Blog elizadolittle39

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elizas inferno

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elizadolittle39

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Heureka – infernum war die ideale Weiterbildung und ich hatte sie gefunden. Keine Lehrveranstaltungen an einer Universität besuchen, uneingeschränkt meinen Beruf weiter ausüben, freie Zeiteinteilung – alle Vorteile eines Fernstudiums halt. Lange hatte ich nach einer anspruchsvollen Studienmöglichkeit gesucht, mit der ich meine bisherige berufliche Tätigkeit im Bereich Umwelt auf wissenschaftliche Beine stellen konnte und die Fernuniversität Hagen bot sie mir, gemeinsam mit Fraunhofer Umsicht und in Partnerschaft mit anderen renommierten Institutionen. Umweltwissenschaften war der Name dieses Studienparadieses, kurz infernum, und ich wollte es betreten.

Also schrieb ich im April 2010 eine leidenschaftliche Bewerbung, die zum Ausdruck brachte, wie gut dieses interdisziplinäre Fernstudium zu mir passt und ich zu ihm – ein perfect match im Dienste dieser und künftiger Generationen. Ich konnte nach meinem geistes- und sozialwissenschaftlichen Studium an der Universität Wien eine Weiterbildung beginnen, die mich beruflich nach vorne katapultieren konnte – auf meinem Türschild könnte nach dem viersemestrigen Fernstudium etwa UMWELTMANAGERIN stehen. So stand es auf der Homepage www.umweltwissenschaften.de . Das nötige Wissen dazu würde mir infernum vermitteln. Bestechend also – zwar nicht ganz günstig, aber ich hatte mir in den vergangenen Jahren ein Weiterbildungsbudget angespart, das ich nun für diesen Zweck ausgeben wollte. Mehr als 6.000 Euro, sinnvoll investiert in meine Zukunft und die künftiger Generationen.

Nachdem ich gleich über 1.600,- Euro in Skripten investiert hatte, um mich voll Begeisterung in das Studium zu stürzen und es auch in der vorgesehenen Zeit abschließen zu können, musste ich erkennen, dass das von der renommierten Fernuniversität Hagen angebotene Wissen über Energie, Abfall oder Umweltmesstechnik einem Stand von vor zehn bis 15 Jahren entspricht. Die Texte sind fehlerhaft und ergeben teilweise keinen Sinn. Sollte ich das Studium abschließen und tatsächlich mit Verfahrenstechnikern und anderen Experten zu tun haben, würde ich mich in jedem Fachgespräch blamieren und würde etwa – wie von einer befreundeten Technikerin – den Satz hören „solche Anlagen werden seit zehn Jahren nicht mehr gebaut“.

Wenn das nur meine persönliche Sicht wäre, würde ich es auch noch verkraften – es wurde aber vom Koordinationsbüro des Studienganges bestätigt mit dem Hinweis, es gebe kein Budget, um die Skripten zu aktualisieren! Die Mängel sind also bekannt, trotzdem wird das Studium auf der Homepage der Fernuniversität unter der Rubrik „Weiterbildung“ weiter angeboten und natürlich die Gebühren dafür kassiert. Der Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, dem ich die Mängel des Studiums in einem Brief geschildert habe, hat das Koordinationsbüro um eine Stellungnahme gebeten. Die Straße in eine vielversprechende Zukunft entpuppte sich für mich als Sackgasse. Nun habe ich den Rückwärtsgang eingelegt und verlange mein Geld für eine Leistung zurück, die nicht erbracht wird. Einige Studenten, die ich bei einer Präsenzveranstaltung kennen gelernt habe, wollen sich bereits anschließen und jede/r weitere Betroffene ist herzlich eingeladen.


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8 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Halte uns doch hier in Deinem Blog mal auf dem Laufenden, was weiter daraus wird.

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elizadolittle39

Geschrieben

ja, das mache ich gerne. Ehrlich gesagt fühle ich mich um mein Geld betrogen - eine Ausbildung, von der man sich keine berufliche Entwicklung erwarten kann, ist für mich keinen Cent wert. Wegen des Titels wollte ich es ja nicht machen und es macht auch keinen Spaß, von den Dozenten selbst zu hören "ja, diese Graphik in meinem Skriptum ist veraltet, aber ich habe vor, mein Skriptum zu aktualisieren - so in einem Jahr wird es fertig sein".

