Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    10
  • Kommentare
    27
  • Aufrufe
    148

Aufstiegsstipendium

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Nevis

51 Aufrufe

Hier kommt, wie versprochen, der Bericht zum Aufstiegsstipendium der SBB.

Über Voraussetzungen und Bewerbung sollte man sich am besten direkt hier informieren.

Das Auswahlverfahren läuft in 3 Stufen ab:

1. Onlinebewerbung

2. Kompetenzcheck

3. Auswahlgespräch

1. Stufe - Onlinebewerbung

Das Bewerbungsverfahren wird hauptsächlich durch Fristen und Termine bestimmt. Also schon bei der Onlinebewerbung hat man eine gewisse Frist, bis wann man seine Unterlagen (Zeugnisse, Empfehlungsschreiben, etc.) nachreichen muss. Also sollte man im Vorfeld schon seine Unterlagen vervollständigen und kopieren um sich unnötigen Stress zu ersparen.

War die Onlinebewerbung erfolgreich, bekommt man per Email einen Link zum Kompetenzcheck.

Dieser Link kann nur ein einziges Mal innerhalb von 7 Tagen geöffnet werden. Der Test kann weder unterbrochen noch wiederholt werden!

2. Stufe - Kompetenzcheck

Der Kompetenzcheck besteht aus einem umfangreichen Fragebogen, mit dem u.a. Motivation und soziale Kompetenz erfasst werden. Für die Bearbeitung sind 90 min vorgegeben sind. Am besten sucht man sich also einen ruhigen Ort und eine stabile Internetverbindung um diesen Test auszufüllen.

Von den Fragen war ich teilweise überrascht, aber das soll wohl auch so sein. Fragen waren z.B. welche Lieblingsfächer man früher in der Schule hatte, ob man vielseitig interessiert ist, schon mal Zivilcourage beweisen konnte und ob und wie man Konflikte lösen konnte.

Die Fragen sollte man zügig, aber auch ehrlich durcharbeiten. Es gibt schon eine Menge zu schreiben, es sind nur teilweise Fragen zum Ankreuzen dabei. Am Schluss hatte ich gerade mal 5 Minuten übrig. Von anderen habe ich allerdings schon gehört, dass sie sich jede Seite noch ausdrucken konnten.

3. Stufe – Auswahlgespräch

Hier sollte man sich im Vorfeld schon über die Termine informieren und diese ggf. in der Urlaubsplanung berücksichtigen. Die Gespräche finden jeweils an zwei Wochenenden in statt.

Der Tag und die Uhrzeit werden bei der Einladung fest vorgegeben, verschieben ist nicht möglich.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Gespräche jedes Jahr am gleichen Ort stattfinden. Dieses Jahr waren sie in Bonn-Bad Godesberg.

Eine Stunde vor Gesprächstermin sollte man anwesend sein. Das heisst, man hat auch eine Stunde Zeit noch mal so richtig nervös zu werden und auch seine Mitbewerber zu begutachten. Ich war überrascht, wie unterschiedlich wir eigentlich waren. Ganz Junge, die nervös und unerfahren wirkten, aber auch ältere, die eine sehr selbstsichere Ausstrahlung hatten. (Ich reihe mich da mal schön in die Mitte ein)

Die Gespräche fanden im Stundentakt statt, parallel 26 Gespräche wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

Das Gespräch selbst fand ich überraschend angenehm. Auch meine Gesprächspartnerin war sehr nett und aufgeschlossen.

Im Prinzip ging es darum, meine Angaben im Kompetenzcheck zu überprüfen. Bei manchen Antworten hakte sie nochmals nach, weshalb ich mich nun so und nicht anders eingeschätzt habe. Z.B. habe ich bei der Frage, ob ich gerne herausfordernde Aufgaben annehme einen Mittelweg gewählt, diese Angabe wollte sie näher erläutert wissen.

Ein wichtiges Thema war natürlich, warum ich studiere, welche Motive und Erwartungen ich habe. Wir haben über meine berufliche Vergangenheit, sowie meinen persönlichen Ziele gesprochen. Auch welche Finanzierungsmöglichkeiten ich habe, falls ich das Stipendium nicht bekommen sollte.

Danach fragte sie noch allgemeine Dinge - wie mein schon begonnenes Studium läuft, wie ich mit dem Lernen klar komme, wie mein Arbeitgeber und meine Familie zu dem Studium steht und wie ich meine Freizeit gestalte, bzw., welche Möglichkeiten zur Entspannung nutze.

