WiIng an der HFH

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    46
  • Kommentare
    315
  • Aufrufe
    2.665

Entscheidung ist gefallen

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Meike B

94 Aufrufe

Habe heute die entscheidung für meine weitere berufliche Laufbahn getroffen:

Alte Firma, neuer Job.

Es ist schon erstaunlich was sich plötzlich bewegt, wenn man kündigen möchte. :blink:

Auch die finanzielle Differenz zwischen beiden Firmen ist nicht mehr wirklich spürbar. Somit war die Entscheidung für das bekannte (sicherere) Umfeld einfach. Vor allen Dingen weil mir die neue Stelle förmlich auf den Leib geschneidert wurde. :lol:

Da ist es auch nicht mehr so belastend, daß der ganze heute Tag als Lerntag für die WFT-Klausur am Samstag ins Wasser gefallen ist.

Aber ich habe noch nie in meinem Leben wirklich so deutlich eine körperliche Erleichterung gespürt, wie nach dieser Entscheidung. Es ist schon erstaunlich wie so "ein paar" Gedanken einen ganzen Menschen beeinflussen können.

Das Allerbester: Nichts, aber auch wirklich nichts in diesen stressigen Tagen hat mich dazu gebracht wieder zu Rauchen. :lol:

Und Ihr könnt mir glauben dier Versuchung war wirklich groß.

227 Tage rauchfrei :thumbup:


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


19 Kommentare


HannoverKathrin

Geschrieben

Das kommt nun doch etwas überraschend/unerwartet. Wie nimmt es denn die andere Firma auf? Hattest du da schon zugesagt?

Auf jeden Fall Glückwunsch zur rauchfreien Zeit! Und schön dass die Entscheidung getroffen ist, das ist die Hauptsache. Und wer weiß, evtl. ergibt sich notfalls in ein paar Jahren nochmal die Chance.... !?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich hätte auch erwartet, dass Du Dich für die neue Firma entscheidest.

Was ist mit dem Thema "Aufstiegsmöglichkeiten"? Hat sich auch dort was in Deiner derzeitigen Firma getan?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Bin auch neugierig, was dich zu dieser Entscheidung bewogen hat : ) Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch zum neuen Job!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Alte Firma, neuer Job.

hätte ich auch nicht gedacht...

Es ist schon erstaunlich was sich plötzlich bewegt, wenn man kündigen möchte.

Auch die finanzielle Differenz zwischen beiden Firmen ist nicht mehr wirklich spürbar. Somit war die Entscheidung für das bekannte (sicherere) Umfeld einfach. Vor allen Dingen weil mir die neue Stelle förmlich auf den Leib geschneidert wurde.

was genau hat denn nun den Ausschlag gegeben?

Das Allerbester: Nichts, aber auch wirklich nichts in diesen stressigen Tagen hat mich dazu gebracht wieder zu Rauchen.

Und Ihr könnt mir glauben dier Versuchung war wirklich groß.

herzlichen Glückwunsch (zu beidem!!)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Noch einer, der überrascht über diese Wende ist. Magst Du noch ein bisschen erläutern, was zu diesem Sinneswandel geführt hat? - Ich hätte das jetzt nicht erwartet.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich schätze mal, dass dein Arbeitgeber erkannt hat, was er an dir hat. Und da ist es doch erstaunlich, wie schnell sich Dinge ändern können, die vorher in Stein gemeißelt waren.

Viel Glück weiterhin. :thumbup:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Bauchgefühl....

Einerseits ist mir die Weiterentwicklung immer noch wichtig, aber die neue Stellenbeschreibung ist jetzt tatsächlich maßgeschneidert. Das wäre in der neuen Firma schwer geworden. Da hätte ich mir aus den vorhandenen Positionen einen aussuchen können. Und das jedes Mal aufs Neue.

Aber mal zurück auf Anfang:

Freitag kam der Anruf meines Geschäftsführers, daß er von meinem zukünftigen Arbeitgeber gefragt wurde, ob es Einwände gäbe, wenn ich wechsle. (In dieser besonderen Konstellation zwischen Geschäftspartnern üblich)

Er war mehr als überrascht, da ich in der Vergangenheit keinerlei Anzeichen für Unzufriedenheit gezeigt hatte. Was auch stimmt, so was trage ich nicht wirklich nach außen und meinen Job mache ich trotz allem auf dem selben Niveau weiter bis zum letzten Tag.

Also wurde ein Gesprächstermin mit dem Geschäftsleiter und meinem Technischen Geschäftsführer für Montag vereinbart.

Montag morgen in die Geschäftsstelle zu unserer Geschäftsleitung gefahren.

