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Sorgen vor Morgen

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Goewyn

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Soeben habe ich die Klausurvorbereitung für OWR abgeschlossen, die Klausur steht morgen an. Ehrlich gesagt gehe ich mit Sorge in diese Klausur, da ich nun in den Übungsklausuren den Eindruck gewonnen habe, dass die juristische Denke so gar nicht zu meinen Stärken zählt (die ABR-Klausur war schon ein deutlicher Hinweis darauf).

Keinen einzigen Übungsfall habe ich so lösen können, dass ich nach der Korrektur wenigstens einigermaßen zufrieden mit ihm war. Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass ich schlichtweg zu blöde bin, anhand der Frage- und Fallstellung abzuleiten, welche Paragrafen nun alle zu prüfen sind. Teilweise habe ich mich regelrecht verrannt. Ich habe dann sehr schnell aufgehört zu versuchen, mir eine ungefähre Punktzahl für die Fall-Lösungen auszurechnen - mir einzugestehen, dass diese wohl allesamt unter 10 Punkten (von 25 !!!) liegen könnten, wäre zu demotivierend gewesen. Nun sind die Fälle aber die halbe Miete in der Klausur und somit extrem wichtig. Denn auf die restlichen kleinen Aufgaben kann ich auch nicht bauen - aufgrund der vermutlich wegfallenden Wahlaufgabe reichen schon 1-2 Aufgaben, die nicht komplett gelöst werden und schon ist Feierabend. Von den Klausuren, die ich punktemäßig durchgerechnet habe, lag ich immer knapp um die 50-Punkte-Marke - und das war wahrscheinlich bei den nicht durchgerechneten Klausuren nicht anders...

Somit hoffe ich inständig auf eine relativ einfache Klausur (natürlich subjektiv gesehen) und zumindest einen Fall, der mir leicht fällt. Ein wohlwollender Korrektor, nicht so ein "Paragrafenreiter" wie bei ABR, wäre auch nicht schlecht.

Kurz: Noch nie habe ich dermaßen vor einer Klausur gebangt - und mich selten so hilflos gefühlt, weil ich einfach nicht mehr weiß, was ich sonst noch hätte machen können. Und ich denke, die Präsenzen, die ich weggelassen habe, hätten mir da wahrscheinlich auch nicht viel weitergeholfen.

So, jetzt versuche ich mich noch abzulenken und hoffe, dass ich morgen trotzdem irgendwie positiv gestimmt in die Klausur gehen kann.


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3 Kommentare


Mir hat es in der Ausbildung (da waren auch so einige Rechtsfächer) immer geholfen die Parapraphenketten zu lernen. Natürlich war das damals keine Studiumsniveau.

Die behandelten Fälle sind ja meist ähnlich (ich vermute mal, dass das einfach stimmt, sonst ist meine ganze Argumentation hinüber :) ), deshalb sind auch die Anspruchsgrundlagen oder die §§ ähnlich. Wenn ich dann eine mir bekannte §§Kette anwenden kann, ist die Aufgabe fast gelöst. (Also als Beispiel: SG: §1, §4(1), §18; BBesG §13; BGB §114; VerwZG §104) DAS muss ich natürlich auswendig lernen. ;)

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Manchmal kann Glaube ja Berge versetzen. Versuch es einfach, dich den Rest des heutigen Tages noch zu entspannen und dich so gut wie möglich in eine positive Stimmung zu versetzen. Versuch dir selbst ganz fest glaubhaft zu machen, dass du eigentlich gut gelernt hast und vielleicht geht deine Stimmungs-Blockade ein bisschen weg. Und wer weiß, vielleicht springt in der Prüfungssituation dann der Knoten auf und plötzlich löst du den Fall mit allen Details und einem riesen Tusch :)

Viel Glück und Erfolg wünsche ich dir!

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So, die Klausur liegt nun hinter mir. Ich denke, dass es gereicht haben sollte. Das liegt daran, dass es das Schicksal heute wohl gut mit mir gemeint hat: Wie erwartet war die Wahlaufgabe weggefallen - dafür hat die HFH die Aufgabenverteilung einmal wesentlich umgekrempelt, denn einer der beiden Fälle wurde durch zwei kleinere Aufgaben ersetzt, der letzte verbliebene Fall zählte dafür 30 Punkte! Damit wurde genau mein Knackpunkt entschärft! Von den 7 Aufgaben fand ich 5 recht leicht und denke, dass ich diese gut lösen konnte. Bei zweien musste ich etwas schwimmen, hoffe aber, dass trotzdem ein paar Pünktchen abfallen. Der Fall war wie erwartet zäh. Drei Seiten habe ich geschrieben - ob ich mich verrannt hab, weiß ich nicht. Aber hoffentlich springen auch hier ein paar Punkte raus. Egal, jetzt erstmal abhaken, einmal durchschnaufen und weiter geht's mit MAR...

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      Forensiker
       
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      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
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      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.