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Hallo elizadolittle39,

als einer deiner Kommilitonen dachte ich mir, ich schreibe auch einmal ein paar Worte zum Studium aus meiner Sicht.

Grundsätzlich gebe ich dir ja recht über die Qualität der Unterlagen an sich. allerdings kann ich diese verbissene Kritik nicht ganz nachvollziehen.

Das selbstständige Denken und den Ansporn sich aktiv in ein Studium einzubringen nimmt dir auch während eines reinen Präsenzstudiums niemand ab. auch dort wird vorausgesetzt dass sich die Studenten autark mit den Themen auseinandersetzen und sich durch das Beschaffen weiterer Fachiteratur, Onlinerecherche, etc. selbstständig versuchen weiterzuentwickeln.

Für mich persönlich bietet das INFERNUM-Studium durchaus die Möglichkeit sich in grundlegende Zusammenhänge der jeweiligen Fachdisziplinen einzuarbeiten. Den Anspruch, einen ausgewiesenen "Experten" für diese jeweilige Disziplin zu formen, hat das Studium einfach nicht, daher ist ja auch der ganz klare Hinweis auf die Interdisziplinarität gegeben. Wenn du dich nach dem INFERNUM-Studium mit einem reinen Verfahrenstechniker messen möchtest, der vermutlich auch noch über jahrelange Berufserfahrung verfügt, ist das einfach unrealistisch. Und dies gilt auch für alle anderen angebotenen Kurse. Mehr als ein „Grundgefühl“ kann man bei einem derart breiten Studium einfach nicht erwarten.

Wer mehr will muss sich persönlich vertiefen oder gleich einen spezialisierten Studiengang wählen. Was dann aber selten für reine Fernstudiengänge zutrifft.

In deinem Blog führst du zum Beispiel auch den finanziellen Aspekt an. Hast du dich einmal umgeschaut was andere berufsbegleitende Studiengänge kosten? Also für meinen Bereich der an Studieninhalten denkbar war, ist das Angebot der FernUni Hagen relativ unschlagbar. Mal abgesehen von der Freiheit der Belegung und der Breite des Studiums.

Desweiteren bietet das Studium, zumindest in meinem Umfeld, auch den zusätzlichen Anreiz weitere Beteiligte kennenzulernen und sich während Stammtischen auszutauschen. Mir ist natürlich bewusst, dass das nicht für jeden gelten kann und eher für Menschen in gewissen Ballungsräumen gilt.

Abschließend kann ich nur sagen, das ich dir in vielen Punkten recht gebe, was die Aktualität des Studiengangs betrifft aber letztlich würde ich die Gesamtzusammenhänge nicht so schwarz malen wollen, wie du sie darstellst. Vielleicht ändert sich meine Meinung ja auch noch, sobald ich etwas länger als nur einige Monate dabei bin.

Bleib weiter dran, die Verantwortlichen auf Fehler hinzuweisen. das ist durchaus legitim und natürlich auch sinnvoll um die Qualität der Lehre zu verbessern. Aber seh die Sache vielleicht einfach nicht so eng...schließlich geht es nicht nur um berufliche sondern auch um persönliche Weiterentwicklung und die Fähigkeit umweltwissenschaftliche Zusammenhänge im Gesamtkontext besser deuten zu können.

Besten Gruß

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elizadolittle39

Geschrieben

Hallo xWx,

es ist für mich nicht relevant, wieviel andere Studiengänge kosten - wenn die Qualität stimmt, soll das ok sein. Wenn ich einen CD-Player kaufe, der nicht funktioniert, kann der Hersteller von mir auch keine Eigeninitiative erwarten um ihn zum Laufen zu bringen - etwa, dass ich mir aktuelle Fachliteratur zu CD-Playern durchlese, um mich über deren Funktionsweise zu informieren. Das Gerät soll funktionieren, wie es versprochen wurde. Andernfalls bringe ich es zurück und die Kosten werden ersetzt. Das erwarte ich auch von einem Studium, das ich aufgrund von Versprechungen der Anbieter begonnen habe.