Ich weiß nicht ob sich jemand den Kloß in meinem Hals vorstellen kann, als ich wie immer freudig und z.T. mit Umarmung von diversen Kollegen dort begrüßt wurde. (man sieht sich nicht all zu oft)

In dem Gespräch wurde es dann teilweise recht emotional. Und das ist schon etwas besonderes, wenn man meinen GF kennt.

Es ist jetzt schwierig zu beschreiben, aber ich bin schon sehr eng mit meiner Firma verbunden. Ich "lebe" diese Firma. Mein Foto taucht in unseren Prospekten auf, ich bin auf Messen unterwegs, engagiere mich in einem Fachforum. Wenn ich zu einem neuen Kunden komme, passiert es mir manchmal wenn ich mich vorstelle: "Ach, sind sie die Meike aus dem Forum? Sie haben mir schon so oft geholfen." Innerhalb von Deutschland bin ich in der Branche kein unbeschriebenes Blatt.

Unsere Firma versucht sich wirklich für den Kunden einzusetzen und seine Wünsche so gut es geht zu erfüllen. Ich hätte jetzt zum Hersteller eines unserer Produkte gewechselt. Dort herrscht eher die amerikanische Vertriebskultur. Oder anders gesagt: Bis jetzt hat noch niemand von uns dorthin gewechselt, sondern nur umgekehrt.

Die beiden haben mir deutlich gemacht, was es eventuell für einen Eindruck auf Kunden und Kollegen macht, wenn ausgerechnet ich dorthin gehe. Vor allen Dingen weil ich auch Betriebsrat bin und mit den meisten Stimmen gewählt wurde. Ich denke man hatte ein wenig Bedenken, daß ich andere zum "Nachmachen" anregen könnte.

Das war aber nicht ausschlaggebend für meinen Meinungswechsel.

Am Ende waren es mehrere Punkte:

  • Innerhalb von zwei Tagen wurde ein neue Stelle geschaffen die genau die Tätigkeiten umfasst die machen möchte (OHNE daß ich diese vorher explizit erwähnt hätte)
  • Mein Einkommen wurde entsprechend aufgestockt
  • Ich mag meine bisherigen Kollegen, wir sind wirklich eine kleine Familie
  • Solange ich die Entscheidung für die andere Firma getroffen hatte, habe ich schlecht geschlafen und immer darüber nachgedacht ob es die richtige Entscheidung ist.
  • Jetzt kann ich wieder schlafen und meine Gedanken kreisen nicht die ganze Zeit um den Job.
  • In meiner jetzigen Firma haben ich ein funktionierendes Netzwerk und weiß genau was wie läuft.
  • In der neuen Firma hätte ich zwar mehr Geld bekommen, hätte aber am Anfang einen "langweiligeren" und vor allen Dingen eingeschänkteren Job gemacht als meinen aktuellen. Alles weitere hätte ich mir erarbeiten müssen.
  • In meiner jetzigen Firma habe ich sehr viele Freiheiten.
  • Ich kann so bleiben wie ich bin. In der anderen Firma hätte ich mich in einem Grad anpassen müssen, der mir vielleicht doch nicht so leicht gefallen wäre. ich sage gerne was ich denke offen und geradeheraus. Das ist bei den Amerikanern nicht so gerne gesehen.
  • Drei Geschäftsführer setzten Himmel und Hölle in Bewegung um mich zu halten.
  • Sogar die seit Jahren geforderte Gehaltserhöhung ist plötzlich möglich (Sogar mehr als in der Vergangenheit jemals erwartet, man ist ja realistisch)
  • Mein neuer Vorgesetzter ist mir der Liebste von allen die möglich gewesen wären.
  • Es geht zwar nicht mehr nach oben, aber mit dem neuen Betätigungsfeld ist die Arbeit so vielfältig und auch anspruchsvoll, daß ich wohl für sehr lange Zeit keine Langeweile verspüren werde.
  • Man nimmt Rücksicht auf mein Studium. Wenn Vorbereitungszeiten oder die Freitagspräsenzen im Kalender stehen wird maximal gefragt ob ich nicht "eventuell, vielleicht..." doch einen Auftrag übernehmen könnte. Und wenn ich "nein" sage wird das auch akzeptiert.
  • Und nochmals: Mein Bauch sagt ganz eindeutig, daß diese Entscheidung richtig war.

Ui, ist ja doch eine richtig lange Ausführung geworden :rolleyes:

Aber als Fazit sei gesagt:

Karriere ist nicht alles.