Die 45 Minuten waren sehr schnell vorbei. Sie betonte, dass sie selbst nur die Gespräche führe und keinerlei Entscheidungen bezüglich der Stipendienvergabe treffe. Sie lege den Entscheidungsträgern nur die Ergebnisse der Gespräche vor. Andererseits hätte ich mich im Grunde schon durch die Einladung zum Gespräch für das Stipendium qualifiziert. Leider konnte sie aber auch meine Fragen zum Stipendium nicht komplett beantworten, hat mich aber auf die Mitarbeiter beim Empfang verwiesen.

Mein persönliches Fazit:

Während dem ganzen Bewerbungsverfahren hat mich etwas die Struktur gestört. Klar, ich will was von denen, eine nicht unbeträchtliche Summe Geld. Aber, hätte ich mir nicht schon auf gut Glück Urlaub eingetragen, hätte ich mir für das Gespräch niemals so kurzfristig frei nehmen können. Auch die 7 Tage, die man für den Kompetenzcheck zur Verfügung hat, sind sehr kurz wenn man im Schichtdienst arbeitet und einigermaßen ausgeschlafen den Test absolvieren möchte. Ich habe den Test erst am letzten Tag machen können.

Andererseits ist alles machbar, wenn man sich vorher gut informiert. Und sicher wäre der Ablauf ohne diese Strukturierung schier unmöglich.

Wie bereits geschrieben, habe ich leider eine Absage erhalten. Mich persönlich würde es schon interessieren, ob ich mich selbst disqualifiziert habe oder das Los entschieden hat. Erfahren werde ich es nie. Andererseits hatte ich ein positives Gefühl nach dem Gespräch und ich bin eher selbstkritisch. Schade finde ich natürlich, dass man auch nur eine einzige Chance hat.

Trotzdem würde ich jedem empfehlen, sich auf das Stipendium zu bewerben.

(Das 2. Bewerbungsverfahren für 2010 läuft noch bis zum 12.06.10)

Es ist eine erhebliche Summe, die das Studentenleben sehr erleichtern kann. Außerdem plant die SBB in absehbarer Zeit eine ideelle Förderung durch ein Netzwerk. Genaueres kann man auf der Homepage nachlesen.


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


2 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für diesen informativen Bericht!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Danke für Deinen ausfühlichen Bericht. :thumbup:

Meine Firma hat heute das Empfehlungsschreiben abgeschickt, also werde ich mich wohl heute Abend an die Online-Bewerbung setzen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • FeThe
      Von FeThe in SRH Riedlingen: Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) 5
      Es waren verrückte zwei Monate. Eine einzige Begegnung im Supermarkt (kitschig wie im Hollywood-Film) kann plötzlich alles durcheinander bringen. Und dann wurde mir zum ersten Mal bewusst, wie viel Zeit das Fernstudium doch kostet.
       
      Irgendwie konnte ich mir die Zeit in den ersten Semestern gut organisieren. Das lag einfach daran, dass ich mich kaum nach jemandem richten musste. Der Arbeitgeber ist flexibel, ich bin in keinem Verein aktiv, der mir feste Termine vorschreibt, meine Familie wohnt so weit weg, dass ich den Kontakt häufig nur per Telefon pflege und auch meine Freunde nehmen so viel Rücksicht, dass sie mir bei Hausarbeiten und Klausurvorbereitung in keinster Weise „im Weg stehen". So war es kein Problem die Abende der Woche mal beim Sport oder mal vor der Studienbriefen zu verbringen. Ich kam gut durch und konnte meine selbst gesteckten Ziele einhalten.
       
      Doch dann kam der (zugegeben positive) Windstoß, der mein Kartenhaus-Zeitkonstrukt zusammenbrechen ließ. Plötzlich war da ein neuer Mensch mit dem man gern Zeit verbringen und ihn in den Alltag integrieren möchte. Und dann fällt auf, dass dafür im Fernstudien-Konstrukt gar kein richtiger Platz ist. Alle Wochentage waren mit Arbeit bis zum frühen Abend und mit Sport und Studium am Abend reserviert. Die Tage am Wochenende am Vormittag mit Studium, ab Nachmittag mit Freunden und Unternehmungen.
       
      In der Euphorie musste das Fernstudium in den letzten Wochen dann ganz hinten anstehen. Auf Dauer kann das nicht funktionieren, weshalb das Kartenhaus gerade neu zusammengesetzt wird. Mein Respekt vor denen, die neben sich selbst und ihrer Motivation noch den Partner, Kinder und den vielleicht nicht ganz so flexiblen Arbeitgeber organiseren müssen, ist gehörig gewachsen.
       
      Und mein Stolz darauf, hoffentlich im nächsten Jahr das Fernstudium abzuschließen, wird sicher auch nicht weniger werden
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
      Es geht mir nicht einmal um eine finanzielle Unterstützung, sondern einfach um etwas (moralischen) Beistand und die Möglichkeit, das psychologische Anerkennungspraktikum in unserer Ambulanz absolvieren zu können. Außerdem würde ich 3 Jahre auf meine Fortbildungstage inkl. Budget verzichten, um an den Pflichtseminaren des Studiengangs teilnehmen zu können.
       
