Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Die liebe Nachbarschaft

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HannoverKathrin

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Im Januar habe ich mich in einem Blogbeitrag abreagiert, weil meine schräg-über mir-Nachbarn Ihr Kind nicht im Zaum halten konnten (wollten). Erstaunlicher Weise (ich möchte sogar sagen; wider Erwarten) ist es aber ab meiner Beschwerde besser geworden.

Letztendlich hat sich dieses Problem nun komplett erledigt, denn pünktlich am Sonntag 30.05. um 10:30 Uhr fing (unangekündigt) ihr Auszug an. Den Lärm im Treppenhaus habe ich mit Freude wahrgenommen :)

Seit dem Zusammenzug von meinem Freund und mir im Februar, muss ich nicht mehr "pendeln" und verbringe nicht mehr die halbe, sondern die ganze Woche in meiner Wohnung. In der Vergangenheit habe ich immer wieder den Fernseher meiner direkt-über mir-Nachbarn (Renterpaar) gehört, aber dies nie bemängelt. Im April habe ich ihn zufällig draußen getroffen und unauffällig dieses Thema angesprochen. Er sagte "der laute Fernseher könnte von uns kommen. Ich höre nicht mehr so gut und muss schonmal lauter machen. Kommen sie einfach hoch.". Über 2 Moante später nehme ich dieses Angebot also wahr und latsche gestern hoch. Sonst war ich immer schon in bequemer Hauskleidung und zu faul mich dafür umzuziehen, aber irgendwann wollte ich das Problem nun ansprechen und habe daher meine normale Kleidung angelassen. Ewig schieben ist ja keine Lösung.

Also steh ich vor der Tür und bevor ich richtig aussprechen kann, bittet er mich schon hinein ins Wohnzimmer. Ich muss zugeben, das Gerät ist nicht so laut eingestellt gewesen wie ich es erwartet hatte. Es war keine Zimmerlautstärke, aber richtig laut war es auch nicht. Es ist einfach das blöde Haus das mir hier einen Strich durch die Rechnung macht.

Am Besten war aber natürlich die Reaktion bzw. das Gespräch mit ihm. Er tat so als wenn das ganz normale Hausgeräusche wären und ich mich anstellen würde. Von einem "ich höre schlecht" ist er total abgetreten. Mein Nachbar hat ganz klar gesagt; leiser geht nicht.

Bemüht um ein weiterhin gutes Verhältnis habe ich Argumente für beide gesucht, meine Situation mit dem Lernen erörtert, betont dass ich keine Vorschriften machen will sondern auf Eigenverantwortung sensibilisieren. Da die Sprechphasen bekanntlich ruhiger sind als musikalisch untermalte Situationen, muss die Lautstärke so sein wie sie ist. Da geb ich zu, hat er schon Recht in seiner Position (es war ja wirklich nicht super laut, sondern eben nur minimal lauter).

Letztendlich nervt mich aber, immerzu ein seltsames Grollen bzw. Melodien zu hören.

Mal sehen wie es hier in Zukunft weitergeht. Auf jeden Fall hat der Besuch Klarheit gebracht. Leider sieht meine Situation schlecht aus. :blushing:


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19 Kommentare


Da ich schon 10 Wohnungen hatte, kenne ich dein Problem mehr als genug. Noch nerviger sind solche Häuser, in denen du sogar die Lichtschalter von den Nachbarn hörst. Mich nerven die Kinder von den Nachbarn derzeit. Sie braucht scheinbar nicht zu arbeiten und hat 2 Kinder,die morgens ab 8 Uhr im Garten spielen.Durch schlecht isolierte Fenster nervt es den ganzen Tag,weil die fast nur am kreischen sind und wenn ein Junge dabei ist, heult der auch noch alle 2 Stunden. Letzendlich:

Nachbarn sind nervig !!!!

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Daher suche ich immer Wohnungen in max. 3 Familienhäusern. Die sind in der Regel nämlich auch nicht so dünnwandig gebaut.

Wir hatten bis vor einem Monat ein älteres Ehepar über uns, die den Fernseher auch ein wenig lauter hatten. Aber sobald wir unseren Fernseher auch anhatten hat man von oben nichts mehr gehört.

Und da ich beim Lernen auf jeden Fall Musik brauche sind die Umgebungsgeräusche gar nicht so schlimm.

Viel netter war dann schon die Reaktion unserer Nachbarn zu unserem Geräuschpegel: "Das ist furchtbar mit ihnen, man hört ja gar nichts von ihnen. Da wissen wir doch nie ob wir grad allein im Haus sind."

Und das, obwohl wir beim Putzen am Wochenende durchaus IronMaiden in Konzertlautstäke durch die Wohnung schallen lassen. ;-)

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Hm, blöd. Wenn man die Situation nicht ändern kann und die Schuld nicht auf einer Person abladen kann, sondern sie dem Haus zukommt.

