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Ich oder alles andere?

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chillie

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Ich habe es heute ja schon in einem Kommentar geschrieben.

Gestern bin ich mal wieder an meine persönliche Leistungsgrenze gestoßen. Dabei habe ich darüber nachgedacht, wie ich das vor 2 Jahren alles so hinbekommen habe.

Inzwischen ist mir natürlich klar wo ich harte (überharte!) Einschnitte machte, was ich in Kauf genommen habe bzw. wo ich gezehrt habe. Dennoch ist der Unterschied schon spürbar.

Blättere ich in meinen Lernzeitprotokollen habe ich jeden Abend mit nur 1 Abend pro Woche Pause 1,5-2 Std. abgerissen. Längere Pausen gab es im ersten Jahr nur 2 Wochen soweit ich weiss.

Inzwischen bin ich froh, wenn ich an einem guten Tag 1 Stunde schaffe, meist das nichtmal am Stück weil meine Konzentration dafür einfach nicht ausreicht. 45min ist mein Konzentrationsmaximum, meist reicht es mir dann erstmal dass ich lieber in einem zweiten Anlauf nochmals loslege.

An Tagen mit Terminen habe ich die letzten Wochen gar nichts mehr gemacht, bzw. nur ganz leichte Sachen.

Nun muss ich aber wieder arbeiten und kann nicht alles am WE machen. Mein Plan, den ich mit meiner Frau "vereinbart" habe, sieht vor 2 Tage die Woche frei zu machen. Davon ein Wochentag und ein Tag des Wochenendes. Um zu schaffen, was ich schaffen möchte wird das reichen, aber mich von der Leistungsfähigkeit sicher in nächster Zeit wieder mehr fordern.

Darum stellte ich mir die Frage hat sich alles andere verändert oder ich mich. Die Kräfteeinteilung ist ja nicht von Nachteil, allerdings sehe ich rückblickend diese Zeit wirklich sehr zwiespältig, da ich aktuell so gar keinen Zugang mehr dazu habe, wie ich das alles hinbekommen hatte.

In den anderen Blogs kann man ja (bis auf Udo! ;) ) ähnliche Entwicklungen erkennen. Sicher ... mit der Zeit kommt die Erfahrung wie man mit dem Stoff umgehen muss, die Sicherheit wie man Prüfungen angeht und das Selbstvertrauen nicht ständig den Lernmodus zu wechseln. Das spart eine Menge Zeit die man wieder mehr für andere Dinge verwenden kann.

Allerdings sinkt meiner Meinung eben auch die Kurzfristmotivation - was bleibt (vor allem wenn es auf das Ende zugeht) ist die Langfristmotivation die einen dazu bringt sich hinzusetzen aber nicht mehr 2-3 Stunden bis spät in die Nacht durchzuarbeiten.

Ich bin mal gespannt wie es weitergeht. Auch wenn ich weiterhin wie in der Elternzeit auch um 6.00 Uhr aufstehe ... die beiden Tage waren schon ein anderes Kaliber.

Aufstehen, fertig machen, meiner Frau noch kurz helfen, arbeiten, Familienzeit, den kurzen ins Bett bringen, runterfahren und dann noch studieren.

Harter Tobak... aber ich setze auf den Gewöhnungseffekt. Irgendwie muss man ja zwischen dem Irrsinnsjahr 2008 und den jetzigen Belastungen einen Mittelweg finden, der auch zu meinen Energiereserven passt.


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11 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Vielleicht lautet die Antwort "Du und alles andere"?

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Genau DAVOR gruselt mir auch ein wenig. Meine Zeiteinteilung steht noch nicht, jedoch habe ich die Möglichkeit zur Nutzung der täglichen Fahrtzeit von / zur Arbeit, die jeweils gut 30 Minuten Zugfahrt beinhaltet. Mal angenommen, hiervon kann ich 45 Minuten wirklich nutzen, dann könnte ab ca. 20.00 Uhr bis max. 21 / 21.30 Uhr tätig sein und an beiden Wochenendtagen jeweils maximal 2,5 - 3 Stunden. So komme ich irgendwo auf 15 - 20 Wochenstunden.

Das muss schon alles Familientauglich sein, was sich ganz wesentlich an den ausgewählten Zeiten orientiert. Ich persönlich kann gut morgens und abends lernen. Ob das über die gesamte Studiendauer so bleibt oder sich ein gewisser "Abnutzungseffekt" einstellt: keine Ahnung, ich will es mal nicht hoffen.

Interessant werden wohl die ständigen "Auf´s" und "Ab´s" mit der Motivation. Wenn ich einer "Ab-"Phase auch noch persönliche Probleme (Familie nörgelt / Freunde und Bekannte haben keine Lust mehr auf die ständigen Absagen eines selbstgewählten "Schichtarbeiters" etc.), dann kann es schon haarig werden i. S. Motivation.