Es ist nicht meine Aufgabe als Studentin, fehlerhafte und veraltete Skripten durch das Rezipieren aktueller Literatur zu korrigieren und auf den neuesten Stand zu bringen. Vielmehr ist es Aufgabe der Dozenten, mir relevante, aktuelle Literatur zu empfehlen - was sie ja vor ca. 15 Jahren wohl gemacht haben, nur hat sich in der Zwischenzeit in vielen Bereichen einiges getan. Meine Ansprüche an das Studium sind so hoch wie die jedes Konsumenten an ein Produkt, für dessen Erwerb er sich aufgrund konkreter Versprechen entscheidet.

Besten Gruß

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Hallo xWx,

es ist für mich nicht relevant, wieviel andere Studiengänge kosten - wenn die Qualität stimmt, soll das ok sein. Wenn ich einen CD-Player kaufe, der nicht funktioniert, kann der Hersteller von mir auch keine Eigeninitiative erwarten um ihn zum Laufen zu bringen - etwa, dass ich mir aktuelle Fachliteratur zu CD-Playern durchlese, um mich über deren Funktionsweise zu informieren. Das Gerät soll funktionieren, wie es versprochen wurde. Andernfalls bringe ich es zurück und die Kosten werden ersetzt. Das erwarte ich auch von einem Studium, das ich aufgrund von Versprechungen der Anbieter begonnen habe.

Es ist nicht meine Aufgabe als Studentin, fehlerhafte und veraltete Skripten durch das Rezipieren aktueller Literatur zu korrigieren und auf den neuesten Stand zu bringen. Vielmehr ist es Aufgabe der Dozenten, mir relevante, aktuelle Literatur zu empfehlen - was sie ja vor ca. 15 Jahren wohl gemacht haben, nur hat sich in der Zwischenzeit in vielen Bereichen einiges getan. Meine Ansprüche an das Studium sind so hoch wie die jedes Konsumenten an ein Produkt, für dessen Erwerb er sich aufgrund konkreter Versprechen entscheidet.

Besten Gruß

Hallo nochmal, aus der Mittagspause :-) ,

ich denke genau dort liegt der Unterschied in unser beider Verständnis...für mich ist Bildung kein Konsumgut und das Ganze hier sehe ich eher als Plattform.

Aber wie schon gesagt...grundsätzlich kann ich dein Verlangen nach ein wenig mehr Aktualität verstehen. Wie während der letzten Einführungspräsenz zu hören war, wird ja zumindest durch die Einführung neuer Module (Alt. Energieq.) für etwas mehr Aktualität gesorgt.

Besten Gruß

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.für mich ist Bildung kein Konsumgut und das Ganze hier sehe ich eher als Plattform.

Verstehe ich nicht ganz.. Es geht ja nicht um die Bildung an sich, sondern um den Kurs. Der ist schon ein Konsumgut. Wenn ich ein Produkt, gerade im Bildungssektor, "kaufe", erwarte ich auch eine entsprechende Qualität und damit Aktuallität.

Du kaufst dir doch auch kein 15 Jahre altes Buch und lernst daraus, dass der aktuelle Bundeskanzler Helmut Kohl ist. Was bringt dir das als Plattform?

Oder machst du den Kurs um zu lernen wie man lernt? Dafür gibt es auch viele Fachbücher und dazu auch noch aktuelle. ;)

Ich finde es traurig und peinlich, so einen Kurs anzubieten. Es kratzt außerdem am Ruf der FernUni Hagen.

Grüße,

Jacka

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Nein, ich mache den Kurs sicher nicht um zu lernen wie man lernt.

Das sollte man bereits während seines Erststudiums mit auf den Weg bekommen haben.

Und genau dort habe ich auch gelernt, ergänzendes zum Thema zu beschaffen...

Aber um noch einmal auf die Aktualität zurück zu kommen. Von welchen Kursen sprechen wir denn überhaupt konkret?

Ich vermute es handelt sich dabei um die "Energiekurse"?

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      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.