Mir ist eine Firma hinter der ich wirklich stehen kann wichtiger als Erfolg um jeden Preis.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Wenn ich das so lese, dann hätte man dir sicher noch einiges mehr geboten, wenn du etwas geblufft hättest *g*

Viel Spaß weiterhin in deinem neuen alten Job.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Zum einen ist es jetzt nicht ganz schlecht mit dem Einkommen ;-)

Und zum anderen hat der Job auch andere Vorteile die sich finanziell bemerkbar machen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Na dann Glückwunsch, wenn AG in so einer Situation aber schon großzügig sind, ist das sicher noch nicht die Schmerzgrenze :) ... aber wir sind ja nicht am Basar *ggg*

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Ich meine, man sollte den Bogen auch nicht zu sehr überspannen. Was mich noch intereressieren würde: Wie hat denn die amerikanische Firma auf Deine Absage reagiert? Dabei handelt es sich doch um einen Geschäftspartner von Euch, oder?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Man war natürlich geschockt, da ich bereits für Projekte ab Januar eingeplant war.

Da mein Hauptaugenmerk bei der ganzen Sache auf den Entwicklungsmöglichkeiten lag verstand man nicht , warum ich dann doch bei der alten Firma bleiben wolle, denn genau der Punkt hat sich ja nicht wirklich geändert.

Ich habe die Absage mit der Entscheidung begründet, daß ich bei der jetzigen Firma einfach mehr Freiheiten auch mit der Arbeitszeit habe und man dort wesentlich mehr Rücksicht auf private Belange nimmt. Beispiel: Mein jüngerer Bruder war eine Frühgeburt und ist daher behindert. Er lebt bei unserer Mutter. Wenn ich mich vielleicht mal um ihn kümmern muß (und sei es nur für ein paar Wochen/Tage), dann wird bei unserer Firma sofort geschaut, wie man das mit den Arbeitszeiten in Verbindung bringen kann. Hier wird Familie ganz groß geschrieben.

Man möchte jetzt überlegen, ob man mir nicht eine Stelle anbieten kann, in der ich etwas mehr geregelte Arbeitszeiten habe. Aber genau in dem Moment habe ich dort nicht mehr wirklich die Entwicklungsmöglichkeiten wegen derer der Job so interessant gewesen wäre. Denn wenn man in so einem Laden weiter kommen möchte muß man absolut flexibel sein.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich beneide dich ein klein wenig. Die beiden Firmen reißen sich ja förmlich um dich. :)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ja, für's Ego ist es toll, aber das war's dann auch schon...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Sternschauerkuss

Geschrieben

Viel Erfolg! Schön, dass sich alles so entwickelt hat.

Die Frage ist ja sollte man nun eher in Mitarbeitergesprächen andeuten, dass man nicht 100% zufrieden ist (bspw. ungenügende Abwechslung, wenig Verantwortung...), denn wie man sieht, gibt es ja doch den einen oder anderen Weg ohne Karriereleiter?! :-) Dann spielt man mit offenen Karten und der Vorgesetzte ist dann selbst Schuld wenn man am Ende geht.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Genau das wurde mir vorgeworfen. Oder besser, daß ich es eben nicht gemacht hatte.

Der Gedanke war mir gar nicht gekommen so was im MA-Gespräch zu erwähnen. Da ich der Meinung war, daß es eh nichts in die Richtung geben würde, wäre das für mich doch schon fast einer Kündigung gleichgekommen "Na bei den Vorstellungen bleibt die eh nicht mehr lange..."

Jetzt weiß ich daß es z.T. besser gewesen wäre vorher etwas zu sagen. Vor allen Dingen wäre dann mein alter (noch) Chef nicht so gekränkt. Und das kann ich sogar verstehen. Er dachte ja schließlich bis Freitag, daß die Welt in Ordnung sei.

Für den Seelenfrieden aller Beteiligten ist wohl besser im MA-Gespräch über solche Wünsche/Gedanken zu sprechen. Finanziell wäre auf diese Weise aber wahrscheinlich kein so großer Sprung möglich gewesen.

Hat also wieder alles seine Vor- und Nachteile.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Schön, dass die Entscheidung gefallen ist!

Ich wünsche Dir auf dem weiteren Weg alles erdenklich Gute und natürlich viel Erfolg !

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Sternschauerkuss

Geschrieben

Ich verstehe was du meinst Meike. Es hat wirklich Vor- und Nachteile. Wird doch immer angepriesen alle Probleme und Wünsche in einem MA-Gespräch zu klären. Die Realität, Bedenken des MA und Reaktion des Vorgesetzten sieht dann am Ende anders aus :-) Ich hätte genau die selben Gedanken gehabt...

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.