Wie gehst Du damit um?

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Wie gehst Du damit um?

Och... jetzt hast du noch Zeit, du könntest ja mal beliebig in meinem Blog lesen. Ich denke umfangreicher kann man ein Fernstudium kaum noch beschreiben ;) (wenigstens nicht, wenn man nebenbei tatsächlich noch studiert)

Aber lass mich einen kurzen schlauen Satz dazu schreiben, quasi als Zusammenfassung:

Wichtig ist, über die gesamte Studienzeit, eine hinreichende Frustrationstoleranz bezüglich der eigenen Motivationsfähigkeit zu entwickeln. :thumbup1:

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Wichtig ist, über die gesamte Studienzeit, eine hinreichende Frustrationstoleranz bezüglich der eigenen Motivationsfähigkeit zu entwickeln. :thumbup1:

:D

Weise gesprochen!

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ich habe dafür langsam angefangen :) Eines stimmt aber die Erfahrung macht den Unterschied, meine Vorbereitungt für Klausuren war im ersten Jahr sehr uneffizient, auch das Lernen will wieder gelernt werden.

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Tja, das kenne ich doch irgendwo her... ;) Ich glaube ja, dass bei den regelmäßigen Auf- und Ab-Phasen im Laufe des Studiums die Auf-Phasen immer kürzer und die Ab-Phasen immer länger werden - irgendwann rächt es sich halt, dass man sich wegen des Studiums viele andere schöne Dinge nicht gönnen kann. Ein paar Highlights sind einfach nicht genug. Leider ist es auch nicht unbedingt so, dass man kurz vor Schluss noch mal einen Motivationsschub bekommt, weil das Ziel schon in Sicht ist - ich zumindest quäle mich derzeit schon ganz schön. Daher kann ich nur sagen "Respekt!", dass du dich nun doch noch für das Diplom entschieden hast - jetzt noch mal in die Verlängerung zu gehen, dass hätte ich nicht gekonnt.

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Ich weiss... eigentlich ist das total bekloppt - aber uneigentlich ist es sicher schwieriger in 1-2 Jahren nochmal komplett neu anzufangen.

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ich hab auch langsam und uneffizient angefangen:mad: und dafür länger gebraucht...

na ja, ich denke, man braucht für die Motivation immer wieder kleine "Belohnungen" auch innerhalb des Studiums - Dinge oder Fächer, die Spass machen, interessant sind und bei denen das Lernen kein Stress und kein Muss ist.

Im Moment ist das zum einen, dass das Ende des Studiums bevor steht (wenn man das sagen kann bei einem dreiviertel Jahr - durch die DA wird sich das Ende wieder etwas verzögern) und dass ich das Thema meiner Diplom-Arbeit habe und mich darauf freue, die zu schreiben...

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ich habe dafür langsam angefangen :) Eines stimmt aber die Erfahrung macht den Unterschied, meine Vorbereitungt für Klausuren war im ersten Jahr sehr uneffizient, auch das Lernen will wieder gelernt werden.
dem schließe ich mich mal uneingeschränkt an.

Ich habe zu Beginn ewig für die Vorbereitung auf ne Klausur gebraucht. Inzwischen könnte ich das wesentlich schneller - leider fehlt mir aktuell bisschen die Muse, eben das zu tun - also dauerts doch wieder länger ;) Man wird aber mit der Zeit effizienter. Man erkennt schon beim ersten Lesen, WAS für interessante Fragen herhalten kann. Man ändert die Vorgehensweise beim Erarbeiten so lange ab, bis die effizienteste Anordnung rauskommt (bei mir: Lesen der Übungsklausuren, danach dann Studium der Hefte auch hinsichtlich der Ükl., danach dann REP und die zugehörige restliche Nacharbeit, Klausur schreiben, olé olé :lol:)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Nun siehst du dich also mit den Augen, mit denen wir dich früher gesehen haben ;)

Dein Tagesprogramm ist wirklich straff. Ich meine nach dem ganzen Stress erstmal runterkommen und dann sich wieder aufrappeln noch produktiv zu werden... das ist nicht leicht. Erleb ich auch immer wieder mal in stressigeren Zeiten. Ich bin immer froh wenn solche Ballungszeiten wieder vorbei sind.

Ich wünsche dir viel Erfolg und schnelle Gewöhnung!

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Ja allerdings, damals waren die Belastungen eben selbstgemacht ... inzwischen eher extern. Sicherlich ist es jetzt sogar schwieriger sich zu motivieren als im "Rausch" sich selbst immer weiter zu pushen... aber gerade im Fernstudium wächst man auch an seinem Fortschritt.

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