Ich habe im Wohnzimmer unter den Boxen so eine Art Isomatte liegen, damit die Schallschwingungen nicht direkt über den Fußboden zur darunterliegenden Wohnung übertragen werden. Vielleicht hilft so eine "Kleine Sache" ja bereits.

Ansonsten hat unser Nachbar über uns eine Standuhr, die zwischen 8 Uhr morgens und 10 Uhr Abends richtig laute Gongschläge von sich gibt. Aber das ist von einer Belästigung noch weit entfernt.

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Ich hatte in meiner früheren Wohnung eine Klavierspielerin über mir. Das Klavier stand natürlich über meinem Schlafzimmer und ich fand es wirklich gaaaaaaaaanz toll Samstagmorgens um 8 Uhr von ihr mit irgendwelchen schrägen Tönen geweckt zu werden. *hust*

Von daher find ich einen Fernseher immernoch irgendwie erträglich ;-)

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Wie schön, das Problem haben noch andere :) Eigentlich habe ich ein kleines Arbeitszimmer in meiner Wohnung - nur leider ist daneben das Wohnzimmer meiner älteren Nachbarn und da läuft immer pünktlich zum Feierabend bis Abends der TV oder das Radio. Jedenfalls hab ich jetzt mein Arbeitszimmer in die Küche verlagert und festgestellt, dass es sich zwischen den Töpfen und Schüsseln usw. echt gut lernen lässt :D

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Sternschauerkuss

Geschrieben

@Lolli Hihi stell mir gerade vor wie du zwischen Töpfen und Tellern lernst :)

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Klavierspielen kenn ich - gerne auch Sonntags um 22:30 oder mal morgens um 8 :(

Ansonsten bin ich extrem glücklich mit der Wohnung. Den Jungen von unten drunter höre ich nur, wenn er im Garten richtig laut ist - dann halt Fenster zu und gut. Ansonsten ist es sehr leise - nur nachts hat man ab und an Geräusche, wenn Leute ins Bettchen verschwinden (also Toilettenspülung oder sowas).

DA ich aber an einer Hauptstraße wohne, machts das eh nimmer aus ;)

Ich wünsche Dir mehr Gelassenheit ;) Je mehr du dich drüber ärgerst, um so mehr nervt auch jedes kleine Geräusch (so hab ich das jedenfalls festgestellt)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Wir Studenten sind schon so ein Völkchen :)

Im Arbeitszimmer früher hats mich auch nicht gestört, aber da ist nun das Computer-Zimmer von meinem Freund draus geworden. Somit wäre die Alternative mich sort hinzuzusetzen oder im Schlafzimmer auf dem Bett zu lernen. Auf dem Bett lernen ist kontrapoduktiv, da werd ich automatisch müde und ohne Lust.

Ich werde mich wohl in Gelassenheit üben müssen. Danke für eure ganzen Kommentare.

@ Meike,

wie sieht denn ein 3 Familienhaus aus? Soll ich mir das EG, OG, Dachboden vorstellen?

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:-) kenn ich auch - Klavierspielende Nachbarin unter mir - immer abends ab 19 Uhr (grade wenn man heimgekommen ist und seine Ruhe brauch), oder auch tapselnde Kinder überuns und die Mutter, die immer Sonntags 7:30 Staubsaugen mußte.

Derzeit werde ich nur immermal wild vom Nachbar unter uns beschimpft werde, dass ich zu laut bin - nur ich bin der Meinung, durch die Wohnung sollte man laufen können - und es kann auch mal passieren, das jemanden was herunter fällt. Ich kann nciht für die schlechte Trittschalldämmung. Aber das hat bald ein Ende - der Estrich kommt nächste Woche ins neue Hausi und ab September hab ich PLATZ - und nur noch einen Nachbarn (da Reihenendhaus) :-)

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wie sieht denn ein 3 Familienhaus aus? Soll ich mir das EG, OG, Dachboden vorstellen?

Äh.... ja....

Es gibt doch auch bei Hannover 2 bis 3 Familienhäuser....

Irgendwie versteh ich die Frage jetzt nicht...

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MrsFrischling

Geschrieben

Will ja jetzt nicht der Buhmann sein, aber irgendwie ist die Diskussion traurig!

Ok, nervige laute alte taube Leute im Haus ist blöd, aber auch wir werden alt und brauchen den Fernseher ne Stufe lauter!!!

Noch schlimmer: die nervigen Kinder. Wahrscheinlich habt ihr alle keine Kinder, oder ????

Wartet ab, bekommt mal welche ..... :(

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Auch wenn es böse klingen mag: Das ist auch einer der Gründe warum ich keine Kinder will.

Aber ich habe dagegen mein eigenes Mittel: Kopfhörer auf und ich höre nur noch das was ich will.

Ist natürlich nichts, wenn man mit Musik nicht lernen kann.