      Sollten wir keinen gemeinsamen Nenner finden, würde ich privat allerdings kein Masterstudium absolvieren wollen.
       
      Aber auch die Aufnahme in den Studiengang mit einem Auswahlverfahren und begrenzten Studienplätzen (30) stellt noch eine weitere Hürde dar.
       
      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker
       
    • 0x6C23
      Von 0x6C23 in Fernstudium Abitur? Was dachte ich bloß... 1
      Hi!
       
      Viele Probleme brachten mich vor einiger Zeit dazu das Gymnasium zu verlassen - meine wahrscheinlich dümmste Idee seit langem. Ich ging also auf die Realschule um wenigstens die mittlere Reife zu erlangen und danach zu entscheiden, wie es weiter geht. Ich war ehrlich gesagt total unterfordert, die Probleme in meinem Privatleben waren zudem noch immer präsent. Ich war sehr selten in der Schule, des öfteren wurde ich von einer Klassenarbeit in der ersten Stunde überrascht und obwohl ich kaum etwas vom Unterrichtsstoff mitbekam schrieb ich meistens die beste Arbeit. Schon witzig, das man als Klassenbester das Zeugnis verweigert bekommt, da man zu oft gefehlt hat. Ein Hoch auf das deutsche Schulsystem.
       
      Richtig. Mittlere Reife? Nope. Was tun? Externenprüfung! Also ging ich kurz darauf total unvorbereitet zur Externenprüfung und bestand diese auch. Da ist sie also, die mittlere Reife. Sie bringt mir jedoch nicht allzu viel, also muss es ein Abitur sein. Ich wollte schon immer Studieren, abgesehen von der Möglichkeit sich mit einer goldenen Idee selbständig zu machen ist das Studium der einzige Weg zum Erfolg. 
       
      Also meldete ich mich bei der SGD an. Das ist jetzt zwei Jahre her. Z.. Zw... Zwei Jahre? Wofür einen Blog schreiben, ich bin doch immerhin fast fertig? Vielleicht denkt ihr jetzt ich hätte keine Probleme mit der Abiturprüfung, oder besser gesagt der Vorbereitung.  Doch, die habe ich. Ich bin ein sehr logischer Mensch, wenn ich etwas verstehe, dann reicht das. Auswendiglernen? Überhaupt nicht mein Metier. Planung? Gott... Wenn ich etwas Plane, entsteht ein Chaos. Ich bin vieeeel zu gründlich, mache mir Gedanken über jede Kleinigkeit. Nie schaffe ich es, einen zufriedenstellenden Plan zu entwerfen. Ich denke halt immer:  "Das reicht nicht!". 
      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
      Ich habe in den zwei Jahren 44 Hefte bearbeitet. Angefangen habe ich damit, alles wichtige raus zuschreiben. Zusammenfassen, bunte Stifte benutzen, Mindmaps, Vokabeltrainer, usw.. Ich habe die ersten Hefte seehr gründlich bearbeitet. Das hat mich nach einiger Zeit demotiviert. Ich fand Fehler in den Heften, der Stoff wuchs mir über den Kopf hinaus, ich wurde nachlässig. Also wurde ich immer gröber in der Bearbeitung der Hefte, bis ich mein Ziel ganz aus den Augen verloren habe. Was ich von den Heften noch weiß? So gut wie nichts, würde ich sagen. Es ist kaum was hängen geblieben.
       
      2017 soll das letzte Jahr werden. Ich will die Prüfung nächstes Jahr schreiben. Also fange ich erneut an, diesmal soll es aber anders laufen. Ich plane das Abitur in Hessen zu schreiben, so ist es jedenfalls von der SGD vorgesehen. Ich will mich nicht mehr so stark auf die SGD Hefte konzentrieren, diese nur durcharbeiten und mich dann mit anderen Quellen vorbereiten. Also versuche ich einen Plan zu erstellen... Richtig.. Was für einen Plan? Nicht sicher. Ich will mir das Lernen mit diesem Plan erleichtern, also denke ich sollte ich damit Anfangen alle Prüfungsrelevanten Themen niederzuschreiben. Wow! Das ist doch schon sehr spezifisch. Damit kann ich was Anfangen... wäre da nicht... wow.
       
      Themenschwerpunkte Mathematik: Fünf DinA4 Seiten. Geschichte? Biologie? ... Ich finde alles, nur nicht dass was ich finden will. Vielleicht findet es jemand weniger kompliziert als ich, oder hat schon mal einen solchen Plan erstellt und wäre dazu bereit mir weiterzuhelfen.
       
      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich.