktioniert.

Fakt ist, dass das sich hier Studium auch wieder stark auf mein Leben ausgewirkt hat: ohne das Studium hätte ich bestimmt noch (eine Weile) weitergemacht im alten Job. Und wenn ich bei der Informatik geblieben wäre, wäre ich nicht so mutig gewesen um schon einmal vorzufühlen, wie der neue Arbeitgeber zu einem Wechsel des Einsatzgebietes steht…

Alles in allem bleibt es also spannend. :-)


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4 Kommentare


Respekt! Der Schritt war mit Sicherheit nicht leicht. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!!

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Couragierter Schritt. Ja, wein Fernstudium erweitert den eigenen Horizont über die Fachthemen hinaus. Aber diese Flexibilität zeichnet ein Fernstudium aus, einfach mal eine Studiumspause machen und eine Auszeit nehmen

Wenn man den Geist anstrengt und dieser sich bewegt, dann hinterragt man manchen Dinge eben etwas kritischer.

Hast du deinem jetztigen, neuen AG vom Fernstudium erzählt und wie war die Reaktion?

Da kann man nur gratulieren, dass der Jobwechsel geklappt hat, und dir für den weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg wünschen.

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Markus Jung

Geschrieben

Sehr konsequent und mutig. Hört sich aber nach der richtigen Entscheidung an. Und wenn Dich dann der Job motiviert, läuft es vielleicht trotz höherer Belastung auch im Studium besser.

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Auch von mir alle Achtung. Das klingt nach sehr vielen Veränderungen, aber eigentlich scheinen alle positiv zu sein. Das ist vielleicht stressiger, aber wenn man im Leben nichts bewegt, sich nichts verändert und alles langweilig ist, fühlt man sich fast schon wie tot. Ein bisschen Schwung macht lebendig! Und wenn du selbst in dem Urlaubssemester trotzdem Prüfungsleistungen ablegen kannst, klingt ja auch das nach einer optimalen Lösung. Sehr interessante Info übrigens :)

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