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Mach dir mal keine Sorgen... auch mit Kind finde ich andere insbesondere sehr laute Kinder doof und/oder nervig... nur meins nicht :D

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HannoverKathrin

Geschrieben

In einer Nachbarschaft muss man Rücksicht aufeinander nehmen, da kann nicht jeder machen was er will. Dazu gehören auch laute Kinder. Ich möchte später auch nicht dass meine Kinder andere Leute belästigen.

Und natürlich werden wir auch mal alt werden, aber auch dann möchte ich nicht meine Nachbarn nerven. Ich sage ja, die Lautstärke ist noch ok, aber wenn sie es lauter gehabt hätten, würde ich sie nerven dass sie sich Kopfhörer besorgen sollten. Immerhin gibts ja auch ne Hausordnung die so schöne Worte wie "Zimmerlautstärke" beinhaltet. Ich mache meine Technomusik ja auch nicht rücksichtslos laut an.

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Kathrin, ich kann Dich voll und ganz verstehen. Auch ich bin recht empfindlich was Geräusche angeht. Leider wird man von seinen Mitmenschen dann oft als Querulant hingestellt. "Bis jetzt hat sich noch nie jemand beschwert."

Mein Mann und ich suchen gerade eine neue Bleibe. Vor zwei Tagen ein kleines Haus angeschaut.

Es war so um 22:00 Uhr abends. Als wir wieder zum Auto zurück gegangen sind, bekamen wird dann mit, daß im benachbarten Stadtpark der Treffpunkt der Jugendlichen ist. Und die haben gerade entsprechend lautstark gefeiert. (Obwohl, "gesoffen" ist wohl der passendere Ausdruck.)

Also weitersuchen....

Hast Du schon mal darüber nachgedacht Dir eine CD mit Meeresrauschen oder anderen Naturgeräuschen zu besorgen und das dann beim Lernen über Kopfhörer zu hören? Damit hättest Du dann die Umgebungsgeräusche ausgeblendet würdest aber nicht durch Musik abgelenkt.

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HannoverKathrin

Geschrieben

@Meike

Die Begleitung durch ruhige Musik habe ich hier schon bei vielen gelesen. Ich persönlich kann mir das gar nicht vorstellen, irgendwie ist man dann doch zum "Träumen" verleitet.

Mein Nachbar hat übrigens auch so super argumentiert. Er wohnt seit 50 Jahren dort und 30 Jahre davon hat meine Vorvorgängerin unter ihm gewohnt. DIE hat sich nie beschwert gehabt. Naja, da war sein Gehör ja auch noch wesentlich jünger... so ein dummes Argument.

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MrsFrischling

Geschrieben

. Leider wird man von seinen Mitmenschen dann oft als Querulant hingestellt.

Ich hoffe es hat sich niemand persönlich durch meinen Kommentar angegriffen gefühlt.

So war´s nicht gemeint :blushing:

Fand´s halt wirklich etwas traurig!

Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich keinerlei Erfahrungen mit Mietswohnungen habe. Über mir hat noch nie jemand gewohnt! Unsere Mieter wohnen in der Einliegerwohnung unter uns, und sie müssen UNS ertragen ....

Kinder in der Nachbarschaft finde ich Klasse, das gibt automatisch mehr Freizeit/Lernzeit für die Eltern, denn die spielen miteinander (meistens übrigens laut :cool:) auf der Straße oder in den Gärten.

LG

Mrs.Frischling

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Markus Jung

Geschrieben

Vielleicht helfen Ohrenstöpsel bzw. Kopfhörer ohne Musik?

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MrsFrischling, Du warst doch nicht damit gemeint. ade.gif

Aber ich bin generell der Meinung, daß jeder Rücksicht nehmen muß. Wer kennt denn heute noch die Mittagsruhe? Für uns Berufstätige vielleicht nicht so wichtig, aber da kann ich dann auch die älteren Leute verstehen, die sich über laut spielende Kinder um die Mittagszeit aufregen.

Dann kann ich allerdings auch nicht verstehen, wenn eben genau diese älteren Leute nicht bereit sind sich für den Fernseher einen Kopfhörer zu besorgen.

Oder in einem ganz normalen Mietshaus: Wenn man freundlich darum bittet, daß vielleicht ein bisschen Rücksicht genommen wird, wird gleich auf das recht verwiesen, daß man ja erst ab 22:00 Uhr wirklich ruhig sein müsse. Da interessiert es niemanden, daß manchen Leute vielleicht um die Zeit schon im Bett sein müssen weil die Nacht halt wesentlich früher aufhört.

Aber ich habe gut reden: Ich gehe solchen Problemen bei der Wohnungswahl gleich von vorne herein aus dem Weg. Und wenn ich nach kurzer zeit feststellen, daß in dem Umfeld doch etwas nicht paßt, ziehen wir halt nochmals um. Aber bis jetzt hatten wir immer ein gutes Händchen.

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
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      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

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      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
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      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)