Aus dem Leben einer Fernstudentin

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Motivation pur

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HannoverKathrin

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Die Idee für diesen Blog ist schon einige Tage alt, aber leider habe ich nicht eher die Zeit gefunden meine Gedanken mal in Ruhe niederzuschreiben.

Dieser Blog soll mich und evtl. auch die Leser motivieren. Er ist bewusst einseitig, nur mit Bezug auf Positives geschrieben.

Im Moment scheint alles für (zumindest fast) jeden belastend, störend, aufreibend, etc. Aber halten wir uns statt dem halb leeren Glas, mal das halb volle Glas genau vor Augen:

Was habe ich den letzten 21 Monaten im Studium erreicht?

  • Ich habe 10 Klausuren erfolgreich beim 1. Versuch bestanden
  • Ich habe 5x eine 1,3 geschrieben, 1x 1,0, 1x 1,7 und 1x 2,7
  • Ich habe sämtliche relevanten SB immer gelesen und zusammengefasst, habe meinen eigenen Lernstil perfektioniert und eine für mich optimale Lösung gefunden
  • Ich habe bereits 56 CreditPoints gutgeschrieben bekommen
  • 3 Semester sind tutti-kompletto abgeschlossen
  • Das alles ist mit einem durchschnittlichen Workload von rund 9 bis 9,5 Stunden passiert

Was ist dieses Semester, die letzten 3 Monate, erreicht worden?

  • Ich habe die restlichen 4 SB für WPR bearbeitet
  • Ich habe die kompletten 6 SB für UNF bearbeitet
  • Ich habe die kompletten 7 SB für STL bearbeitet
  • Ich habe bereits 4,5 SB für VWT bearbeitet
  • Ich habe in nur 12,5 Wochen ganze 21,5 SB bearbeitet. Inkl. der nötigen Gesetzestextpassagen. Das ist eine unglaubliche Leistung - das wird mir nun erst bewusst!
  • Ich habe diese Leistung mit einem wöchentlichen Workload von durchschnittlich 8,5 bis 9 Stunden erbracht (Wie qualitativ meine ZF und mein Verständnis für die Thematiken sind, wird sich bei der Prüfungsvorbereitung und der Klausur letztendlich zeigen)

Was hat sich noch durch meinem Studium geändert?

  • Ich priorisiere mein Leben. D. h. ich lasse unwichtige Dinge weg, ich verplempere keine Zeit mehr.
  • Ich habe mich dem ZTD (Zen to done) gewidmet und meine damals aufgestellten Ziele fast komplett erreicht. Was nicht erreicht ist, war in der Praxis nicht praktikabel und ist somit auch nicht mehr erstrebenswert.
  • Ich genieße meine Freizeit intensiver, weiß sie mittlerweile besser zu schätzen.
  • Ich habe meinen Horizont erweitert. Auch wenn ich nicht mehr jeden Spiegelstrich widergeben kann: ich habe neues Wissen erlangt.

Das sind jetzt eine ganze Menge positiver Aufzählungspunkt. Natürlich steht dem auch eine Negativliste gegenüber, aber darüber möchte ich mir keine Gedanken machen. Wichtig ist, sich auch mal das Erreichte vor Augen zu halten und sich auf die, seien es noch so kleine, positiven Dinge zu konzentrieren.

Es gab immer wieder Tiefphasen in denen man keine Lust mehr hatte, man keinen Sinn darin sah oder einfach nicht konnte obwohl man wollte. Das alles habe ich überwunden. Ich habe mich immer wieder selbst motivert, habe mich eigenständig hingesetzt und habe meine Ziele klar verfolgt.

In 3 Monaten habe ich die nächsten 4 Klausuren hinter mir und (hoffentlich ebenfalls erfolgreich) das 4. Semester abgeschlossen. Es wird das Ende vom Grundstudium sein. Früher sagte man noch Vordiplom. Welch toller Titel ist einem durch den Bachelor verloren gegangen ;)

Es wird ein unglaublicher Meilenstein sein. Das alles was in der Vergangenheit geleistet wurde; es sollte motivieren und nicht demotivieren.

Der Mensch wächst an seinen Herausforderungen und Angst vor der Zukunft ist im Moment grundlos.


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9 Kommentare


Das ist mal ein motivierender Beitrag. Dankeschön. :thumbup:

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Michael Knight

Geschrieben

Beeindruckend. Vor allem die sehr guten Noten in Verbindung mit dem äußerst geringen Aufwand (<10h im Schnitt). Hier zeigen sich in meinen Augen klar die Vorzüge eines Fernstudiums. Ich glaube kaum, dass irgendjemand, diese Noten, in dieser Zeit in einem Präsenzstudium hinbekommen hätte. Selbst im Vollzeitstudium ist das nicht ohne.

Dann bring das Ganze mal schnell zu Ende :-) Ich drücke die Daumen, dass es auch im viel wichtigeren Hauptstudium so bleibt. Viel Erfolg!

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Ein super Beitrag, der auch mal dazu anregt das ganze an der eigenen Situation widerzuspiegeln...was man schon erreicht hat...und man Schritt für Schritt weiterkommt...die erreichten Ziele motivieren und nehmen die Angst vor neuen Herausforderungen und Hindernissen..Viel Erfolg bei den nächsten Prüfungen!!

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Toller Blogeintrag :) Mal sehen, ob ich in einem guten Jahr auch so viel Motivierendes schreiben kann, bisher geht es :)

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HannoverKathrin

Geschrieben

Danke für euer Feedback :)

Ich hoffe ihr könnt das alle auf eure eigene Situation übertragen und einfach mal daran erfreuen, was ihr schon erreicht habt!

Die Idee kam mir, wie ich meine ZTD-Liste gefunden habe und einzeln durchgegangen bin was ich davon mittlerweile umgesetzt habe. Zuerst wollte ich diese Punkte hier einzeln auflisten, aber nachdem ich bemerkt habe dass ich allein fürs Studium so viele Erfolge auflisten kann, habe ich ZTD als kleinen Unterpunkt zusammengefasst.

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Interessante herangehensweise. Beim lesen bin ich mein Studium im Kopf durchgegangen. Alles in allem in ter Tat beeindruckend was hier alle Studenten so leisten.

Allerdings muss ich sagen, dass bei mir in sofern die Luft raus ist, dass mich vergangene Erfolge nicht (mehr!!) für zukünftige Aufgaben motivieren. So lange das bei Dir so ist, genieße und nutze es!!

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Und wie viele Prüfungen musstest du wiederholen?

Aber liest sich gut :)

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Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem nächsten Meilenstein.

Es ist schon erstaunlich was eine positive Lebenseinstellung

bewirken kann.

Micha76

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Ich bin auch ein verfechter des positiven Denkens (solange es Sinn macht natürlich nur).

Dieser Beitrag gefällt mir auch gut. Zumal er auch zeigt, dass du mit deinem viel bejammertem Workload von "nur" 8-9 Stunden sehr gut zurecht kommst. ;)

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      Außerdem bin ich total undiszipliniert. 
       
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      Das ist mein erster Schritt und irgendwie auch der schwierigste für mich. 
       
    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.