Informatik-Betriebswirt VWA Trier

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5. Semester geschafft / XML, Datenbanken, Systemsoftware, Projekte

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Susanne Dieter

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Ich habe mich lange nicht mehr zu Wort gemeldet, habe aber desöfteren hier hereingeschaut, ohne mich eingeloggt zu haben und auch bemerkt, dass mein 2008 gestarteter Thread „Du weißt, dass Du im Fernstudenten-Leben angekommen bist und Entspannung nötig hast...“ immer noch lebt. :-)))

Das 5. Semester habe ich seit Juli hinter mir, aber da auch stille Mitleser anwesend sind, was ich desöfteren an Nachfragen bzgl. VWA per Mail bemerke, schreibe ich noch einen Rückblick, zumal ich manche Fächer noch gar nicht näher gewürdigt hatte.

XML:

Eine Sprache, bei der die Kurzausdrücke nicht wie bei anderen Sprachen so aussehen, als sei der Programmierer über die Tastatur gerollt (O-Ton Prof. :-)). Themen waren DTDs, Schema, Namespaces, XPath, XSLT, XQuery. Viel gibt es über dieses Fach nicht zu sagen, der Stoff war nicht schwer, und wir hatten einen guten Professor und Tutor. Letzterer war ein Doktorand von der Uni Trier und bot verständliche Übungen und Erklärungen. Hätten wir bei diesen beiden Java gelernt, wäre es sicher nicht so chaotisch gewesen. Die Übungen fanden an PCs der Uni Trier statt in einem klimatisierten, aber dadurch furchtbar lauten Raum. Dennoch hat dies Vorteile bei 35 Grad im Schatten. :-)

Datenbanken:

Durch Krankheit des ursprünglichen Professors hatten die XML-Dozenten nochmals das Vergnügen, uns unterrichten zu dürfen. Die Klausur „Datenbanken 1“ hatte nur 2 Credit Points und war schnell erledigt. Inhalte waren: Relationale Datenbanken, ERM, SQL, QBE, etwas Access.

Der Tutor machte wenig Hehl daraus, dass er Access nicht besonders mag. Auf Nachfrage meinte er, man könnte inzwischen auch gut eine Datenbank mit Java erstellen (nanu, ich dachte, das sei relativ kompliziert?). Aber vielleicht haben wir im Projekt auch die Möglichkeit, zwischen mehreren Alternativen zu wählen.

Die erste Übung bestand aus einem Tierpark, den wir modellieren sollten. Die größte Schwierigkeit war dabei, dass man eigentlich ein DIN A-0-Blatt hätte gebrauchen können, weil es so viel war. :-) Kein Wunder, dass zum Thema Aufbau einer Datenbank immer noch geforscht und diskutiert wird. Später haben wir u.a. mit einer Datenbank geübt, die die Fußball-WM widerspiegelte, plötzlich hatte Deutschland noch weitere Torhüter und Spieler mit Namen unserer Studenten. :-) Diese Datenbank war auch extern abrufbar, so dass man auch zu Hause auf dem Uni-Server üben konnte. Auch hier fanden die Übungen wieder an den Uni-Rechnern statt.

Danke übrigens an die VWA für die 13 Punkte - auch wenn ich die lieber in Java gehabt hätte. :-)

Systemsoftware:

Zum Schluss heiße Vorlesungen (35 Grad Außentemperatur), aber wir haben ja Klimaanlagen. Recht witzig, aber sehr auseinandergezogene Vorlesungen, verteilt von November bis Juni. Erwähnenswert waren hier die Folien, die komplett auf Englisch waren, dabei steht Englisch bei uns gar nicht auf dem Lehrplan.

Damit kann man auch schön Blödsinn machen: Den schnellen L1-Cache ausschalten, dann braucht der Computer lange zum Hochfahren – nützlich, wenn man evtl. einen neuen PC bei den Eltern beantragen will oder auch nur zum Spaß. Oder Anregungen, die höchste Priorität an selbstgeschriebene Endlos-Schleifen oder den Bildschirmschoner zu vergeben, so dass nichts mehr geht. Der Prof. konnte sich ausleben mit selbstgeschossenen Bildern von optischen Laufwerken und Festplatten, die er im Dienste der Wissenschaft auseinander gebaut hatte. In Erinnerung geblieben sind mir auch Kleiderschrank-Beispiele als Erklärung für die verschiedenen Level: Der Schrank im Zimmer direkt ist das schnellere RAM, ein Hochregal in einem anderen Stadtteil die langsamere Festplatte, ein Lager in Australien ein gesichertes Band, das man erst aus dem Schrank holen muss (oder auch anders verteilt). Kennt der Paris Hilton, ich habe nicht so viele Kleider und meine meist männlichen Mitstudenten sicher auch nicht?

Die Klausur, auf deren Ergebnis ich noch warte, bestand aus Fragen zum LRU-Algorithmus, Threads und Prozessen, RAID, Unterschieden Festplatte und RAM und warum Betriebssysteme wichtig sind für Entwickler. Außerdem wurden im Unterricht noch Dateisysteme, Synchronisation, Virtualisierung und Rechnerarchitektur angesprochen. Ich konnte einen Hinweis auf Linux nicht lassen und habe im Gegensatz zu meinem Prof. die Meinung geäußert, dass Consumer-PCs heute keine 4 GB RAM haben (neu gekaufte vielleicht), aber die Hausnummer wird er wohl durchgehen lassen...

Unsere Vorgänger mussten sich noch mit Semaphore auseinander setzen, aber laut Prof. sank die Lebenserwartung eines VWA-Studenten rapide, da sie reihenweise von der Brücke sprangen, so dass wir davon verschont blieben.

Projekte:

Im ersten Projekt haben die Gruppen über 150 Stunden pro Mann für das Projekt benötigt (das wäre ein teures Projekt gewesen).

Das Projekt im 6. Semester wird wohl nach einer Abstimmung unter den Studenten nach hinten verschoben, so dass wir noch ein paar zusätzliche Datenbank-Vorlesungen vorher erhalten. Möglicherweise handelt es sich um eine Access-Datenbank, wobei ich eigentlich unter „Programmieren“ etwas anderes verstehe. Der „Projektleiter Informatik“ (einer unserer Profs) meinte dazu, dass es unterschiedliche Interpretationen dafür gebe, manche sagen schon, sie programmieren mit Excel, wenn sie eine Rechenfunktion eingegeben haben.

Mal schauen, ich lasse mich dann mal überrraschen im letzten Semester...


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